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Literaturkalender für Berlin / November 2009

© Die Berliner Literaturkritik, 26.11.09

Sonntag, 1. November

Deutsches Historisches Museum Messe. LiberBerlin – Internationale Antiquariatsmesse Berlin. Eine Messe für das Fachgespräch, das Stöbern, Suchen, Schnuppern: der ideale Ort für die erste Berührung mit dem schönen alten Buch. 10-18 Uhr. Schlüterhof im Zeughaus, Unter den Linden 2, 10117 Berlin-Mitte.

Deutsches Theater Lesung. Peter Sloterdijk – „Du musst dein Leben ändern. Über Anthropotechnik“. „In seinem Plädoyer für die Ausweitung der Übungszone des einzelnen wie der Gesellschaft entwirft Peter Sloterdijk eine grundlegende und grundlegend neue Anthropologie. Den Kern seiner Wissenschaft vom Menschen bildet die Einsicht von der Selbstbildung alles Humanen.“ (Suhrkamp Verlag) 8 €. 11 Uhr. Schumannstraße 13a, 10117 Berlin-Mitte.

Ecki Hoffmann Literaturspaziergang. „Hören und Gehen. Streifzüge durch das literarische Schöneberg. Von 1900 bis 1945“. Führung: Eckehard Hoffmann. 10 / 8 €. 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon: 0170-234 31 67. Treffpunkt: Mitten auf dem Winterfeldtplatz, 10781 Berlin-Schöneberg.

Dorotheenstädtische Buchhandlung Lesung. Andrej Kurkow – „Die letzte Liebe des Präsidenten“. „Macht macht einsam. Das spürt auch der Präsident der Ukraine im Jahre 2013. Was nutzen Geld und Einfluss, wenn man niemandem mehr trauen kann? Wirklich niemandem? Eine alte Jugendliebe scheint allen Stürmen des Lebens zu trotzen.“ (Diogenes) 20 Uhr. Carl-Schurz-Straße 53, 13597 Berlin-Spandau.

Montag, 2. November

Literaturforum im Brecht-Haus Lesung. Friedrich Christian Delius – „Die Frau, für die ich den Computer erfand“. „Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute – und die Erfindung einer unmöglichen Liebe.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Dienstag, 3. November

Theaterschiff Potsdam Lesung im Rahmen der Reihe „Literatur zum Anfassen – Literarischer Salon“. Sibylle Lewitscharoff – „Apostoloff“. „Lewitscharoffs neuer Roman ist eine Suada von der Rückbank, die bissige, rabenschwarze und erzkomische Abrechnung einer Tochter mit dem Vater und seinem Land.“ (Suhrkamp Verlag) 5 €. 19 Uhr. In der Alten Fahrt, 14467 Potsdam-Lichtblau.

Berliner Ensemble Lesung. Hermann Beil liest Stefan Brecht – Gedichte. Eine Hommage an Stefan Brecht, der am 3. November 85 Jahre alt geworden wäre. 20 Uhr. Probebühne, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.

Georg Büchner Buchladen Lesung. Matthias Nolte – „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“. „Charlotte Pacou, genannt Charlie, hat das ehemalige Büro eines Privatdetektivs in Berlin gemietet, ohne jede Absicht, sich in diesem Metier zu versuchen. Doch als es an der Tür klopft und plötzlich Daniel Baum vor ihr steht, nimmt sie, ohne genau zu wissen, warum, seinen Auftrag an, nach dem verschwundenen Gemälde ‚Louise im blauweiß gestreiften Leibchen’ zu suchen.“ (Deuticke Verlag) 20 Uhr. Wörther Straße 16, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg.

Kino Babylon Lesung. Wolf Haas – „Der Brenner und der liebe Gott“. „Der Brenner, Expolizist und Exdetektiv, hat endlich einen guten Job gefunden. Noch nie im Leben hat er sich so wohl gefühlt. Aber es wäre nicht der Brenner, wenn es lange dauern würde, bis wieder was passiert. So sorgt eine Tafel Schokolade für eine Kettenreaktion, an deren Ende sieben Begräbnisse stehen.“ (Hoffmann und Campe) 20 Uhr. Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte.

