Montag, 1. März
Theater O.N. Lesung. 6 Jahre Literatursalon am Kollwitzplatz – mit Daniel Falb (Lyrik) und Julia Blesken (Prosa)! Gastgeber Martin Jankowski. 3-5 €. 20 Uhr. Kollwitzstr. 53, 10405 Berlin-Mitte.
Dienstag, 2. März
Schwartzsche Villa Lesung. Sarah Mondegrin liest Texte von Franz Kafka. Kafka als Kellner und Möbelpacker. Nur wenige hundert Meter von der Schwartzschen Villa entfernt – in der Grunewaldstraße 13 – träumte Franz Kafka vor 86 Jahren von einem Leben als Kellner in einem kleinen Café in Palästina, zumindest manchmal. Auch das Dasein eines Möbelpackers erschien ihm, dem Tuberkulosekranken, reizvoll. Sarah Mondegrin liest Texte von Kafka und u.a. aus den Erinnerungen Dora Diamants, der letzten Frau in Kafkas Leben. 3-5 €. 20 Uhr. Großer Salon, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin-Steglitz.
Haus der Kulturen der Welt Lesung. Alain Mabanckou erzählt in seinem gefeierten Bestseller über die Schwarze Community von Paris. Es ist die tragikomische Geschichte eines Mannes, der ständig mit den Vorurteilen anderer zu kämpfen hat, aber erst seine eigenen Vorurteile überwinden muss, um zu sich selbst zu finden. Alain Mabanckou wurde 1966 in der Republik Kongo geboren. Seit 1989 lebt er in Paris. Fast zehn Jahre war er als juristischer Berater für einen großen französischen Mischkonzern tätig. Während dieser Zeit erschienen zwei Lyrikbände und sein Debütroman „Bleu Blanc Rouge“, für den er 1998 den Grand Prix littéraire d’Afrique erhält. Weitere Romanveröffentlichung folgten, darunter 2003 „African Psycho“ und 2006 „Mémoires de porc-épic“, für den er mit dem renommierten Prix Renaudot ausgezeichnet wurde. Alain Mabanckou lebt abwechselnd in Paris und Los Angeles, wo er an der University of California französische Literaturwissenschaft lehrt. Moderation: Manfred Loimeier. Lesung der deutschen Passagen: Barnaby Metschurat (Schauspieler). 3-5 €. 19.30 Uhr. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin-Tiergarten.
Kriminal-Theater im Umspannwerk Ost Lesung. Rüdiger Warnstädt – „Immer wieder Warnstädt“. Dies ist das dritte Buch des Amtsrichters am Kriminalgericht Moabit, Rüdiger Warnstädt war 25 Jahre Strafrichter beim Amtsgericht Tiergarten im Berliner Kriminalgericht Moabit. In diesen Jahren erwarb er sich den kleinen Ruhm, etwas Besonderes zu sein. Seine Hauptverhandlungen hatten viele Besucher, sie waren nie langweilig und Warnstädt sprach in einer Sprache, die jeder verstehen konnte. Über seine Hauptverhandlungen gibt es daher zahllose Berichte in Zeitungen und Zeitschriften, seine Verhandlungsführung ist vielfacher Betrachtung unterzogen worden. 20 Uhr. Palisadenstr. 48, 10243 Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.
Katholische Akademie Lesung. „Erziehung am Scheideweg - Education at the Crossroads (1945)“. Leseabend und Gespräch zur Maritain-Ausstellung. Mittels dieser kleinen Schrift, die aus einer Vorlesungsreihe im US-amerikanischen Exil hervorgegangen ist, soll Maritain selbst zu Wort kommen. Welche Antworten gibt ein normatives Bildungskonzept auf die Fragen unserer Zeit? 19 Uhr. Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin-Mitte.
Mittwoch, 3. März
Akademie der Künste Lesung. Begleitprogramm zur Ausstellung „George Grosz. Korrekt und anarchisch“. „So long, immer Dein alter treuer Böff“ - George Grosz an Otto Schmalhausen, Briefe 1913-1957. Auswahl und Einführung Karin Kiwus. Es liest Otto Sander. 3-5 €. 20 Uhr. Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.
Babylon Mitte Lesung. Regina Scheer – „Im Schatten der Sterne. Eine jüdische Widerstandsgruppe“. Dies ist die Geschichte einer Widerstandsgruppe, die bis heute weitgehend verdrängt, umgedeutet oder vereinnahmt wurde – der Freundeskreis um Herbert Baum. Die jungen Menschen waren den NS-Gesetzen nach Juden, die leben und lieben wollten, die den Tod vor Augen hatten und darauf brannten, deutliche Zeichen des Widerstands zu setzen. Ein Brandanschlag im Berliner Lustgarten sollte zu einem Fanal werden. Es wurde nur ein Schwelbrand, für die Gestapo aber Anlass einer groß angelegten Vergeltungsaktion. 8 €. 19.30 Uhr. Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte.
Literaturhaus Lesung. Aus den Innenansichten der Empfindungen – Paul Nizon und seine Journale. Paul Nizon liest aus noch Unveröffentlichtem und spricht mit Thomas Stölzel über Leben und Schreiben. Großer Saal. 20 Uhr. Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Berliner-Büchertisch Lesung. Nepomuk Ullmann – „Kreuzberger Literaturwerkstatt“. Der erfahrene Autor und Literatur-Workshopper Nepomuk Ullmann startet am neuen Ort mit seit 25 Jahren bewährtem Konzept seine Kreuzberger Literaturwerkstatt. Jeder kann vorlesen, was er geschrieben hat, oder nur zuhören. Anschließend Diskussion. Eintritt frei. Jeden ersten Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr. Mehringdamm 51, 10961 Berlin-Kreuzberg-Friedrichshain.
Donnerstag, 4. März
Literaturhaus Lesung. Iris Hanika – „Das Eigentliche“. Das Eigentliche ist – für jeden etwas anderes. Für Hans Frambach sind es die Verbrechen der Nazizeit, an denen er leidet, seit er denken kann. Darum ist er Archivar im Institut für Vergangenheitsbewirtschaftung geworden; nur fragt er sich, ob es nicht an der Zeit für eine andere Arbeit wäre. Auch für seine beste Freundin Graziela steht die Fassungslosigkeit über diese Vergangenheit im Mittelpunkt – bis sie einen Mann kennenlernt, der sie begehrt, und fortan die Begegnung der Geschlechter im Fleische für das Eigentliche hält; ein Konzept, an dem sie nun zweifelt. Aber kann man denn den Nationalsozialismus für alles verantwortlich machen? Eigentlich ist es doch ihre Unfähigkeit zum Glück, die Hans und Graziela zu so wunderlichen Gestalten macht. Nur sie selbst halten ihr Unglück nicht für gott-, sondern für nazigegeben. Zugleich hat auch der Staat, in dem sie leben, sein Eigentliches. Es ist das unausgesetzte Bemühen um Harmlosigkeit seiner Repräsentanten, das allen voran die Bundeskanzlerin vorführt, wenn sie jede Woche übers Internet zu uns spricht. Iris Hanika zeigt, wie die Verbrechen der Nazizeit uns bis heute in ihren Klauen halten, und übersieht dabei nicht, zu welchen Absurditäten die Professionalisierung des Gedenkens führt. Da wäre nämlich noch ein Eigentliches: unsere Hilflosigkeit angesichts dieser Verbrechen. Großer Saal. 20 Uhr. Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
PIB Buchpräsentation. Kerstin Gundt – „Rettet den Sozialstaat. Fakten gegen Vorurteile“. Buchpräsentation von Kerstin Gundt mit kulturellem Programm. Die Dipl. Politologin Kerstin Gundt stellt ihr Buch „Rettet den Sozialstaat. Fakten gegen Vorurteile“ vor. Zum ersten Mal wird ein Buch über Sozialabbau präsentiert, das so viele unterschiedliche Genres beinhaltet und so viele verschiedene Denkmodelle vereint. Von wissenschaftlichen und journalistischen Texten bis hin zu Polemiken, einer Rede und einen Brief an die Kanzlerin ist hier alles vertreten. Eigene Gedichte zum Thema und ein Wissensspiel runden das Ganze ab. Auch inhaltlich ist es vielfältig. Es ist das erste Buch über Sozialabbau, das auch auf den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Arbeitslosigkeit und Kriegen hinweist. Es stellt eine Vielzahl an Alternativen zu Arbeitslosigkeit und Armut vor, deren Protagonisten in der Realität häufig miteinander konkurrieren, anstatt sich gegenseitig zu ergänzen. Kerstin Gundt ist nicht nur Dipl. Politologin, sondern auch Liedermacherin und Dichterin. Sie wird den Abend durch ein Quiz sowie durch eigene Lieder und Gedichte auflockern. Die Autorin interessiert sich dafür, das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen und möchte dazu beitragen, dass alle Menschen in diesem Land in Würde leben können. 20 Uhr. Winsstraße 3, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg.
Buchhändlerkeller Lesung. Heinz D. Heisl – „Greiner“. „Und ich hatte mich in diese Stadt und also hierher in dieses Tropfbecken der Augen- und Ohrenlust verkrochen; nach dem Jungmädchenstimmenlachen, Jungmädchenstimmenflattern lauschend, ein Stimmengeflatter war ihr Reden für mein Ohr, ihre Wortflügel rieben sich an mir, jedoch hatte ich nichts von dem, was sie sich zu sagen und zuzurufen gehabt hatten, verstehen können.“ Vor sechs Wochen hat Konrad Greiner sein Vorhaben, mit dem Schreiben aufzuhören, endlich zur Tatsache werden lassen. Trotzdem aber lässt sich der berühmte österreichische Schriftsteller (dessen Werke in einem großen deutschen Verlag erscheinen) noch einmal zu einer Vortragsreise nach Japan einladen. Und dort in Japan, im Café „Excelsior“ im Roppongi-Viertel in Tokio, beginnt der Roman ‚Greiner’, den er jedoch niemals mehr schreiben wird. (Dittrich Verlag). 20.30 Uhr. Carmerstrasse 1, parterre, (Nähe Steinplatz), 10623 Berlin-Charlottenburg.
Haus der Kulturen der Welt Lesung und Gespräch. Jürgen Teipel – „Ich weiß nicht“. Jürgen Teipel – bekannt durch den 2001 bei Suhrkamp erschienenen Doku-Roman ‚Verschwende deine Jugend’ über den deutschen Punk und New Wave – liest aus seinem neuen Roman ‚Ich weiß nicht’: Eine explosive Ménage à trois soll bei einem Technofestival in Mexico City auflegen, landet aber auf einem nachhaltigen Peyote-Trip in der mexikanischen Wüste. Jürgen Teipel kam durch die Herausgabe seines Punk-Fanzines „marionett“ zum Schreiben. Er veranstaltete Konzerte mit Bands wie Malaria! oder den Toten Hosen, war DJ und organisierte Ausstellungen. Teipel schreibt u. a. für „Spex“, „Rolling Stone“, „Spiegel“ und „Zeit“. Eintritt frei. 20 Uhr. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin-Tiergarten.
Literaturforum im Brechthaus Öffentliche Tagung. Szenen Berliner Literatur 1955 – 1965. Mit Roland Berbig, Gesine Bey, Helmut Böttiger, Johanna Boley, Andreas Degen, Günter Häntzschel, Sven Hanuschek, Astrid Köhler, Ulrich Krellner, Helmut Peitsch und Klaus Völker. In Kooperation mit der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft; gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. In den Jahren um 1960 existierte in Berlin ein vielfältiges und spannungsreiches literarisches Leben. Autorinnen und Autoren fühlten sich vom Doppelgesicht der Stadt angezogen, kamen vorübergehend oder für immer, traten auf und in Beziehung, bildeten Gruppen, behaupteten sich, fanden Gehör und einen spezifischen Marktwert, wurden protegiert oder fallen gelassen. Die Tagung widmet sich diesem breiten, in vielen seiner Facetten in Vergessenheit geratenen Spektrum literarischer Öffentlichkeit im Ost- und Westteil der Stadt. Eintritt frei. 10-18 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.
Literaturforum im Brechthaus Vortrag mit Lesung und Musik. Jochen Meyer – „Bobrowskis Briefe“. Vortrag von Jochen Meyer. Es lesen Axel Werner und Ulrich Anschütz. Musik von Christian Raudszus. In Kooperation mit der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft; gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Johannes Bobrowski, 1955 mit einigen Gedichten in Sinn und Form hervorgetreten, 1962 im Literarischen Colloquium mit dem Preis der Gruppe 47 geehrt, gehörte wie kein anderer Autor den verschiedenen literarischen Szenen im Osten und Westen Berlins an. Seine Beerdigung 1965 in Friedrichshagen geriet – mitten im Kalten Krieg – zu einem deutsch-deutschen Literatentreffen. Jochen Meyer, Herausgeber der seit langem erwarteten Brief-Edition, stellt Briefe Bobrowskis an Autoren vor, von Ernst Jünger bis Christoph Meckel. 3-5 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.
Freitag, 5. März
Dorotheenstädtische Buchhandlung Lesung. Sarah Khan „Die Gespenster von Berlin“. Ein Gespenst geht um in Friedrichshain und setzt teure Autos in Brand. Ein politisch motivierter Sühneakt? Sarah Khan geht der Sache nach und macht in alten Archiven der Stadt eine fürchterliche Entdeckung: Im Tunnel des Stettiner Bahnhofs, heute Nordbahnhof, wurden 1945 verwundete Wehrmachtssoldaten ermordet. Im Mietshaus in Prenzlauer Berg will niemand lange wohnen bleiben, auch Sarah Khans Freundin Heike nicht. Durchs Treppenhaus spukt eine im Zweiten Weltkrieg verhungerte Klavierlehrerin. Wer war diese Frau? Sarah Khan sucht in alten Berliner Adressbüchern, auf Deportationslisten und findet ihren Namen schließlich im Totenbuch der Elias-Gemeinde aus dem Jahr 1945. Ob mal jemand was gehört hat, von Spukhäusern, unerklärlichen Vorkommnissen? hat Sarah Khan Freunde und Bekannte, zugezogene und alteingesessene Berliner gefragt. Die Auskünfte haben es in sich. Haarsträubende Ereignisse, unerklärliche Vorkommnisse, jenseitige Erfahrungen. Die Gespenster haben eine Botschaft, sagt Sarah Khan, sie macht sich zur Vermittlerin. Mit Geschichten, die uns Schauer über den Rücken jagen. 20 Uhr. Turmstraße 5, 10559 Berlin-Tiergarten.
Dahlemer Autorenforum Gespräch. Richard von Weizsäcker zu Gast im Dahlemer Autorenforum. Es gibt viele Anlässe, Richard von Weizsäcker zu Gast zu haben! Zum 20. Mal jährt sich in diesem Jahr die deutsche Einheit. Der Altbundespräsident Richard von Weizsäcker hat in seinem Buch ‚Der Weg zur Einheit’ einen eindrucksvollen Geschichtsessay über die Deutschen nach 1945 vorgelegt. Rück- und Ausblick eines großen Staatsmannes. Im April wird der Ausnahmepolitiker und Altbundespräsident 90 Jahre alt - Anlass, in dieser persönlichen und historischen Perspektive auch über seinen Lebensweg zu sprechen. Christian Richter im Gespräch mit dem Altbundespräsidenten. Schleichersbuch zu Gast in den Museen Dahlem.5-10 €. 19.30 Uhr. Lansstraße 8, 14195 Berlin-Dahlem (U-Bhf. Dahlem-Dorf).
Literaturforum im Brechthaus Lesung und Gespräch. Texte „Berliner Literatur 1955 – 1965“. Mit Helmut Böttiger, Annett Gröschner, Klaus Völker und Gerhard Wolf. In Kooperation mit der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft; gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Moderation Wilfried F. Schoeller. Als geschleifte Metropole, Frontstadt des Kalten Krieges und Hauptstadt der DDR wirkte Berlin in den Jahren um 1960 als Katalysator deutscher Literatur. Einige der Autorinnen und Autoren, die damals in der geteilten Stadt lebten und schrieben, sind heute noch in aller Munde, die meisten aber nur noch wenigen ein Begriff. Vergessene und nicht vergessene Texte werden gelesen und besprochen: ein Abend der kleinen und großen Geschichten, der Poesie und Anekdoten. 3-5 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.
Samstag, 6. März
Alte Kantine Kantinenlesen. Das Gipfeltreffen der Berliner Vorlesebühnen mit Dan Richter und anderen. Die Berliner Lesebühnen haben ein Gipfeltreffen. Jeden Samstag um 20.00 Uhr beginnt eine Lesung der besonderen Art in der Alten Kantine. Delegierte der renommiertesten Lesebühnen Berlins LSD, Surfpoeten, Chaussee der Enthusiasten, Reformbühne Heim & Welt und Gäste bieten ihre besten Stücke dar. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
AnnaLee Lesung. Helus Hercygier liest Ephraim Kishons beste Satiren. Dazu gibt es Evergreens und Filmmelodien. Alexandra Gotthard begleitet am Piano. 20 Uhr. Bleibtreustraße 17, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Die Wühlmäuse am Theo Lesung. Axel Hacke liest – „Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück“ und anderen Texten. Charmant glossierend über den Alltag herziehend, mit Wortwitz und hintersinnigem Humor: das ist Axel-Hacke-Literatur. 16 Uhr. Pommernallee 2-4/Ecke Heerstrasse, 14052 Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf.
Sonntag, 7. März
Literaturhaus Lesung. Erlesener Sonntag. Eingetaucht – von stehenden, fließenden und reißenden Gewässern. Kathrin Buchmann und Frank Kurt Schulz tauchen mit Kindern und Eltern in das faszinierende Element. Für die ganze Familie mit Kindern ab 6 Jahren. Eintritt frei. 11 Uhr. Kaminraum, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Kammerspiele Buchpremiere. Moritz Rinke –„Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt? In seinem Roman-Erstling “Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“ erzählt Moritz Rinke mit überschäumender, anarchischer Lust von einer tragikomischen Familiengeschichte, von Künstlerleben, Ruhm, Verführung und Vergänglichkeit und von Worpswede, dem berühmten Dorf im hohen Norden. Anschließend spricht Verleger Helge Malchow mit dem Autor. Lesung mit Ulrich Matthes und Alexander Khuon, anschl. Gespräch mit dem Autor Moritz Rinke und dem Verleger Helge Malchow. 8 €. 20 Uhr. Kammerspiele, Schumannstraße 13 a, 10117 Berlin-Mitte.
Berliner Ensemble Lesung. Eugene Drucker – „Wintersonate“. Das Blaue Sofa Berlin präsentiert Eugene Drucker (Emerson String Quartet). Er liest aus seinem Roman und spielt Violine. 11 Uhr. Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Humbold Universität Lesereihe. 20 Jahre Deutsche Einheit - Gegen das Vergessen. Thema: - Falkenflug - Autobiographischer Roman. Referent/innen: Gisela Rein. Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung veranstaltet der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) in Kooperation mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité eine Lesereihe gegen das Vergessen mit Autoren, welche die DDR am eigenen Leib gespürt haben. Manche schreiben ohne Zorn, andere analytisch, wieder andere schwer verletzt, allen Autoren gemeinsam aber ist: Die DDR hat sie geprägt. Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion mit den Autoren statt. Veranstalter: Freie Deutsche Autorenverband in Kooperation mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité. 17.30 Uhr. Hörsaalruine, Charitéplatz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Montag, 8. März
Babylon Mitte Lesung. Martin Suter – „Der Koch“. Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: „Love Food“ fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit – ein Roman, der keinen Wunsch offen lässt. 20 Uhr. Rosa Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte.
BKA Theater Buchpremiere. Beate Rothmaier – „Fischvogel“. Beate Rothmaier stellt ihren neuen Roman „Fischvogel“ vor: Die Sommerwochen des Jahres 1974 verlaufen anders, als Mika es sich erhofft hat: Ihre älteren Brüder verreisen ohne sie, ihre Freundin fährt ans Meer, und ihre Eltern sorgen sich Tag und Nacht um den schwer kranken kleinen Bruder. Als sich keiner mehr um sie kümmert, beschließt Mika abzuhauen. Am Ende des Sommers ist sie eine andere geworden, und nichts ist mehr, wie es war… Ein dunkel leuchtender Roman über die letzten Kindheitstage, bildmächtig und voller Sprachmagie. Moderation: Britta Gansebohm. 20 Uhr. Der Literarische Salon im BKA-Theater, Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg.
Dienstag, 9. März
Literarisches Colloquium Lesung. Stephan Thome – „Grenzgang“. Alle sieben Jahre steht Bergenstadt kopf: Man feiert Grenzgang, das traditionelle dreitägige Volksfest, und dabei werden nicht nur die Gemeindegrenzen abgeschritten. Auch abends im Festzelt wird ausprobiert, wie weit man gehen kann. Alle sind dabei, nur zwei stehen am Rand: Thomas Weidmann und Kerstin Werner. Er ist nach gescheiterter Uni-Karriere als Lehrer ans Gymnasium Bergenstadt zurückgekehrt. Sie versorgt nach gescheiterter Ehe ihre demenzkranke Mutter und hat Ärger mit ihrem pubertierenden Sohn. Vor sieben Jahren beim letzten Grenzgang sind sich die beiden schon einmal begegnet, und damals ist etwas passiert, woran sich die beiden auch noch bei diesem Fest nur mit gemischten Gefühlen erinnern. 4-6 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.
