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Kirchentag widerspricht Herta MüllerVom „Podium Rumänien“ nicht ausgeladenFULDA (BLK) - Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat dem Vorwurf der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller widersprochen, sie sei von einer Veranstaltung beim Kirchentag 1989 in Berlin ausgeladen worden. Wie der Kirchentag am Donnerstag (12.11.) in Fulda mitteilte, war zwar Müllers damaliger Mann Richard Wagner vom „Podium Rumänien“ ausgeladen worden, um an seiner Stelle einen Siebenbürgen zum Thema „Minderheiten“ zu gewinnen. In dem Schreiben an Wagner sei aber ausdrücklich die Einladung an Herta Müller aufrechterhalten worden. Daraufhin hätten allerdings beide abgesagt. Der Kirchentag habe sich den damals von verschiedenen Seiten betriebenen Versuchen nicht gebeugt, das Podium insgesamt zu verhindern oder die Regimekritik des Ehepaars Herta Müller und Richard Wagner nicht zu Wort kommen zu lassen, heißt es in der Mitteilung. Erst durch Herta Müllers eigene Absage sei es dazu gekommen, dass am Ende beide nicht an der Veranstaltung „Die rumänische Wohnung im europäischen Haus“ beteiligt waren. Die Schriftstellerin habe aber auf dem Kirchentag 1989 in Berlin an einem „Forum Flüchtlinge und Einwanderer“ mitgewirkt. Die aus dem Banat stammende Rumänien-Deutsche hatte Anfang November in ihrer Dankesrede für den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in der Frankfurter Paulskirche erklärt, sie und ihr damaliger Mann seien offenbar auf rumänischen Druck vom Deutschen Evangelischen Kirchentag 1989 ausgeladen worden. (dpa/ros) |
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