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Heimatmuseum Hornburg hat eine neue Attraktion

Evangeliar zum Blättern

© Die Berliner Literaturkritik, 26.11.09

HORNBURG (BLK) - Das Heimatmuseum der niedersächsischen Stadt Hornburg hat eine neue Attraktion: Ein Faksimile des weltberühmten Evangeliars von Heinrich der Löwe. Auch wenn es nur eine originalgetreue Reproduktion des echten mittelalterlichen Werks ist, ist es doch eine kleine Sensation für die Besucher. Selbst als Kopie hat die Handschrift, die lange als die teuerste der Welt galt, einen Wert von etwa 16.000 Euro. Anders als in anderen Museen werden auf Wunsch der Besucher die Seiten umgeblättert.

Das Original, es gilt als das Hauptwerk der romanischen Buchmalerei des 12. Jahrhunderts in Norddeutschland, liegt nur etwa 20 Kilometer entfernt in der Herzog August Bibliothek (HAB) in Wolfenbüttel. Aus konservatorischen Gründen wird es nur sehr selten gezeigt. Meist liegt das vom Braunschweiger Welfen Heinrich in Auftrag gegebene Buch in einem eigens gebauten Spezialtresor. „Zuletzt war es 2008 für kurze Zeit zu sehen. Wann wir es wieder ausstellen ist unklar“, sagt HAB-Direktor Helwig Schmidt-Glintzer. Die vier Besitzer - der Bund, die Länder Niedersachsen und Bayern sowie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz - hatten das Prunkstück romanischer Buchmalerei 1983 umgerechnet für rund 16 Millionen Euro bei Sotheby's in London ersteigert. (dpa/olb)


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