Winston Smith arbeitet als kleiner Angestellter im Wahrheitsministerium, wo die herrschende Diktatur die Nachrichten im Sinne der jeweiligen Tagespropaganda umschreiben lässt. Apathisch nimmt er an den Massenaufmärschen teil, doch innerlich hat er sich längst distanziert. Heimlich schreibt er ein Tagebuch, um die Erinnerung gegen das befohlene Vergessen zu konservieren. Es gelingt ihm, diese verbotene Tätigkeit vor dem riesigen Teleschirm zu verbergen, durch den der „Große Bruder“ die gesamte Bevölkerung überwacht. Das Regime verbietet neben der Gedankenfreiheit aber auch jegliche private Gefühle. Dennoch lässt sich Winston auf eine rebellische Liebesaffäre mit der jungen Dissidentin Julia ein.
Michael Radford gelang eine beklemmende Verfilmung von George Orwells 1948 erschienenem Roman. Dessen Witwe Sonia erlaubte Radford nur eine naturalistische Inszenierung ohne Science-Fiction-Effekte. Das entsprach der Intention Orwells, der seinen Roman nicht als futuristische Prognose, sondern als grimmige Satire auf seine Entstehungszeit sah. Kameramann Roger Deakins gab den Bildern des zerstörten Nachkriegs-Londons mit silbrig gebleichten Farben einen unwirklichen Stil. Richard Burton starb wenige Wochen nach dem Ende der Dreharbeiten. (Quelle: WDR) dan
1984, Spielfilm, Großbritannien 1984, Freitag, 16.4., WDR, 23.15 – 1 Uhr
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