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Der Roman „Contre-jour“ von Thomas Pynchon

Internationale Presseschau vom 5. September 2008

© Die Berliner Literaturkritik, 05.09.08

 

BERLIN (BLK) – In „Le Monde“ ist eine Rezension des Romans „Contre-jour“ von Thomas Pynchon zu finden. Die Rezensentin bezeichnet das Buch als verzweigt und „blendend“ wie grelles Licht. Die „Libération“ bespricht Saša Stanišics Roman „Le Soldat et le gramophone“. Außerdem in der internationalen Presseschau: Fredrik Nybergs Gedichtband „Nio, nine, neun, neuf“ und Curtis Sittenfelds „American Wife“.

„La Libération“

Claire Devarrieux bespricht in der „Libération“ den Titel „Le Soldat et le gramophone“ von Saša Stanišic. Vom jugoslawischen Krieg wird in dieser Familiengeschichte eher nebenbei berichtet. Das erzählende Kind Aleksandar ist ein wenig das alter Ego des Autors, und erzählt, wie es nach Deutschland kam, sich dort zurechtfand und wie es die Heimat und den Krieg in Erinnerung behält. Was der Autor aber nicht wolle, sei Mitleid zu erregen. Vielmehr wolle er mithilfe von Ironie Klischees umwenden.

„Le Monde“

Die französische Tageszeitung „Le Monde“ bespricht den Roman „Contre-jour“ des geheimnisvollen amerikanischen Schriftstellers Thomas Pynchon. Die Handlung ist komplex und vielschichtig, unter anderem geht es um einen getöteten Anarchisten und die Reise seiner Kinder, die den Mord rächen wollen. Die Rezensentin bezeichnet das Buch als verzweigt und „blendend“ wie grelles Licht.

„Dagens Nyheter“

Anders Olsson von den „Dagens Nyheter“ bespricht den Gedichtband „Nio, nine, neun, neuf“ von Fredrik Nyberg. Darin verleiht der Autor der Zahl neun, die die Struktur des Buches bestimmt, und gleichzeitig der Sprache ein skurriles Eigenleben. Der Rezensent bezeichnet die Gedichte als intelligent, subtil und tief beunruhigend.

„New York Times“

Die „NYT“ bespricht den Roman „American Wife“ von Curtis Sittenfeld. Darin zeichnet die Autorin das detaillierte Portrait einer Präsidentengattin, die offensichtlich nach dem Vorbild von Laura Bush konstruiert ist. Sittenfeld benutze ihre Erzählerin am Ende des Romans zu offensichtlich für die Artikulation ihrer persönlichen politischen Ansichten, kritisiert die Rezensentin. (muc/dan/vol)

Literaturangaben:
NYBERG, FREDRIK: Nio, nine, neun, neuf. Norstedts, Stockholm 2008. 120 S., 12,16 €.
PYNCHON, THOMAS: Contre-jour. Traduit de l’anglais par Claro. Seuil, 1.218 S., 33,25 €.
SITTENFELD, CURTIS: American Wife. Random House, New York 2008. 558 S., 19,99 €.
STANISIC, SASA: Le Soldat et le gramophone. Traduit de l’allemand par Françoise Toraille. Éditions Stock, Paris 2008. 376 S., 21,50 €.

Andere Stimmen

Rezensionen im Original

Verlage

Internationale Presseschau vom 29. August 2008

Presseschau vom 5. September 2008


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