Admiralspalast Lesung. Frank Schätzing – „Limit“. Mai 2025: Die Energieversorgung der Erde scheint gesichert, seit die USA auf dem Mond das Element Helium-3 fördern. Bahnbrechende Technologien des Konzerngiganten Orley Enterprises haben die Raumfahrt revolutioniert, in einem erbitterten Kopf-an-Kopf-Rennen versuchen Amerikaner und Chinesen, auf dem Trabanten ihre Claims abzustecken. 20 Uhr. Friedrichstraße 101, 10117 Berlin-Mitte.
Buchhändlerkeller Buchpremiere. Innokentij Annenskij zum 100. Geburtstag. Die Herausgeberin und Übersetzerin Martina Jakobson stellt die Gedichtsammlung „Wolkenrauch“ vor. 20.30 Uhr. Carmerstrasse 1, parterre, (Nähe Steinplatz), 10623 Berlin-Charlottenburg.
Berliner Kriminaltheater/ Umspannwerk Ost Lesung. Markus Stromiedel – „Feuertaufe“. In Kreuzberg wird ein Anschlag auf ein vierstöckiges Mietshaus verübt, nur ein neunjähriger Junge überlebt. Kommissar Paul Selig soll die Wogen in der Öffentlichkeit glätten. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf verschwörerische Machenschaften im Innenministerium. Doch die Drahtzieher schlagen zurück: Durch Manipulation der Daten im System der Terrorabwehr wird Selig vom Jäger zum Gejagten. Ein fast aussichtsloser Kampf beginnt. 6 €. 20 Uhr. Palisadenstraße 48, 10243 Berlin-Friedrichshain.
Martin Gropius Bau Buchptäsentation. Mark Mazower – „Hitlers Imperium“. Mark Mazower (New York) spricht in der Reihe „Im Gespräch mit Michael Wildt“ über sein Buch „Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus“. Grußwort: Dr. Detlef Felken (Verlag C.H.Beck), Moderation: Prof. Dr. Michael Wildt Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei. 20 Uhr. Im Kinosaal des Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.
Literaturwerkstatt Die Nacht der Poesie im Institut français. Lesungen, Performances, Musik bis in die tiefe Nacht. Das Institut français de Berlin wird 60 – das feiern wir mit der „1ère édition de la Nuit de la Poésie“ mit Autoren aus Frankreich und Deutschland. Eine Nacht in zwei Sprachen, voller poetischer Überraschungen. 18:00 Kinder lesen Gedichte deutscher und französischer Lyriker und stellen Zeichnungen aus. Mit Grundschülern aus der Europaschule Judith Kerr und des College Voltaire. 19:00 Zeitgenössischer Jazz und Improvisationen mit Yorgos Dimitriadis, Schlagzeug, Tobias Delius, Saxophon, Antonis Anissegos, Piano. 19:30 Inuits dans la jungle. Die Literaturzeitschrift „Inuits dans la jungle“ hat in ihrer zweiten Nummer deutsche Autoren in französischer Übersetzung publiziert. Es lesen die Dichter und Übersetzer Ulrike Draesner (Berlin) und Jacques Darras (Paris), Richard Pietraß (Berlin) und Alain Lance (Paris), Michael Speier (Berlin) und Jean Portante (Luxemburg). 21:00 Poésie sonore. Mit Cosima Weiter, Soundpoetin (Berlin), und Marcello Silvio Busato, Musiker, Komponist und Schlagzeuger (Berlin). 21:30 „Global Eden“. Von Philippe Braz, szenische Lesung eines Auszuges des „Poème Total“. Mit Philippe Braz (Berlin), Markus Lang, Komponist und Musiker (Berlin), Deutsch von Jochen Winter, Regie: Brigitte Athéa. 22:00 „La mer gelée“ präsentiert den jungen Dichter Arno Calleja aus Marseille. „La mer gelée“ ist eine französisch-deutsche Literaturzeitschrift, die in Berlin und Paris erscheint. 22:30 Zeitgenössischer Jazz und Improvisationen mit Yorgos Dimitriadis, Schlagzeug, Tobias Delius, Saxophon, Antonis Anissegos, Piano. 23:00 Les livreurs de la Sorbonne. Die Leser der Sorbonne, Studenten, die das Rezitieren von Gedichten gelernt haben, stellen Texte deutscher und französischer Autoren vor. 00:00 Konzert mit „Dialect“, Berlin. Soul, HipHop, Funk und Rap. Laufend: deutsche und französische Filme des ZEBRA Poetry Film Festival. Eine gemeinsame Veranstaltung von Institut français de Berlin, Literaturwerkstatt Berlin und „La mer gelée“ in Zusammenarbeit mit Printemps des Poètes Berlin Getränke und Büffet: Café Voltaire. Eintritt frei. Ab 18 Uhr. Institut français, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Mittwoch, 10. März
Akademie der Künste Lesung & Gespräch. Dichter-Gespräch: Monika Rinck, Liesl Ujvary und Max Marek. Dichtung und die Präzision des Gedankens – das ist das poetologische Credo von Monika Rinck. Und seit jeher richtet sich ihr Blick auf die interdisziplinäre Grenzüberschreitung. Ihr gerade in der edition sutstein erschienenes Buch „Elf kleine Dressuren“ beinhaltet elf Textvignetten zu Dressur, Training, Konzentration und Versagen. Zu jedem Kapitel schuf der Künstler Max Marek ein Bild, Papierschnitte, die die Essenz jedes Textes in bildnerischer Präzision abbilden. So ist jedes Buch ein Unikat, 15 Exemplare sind erschienen, alle signiert. In der Reihe Dichter-Gespräch werden Monika Rinck und die Lyrikerin Liesl Ujvary aus ihrem Werk lesen und mit Max Marek vor allem über den dichterischen Impuls in der Lyrik und in anderen Medien sprechen. 3-5 €. 20 Uhr. Clubraum, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.
Berliner Ensemble Lesung Jonathan Littell – „Die Wohlgesinnten“. Bruno Ganz liest aus dem Roman „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell. 20 Uhr. Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Zentral- und Landesbibliothek Berlin Vortrag. Dr. Olaf Briese – „Nur Groschenhefte? Adolf Glaßbrenner als Chronist Berlins“. Der humoristische Publizist und Schriftsteller Adolf Glaßbrenner, dessen 200. Geburtstag am 27. März 2010 gefeiert wird, gilt mit seinen Groschenheften, in denen Berliner Originale wie der Eckensteher Nante ungeschminkt zu Wort kommen, als Chronist des Berliner Volkshumors der Zeit vor 1848. Das Werk Glaßbrenners beschränkt sich aber nicht auf diese Groschenhefte. Untersucht man seine anderen publizistisch-literarischen Arbeiten und auch seine scheinbar dokumentarischen Groschenhefte genauer, fällt als Gemeinsamkeit ihre ausgesprochen literarisch-kunstvolle Stilisierung auf. War Glaßbrenner also der literarische Chronist der werdenden Großstadt Berlin? Oder nicht doch ihr Dokumentarist? 19 Uhr. Haus Berliner Stadtbibliothek, Berlin-Saal, Ribbeck-Haus, Breite Str. 36, 10178 Berlin-Mitte.
Donnerstag, 11. März
Haus Hardenberg Lesung. Arne Dahl – „Dunkelziffer“. Arne Dahl gehört zu den populärsten schwedischen Krimi-Autoren. Seine Romane um die Stockholmer „Sonderermittlungsgruppe A“ bescherten ihm weltweit mehr als drei Millionen Leser und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. „Dunkelziffer“, der neue Fall für Kerstin Holm und das A-Team, führt direkt ins Herz der Finsternis: Zwischen dem Verschwinden der jungen Emily und der blutigen Hinrichtung eines Mannes scheint es eine grausige Verbindung zu geben. Der Autor liest auf Schwedisch. Der Schauspieler Timur Isik liest einige Passagen auf Deutsch. Moderation: Marion Brasch. 6-9 €. 20 Uhr. Hardenbergstraße 5, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Literaturhaus Lesung. Kathrin Röggla – „die alarmbereiten“. Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? In sieben Prosastücken erzählt Kathrin Röggla von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: „hat man jetzt überlebt?“. Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle – das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion? Kennen wir diese bedrohlichen Sicherheitslücken, spektakulären Rettungsaktionen und exklusiven Berichterstattungen nicht aus den Filmen des Hollywood-Kinos? Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? Kathrin Röggla spielt diese Katastrophen-Szenen durch und entlarvt ihre Dramaturgie. In acht Prosastücken erzählt sie von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Sie führt uns die trügerischen und verführerischen Geschichten unserer panischen Gegenwart vor Augen. Großer Saal. 20 Uhr. Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Literarisches Colloquium Lesung. Ulrike Draesner – „Vorliebe“. Ein Wiedersehen, das einschlägt wie ein Blitz: plötzlich steht die Astrophysikerin Harriet ihrer großen Liebe von einst gegenüber. Und allmählich, aber unaufhaltsam, gerät ihr bisheriges Leben aus seiner geordneten Umlaufbahn. Harriet, halbindisch, mathematikbegeistert, macht in ihrem Beruf aus wissenschaftlichen Daten schöne kosmische Bilder, ein wenig Lüge darf dabei schon sein. Auch zuhause scheint alles gut eingerichtet mit Partner Ash und Ben, dessen Sohn aus einer früheren Beziehung. Doch dann fährt Ash mit dem Auto ausgerechnet die Frau von Harriets Jugendliebe an, und Peter, der Mann, den sie längst vergessen zu haben glaubte, tritt von neuem in ihr Leben. Ein vermeintlich harmloses Liebesgetändel beginnt: Man ist ja offen, Heimlichkeiten und Eifersucht sind antiquiert, man verhält sich den Klischees der Gefühlswelt gegenüber abgeklärt. Doch Ulrike Draesner schickt die Heldinnen und Helden ihres neuen Romans auf wunderbar verspielte Weise in ein irrlichterndes Labyrinth aus romantischen Verwicklungen, das eine der Figuren nicht lebend verlassen wird. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.
Volksbühne/ Roter Salon Lesung. Annika Reich – „Durch den Wind“. Vier Frauen, Mitte Dreißig, in Berlin: Yoko, Friederike, Alison und Siri sind auf der Suche nach der Liebe und nach dem richtigen Leben. Und alle vier hadern mit sich, weil sie Angst vor dem Scheitern haben. Haben die Alten etwa mehr Mut als die jungen Leute? Annika Reich erzählt mit Witz und Melancholie, mit Intelligenz und Genauigkeit von einer Generation, die das Neue will und vor den alten Fragen steht. Am Ende merken die vier Frauen: Leben lernen muss jede für sich allein. 20 Uhr. Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstraße 227, 10178 Berlin-Mitte.
