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LONDON</ST1:PLACE></ST1:CITY> (BLK) – Barry Forshaw bespricht in der „Times“ das Sachbuch „Monsters. History’s Most Evil Men and Women” von Simon Sebag Montefiore. Eine Sammlung der Verursacher der unaussprechlichsten Exzesse der Menschheit.
Die Einträge über geläufige Hass-Gestalten wie Hitler, Caligula oder Stalin laufen unter „ferner liefen”, seien aber auch mehr als bekannt. Die bluttriefende ungarische Gräfin Elizabeth Báthory, die berüchtigste Serienkillerin, die eine Vielzahl junger Frauen folterte und ermordete, werde vom Autor in einem seiner lebendigsten Einträgen heraufbeschworen, schreibt der Rezensent. Des Weiteren werde beschrieben, wie Maos vierte und letzte Frau stellvertretende Direktorin der Kulturrevolution wurde und in deren Verlauf gnadenlos alles ausmerzte, was ihr „bourgeois” oder „reaktionär” erschien.
Wenn die Intention war, zu gruseln, habe der Autor eindeutig versagt, so der Rezensent. Dennoch sorge dieser Streifzug durch die Reihen der üblichen Verdächtigen vergangener Schurkereien für schändlicherweise zwanghaftes Lesen, schreibt der Rezensent. Das Buch habe eine eher angenehme Wirkung: Angesichts der Gräueltaten, die Männer und Frauen im Laufe der Geschichte begangen haben, schaudere es einen lustvoll statt grauenvoll. Der Ton des Buches sei überraschend verspielt und glücklicherweise frei von heuchlerischem Moralisieren, schreibt der Rezensent. Montefiore versuche nie wirklich, eine ernsthafte philosophische Untersuchung der Natur des Bösen zu schaffen. (bah)
Literaturangaben:
MONTEFIORE, SIMON SEBAG: Monsters. History’s Most Evil Men and Women. Quercus, London 2008. 320 S., 20 £.
Rezension im Original
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