Werbung

Werbung

„Gomorra“ in Berlin

Das Theaterstück hat im Oktober am Berliner Maxim Gorki Theater Premiere

© Die Berliner Literaturkritik, 17.06.09

BERLIN (BLK) — Das Mafia-Stück „Gomorra“ nach dem gleichnamigen Roman des italienischen Autors Roberto Saviano hat im Oktober am Berliner Maxim Gorki Theater Premiere. Es ist eine Bühnenfassung des Autors und von Mario Gelardi. Regie führt Peter Kastenmüller. Das teilte Intendant Armin Petras am Mittwoch (17.06.) auf seiner Jahrespressekonferenz zur neuen Spielzeit 2009/2010 mit.

Das Theaterstück nach dem Enthüllungsroman über die italienische Camorra mit den dunklen Verzweigungen und finanziellen Mechanismen der organisierten Kriminalität war im vergangenen Jahr beim „Italienischen Theaterherbst“ in Berlin vom Teatro Stabile aus Neapel gezeigt worden.

Die neue Spielzeit am Maxim Gorki Theater steht unter dem Motto „Ökonomie des Lebens“, was laut Petras „nicht nur mit der aktuellen Finanzkrise, sondern generell mit den Themen Macht, Geld und Gesellschaft“ zu tun habe. Ein anderes Thema sei „Überleben im Umbruch“. Petras selbst inszeniert zu Beginn der neuen Spielzeit im September unter anderem „Gertrud“ nach dem Roman von Einar Schleef, William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ im Oktober und die Uraufführung „Zornig geboren“ von Darja Stocker (24. September im Studio) als Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Außerdem plant Petras in seiner Regie im November eine „Opening Night“ nach dem Film von John Cassavetes (Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt) und als Uraufführung eine „Abschlussfeier“ nach Einar Schleef als Open-Air-Aufführung an verschiedenen Orten, eine Koproduktion mit dem Anhaltischen Theater Dessau.

Jan Bosse inszeniert im Februar „Der Geizige“ von Peter Licht nach Molière. Der Schauspieler Milan Peschel („Netto“) führt im März Regie bei Tennessee Williams' „Glasmenagerie“, Stephan Pucher inszeniert im Mai „Penthesilea“ von Heinrich von Kleist, sozusagen als Vorwegnahme des Kleist-Marathons im Jahr 2011 zum 200. Todestag des Dichters. Dann sollen am Gorki-Theater sämtliche Stücke des Dramatikers aufgeführt werden, der in Frankfurt an der Oder geboren wurde und seinem Leben am Berliner Wannsee selbst ein Ende setzte.

Petras sieht sein Theater „qualitativ stabilisiert“. Es werde zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen. „Das ist eine Position, die uns sicherlich nicht so schnell obsolet macht.“ Das Gorki-Theater hatte in der jetzt zu Ende gehenden Spielzeit bisher 86.000 Besucher, in der davor liegenden Saison waren es insgesamt 90.000. Petras' Vertrag läuft noch bis 2016. (dpa/mül/köh)


Bookmark and Share

BLK mit Google durchsuchen: