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Fünf Minuten für die Fitness

Martina Mittags Ratgeber „Blitzschnell frisch und ausgeglichen“

© Die Berliner Literaturkritik, 27.02.08

 

FRANKFURT AM MAIN (BLK) – Martina Mittags Ratgeberbuch „Blitzschnell frisch und ausgeglichen. Ihr persönliches 5-Minuten-Programm fürs Büro“ ist im Campus Verlag erschienen.

Klappentext: Stress, Hektik, Termindruck im Arbeitsalltag? Gerade wenn es hoch hergeht, ist es wichtig, kurz durchzuatmen und Kraft zu schöpfen, um danach umso erfrischter und konzentrierter die wichtigen Aufgaben anpacken zu können. Müde und erschöpft nach dem fünfstündigen Meeting? Nach einem Reklamationsgespräch mit einem erzürnten Kunden müssen noch Umsatzstatistiken erstellt und analysiert werden? Manchmal ist neue Energie gefragt, in anderen Situationen ist es wichtig, loszulassen und den Kopf freizubekommen. Martina Mittag bietet einen Katalog aus effektiven Übungen und Kurzprogrammen für unterschiedliche Situationen, die sich problemlos am Arbeitsplatz durchführen lassen und den Energiehaushalt schnell wieder in Schwung bringen!

Martina Mittag ist staatlich geprüfte Tanzpädagogin, Fitnesstrainerin und Yogalehrerin. Seit 2001 ist sie mit ihrem Institut Yogawerft selbstständig und konzipiert Fitness- und Entspannungsangebote für Großunternehmen wie Unilever, Tchibo GmbH, Microsoft Deutschland und die Otto Group. (tan/wip)

 

Leseprobe:

© Campus Verlag ©

Ausgleichsübungen fürs Büro

Als die 37-jährige Sekretärin Stefanie an diesem Morgen ins Büro kommt, steht ihr Chef schon an ihrem Schreibtisch: „Ich brauche die aktuelle Statistik unbedingt bis heute Mittag zur Sitzung! Sie sind doch unsere Excel-Expertin. Hier sind schon mal meine handgeschriebenen Notizen.“ Sie weiß, wenn sie das schaffen will, muss sie jetzt richtig ranklotzen. Eigentlich müsste sie dringend auf die Toilette, doch sie verschiebt es, bis der Ausdruck läuft. Auch die Frühstückspause muss sie heute ausfallen lassen. Sie schlingt nebenbei ein Brötchen hinunter, denn um 12.00 Uhr ist High Noon! Natürlich schafft sie es auch diesmal wieder. Doch sie fühlt sich schon jetzt wie gerädert: Ihr Nacken schmerzt, und ihr Rücken ist völlig verspannt.

Auf die Signale des Körpers achten

Langes und konzentriertes Arbeiten am Computer lässt uns mitunter die einfachsten menschlichen Bedürfnisse wie Essen, Trinken und zur Toilette gehen vergessen. Unter Stress und Zeitdruck neigen wir leider oft dazu, die Signale unseres Körpers einfach zu ignorieren oder sie schlichtweg nicht zu bemerken. Wir sind so in die Arbeit vertieft, dass wir Verspannungen und deren Folgeerscheinungen erst viel zu spät wahrnehmen. Hinzu kommt, dass wir uns am Schreibtisch oder am PC in einer ständigen Beugehaltung befinden. Die Muskulatur im oberen Rücken neigt dadurch zur Erschlaffung und die Brustmuskulatur zur Verkürzung. Wenn wir dann im Sitzen die Beine noch übereinander gelegt haben, wird die Beckenstellung und dadurch auch die Stellung unserer Wirbelsäule beeinträchtigt: Wir sitzen meist nicht nur gebeugt, sondern auch noch schief.

Die folgende Übungsreihe wirkt ausgleichend auf einseitige Sitzhaltungen am Schreibtisch. Die bewussten Streck- und Dehnungselemente öffnen Ihren Brustbereich, Sie bekommen wieder mehr Raum zum Atmen und somit auch mehr Energie. Zudem strecken Sie Ihre Wirbelsäule und mobilisieren den Schultergürtel. Ihre ganze Haltung wird dadurch aufrechter, entspannter und bewusster. Für die Übungen benötigen Sie nur jeweils zwei bis vier Minuten. Sie können sie einzeln und unabhängig voneinander praktizieren oder als Serie.

Fitness für Arme, Hände und Finger

Damit Entspannungs- und Ausgleichübungen für den stressempfindlichen Schulter- und Nackenbereich ihre Wirkung optimal entfalten können, ist es sinnvoll, Hände, Finger und Unterarme in das Programm mit einzubeziehen. Denn unsere Hände und Finger werden den ganzen Tag über beansprucht. Sie greifen, geben, tasten, wischen, fühlen, drücken, ziehen, fassen und berühren. Besonders einseitige und dauerhafte Handbewegungen wie am PC können schnell zu Verspannungen in den Schultern führen, denn Finger, Hände, Arme, Schulter- und Nackenbereich sowie der gesamte Brustkorb sind über Muskelketten miteinander verbunden.

In meinen Yogakursen beobachte ich immer wieder, dass viele Menschen zwar ein sehr feines Gespür für das Befinden und die Position ihres Schultergürtels entwickelt haben, diese Körperwahrnehmung jedoch erstaunlicherweise bei den meisten unterhalb der Ellenbogen aufhört. So fällt es vielen Menschen schwer, die Finger zu spreizen, die Hand zu einer kräftigen Faust zu ballen oder die Hände in einer Liegestützposition zu belasten. Wir pflegen unsere Hände und Finger, machen Ölkuren gegen raue Hände, betreiben ausgiebig Nagelpflege und schmücken unsere Finger mit Ringen. Doch selten bewegen wir unsere Hände bewusst.

Der Indische Tempeltanz zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie akkurat, ausdrucksvoll und geschmeidig die Bewegungen unserer Hände sein können. Die Tänzerinnen drücken darüber ihre Gefühle und ihren seelischen Zustand aus. Dabei hat jede Handhaltung und jede Fingerstellung eine tiefere Bedeutung. Diese so genannten Mudras sind symbolhafte Gesten, um gewisse Punkte entlang der Energieleitbahnen zu stimulieren, wodurch innere Haltungen oder Stimmungen verstärkt werden. Es gibt eine Vielzahl von Mudras, welche die Konzentration vertiefen, die innere Stabilität unterstützen oder den Energiefluss anregen. Einige davon werden Sie im Laufe dieser Übungsreihe kennen lernen. Doch bevor wir uns dem feineren Energiefluss zuwenden, werden wir einige Übungen zum Stärken und Dehnen für Hände und Arme ausführen, um die Muskelketten des Oberkörpers zu beleben und zu entspannen.

© Campus Verlag ©

Literaturangaben:
MITTAG, MARTINA: Blitzschnell frisch und ausgeglichen. Ihr persönliches 5-Minuten-Programm fürs Büro. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2008. 197 S., 16,90 €.

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