Radialsystem Buchpremiere. Royston Maldoom – „Tanz um dein Leben“. „Rhythm Is It!“ war der erfolgreichste deutsche Dokumentarfilm der letzten Jahrzehnte. Der eigentliche Star des Films ist Royston Maldoom, ein Zauberer, der überall auf der Welt selbst schwierigsten Jugendlichen neues Selbstvertrauen gibt. Er zeigt, dass er mit seiner Arbeit, seinem Credo – „Du kannst durch Tanzen dein Leben verändern“ - mehr bewirkt als alle theoretischen Erziehungsratgeber. Wenn er erzählt, wie er mit Berliner Schülern Strawinsky oder mit äthiopischen Straßenkindern die Carmina Burana einstudiert, wird deutlich, dass er ihnen, wie kein anderer, die Möglichkeit gibt, sich selbst, ihre Leidenschaften und ihr Können zu entdecken. Und er verlangt viel von seinen Tänzern: Disziplin, Hingabe und Konzentration. So bringt er ihnen nicht nur das Tanzen, sondern auch das Leben bei. Wie sehr die Kunst das Leben positiv verändern kann, hat er selbst erfahren. Auf seinem ungewöhnlichen Lebensweg, vom jugendlichen Außenseiter im ländlichen Wales zum international gefragten Tänzer und Star-Choreographen, hat er u.a. in Südafrika, Peru, Litauen, Nordirland und in Bosnien über alle Grenzen hinweg unglaubliche Projekte realisiert. Die Erfahrungen, die er dabei gesammelt hat, bilden das Fundament seiner Authentizität, seines Charismas und seiner intuitiven Pädagogik. 19 Uhr. Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin-Friedrichshain.
Akademie der Künste Lesung und Filmvorführung. Zwei Autobiografien im Dialog: Maya Plisetskaya und Rodion Shchedrin. Lesung und Filmvorführung mit den Künstlern Viola Sauer, Max Volkert Martens und Ralf Stabel. Sie sind wohl das berühmteste Künstlerehepaar Russlands: die Primaballerina Maya Plisetskaya und Rodion Shchedrin, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten der russischen Moderne. Kürzlich haben beide ihre Autobiografien publiziert, die in deutscher Sprache unter den Titeln „Haltung bewahren“ und „Was man schreibt, ist unantastbar“ erschienen sind. Mit dem Ballett „Die Möwe“ wurde zudem unlängst eine der erfolgreichsten künstlerischen Früchte ihrer gemeinsamen Arbeit als DVD veröffentlicht. Im Beisein der Künstler präsentiert die Akademie diese beiden Rückblicke, gelesen von den Schauspielern Viola Sauer und Max Volkert Martens, sowie Ausschnitte aus der Aufzeichnung des Balletts „Die Möwe“. Im anschließenden Gespräch befragt Ralf Stabel das Ehepaar nach dem Geheimnis der Vereinbarkeit von Leben und künstlerischer Arbeit. 3-5 €. 20 Uhr. Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.
Buchhändlerkeller Lesung. Russische Reihe. Peter Hermann Piwitt liest aus seinen Geschichten und Skizzen „Heimat, schöne Fremde“ (Wallstein Verlag). 20.30 Uhr. Carmerstraße 1, parterre, (Nähe Steinplatz), 10623 Berlin-Charlottenburg.
Literaturwerkstatt Europa literarisch: Portugal. Mit Miguel Sousa Tavares Portugal. Moderation: Thomas Wohlfahrt Literaturwerkstatt Berlin. Bereits mit seinem Debütroman „Equador“ (Oficina do Livro 2003) eroberte der Portugiese Miguel Sousa Tavares (*1952, Porto) das Publikum. Mit 370.000 verkauften Exemplaren wurde das Buch zu einem der größten Erfolge der portugiesischen Verlagsgeschichte. In Italien wurde das Werk mit dem Grinzane Cavour Preis als bestes ausländisches Buch ausgezeichnet. Seit 2005 liegt der Band, aus dem Miguel Sousa Tavares lesen wird, auch auf Deutsch vor („Am Äquator“, Übersetzung Marianne Gareis, C. Bertelsmann). Der Roman erzählt die Geschichte des weltläufigen Lissabonner Bonvivants Luís Bernardo, der 1905 vom portugiesischen König Carlos I. zum Gouverneur der Überseeprovinzen São Tomé und Príncipe ernannt wird. Er soll für die Einhaltung der Gesetze sorgen, um den Vorwurf der Engländer zu entkräften, auf den Kakaoplantagen herrsche noch Sklavenarbeit. Luís Bernardo setzt sich für die Arbeiter ein, zieht die Feindschaft der Plantagenbesitzer auf sich und verliebt sich zudem in die schöne Frau des britischen Konsuls – seines politischen Gegners. Wolfgang Herles beschrieb den Roman im ZDF-Kulturmagazin „aspekte“ als „Ein grandioses, packendes historisches Epos, geschrieben mit journalistischer Präzision und mit der prallen Sinnlichkeit der Tropen. Ein reines Lesevergnügen.“ Miguel Sousa Tavares arbeitete zunächst als Anwalt, gab diesen Beruf jedoch zugunsten seiner Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller auf. Er schreibt regelmäßig für die größte portugiesische Wochenzeitung „Expresso“ und arbeitet als politischer Kommentator fürs Fernsehen. Tavares verfasste u.a. Reiseberichte, Reportagen, Erzählungen, zwei Kinderbücher und einen weiteren Roman, „Rio das Flores“, für den er 2007 den Preis des Clube Literário do Porto erhielt. Eintritt frei. 18 Uhr kein Nacheinlass. Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Unter den Linden 78, 10117 Berlin-Mitte.
Freitag, 12. März
Literaturhaus Lesung. Hans Joachim Schädlich – „Kokoschkins Reise“. Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin kehrt auf der Queen Mary 2 von einer Reise an die Orte seiner Kindheit und Jugend nach New York zurück. Seine Erinnerungen rufen die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit ihren Verfolgungen, Schicksalen und Emigrationen wach. 20 Uhr. Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Literatur-Salon Potsdamer Straße /Kultur-Café Lesung und Gespräch. Mit Sibylle Nägele und Joy Markert. Die Potsdamer Straße - Geschichten, Mythen und Metamorphosen. Von der frühen Zeit der Potsdamer Straße, vom Botanischen Garten, von Sommerwohnungen und Sommergärten, von Künstlern, Gelehrten und Salons, vom Geheimratsviertel und der Entwicklung von Gemeinden, Kirchen und Synagogen. Eintritt frei. 19 Uhr. Café im Nachbarschaftsheim, Holsteinische Straße 30, 12161 Berlin-Steglitz.
Babylon Mitte Lesung. Harry Rowohlt und Christian Maintz – „Lieber Gott, du bist der B0ß – Amen, dein Rhinozeros“. Komische Gedichte von Heinrich Heine bis Robert Gernhardt. Der Abend bietet eine äußerst kurzweilige Kombination aus Lesung und Vortrag. Harry Rowohlt, der derzeit republikweit wohl kompetenteste, ach was: begnadetste Rezitator, wird komische Lyrik lesen, u.a. von Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz, Ror Wolf, Robert Gernhardt, F.W. Bernstein und Wiglaf Droste. Der Germanist Christian Maintz wird die Texte erläuternd kommentieren und dabei Fragen behandeln wie: Was macht ein komisches Gedicht komisch? Harry Rowohlt selbst beschreibt das Prinzip der Veranstaltung so: „Ich lese komische Gedichte – und Christian Maintz erklärt den Leuten, warum sie gelacht haben.“ 14 €. 20 Uhr. Rosa Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte.
Literaturforum im Brechthaus Buchvorstellung. „Vergessen und Vergessen und Vergessen“ Heiner Müller als Gegengift im neuen Jahrhundert. Die Herausgeber Günther Heeg und Nikolaus Müller-Schöll im Gespräch mit B.K. Tragelehn. Die Internationale Heiner Müller Gesellschaft stellt zwei neue Publikationen vor: „Theatrographie – Heiner Müllers Theater der Schrift“ (Verlag Vorwerk 8) und „Heiner Müller sprechen“ (Verlag Theater der Zeit). Dazu gehört auch die Tonaufnahme „Josef Bierbichler liest Heiner Müller“. 3-5 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.
Literaturwerkstatt Übersetzer in der schönen Literatur – „…er spricht wie einer, der nirgends herkommt.“ Mit Terézia Mora, Kristof Magnusson und Gernot Wolfram. Moderation Frauke Meyer-Gosau. Der größte Teil der Literatur wird von Übersetzern geschrieben – im Namen von Autoren, die ihnen alles vorschreiben und doch ihrer virtuosen Wortklauberei auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Das erklärt vielleicht, warum Übersetzer uns nicht selten auch als literarische Figuren begegnen. In drei deutschsprachigen Romanen aus jüngerer und jüngster Zeit spielen sie prominente Rollen: Terézia Moras „Alle Tage“ (Luchterhand 2004), Gernot Wolframs „Samuels Reise“ (DVA 2005) und Kristof Magnussons „Das war ich nicht“ (Kunstmann 2010). Ein literarischer Abend mit Autoren, die über Übersetzer schreiben und zuweilen selber Übersetzer sind, mit Geschichten von pfennigfuchsenden Furien, prekären Existenzen, heimlichen Grenz- und unheimlichen Doppelgängern. Terézia Mora, geboren in Sopron, Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin aus dem Ungarischen u.a. von Péter Esterházys „Harmonia caelestis“. Werke: „Seltsame Materie“ (1999); „Alle Tage“ (2004); „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ (2009). Kristof Magnusson, geboren in Hamburg, ausgebildeter Kirchenmusiker und Autor, schreibt Theaterstücke („Männerhort“, 2002) und Romane („Zuhause“, 2005, „Das war ich nicht“, 2010) und übersetzt aus dem Isländischen, u.a. Einar Kárason. Gernot Wolfram, geboren in Zittau, arbeitet als Autor und Publizist. Werke: „Der Fremdländer“ (2003), „Samuels Reise“ (2005), „Radio Babylon“ (2008), „Paul Celan – Der Dichter des Anderen“ (2009) u.a. Frauke Meyer-Gosau, geboren in Bremen, lehrte als Literaturwissenschaftlerin in Slowenien, Australien und den USA. Seit 2002 ist sie Redakteurin und Autorin der Zeitschrift „Literaturen“. Eine Veranstaltung der WELTLESEBÜHNE in Zusammenarbeit mit der Literaturwerkstatt Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Verbands der Literaturübersetzer VdÜ und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. 20 Uhr.Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei), 10435 Berlin-Pankow.
Samstag, 13. März
Tiroler Bauernstuben Lesung. Tom Preissler liest Gedichte und Geschichten zur Feuerzangenbowle. Ach die Abende sind so lang, es ist bitterkalt und wird so früh dunkel. Was liegt für uns alle da näher, als bei trautem Kerzenlichte einen romantischen Abend im gar zartblauen Schein des brennenden Feuertopfes zu erleben? Kommen Sie herein in die Stube, rücken Sie dicht zusammen und lauschen Sie Tom Preisslers höchst amüsanten „Gedichten und Geschichten zur Feuerzangenbowle“. Eintritt frei. Tischreservierung ratsam. 19 Uhr. Heerstraße 137, 14055 Berlin-Charlottenberg.