Literaturforum im Brecht-Haus Buchpremiere & Gespräch. Friedrich Dieckmann – „Deutsche Daten oder Der lange Weg zum Frieden 1945.1949.1953.1961.1989“. Die zentralen Daten der jüngeren deutschen Geschichte: An welchen Scheidepunkten machen wir sie fest? 1945, 1949, 1953, 1961, 1989 – jede dieser Jahreszahlen steht für bedeutende Entscheidungspunkte der deutschen Geschichte, verweisen sie doch auf Zeitzonen der letzten 64 Jahre, in denen Geschichte sich dramatisch verdichtete. Gespräch: Helmut Böttiger. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Mittwoch, 4. November

Akademie der Künste Buchvorstellung & Gespräch. Iris Gusner & Helke Sander – „Fantasie und Arbeit“. Beide Filmregisseurinnen verbinden Beruf, Engagement, Erfahrungen, beide haben früh ihre Kinder bekommen. Getrennt hatte sie viele Jahre lang die Mauer zwischen Ost und West. Sich in einem damals für Frauen unüblichen Beruf durchzusetzen und gleichzeitig allein für die Kinder sorgen zu müssen, bestimmte auch ihre Filme, die ein bis dahin neues Thema auf die Leinwand brachten. Moderation: Ines Kappert. 5 / 3 €. 19 Uhr. Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.

Nordische Botschaften Lesung. Erling Jepsen – „Die Kunst, im Chor zu weinen“. „Allan, der elfjährige Sohn des Milchmanns, weiß, wie man zu Tränen rührt. Zusammen mit seinem Vater besucht er sämtliche Beerdigungen des Ortes. Die Grabreden des Vaters – unterstützt durch den traurigen Blick des Sohnes – bringen die Angehörigen unweigerlich zum Weinen; und da eine gute Rede dem Umsatz des elterlichen Ladens zugute kommt und zudem die ‚psychischen Nerven’ des Vaters beruhigt, ist die Logik für Allan klar: des einen Tod, des anderen Brot. Aber was tun, wenn die Todesfälle ausbleiben? Wer hat das Feuer gelegt, in dem Allans Großmutter umkam? Wird die große Schwester deshalb wenig später in die Psychiatrie gebracht? Oder etwa, weil sie nicht länger mit dem Vater auf dem Sofa schlafen mag?“ (Suhrkamp) Außerdem liest Dy Plambeck. Moderation: Ulrich Sonnenberg. Eintritt frei. 19.30 Uhr. Rauchstraße 1, 10787 Berlin-Tiergarten.

Berliner Kriminal Theater Lesung. Wulf Dorn – „Trigger“. „Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft …“ (Heyne) Außerdem liest Sebastian Fitzek aus „Splitter“. 20 Uhr. Umspannwerk Ost, Pallisadenstraße 48, 10243 Berlin-Friedrichshain.

Literaturhaus Lesung. Peter Henning – „Die Ängstlichen“. „Mit diesem Buch legt Peter Henning seinen langerwarteten großen Roman vor. Die Chronik einer musterhaften Familie ist eine aberwitzige, rabenschwarze menschliche Komödie, ein Mosaik aus Hoffnung, Glück, kleinen und großen Schrecken – ein Buch des Lebens.“ (Aufbau Verlag) 20 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Lettrétage Lesung & Gespräch im Rahmen der „Latinale“. Lyrik von Maria Medrano, Hernan Bravo & Raúl Hernández. María Medrano, 1971 in Buenos Aires geboren, ist Lyrikerin, Herausgeberin, Verlegerin und kulturelle Aktivistin, der Mexikaner Hernán Bravo Varela arbeitet als Lyriker, Essayist und Übersetzer. Raúl Hernández kommt aus Chile und ist Lyriker und gelernter Bibliothekar. Deutsche Lesung: Denis Abrahams. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Literarisches Colloquium Lesung & Gespräch. Daniel Falb – „BANCOR“ & Uljana Wolf – „falsche freunde“. Uljana Wolfs „DICHTionary" inszeniert Begegnungen zwischen dem Deutschen und dem Englischen und lässt in der summenden Anwesenheit aller Bedeutungen etwas Drittes entstehen. Daniel Falb arbeitet an einer „Neudefinition des politischen Gedichts als einem genuin ästhetischen Objekt, das die Sprache der Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit des Gedichts seziert“. Moderation: Hans-Jürgen Balmes. 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Literaturforum im Brecht-Haus Lesung & Musik. „KomPOEsitionen“ – Zum 200. Geburtstag von Edgar Allan Poe. Nur 40 Jahre war er alt, der „Fürst des Grauens“, als er, geschwächt durch Krankheit und Exzess, unter mysteriösen Umständen starb. Doch eben diese schwarzhumorige Dunkelheit, die Poe Zeit seines Lebens umgab, machte ihn zum unnachahmlichen Mitbegründer eines phantastischen, düsteren Symbolismus. Lesung: Michael Pan. Musik: Søren Gundermann & Michael Waterstradt. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Literaturwerkstatt Lesung. Hoa Pham - „The daughters of Au Co“ & Antje Rávic Strubel - „Vom Dorf. Abenteuergeschichten zum Fest“. Moderation: Claudia Kramatschek. Hoa Pham hält sich im Rahmen eines deutsch-australischen Autorenaustauschprojekts in Berlin auf, ihr Gegenpart ist Antje Rávic Strubel, die im Sommer sechs Wochen in Down Under war. Das Projekt gibt beiden Autorinnen die Möglichkeit, sich mit ihren Texten im Rahmen von gemeinsamen Lesungen in einem anderen Land zu präsentieren und einen Einblick in die andere Kultur, die andere Literaturszene zu bekommen. 5 / 3 €. 20 Uhr. Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Donnerstag, 5. November

