Die Leitung der Frankfurter Buchmesse will jeden nur möglichen Weg gehen, um den chinesischen Schriftsteller Liao Yiwu nach Deutschland zu holen. Dies bekräftigte Buchmesse-Direktor Boos am Donnerstag (24.9.) im Deutschlandradio Kultur. „Wir werden auch mit der deutschen Botschaft sprechen. Wir werden auf verschiedenen Kanälen versuchen, dem chinesischen Schriftsteller die Ausreise zu ermöglichen“, sagte Boos.
Die Frankfurter Buchmesse und ihre Partner würden sich nicht einschüchtern lassen und weiterhin daran festhalten, „kritische Stimmen einzuladen“. In diesem Jahr seien „250 Dissidenten“ zu Gast. „Wir werden sehen, ob es da Behinderungen gibt, und werden dann dementsprechend protestieren.“ Er könne sich nicht erklären, warum ausgerechnet Liao Yiwu die Ausreise verweigert werde, meinte Boos, da noch andere, „weitaus kritischere Stimmen“ auf der Buchmesse vertreten sein würden. (dpa/kum)