Literaturhaus Lesung. Gerald Stern – „Alles brennt“. Der amerikanische Lyriker liest zusammen mit seinem Übersetzer Thomas Pletzinger. Einführung und Gespräch: Hans-Gerd Koch. Großer Saal. 20 Uhr. Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Schlossparktheater Lesung. Winfried Glatzeder – „Paul und ich“. Lesung von und mit dem Schauspieler Winfried Glatzeder. 16 Uhr. Schlossstrasse 48, 12165 Berlin-Steglitz.
Literaturforum im Brechthaus Szenische Lesung. Thomas Martin – „Schutt“. Zum 85. Geburtstag von Inge Müller. Mit Antje Görner, Christian Kuchenbuch und dem Ensemble der Theaterkapelle. Aus der Schwäche Kunst zu machen, war Inge Müllers Überlebensform. In 13 Jahren Ehe und Zusammenarbeit mit Heiner Müller kommt diese Überlebensform in ihrer Lyrik zu höchster Ausprägung. Das Trauma eines doppelten Verschüttetseins – als Mensch unter Trümmern im Krieg, als Autorin unter dem Werk ihres Mannes – beherrscht ihr kurzes Leben und ihren verspäteten Ruhm. Sie stirbt am 1. Juni 1966 nach mehreren Selbstmordversuchen. Thomas Martins Stück Schutt wird am 13. März – dem 85. Geburtstag Inge Müllers – in einer szenischen Lesung in der Theaterkapelle vorgestellt. 6-12 € (Kartentelefon 030–40 98 43 00). 20 Uhr. Theaterkapelle, Boxhagener Straße 99, 10245 Berlin-Friedrichshain.
Sonntag, 14. März
Berliner Ensemble Lesung. Thomas Bernhard – „Auslöschung“. Hermann Beil liest Thomas Bernhard „Auslöschung. Ein Zerfall“. 20.15 Uhr. Probebühne, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Galerie Fantom Lesung. Patrick Hofmann – „Die letzte Sau“. Samstag, 5. Dezember 1992. Muckau, ein Dorf südlich von Leipzig. Weder Wende noch Wiedervereinigung haben den Tagebau zum Stillstand gebracht. Obwohl der Zusammenbruch der Braunkohleindustrie absehbar ist, drehen sich die Schaufelräder weiter, haben sich die Bagger bis an die Ortschaft heran gefressen, deren Bewohner seit einem Jahr umgesiedelt werden. Die alten Schlegels sind die letzten. Ihr Abschied von Haus und Hof steht kurz bevor. Deshalb ist die Familie zusammengekommen, um Albrechts letztes Schwein zu schlachten. Am frühen Morgen erscheint jedoch kein Schlachter, sondern eine Schlachterin und schlägt die drei Generationen dieser einst systemtragenden ostdeutschen Familie in ihren Bann. Patrick Hofmanns derb-komischer Debütroman schildert das Schicksal einer Familie in einer Region, die wie keine zweite deutsche im 20. Jahrhundert von radikalen gesellschaftlichen, ideologischen, industriellen und landschaftlichen Umwälzungen heimgesucht wurde. Stück für Stück werden mit dem Schwein die deutsche Geschichte und die kommunistische Utopie zerlegt und verarbeitet – ein Auflösungsprozess, der auch vor der Familie nicht Halt macht. 18 Uhr. Hektorstraße 9-10, 10711 Berlin-Wilmersdorf.
Deutsches Theater Lesung. Ulrich Matthes liest Heinrich von Kleist „Geschichte einer Seele“. Ulrich Matthes skizziert in seiner Lesung ‚Geschichte einer Seele’ aus Briefen von Heinrich von Kleist das Leben eines Menschen in seiner Komplexität, Zerrissenheit und seinen Extremen. Anders als seine Dramen, die durch ihre Gebundenheit, sprachliche Virtuosität und ihr Pathos erschrecken können, erscheint Kleist in seinen Briefen näher an unserer Gegenwart: Seine ausschweifenden Gefühle kämpfen mit seinen glasklaren Gedanken, seine Ängste mit seiner Vorstellung von einer vernünftigen Lebensplanung. „Ach, ich trage mein Herz mit mir herum wie ein nördliches Land den Keim einer Südfrucht. Es treibt und treibt, und es kann nicht reifen.“ Heinrich von Kleist. 8 €. 11 Uhr. Schumannstraße 13 a, 10117 Berlin-Mitte.
Frannz Club Lesung. Stumpen – „... immer alles und singt vielleicht!“ Stumpen, ehemaliger Entertainer von Knorkator, reist mit einem vollen Koffer durchs Land, um zu lesen und zu singen. 20 Uhr. Schoenhauser Allee 36, 10435 Berlin-Mitte.
Montag, 15. März
Berliner Ensemble Lesung. Martin Walser – „Leben und Schreiben. Tagebücher 1974-1978“. Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Haus Hardenberg Lesung. Ferdinand von Schirach – „Verbrechen“. Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf als Anwalt und Strafverteidiger alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan haben. Er vertritt Unschuldige ebenso wie Schwerstkriminelle. Ihre Geschichten erzählt er in seinem Erstling mit unfassbarer Wucht. 4-6 €. 20.30 Uhr. Hardenbergstraße 5, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Jüdisches Museum Lesung. Mira Magén – „Die Zeit wird es zeigen“. Anna steht auf der Strandterrasse und wartet. Vergessen sind ihre motorischen Störungen, vergessen alle Vorsicht. Sie entwendet ein am Geländer lehnendes Fahrrad. Ein kurzer Moment rauschhaften Glücks überfällt sie. Auf ihrer ersten Fahrradfahrt packt sie ihren jubelnden kleinen Bruder auf den Gepäckträger. Doch Anna stürzt, der kleine Bruder schlägt mit dem Kopf auf und fällt ins Koma. Anna verschweigt den tatsächlichen Hergang. Fortan verändert sich alles für sie. Aus dem neuen Roman der israelischen Bestsellerautorin Mira Magén liest die renommierte Theater- und Filmschauspielerin Sunnyi Melles. 7-9 €. 19.30 Uhr. Lindenstraße 9-14, Altbau 2. OG/ Großer Saal, 10969 Berlin-Kreuzberg.
Institut français Lesung. Tatiana de Rosnay – „Bumerang“. Lesung mit der Bestsellerautorin Tatiana de Rosnay („Sarahs Schlüssel“, Bloomsbury 2007). Laut einer gerade vom englischen Bookseller veröffentlichten Studie gehörte Tatiana de Rosnay 2009 zu den zehn erfolgreichsten Autorinnen in Europa. Im Rahmen einer Lesereise durch Deutschland stellt sie ihr neues Buch ‚Bumerang’ (Bloomsbury 2010) vor. In ‚Bumerang’ erzählt sie die Geschichte eines Mannes, der Stück für Stück aus Briefen, Erzählungen und Vermutungen einer sehr sinnlichen Familiengeschichte und einer verdrängten Wahrheit auf die Spur kommt. 19 Uhr. Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Zentral- und Landesbibliothek Berlin Lesung. Paul Alfred Kleinert – „um die fünfzig - koło pięćdziesiątki - ötven felé“. Paul Kleinerts Buch ist Anfang des Jahres dreisprachig (deutsch-polnisch-ungarisch) im Verlag Argumentum Kiadó Budapest erschienen und wird nunmehr erstmalig in Berlin vorgestellt. Für die polnische Übertragung zeichnet der in Lublin eine Professur für Germanistik innehabende Marek Jakubów verantwortlich, während wiederum Sándor Tatár für den ungarischen Text steht. Die Titelgraphik schuf Wieland Förster. 19 Uhr. Haus Berliner Stadtbibliothek, Berlin-Saal, Ribbeck-Haus, Breite Str. 36, 10178 Berlin-Mitte.
Dienstag, 16. März
Literarisches Colloquium Lesung. Arno Geiger – „Alles über Sally“. Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren? Arno Geiger, der international gefeierte Buchpreisträger aus Österreich, schreibt noch einmal den großen Roman vom Liebesverrat. Eine Geschichte von Ehe und Liebe in unserer Zeit. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.
Berliner-Büchertisch Lesung. Paul Alfred Kleinert – „um die fünfzig – koło pięćdziesiątki – ötven felé“ Lesung von Paul Alfred Kleinert und Sándor Tatár, am Saxophon Joachim Gies. Das neue Buch des in Berlin lebenden Schriftstellers Paul Alfred Kleinert „um die fünfzig – koło pięćdziesiątki – ötven felé“ ist dreisprachig (deutsch-polnisch-ungarisch) Anfang des Jahres im Argumentum Kiado Budapest erschienen und wird nunmehr in Berlin vorgestellt. 1,50-3 € (inklusive Büchertischüberraschungssuppe). 19.30 Uhr. Mehringdamm 51, 10961 Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.
Mittwoch, 17. März
Buchhandlung Starick Lesung. Titus Müller – „Die Jesuitin von Lissabon“. 20 Uhr. Breite Straße 35/36, 14199 Berlin-Schmargendorf.
Lettrétage Lesung. Autoren aus Lateinamerika II. Zweisprachige Lesungen - lecturas bilingües. Memo Anjel (Kolumbien): Mindeles Liebe. Es lesen der Autor Memo Anjel (spanisch) und Schauspieler Denis Abrahams (deutsch). Dolmetscherin: Diana Grothues. In Zusammenarbeit mit dem Rotpunktverlag. 5 €. 19.30 Uhr. Kreuzbergstraße 62, 10965 Berlin-Kreuzberg.
Postbahnhof Lesung. Benjamin von Stuckrad-Barre – „Auch Deutsche untern den Opfern“. Im Jahr 2001 brachte er „Deutsches Theater“ heraus, den „Fotoroman einer Gesellschaft, die nur in der Öffentlichkeit und im Rollenspiel noch zu sich selbst zu kommen vermag“ (FAZ). Nun erscheint die Fortsetzung: Reportagen, Porträts, Erzählungen, Mono- und Dialoge – ein Sittengemälde unserer Zeit. Erstaunlich, wo überall Stuckrad-Barre mit Notizblock und Fotoapparat auftaucht, beeindruckend, wie nah er drankommt, erhellend, was er dabei zutage fördert: Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet er Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. 20 Uhr. Straße der Pariser Kommune 3, 10243 Berlin-Friedrichshain.
Rosa-Luxemburg-Stiftung Lesung Gespräch. Albrecht Müller gemeinsam mit Kerstin Kaiser, Ottmar Schreiner und Michael Schlecht im Gespräch zum Thema „Strategien für den Richtungswechsel“. Moderation: Conny Hildebrandt. 19.30 Uhr. (Konferenzsaal), Frank-Mehring-Platz 1 (Nähe Ostbahnhof) 10243 Berlin-Friedrichshain.
