Werbung

Werbung

Werbung

Autor Zaimoglu gegen „blutleere Worte“

Die „allgegenwärtige Mittelstandsnarkose“ der deutschen Literatur

© Die Berliner Literaturkritik, 26.05.10

STUTTGART (BLK) - Die deutsche Literatur befindet sich nach Ansicht des Schriftstellers Feridun Zaimoglu in einer „allgegenwärtigen Mittelstandsnarkose“. „Ich habe auch keine Lust mehr auf die blutleeren Worte von Berufserwachsenen, von jungen Schreibern, die vorgeben, so traurig zu sein“, sagte der türkischstämmige Autor der Zeitung „Sonntag Aktuell“ in einem Interview. Ebenso wenig habe er Lust auf Rezensionen, die seine eigene Literatur als „blumig“ charakterisieren. „Man sagt sich, dieser Zaimoglu ist türkischstämmig, ergo ist seine Sprache blumig. Was für ein Mumpitz. Ich kann nichts dafür, dass das Metaphorische in der deutschen Sprache in Vergessenheit geraten ist“, sagte Zaimoglu.

Zu Zaimoglus bekanntesten Werken gehören die Bücher „Abschaum“, „Leyla“ und „Liebesbrand“. Der 1964 in der Türkei geborene Autor lebt seit seiner Kindheit in Deutschland. (dpa/jos)

Literaturangabe:

ZAIMOGLU, FERIDUN: Leyla. Fischer Verlag, Frankfurt 2008. 528 S., 9,95 €.


Bookmark and Share

BLK mit Google durchsuchen: