FRANKFURT AM MAIN (BLK) – Der neue Kriminalroman „Ein stilvoller Mord in Elstree“ von Gilbert Adair sei zweifach gelungen – „postmodern und kriminalistisch“, schreibt Thomas Scholz von der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“).
Adair erweise sich als „vermeintlich sehr fairer Gegner“ gegenüber seiner Leserschaft, obwohl er allein den Verlauf der Geschichte durch falsche Fährten und Wendungen bestimme. Der Autor lasse das „goldene Zeitalter des britischen Kriminalromans in all seiner Behaglichkeit im London des Jahres 1946 auferstehen“ und zeige so, wie unterhaltsam postmoderne Literatur sein könne. In der Gestaltung der Szenen verbeuge sich der Autor „schmunzelnd, aber stets respektvoll“ vor den großen Kriminalschriftstellern der damaligen Zeit wie Agatha Christie (1890-1976) und verleihe ihren Geschichten einen „liebevollen nostalgischen Glanz“. Laut Scholz mischt Adair in seiner Darstellung „fast beiläufig“ Anspielungen auf die Filmwelt unter, auf Hitchcock oder Truffaut.
Scholz resümiert, dass auch den Lesern, die die Filmverweise nicht verstehen, das Lesevergnügen erhalten bliebe. Adair habe mit einer Mischung aus Pastiche und postmoderner Brechung einen „vergnüglichen“ Kriminalroman geschaffen. (mar/wip)
Literaturangaben:
ADAIR, GILBERT: Ein stilvoller Mord in Elstree. Eine Art Kriminalroman. Aus dem Englischen übersetzt von Jochen Schimmang. C.H. Beck Verlag, München 2007. 304 S., 18,90 €.
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