Europäische Kommission Lesung & Gespräch im Rahmen der Reihe „Europa literarisch. Griechenland: Ioanna Karystiani – „Die Augen des Meeres“. Einsame Matrosenfrauen, zurückgelassen auf ihren griechischen Inseln. Verwüstete Familienstrukturen im Spiegel einer maroden griechischen Gesellschaft. Die schwierige Entscheidung zwischen Tradition und Moderne: Das sind die Pole, zwischen denen sich die Spannung in Ionna Karystianis Prosa aufbaut. Deutsche Lesung: Hinrich Schmidt-Henckel. Moderation: Christiane Lange. Eintritt frei. Anmeldung: anmeldung@ec.europa.eu. 18 Uhr. Unter den Linden 78, 10117 Berlin-Mitte.

Krimibuchhandlung Miss Marple Lesung. Stefan Slupetzky – „Lemmings Zorn“. „An einem Maitag spaziert der Lemming mit seiner hochschwangeren Klara durch die Straßen Wiens. Plötzlich setzen die Wehen ein, viel zu rasch, um noch das Krankenhaus zu erreichen. Da taucht wie vom Himmel gesandt eine fremde Frau auf und hilft bei der Geburt. Nach diesem Erlebnis wird Angela zur besten Freundin der Familie. Bis zum Weihnachtsabend, an dem der Lemming ihr kurzzeitig seinen Sohn anvertraut und daraufhin eine grausame Entdeckung macht.“ (Rowohlt Verlag) 19.30 Uhr. Weimarer Straße 17, 10625 Berlin-Charlottenburg.

Lichtburgforum Lesung. Klaus Kordon – „Auf der Sonnenseite“. „Das Krokodil sitzt ihm immer noch im Nacken: Auch in seinem neuen Werk erweist Klaus Kordon bzw. sein Alter Ego Manfred Lenz sich einmal mehr als ‚wachsamer Zeitgenosse’. Er blickt zurück auf sein Leben in den Jahren von 1973 bis 1989 und damit auf ein Stück jüngster deutscher Geschichte aus der Sicht eines ehemaligen DDR-Bürgers, der nach seiner Entlassung aus der Stasi-Haft im Westen neu anfängt, voller Hoffnung, ‚auf der Sonnenseite’ gelandet zu sein.“ (Beltz & Gelberg) 5 €. 19.30 Uhr. Behmstraße 13, 13357 Berlin-Wedding.

BAIZ Lesung „lauter niemand herbstlese“. „lauter niemand, die Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa, lädt zur Herbstlese ein. Passende und unpassende Bilder zum Thema Herbst gibt es zu betrachten: Sollen die alten Blätter doch fallen, hier gibt es die neuen.“ Es lesen die Lyriker Kirsten Hartung, Clemens Kuhnert, Lutz Steinbrück und Isabella Vogel. 20 Uhr. Torstraße / Ecke Christinenstraße. 10119 Berlin-Prenzlauer Berg.

Berliner Ensemble Lesung. Luc Bondy – „Am Fenster“. „Nach einem Aufenthalt im Sanatorium ist Donatey in seine Zürcher Wohnung zurückgekehrt. Es quält ihn nicht nur die Stange im Rückrat, die seine Wirbelsäule stabilisieren soll, sondern auch die Befürchtung, von Seraphine, seiner jüngeren Freundin, verlassen zu werden. Er trinkt Kaffee, raucht, blickt aus dem Fenster und erinnert sich.“ (Zsolnay Verlag) 20 Uhr. Probebühne, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.