Kulturhaus Lesung. Mit Ildar Abuzjarow (Moskau) und dem Sprechduett Julia Trompeter und Xaver Römer! Gastgeber Martin Jankowski. 3-5 €. 20 Uhr. Literatursalon Mitte, Auguststr. 21, 10117 Berlin-Mitte.
Donnerstag, 18. März
Literaturwerkstatt Lesung. Wojciech Jagielski – „Wanderer der Nacht. Eine literarische Reportage“. Wojciech Jagielski, einer der mutigsten Schüler Kapuścińskis, hat sich in den letzten Jahren immer wieder in den gefährlichsten Krisengebieten dieser Welt aufgehalten: Kaukasus, Afghanistan, Tschetschenien – und immer wieder Afrika. Seine Methode beim Beobachten und Schreiben ist so einfach wie schwierig: er lässt sich auf das Land, die unterschiedlichen Sichtweisen, auf die Konflikte innerhalb der Gesellschaft ohne Vorurteile ein; er porträtiert Menschen, die in die Spirale des Hasses und der Rache geraten und kaum eine Chance haben, da wieder herauszukommen. In seinem neuesten Buch schreibt Jagielski über Uganda, über Truppenführer, die Dörfer überfallen und Kinder rauben, über Eltern, die mit aller Kraft und Phantasie versuchen, ihre Kinder vor diesem Schicksal zu bewahren. Er schreibt aber auch über die politischen Hintergründe, die gesellschaftliche „Normalität“ und fragt, wieso aus ehemaligen „Befreiern“ immer wieder habgierige und brutale Despoten werden, wie Menschen in einem dreißigjährigen Bürgerkrieg überleben, und trotz allem die Hoffnung auf eine Zukunft nicht aufgeben. Er erweitert seine Reportage durch fiktive, erzählerische Elemente und erreicht damit eine eigene schriftstellerische Qualität. Besonders eindrucksvoll sind seine genauen und stilistisch sensiblen Porträts von Menschen, die Soldaten oder Partisanen waren, fliehen konnten und jetzt mit diesem Trauma leben müssen; von Kindern, die sich vor dem Militär oder den Guerilleros verstecken, nachts aus den Dörfern in die Städte ziehen (wo sie sicherer sind) um dann, am Morgen, wieder zurück zu schleichen – eben die ‚Wanderer der Nacht’ an, der mit seiner Genauigkeit, seiner Vielfalt von Beobachtungen und seinem Einfallsreichtum jeden Leser berührt und bereichert. Zu Gast: Lisa Palmes (Übersetzerin des Buches). 20 Uhr. Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei), 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
Babylon Mitte Lesung. Diana Gabaldon – „Echo der Hoffnung“. 1777 – die Zeichen für einen Sieg der Kolonien im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten stehen schlecht. Nur Claire Randall, die Zeitreisende aus dem 20. Jahrhundert, und ihr geliebter Mann Jamie Fraser wissen, wie er ausgehen wird. Jamies Herz schlägt für die Aufständischen – doch sein unehelicher Sohn William kämpft in der britischen Armee. Jamie weigert sich, zur Waffe zu greifen, doch er will mit dem gedruckten Wort in die revolutionären Kämpfe eingreifen. Dafür braucht er seine Druckerpresse, und die steht immer noch in Edinburgh. Während es in den Straßen der Kolonien schon nach Pulverdampf riecht, macht sich Jamie bereit für eine Rückkehr in die schottischen Highlands, mit Claire an seiner Seite. Dort scheint seine Tochter Brianna, die im Jahr 1979 lebt, in Sicherheit. Doch mysteriöse Zwischenfälle lassen sie begreifen, dass in den Highlands gefährliche Geheimnisse aus der Vergangenheit ihrer Eltern ins Licht der Gegenwart drängen. 20 Uhr. Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte.
Hans Wurst Vegancafé Lesung. Elisabeth Rank – „Und im Zweifel für dich selbst“. Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in Stücke. Berlin, Prüfungen, Partys - nichts in ihrem Leben ist bislang besonders schwerwiegend gewesen. „Nutze den Tag“ war nur ein hübscher Spruch in Schönschrift. Als sie plötzlich mit einem schrecklichen Verlust klarkommen müssen, setzen sie sich ins Auto und fahren los, erst mal nur weg, kreuz und quer durchs sommerlich heiße Mecklenburg, Hauptsache nicht zurück, denn zu Hause wird alles anders sein. Doch am Meer geht es nicht mehr weiter, und Tonia, die Erzählerin, begreift: So sehr man glaubt, die Welt bleibt stehen, es geht immer weiter. Für die anderen, die noch da sind. Für die neue Liebe. Und im Zweifel für sich selbst. Elisabeth Ranks literarisches Debüt ist ein Generationenporträt und der Roman eines Lebensgefühls: die Geschichte der ersten echten Krise im Erwachsenenleben, erzählt als Roadstory. 20 Uhr. Dunckerstraße 2 a. 10437 Berlin-Prenzlauer Berg.
Freitag, 19. März
Buchhandlung SoSch Lesung. Mo Hayder – „Haut“. Dennenesch Zoudé liest die deutschen Passagen. 10 €. 20.30 Uhr. Johannisthaler Chaussee 301, 12351 Berlin-Buckow.
Zentrum Danziger 50 1. Musik-Literarische Wipfeltreffen. Raphael Dlugajczyk & Nico Schütze – „Wortgefälle aus dem Kellerloch“. Thema des Abends: „Die Schizophrenie des modernen Ichs anhand von F. Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“. Mit dabei als besondere Gäste: Thilo Schwarz-Schlüßler, Nicolas Rocher & Alexander Zerning. Neben eigens verfasster Lyrik & Prosa, welche die Autoren vortragen, werden die Texte musikalisch live untermalt. 21 Uhr. Danziger Str. 50, 10435 Berlin.
Literaturhaus Lesung. Suchers Leidenschaften: Arthur Schnitzler. C. Bernd Sucher und ein Schauspieler der Schaubühne widmen sich leidenschaftlich Arthur Schnitzler. Großer Saal. 20 Uhr. Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Dahlemer Autorenforum Lesung & Gespräch. Tahar Ben Jelloun – „Zurückkehren“. Tahar Ben Jelloun gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb. In Deutschland ist er u. a. bekannt geworden mit „Die Nacht der Unschuld“, „Papa, was ist der Islam?“ und „Die Früchte der Wut“. In seinem neuesten Roman erzählt er die Geschichte eines marokkanischen Gastarbeiters, Mohamed, in Frankreich, der am Ende seines Arbeiterlebens in seine Heimat zurückkehrt, um an die eigenen Wurzeln wieder anzuknüpfen und die auseinander gebrochene Familie wieder zusammenzuführen. „Ein ergreifender Roman mit Beckett’schen Zügen.“ (Le Magazine Littéraire). Aus der deutschen Übersetzung liest der Schauspieler Wolfgang Condrus. Mit dem Autor im Gespräch die Übersetzerin Christiane Kayser. Moderation: Christian Richter. schleichersbuch zu Gast in den Museen Dahlem. 5-10 €. 19.30 Uhr. Lansstraße 8, 14195 Berlin-Dahlem.
Samstag, 20. März
Alte Kantine Kantinenlesen. Das Gipfeltreffen der Berliner Vorlesebühnen mit Dan Richter und anderen. Die Berliner Lesebühnen haben ein Gipfeltreffen. Jeden Samstag um 20.00 Uhr beginnt eine Lesung der besonderen Art in der Alten Kantine. Delegierte der renommiertesten Lesebühnen Berlins LSD, Surfpoeten, Chaussee der Enthusiasten, Reformbühne Heim & Welt und Gäste bieten ihre besten Stücke dar. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
Restaurant Silviiis Lesung. Tom Preissler liest Gedichte und Geschichten zur Feuerzangenbowle. Ach die Abende sind so lang, es ist bitterkalt und wird so früh dunkel. Was liegt für uns alle da näher, als bei trautem Kerzenlichte einen romantischen Abend im gar zartblauen Schein des brennenden Feuertopfes zu erleben? Kommen Sie herein in die Stube, rücken Sie dicht zusammen und lauschen Sie Tom Preisslers höchst amüsanten „Gedichten und Geschichten zur Feuerzangenbowle“. Tischreservierung ratsam. 19 Uhr. Albrechtstraße 74, 12167 Berlin-Steglitz.
Schlossparktheater Lesung. Chris Pichler – „Romy Schneider - Zwei Gesichter einer Frau“. Romys Lebensgeschichte in Original-Texten aus Tagebüchern und Briefen mit Chris Pichler. 16 Uhr. Schlossstrasse 48, 12165 Berlin-Steglitz.
Sonntag, 21. März
Berliner Ensemble Buchpremiere. Günter Grass im Visier: Die Stasi-Akte. Günter Grass im Gespräch mit Kai Schlüter und Christoph Links. Es liest Martin Seifert. 11 Uhr. Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Schlossparktheater Lesung. Alida Gundlach – „Miteinanader oder gar nicht.“ Die bekannte Fernsehmoderatorin und Journalistin Alida Gundlach liest aus ihrem Buch ‚Miteinander oder gar nicht’. 16 Uhr. Schlossstrasse 48, 12165 Berlin-Steglitz.
Montag, 22. März
Jüdisches Museum Berlin, Glashof Lesung. Meir Shalev – „Aller Anfang“. Die erste Liebe, das erste Lachen, der erste Traum und andere erste Male in der Bibel. Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Im Anfang war das Wort. Aber wer gab wem den ersten Kuss? Worüber wurde zum ersten Mal gelacht, zum ersten Mal geweint? Wer empfand den ersten Hass? Wovon handelte der erste Traum? 19.30 Uhr. Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin-Kreuzberg.
Volksbühne Lesung. Bastienne Voss – „Mann für Mann“. Nach Clemensbaby kamen Igor der Russe und dann der erfahrene Hesse – vom Internat auf ihrem Weg ins Berliner Theater lässt die junge Sibylle nichts aus: Bastienne Voss erzählt die Geschichte einer jungen Ostdeutschen, dreist, offen, witzig. Wer Loriot nicht mag, Picasso nicht kapiert und nicht begreift, dass Mozart besser als Beethoven ist, kommt kein zweites Mal mit unter ihre Decke. So sieht Sibylle das. Und deshalb ist Schluss mit Clemensbaby, heute Abend wird sie Igor küssen. Die Siegermacht. Aber Igor ist nur der Anfang, denn Sibylle will raus aus der ostdeutschen Provinz, wo die Luft nach Schmieröl stinkt und die Männer in der Kneipe hocken. Sibylle will Schauspielerin werden und kommt endlich nach Berlin, zu Hesse, dem Ex-Geliebten ihrer Mutter, mit dem sie nicht nur eine unvergessliche Nacht verbringt. Doch der Fall der Mauer verändert alles. ‚Mann für Mann’ ist die erotische, deutsch-deutsche, abgründige Geschichte einer jungen Frau und ihrer Männer. Anschließend: Die Autorin im Gespräch mit Dieter Hildebrandt. 6 €. 20 Uhr. Linienstraße 227, 10178 Berlin-Mitte.
