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Artikel, Essays und Feuilletons

Roberto Bolaños „Exil im Niemandsland. Fragmente einer Autobiographie“

© Die Berliner Literaturkritik, 07.10.08

 

FRANKFURT AM MAIN (BLK) – Florian Borchmeyer rezensiert in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Roberto Bolaños „Exil im Niemandsland. Fragmente einer Autobiographie“. Ein Einblick in das Leben und Schaffen des chilenischen „Enfant terrible der lateinamerikanischen Literatur“.

Eigentlich war der 2003 verstorbene Roberto Bolaño kein Freund von Autobiographien. Und wer weiß, ob – würde er noch leben – je eine erschienen wäre? Dennoch veröffentlicht nun der Berenberg Verlag die Autobiographie des chilenischen Autors. Heinrich Berenberg, Übersetzer, Herausgeber und Verleger hat sich an Bolaños Schriften und Aufzeichnungen neben den großen Romanen wie „2666“ gemacht. Versammelt hat er schließlich Artikel, Essays und Feuilletons aus den verschiedensten Zeitungen sowie Zeitschriften und hat somit ein literarisches Lebensbild skizziert.

Es gelinge der kleinen „Antiautobiographie“ mit ihren sorgfältig ausgewählten und präzise übersetzten Fragmenten vortrefflich, den Reiz des Schaffens Bolaños einzufangen, lobt der Rezensent. Sie sei eine geeignete Einführung in Bolaños Werk. Die in der Sammlung vorliegenden Miniaturen ließen Bolaño als Querdenker erscheinen, gäben in Form wunderbarer Essays Einblicke in die literarischen Obsessionen des Autors und ließen nach und nach den Lebenslauf des Künstlers rekonstruieren. (rie/dan)

Literaturangaben:
BOLANO, ROBERTO: Exil im Niemandsland. Fragmente einer Autobiographie. Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt und Heinrich v. Berenberg. Berenberg Verlag, Berlin 2008. 157 S., 19 €.

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