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Juli Zeh erhält Literaturpreis

Die 1974 geborene Autorin gehört zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur

© Die Berliner Literaturkritik, 15.05.09

MAINZ (BLK) – Die Schriftstellerin Juli Zeh erhält den mit 5000 Euro dotierten Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Wie die Zentrale am Donnerstag in Mainz mitteilte, habe die Jury den Preis der Autorin für deren gesellschaftspolitisches Engagement zugesprochen. „Immer wieder kommentiert die examinierte Juristin gesellschaftspolitische und kulturpolitische Probleme“, hieß es in der Mitteilung. So setzte sie sich etwa in ihrem Buch „Die Stille ist ein Geräusch – Eine Fahrt durch Bosnien“ (2002), einem Reisebericht durch das kriegsgeschundene Land, für Menschen und Landschaften ein.

Die 1974 geborene Autorin gehöre zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur. Mit ihren Romanen „Adler und Engel“ (2001), „Spieltrieb“ (2004) und «Schilf» (2007) habe sie ebenso wie mit ihrem neuen Buch „Corpus delicti“ über eine „Gesundheitsdiktatur“ Gegenwartsprobleme in spannende und literarisch anspruchsvolle Handlungen verpackt. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Gabriele Weingartner (2000), Johano Strasser (2002) und Peter Härtling (2006).

Der Gerty-Spies-Literaturpreis ist nach der 1897 in Trier geborenen Schriftstellerin Gerty Spies benannt, die am 10. Oktober 1997 hundertjährig in München starb. Als Holocaust-Überlebende kämpfte sie mit ihren Gedichten und Erzählungen dafür „zu verzeihen -aber nicht zu vergessen“ und „das Herz rein zu halten von Hass- und Rachegefühlen“. (dpa/mel)


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