K 17 Buchpremiere. Markus Heitz – „Judassohn-Tour“. Sie glaubt, sie sei die letzte ihrer Art: Theresia Sarkowitz, genannt Sia, ein „Kind des Judas“, uralt und ewig jung. Sorgfältig getarnt wacht sie über ihre Nachkommen, eine unschuldige junge Frau und ihr Kind, damit diese nicht dasselbe Schicksal erleiden wie sie – einst als Untote wiederauferstehen zu müssen. Doch dann taucht eine Gestalt auf, die Sia seit Jahrhunderten gesucht hat. Eine Gestalt, deren Kräfte ausreichen, sie zu töten. Und die voll Rachedurst ist. 15 €. 20 Uhr. Pettenkoferstraße 17 a, 10247 Berlin-Friedrichshain.
Dienstag, 23. März
Zentrum Lesung. Clemens Meyer – „Gewalten“ Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens. 20 Uhr. Danziger Straße 50, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
O-TonArt Theater Dörte Grimm – „eat my sternenkind“. Das O-TonArt Theater in Schöneberg lädt diesmal bekanntermaßen zu einem besonderen Thema ein: „eat my sternenkind“ – wer ein Kind verliert. Dörte Grimm wird einen Film präsentieren, es werden Texte von betroffenen Autoren gelesen, Horst Nonnenmacher wird musikalisch begleiten, Lyrik von Kathrin Schadt und die Bestatterin Angela Fournes wird einen Vortrag zum Thema halten. 7 €.19.30 Uhr. Kulmer Strasse 20a, 10783 Berlin-Schöneberg.
Lettrétage 23. 3 -26. 3. 2010 – 1. Argentinisch-Deutsche Schriftstellerkonferenz. 23. März, 19.30 Uhr, (Instituto Cervantes);, 25. März 2010, 19.30 Uhr (Lettrétage); Freitag, 26. März 2010, 19.30 Uhr (Lettrétage). Botenstoffe – 1. Argentinisch-Deutsche Schriftstellerkonferenz in der Lettrétage Berlin. 23.3.2010 Eröffnungsempfang und Lesung im Instituto Cervantes. 25./26.3.2010 Konferenztage und Abendveranstaltungen in der Lettrétage. TeilnehmerInnen: Lola Arias, Pablo Ramos, Laura Alcoba Felix Bruzzone, Sergio Raimondi Tilman Rammstedt, Nora Bossong, Juliane Liebert, Julia Zange, Daniel Falb. Im März findet in dem jungen Literaturhaus in Berlin-Kreuzberg die erste Argentinisch-Deutsche Schriftstellerkonferenz statt. Die fünf geladenen Autoren aus Argentinien (Lola Arias, Pablo Ramos, Laura Alcoba, Felix Bruzzone und Sergio Raimondi) werden am 23. und 25. und 26. März auf fünf deutsche Autoren treffen (Tilman Rammstedt, Nora Bossong, Juliane Liebert, Julia Zange und Daniel Falb). An den drei Abenden gibt es Lesungen und Podiumsdiskussionen, die für das Publikum geöffnet sind. Die Lesungen finden sowohl in deutscher als auch spanischer Sprache statt. Gefördert wird die Schriftstellerkonferenz vom Haupstadtkulturfonds. Veranstalter ist der Lettrétage e.V. in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee für die Teilnahme Argentiniens an der Frankfurter Buchmesse 2010 -COFRA-, dem Instituto Cervantes Berlin und der argentinischen Botschaft. Projektleitung: Tom Bresemann und Timo Berger. Jeweils 5 €. Beginn immer 19.30 Uhr. Kreuzbergstraße 62, 10965 Berlin-Kreuzberg.
Buchhändlerkeller Gespräch. Rudi Thiessen und Justinus Pieper sprechen über das Thema „Sokrates im Praxistest“. 20.30 Uhr. Carmerstrasse 1, parterre, (Nähe Steinplatz), 10623 Berlin-Charlottenburg.
Haus Hardenberg Lesung. Andreas Altmann – „Triffst du Buddha – töte ihn! Ein Selbstversuch“. Andreas Altmann gehört zu Deutschlands besten und rastlosesten Reiseschriftstellern: Auf der Suche nach Einkehr und Frieden landet Altmann in einem buddhistischen Meditationszentrum in Indien. Von seinen Erlebnissen dort erzählt sein wunderbar klarsichtiges und intensives neues Buch - an dessen Ende sich die Weisheit bewahrheitet, dass Buddha lehrt, Buddha zu überwinden. Andreas Altmann lebt als Auslandsreporter und Reiseschriftsteller in Paris. Zuletzt erschienen „Reise durch einen einsamen Kontinent“ und „Im Land der Regenbogenschlange“. Andreas Altmann wurde u.a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. 4-6 €. 20.30 Uhr. Hardenbergstraße 5, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Akademie der Künste Symposium. – „Gesichter / Faces“. Die Kulturgeschichte des Gesichts hat nicht nur eine Fülle von Darstellungen zum Vorschein gebracht, sondern auch unterschiedlichste Verfahren, in denen leibliche Spuren in ein deutbares Bild transformiert werden: von den Ab-Bildungen in der Religions- und Kunstgeschichte (Vera Icon, Totenmaske, Porträt) bis zur Rolle facialer Merkmale und Indikatoren in den empirischen Wissenschaften (Gesichtserkennung, elektromyographische Aufzeichnungen). Das Symposium bündelt die verschiedenen Perspektiven auf das menschliche Gesicht und untersucht das Gesicht als Effekt medialer, experimenteller und technischer Verfahren in Wissenschaft und Kunst. Teilnehmer: Hans Belting, Gottfried Boehm, Georges Didi-Huberman, Carlo Ginzburg, Albrecht Koschorke, Helmut Lethen, Thomas Macho, Gerhard Neumann, Angelika Neuwirth, Monika Wagner, Sigrid Weigel u.a. Der Eintritt ist frei. Vom 23.-25. März. Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.
Haus der Kulturen der Welt Der Literarische Salon. Paco Ignacio Tibo II zu Gast bei Terézia Mora und Navid Kermani. Paco Ignacio Taibo II, 1949 in Spanien geboren und seit 1957 in Mexiko beheimatet, schreibt nach eigener Aussage Kriminalromane. Die sind aber ebenso unterhaltsame wie von großem historischen Wissen gestützte, gesellschaftskritische Werke, in denen Revolutionslegenden und Mythen des Alltags auf harte Realitäten prallen. PIT II liest aus seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Roman „Der Schatten des Schattens“: Mexiko 1922, eine machtversessene Clique versucht, die mexikanische Golfregion den USA einzuverleiben, doch ein paar verwegene Gestalten kommen ihnen auf die Spur. Terézia Mora und Navid Kermani laden zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Literarischen Salon – International. Gesprochen, gestritten und gelacht wird hier über alles Mögliche und zugleich immer über dasselbe, nämlich die Erfahrung, die Gäste und Gastgeber teilen: das Schreiben. 6-8 €. 20 Uhr. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10577 Berlin-Mitte.
Deutsches Theater Lesung. Alexander Osang liest aus ‚Im nächsten Leben. Reportagen und Porträts’, erschienen im Christian Links Verlag. 8 €. 20 Uhr. Schumannstraße 13 a, 10117 Berlin-Mitte.
Krimibuchhandlung totsicher Preußenkrimi Autorenlesung. Der Autor Tom Wolf entführt uns ins Berlin 1793. Die Urenkelin Langustiers ermittelt in ihrem ersten Fall. 4 €. 20 Uhr. Winsstraße 16, 10405 Berlin-Pankow.
Mittwoch, den 24. März
Soda-Salon Gespräch. 1. „Thierse trifft ...“ - Peter Ensikat. Wolfgang Thierse setzt die erfolgreiche Talkreihe „Thierse trifft...“ im Frühjahr mit einer Reihe spannender Begegnungen fort. Am 24. März ist der Schriftsteller und Kabarettist Peter Ensikat zu Gast bei „Thierse trifft...“. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin-Mitte.
Lettrétage Präsentation. KOOKspezial: Der Unterschied zwischen Champagner und fleischfarben. Präsentation der Anthologie „Ny tysk poesi – 13 tyske lyrikere“. Mit Ann Cotten, Daniel Falb, Steffen Popp, Monika Rinck und Ron Winkler. In Zusammenarbeit mit dem Texttonlabel KOOK. Im Herbst 2009 erschien im Kopenhagener Arena-Verlag die zweisprachige Anthologie „Ny tysk poesi – 13 tyske lyrikere“, herausgegeben von Alexander Gumz und Moritz Schramm. Sie versammelt 13 deutschsprachige Dichter im Alter zwischen 27 und 40. Ihre unterschiedlichen Ansätze breiten ein Panorama deutschsprachiger Gegenwartslyrik in Einzelbildern aus. An diesem Abend lesen fünf Dichter aus der Anthologie und neue Texte. Alexander Gumz vom Texttonlabel KOOK moderiert. Eine Goldgrube exzellenter Dichtung, allen Lyrikfans empfohlen. Peter Stein Larsen, Kristeligt Dagblad. 5 €.19.30 Uhr. Kreuzbergstraße 62, 10965 Berlin-Kreuzberg.
Donnerstag, 25. März
Berliner Ensemble Lesung. Claus Peymann und Hermann Beil lesen & signieren „Peymann von A-Z“. Herausgegeben von Hans-Dieter Schütt. Probebühne. 19.30 Uhr. Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.
Buchhändlerkeller Lesung. Reinhard Kaiser-Mühlecker – „Magdalenaberg“ (Verlag Hoffmann und Campe). 20.30 Uhr. Carmerstrasse 1, parterre, (Nähe Steinplatz), 10623 Berlin-Charlottenburg.
Haus Hardenberg Lesung. Gerlinde Unverzagt – „Eltern an die Macht“. Es reicht: Eltern dürfen sich nicht länger von selbsternannten Experten verunsichern lassen. Sie müssen wieder lernen, der eigenen Intuition zu vertrauen. Ein längst fälliger Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein in der Erziehung. Gerlinde Unverzagt arbeitet als Journalistin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Als Erziehungsberaterin ist sie regelmäßig auf „radio eins“ zu hören. Sie ist allein erziehende Mutter von vier Kindern. Unter dem Pseudonym Lotte Kühn veröffentlichte sie den Bestseller „Das Lehrerhasserbuch“. 4-6 €. 20.30 Uhr. Hardenbergstraße 5, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Deutsches Theater Lesung. Helmut Mooshammer liest Thomas Bernhard. „Jeder ist an allem selber Schuld“, sagte Thomas Bernhard. „Im Grund’ ist alles ein Betrug und ein Selbstbetrug, aber eigentlich großartig.“ Helmut Mooshammer liest aus dem Werk des großen Österreichers und Österreichhassers und bringt Texte zu Gehör aus „Alte Meister“, „Auslöschung“, „Meine Preise“ und der frühen Prosa. 20.15 Uhr. Saal, Schumannstraße 13 a, 10117 Berlin-Mitte.
