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„Flugasche“ machte Maron berühmt

„Flugasche“ von Monika Maron war der erste Umweltroman der DDR

© Die Berliner Literaturkritik, 23.07.09

BITTERFELD/BERLIN (BLK) - Monika Maron wurde 1941 in Berlin geboren und wuchs in einem kommunistischen Umfeld auf. Die Tochter des früheren DDR-Innenministers Karl Maron (1955-1963) engagierte sich in der FDJ und wurde früh SED-Mitglied. 1978 trat die Theaterwissenschaftlerin und Journalistin jedoch wieder aus. Nach Druckverbot und beruflicher Perspektivlosigkeit siedelte sie 1988 nach Hamburg über. Jetzt lebt sie wieder in Berlin.

Ihr 1981 nur in der Bundesrepublik erschienener Roman „Flugasche“ war der erste Umweltroman der DDR. In dem Buch verarbeitete die Autorin ihre Erfahrungen als Industriereporterin im Chemierevier der DDR. Dabei sprach sie auch offen die dort besonders tabuisierten Umweltsünden an, daher konnte das Buch in der DDR nicht erscheinen. Auch in ihren Romanen „Stille Zeile 6“, „Die Überläuferin“ und „Pawels Briefe“ hat sich Maron mit der Widersprüchlichkeit des totalitären DDR-Systems auseinandergesetzt. (dpa/rud/ber)


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