BERLIN (BLK) - Der Sohn der Schriftstellerin Anna Seghers, Pierre Radvanyi, hat der Berliner Akademie der Künste die Handschrift der frühen Seghers-Erzählung „Grubetsch“ übergeben. Seghers habe im Oktober 1926 in einem Notizbuch 74 Seiten mit Tinte und Bleistift dicht beschrieben. Ihre Geschichte über einen Rheinflößer namens Grubetsch zeige etliche Streichungen und Varianten, teilte die Akademie am Mittwoch mit.
Ende 1928 hatte die damals noch unbekannte Autorin Seghers (1900- 1983) für „Grubetsch“ und „Aufstand der Fischer von St.Barbara“ den Kleist-Preis aus der Hand von Hans Henny Jahnn erhalten. Später wurde sie mit Romanen die „Das siebte Kreuz“ oder „Transit“ berühmt.
Der Kleist-Preis mit Preisträgern wie Arnold Zweig, Bertolt Brecht, Robert Musil und Else Lasker-Schüler war eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen der Weimarer Republik. Er wird für 2009 am kommenden Sonntag (22. November) im Berliner Ensemble an Arnold Stadler verliehen. (dpa/wer)