Dahlemer Autorenforum Buchpremiere. Helmut Walser Smith – „Fluchtpunkt 1941. Kontinuitäten der deutschen Geschichte.“ (Reclam). Noch immer bewegen die Fragen nach Ursachen des Holocaust die Geschichtswissenschaft. Der amerikanische Historiker Helmut Walser Smith, Professor für Neuere deutsche Geschichte an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, „liefert mehr als 10 Jahre nach der Goldhagen-Diskussion mit seinem Buch einen theoretisch fundierten und aus den Erkenntnissen der neuesten Forschungen gespeisten Gesamtblick auf den modernen Antisemitismus, der für jede weitere Diskussion zum Thema unentbehrlich ist.“ (Prof. Michael Brenner). Mit dem Autor im Gespräch der Historiker Reinhard Rürup. Gespräch in Deutsch. Moderation: Christian Richter. schleichersbuch zu Gast in den Museen Dahlem. 5-10 €. 19.30 Uhr. Lansstr. 8, 14195 Berlin-Dahlem.
Hugendubel Signierstunde. Gernot Gricksch signiert sein Buch „Königskinder“. Ja, es gibt sie wirklich, die große, wahre Liebe, den einen Menschen, den das Schicksal für uns vorherbestimmt hat. Dummerweise ist das Schicksal aber etwas schlampig bei der Durchführung seiner Pläne. So kommt es, dass Simone und Mark lange nach dem großen Glück suchen müssen: auf Partys in Hamburg, auf dem Roten Platz in Moskau, in den wilden 70ern und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Und sie ahnen nicht, dass sie sich immer haarscharf verpassen. 17 Uhr. Tauentzienstraße 13, 10789 Berlin-Schöneberg.
Bibliothek am Wasserturm Buchpräsentation. Ferdinand Delcker – „Der Vormacher“. Der Schriftsteller Ferdinand Delcker präsentiert seinen Debütroman „Der Vormacher“. Aus dem Leben eines ganz normalen Mannes. Lesung mit Musik. 3 €. 20 Uhr. Prenzlauer Allee 227-228, 10405 Berlin-Pankow.
Freitag, 26. März
Berliner Aids Hilfe Lesung. „25-jähriges Bestehen der Berliner Aids-Hilfe“. Mit dabei sind: Wolfgang Ikert, Roland Schmid-Paleski & Norbert Herrscher. Regie & Konzeption: René Gummelt. 18.30 Uhr. Meinekestraße 12, 10719 Berlin-Charlottenburg.
Samstag, 27. März
Schwartzsche Villa Lesung & Musik. Ödön von Horváth – „Jugend ohne Gott“. Es liest Eva Manhardt, begleitet von Henry Weit, Klavier. Ödön von Horváth beschreibt in seinem Roman die Zeit des beginnenden Nationalsozialismus. Der Autor kämpfte gegen Kleinbürgerei, Gedankenlosigkeit und Philistertum. Die Schauspielerin Eva Manhardt – langjährig am Schiller-Theater engagiert – liest Ausschnitte aus dem Roman, Briefe und Gedichte Horváths sowie Biografisches. 8-10 €. 20 Uhr. Großer Salon, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin-Steglitz.
Alte Kantine Kantinenlesen. Das Gipfeltreffen der Berliner Vorlesebühnen mit Dan Richter und anderen. Die Berliner Lesebühnen haben ein Gipfeltreffen. Jeden Samstag um 20 Uhr beginnt eine Lesung der besonderen Art in der Alten Kantine. Delegierte der renommiertesten Lesebühnen Berlins LSD, Surfpoeten, Chaussee der Enthusiasten, Reformbühne Heim & Welt und Gäste bieten ihre besten Stücke dar. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
Sonntag, 28. März
Akademie der Künste Preisverleihung. Heinrich-Mann-Preis 2010 an Michael Maar. „Michael Maar ist der Detektiv unter den Essayisten. Der Verdacht ist sein Leitmotiv: Die von ihm geliebten und immer wieder neu gelesenen Autoren – Proust, Thomas Mann, Powell, Nabokov - haben etwas zu verbergen. Die Literatur ist ein Tatort: Genaues Lesen bringt Geheimnisse ans Licht, kommt Verschlüsselungen auf die Spur, erlaubt den Blick hinter Attrappen und Kulissen. … Aus dem Puzzle der Indizien entsteht durch die unbestechliche Sorgfalt und das produktive Misstrauen von Michael Maar ein neues Bild von Autoren, die wir genau zu kennen glaubten“, heißt es in der Begründung der Jury. Laudatio Sibylle Lewitscharoff. Dankesrede Michael Maar. Eintritt frei. 11.30 Uhr, Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.
Montag, 29. März
Urania Buchpräsentation. Thomas Blees – „Die Glienicker Brücke“. Von der Hohenzollernbrücke zur Brücke der Einheit: Die Glienicker Brücke gilt als die berühmteste Brücke Deutschlands. Als Symbol der deutschen Teilung wurde sie bekannt durch Aufsehen erregende Fluchtversuche und war berüchtigt als Ort spektakulärer Agentenübergaben. Thomas Blees stellt sein Buch zur spannenden Geschichte der Glienicker Brücke - in Bild und Wort - vor. 3,50-4,50 €. 17.30 Uhr. Kleiststr. 13, 10787 Berlin-Schöneberg.
Dienstag, 30. März
Buchhändlerkeller Lesung Adolph Glassbrenner zum 200. Geburtstag. Video: „Berlin wie es ist und – trinkt“ Clemens Füsers liest aus „Letzte Runde? Ein Spaziergang zu traditionellen Berliner Eckkneipen“. Zeit stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Carmerstrasse 1, parterre, (Nähe Steinplatz), 10623 Berlin-Charlottenburg.
Mittwoch, 31. März
Literaturwerkstatt Buchpräsentation. Fünf-Uhr-Tee. Anja Oeck „Musiktheater als Chance. Peter Konwitschny inszeniert“. Bettina Bartz spricht mit Helmut Brade, Peter Konwitschny, Anna Malunat und Anja Oeck über das Inszenieren von Opern. In der Reihe „Fünf-Uhr-Tee“ stellt Anja Oeck mit dem engagiert geschriebenen Buch „Musiktheater als Chance. Peter Konwitschny inszeniert“ die künstlerische Leidenschaft und Arbeitsweise des international gefragten Regisseurs vor. Bettina Bartz spricht mit Helmut Brade, Peter Konwitschny, Anna Malunat und Anja Oeck darüber, wie man Oper inszeniert. Eintritt frei. 17 Uhr. Clubraum, Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
Literaturwerkstatt Lesung. Michael Lentz – „Offene Unruh“. Michael Lentz, „ unter den wichtigsten jungen deutschen Schriftstellern der rasanteste“ (Felicitas von Lovenberg, F.A.Z.), schreibt über die Liebe, als sei noch nie darüber geschrieben worden. Selbstbewusst und subversiv, leidenschaftlich liebeswund, verführerisch, so dass dem Liebenden das tausendfach Gesagte neu erscheint. Wann ist das letzte Mal so ungestüm und offen von der Unruhe, die wir Liebe nennen, gesprochen worden? 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.
Café Sibylle Lesung. Jutta Voigt – „Im Osten geht die Sonne auf“. Die Journalistin Jutta Voigt begleitete den Alltag im letzten Jahrzehnt der DDR und im ersten Jahrzehnt der neuen Bundesrepublik mit Reportagen und Feuilletons. Zehn Jahre vor und zehn Jahre nach der Wende - ein spannender, zeitloser Blick auf ein Land im Umbruch. Jutta Voigt liest im Café Sibylle aus ihrem neuen Buch und spürt den kleinen Brüchen der Geschichte nach. 19.30 Uhr. Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.
Heinrich Heine Buchhandlung Lesung. Matthias Zimmermann – „Von nackten Rotkehlchen und furzenden Wölfen“. Wenn Europäer sich miteinander unterhalten, geht es lustig zu – vor allem, wenn sie einander beim Wort nehmen. Wer möchte nicht gern einmal »Beinchen stricken«, wie es die Franzosen tun, anstatt die Beine immer nur »in die Hand zu nehmen«? In seinem Buch »Von nackten Rotkehlchen und furzenden Wölfen« versammelt Matthias Zimmermann über 800 Redensarten aus 15 Sprachen und lässt sie aufeinander los. Wenn Sie immer schon einmal wissen wollten, was Europäer alles sagen – und was sie damit eigentlich meinen –, lassen Sie sich aufklären! Eintritt frei! 20 Uhr. Weinbergweg 3, 10119 Berlin-Mitte.
VIA Verbund für Integrative Angebote Berlin gemeinnützige GmbH Lesung & Gespräch. Michael Obert – „Die Ränder der Welt – Patagonien, Timbuktu, Bhutan & Co.“ Was nicht im Mittelpunkt des Geschehens steht, wird nur zu gern vergessen. Gerade von diesen Orten außerhalb unseres Gesichtskreises, die Michael Obert die ‚Ränder der Welt’ nennt, fühlt er sich magisch angezogen. Auf einer abenteuerlichen Passage mit 25 Stationen rund um den Globus bereist er die letzten Zauberreiche ebenso wie krisengeschüttelte Regionen. Mit dem geschärften Blick des Reisenden und seiner kraftvollen und poetischen Sprache eröffnet uns Michael Obert eine in dieser Form einzigartige Sicht auf die Welt. An Küsten und Kaps, in Wüsten und Urwäldern erlebt er Grenzsituationen der besonderen Art und erkundet versunkene Hochkulturen und Landschaften, die uns nicht mehr loslassen. Dabei begegnet er berührend liebenswerten Menschen, die den Kontakt mit dem Reisenden suchen und ihn wie einen alten Freund beherbergen. Um Anmeldung wird gebeten: Yvonne Gaebel, Telefon 030/44 354- 813. 5 €. 19.30 Uhr. Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg.
BKA-Theater Lesung. Wladimir Kaminer – „Ich bin kein Berliner“ und „Salve Papa & Neue Geschichten aus dem Alltag“.! Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, hat eine Sendung namens „Russendisko Club“ beim RBB Radio MultiKulti sowie eine Rubrik im ZDF-Morgenmagazin und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte „Russendisko“. Mit der gleichnamigen Erzählsammlung sowie zahlreichen weiteren Büchern, z. B. dem Roman „Militärmusik“, avancierte das kreative Multitalent zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren in Deutschland. 20 Uhr. Mehringdamm 32-34, 10961 Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.