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„Audimaxismus“ ist Österreichs Wort des Jahres

Entstanden ist „Audimaxismus“ bei den Studentenprotesten

© Die Berliner Literaturkritik, 10.12.09

WIEN (BLK) - Der Begriff „Audimaxismus“ ist am Donnerstag (10.12.) in Österreich zum Wort des Jahres gewählt worden. Zum Unwort des Jahres kürte die Alpenrepublik den Ausdruck „Analogkäse“. Entstanden ist der Terminus „Audimaxismus“ bei den seit Wochen dauernden Studentenprotesten, bei denen der größte Hörsaal der Universität Wien - das Auditorium Maximum oder kurz: Audimax - besetzt wurde.

Die Fachjury aus Professoren der Universität Graz begründete ihr Urteil damit, dass durch die Studentenbewegung erstmals seit langem wieder ernsthaft und umfassend über Bildung diskutiert worden sei, berichteten österreichische Medien. Auch stehe die Zusammensetzung des Wortes selbst für den Wunsch der Hochschüler nach maximaler Verbesserung ihrer Studienbedingungen und für den Wunsch, bei den Politikern Gehör zu finden: „Audi“ bedeute im Lateinischen „höre“.

Da „Analogkäse“ eindeutig für Etikettenschwindel stehe, handele es sich bei diesem Begriff um ein Unwort, entschied die Jury. Das so bezeichnete Produkt habe mit Käse nichts zu tun und sei ein Imitat: „Sprachlich wird jedoch aufgrund der deutschen Wortbildungsregeln der Eindruck erweckt, dass es sich doch um ‚Käse’ handelt“, erklärte Professor Rudolf Muhr von der Fakultät für Umwelt- und Erziehungswissenschaften an der Uni Graz, der die Jury geleitet hatte. (dpa/olb)


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