Kulturhaus Mitte Lesung. Sissel-Jo Gazan – „Dinosaurierfedern“. „Sind Vögel Nachkommen der Dinosaurier oder haben sich beide Gattungen parallel entwickelt? Anna zerbricht sich den Kopf über das Lieblingsthema ihres Professors, der darüber mit anderen Fachleuten im Clinch liegt. Aber noch bevor sie zu einem Schluss kommt, welche Theorie die richtige ist, wird ihr Professor ermordet – und kurz darauf Johannes, ihr Lieblingskollege an der Fakultät. Motive für die Morde gibt es durchaus: zum Beispiel Fördergelder, Prestige und Karrieren. Aber ist es möglich, dass Konkurrenz unter Wissenschaftlern so weit geht? Ermittler Søren Marhauge tut sich sehr schwer, die unzähligen Verstrickungen und Intrigen am Naturwissenschaftlichen Institut in Kopenhagen zu entwirren. Außerdem plagen ihn privat jede Menge Probleme. Und dann ist da noch Anna, für die er mehr empfindet, als er sich eingesteht.“ (Hoffmann und Campe) 20 Uhr. Auguststraße 21, 10117 Berlin-Mitte.

Buchhändlerkeller Lesung. Norbert Zähringer – „Einer von vielen“. „Mit einem Erdbeben fängt alles an, am 1. September 1923: Während ein japanischer Polizist im brennenden Tokio um sein Leben rennt, bringt Mary Frimm in der Mojave-Wüste ihren Sohn Edison zur Welt. Fast zur selben Zeit wird, rund 10.000 Kilometer weiter westlich, Siegfried geboren, dessen Vater noch am Abend bei einer Schießerei ums Leben kommt.“ (Rowohlt) 20 Uhr. Carmerstraße 1, 10623 Berlin-Charlottenburg.

Freitag, 6. November

Literaturhaus Lesung. Philipp Blom – „Der taumelnde Kontinent“. „Es war eine atemlose Zeit. Freud erforschte die dunklen Seiten der Seele. Die Physik entdeckte das Geheimnis der Atome. Frauen forderten das Wahlrecht. Und der europäische Adel verabschiedete sich von der öffentlichen Bühne. In den rund 15 Jahren zwischen der Weltausstellung von 1900 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs durchlebte Europa einen Taumel, der Alltag, Kunst, Wissenschaft und Politik erfasste. Das moderne Europa entstand: Und niemand ahnte, dass der Erste Weltkrieg seine Errungenschaften erst einmal zunichtemachen sollte.“ (Carl Hanser Verlag) 20 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Schwartzsche Villa Lesung & Musik. Erich Mühsam – „Bürgers Albdruck“. Erich Mühsam gehörte – als Jude und „Anarchist“ – zu den ersten Opfern der Nationalsozialisten nach ihrer Machtergreifung 1933. In diesem Jahr jährt sich das Datum seiner Ermordung im KZ Oranienburg zum 75. Mal. Mit einer musikalischliterarischen Revue wird an ihn erinnert: An diesen unbeugsamen Menschen der Berliner und Münchner Bohème, der mit seinen Gedichten und kleinen Prosatexten das Publikum gleichermaßen zum Lachen und zum Nachdenken brachte. 8 / 5 €. 20 Uhr. Großer Salon, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin-Steglitz.

Lettrétage Lesung im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen. Denis Abrahams liest Lautréamont – „Die Gesänge des Maldoror“. Maldoror führt in verschiedenen Masken und Metamorphosen eine Schlacht gegen die menschliche Kreatur und Gott, seinen Erzfeind. Sein erklärtes Ziel ist es, Gott und die Menschen in ihrer Schlechtigkeit zu übertreffen. Er hat das Gelübde abgelegt, den Schöpfer zu überwinden, Böses zu tun, um das Böse zu vernichten, Verbrechen zu begehen, um das Verbrechen aufzuheben. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Samstag, 7. November

Haus der Kulturen der Welt Lesung & Gespräch. Yitzak Laor zu Gast bei Navid Kermani und Terézia Mora. Yitzhak Laors Bücher sind eine Zumutung für den Leser, eine Zumutung für sein Land, eine Zumutung für die Literatur – und gehören zugleich zum Großartigsten, was es derzeit für uns Leser, sein Land Israel und die Weltliteratur gibt. In seiner extrem komplexen Romanwelt bekommt er eine Wirklichkeit zu fassen, die im Nahen Osten noch extremer und komplexer ist als ohnehin im Leben. 8 / 6 €. 20 Uhr. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin-Tiergarten.

Alte Kantine Lesebühne. Kantinenlesen mit Dan Richter und anderen. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Sonntag, 8. November

Deutsches Theater Buchvorstellung. Cees Nooteboom – „Berlin 1989|1999|2009“. „Der Mauerfall, die neunziger Jahre, das heutige Berlin: Der niederländische Erzähler und Essayist Cees Nooteboom stellt seinen zum Klassiker gewordenen ‚Berliner Notizen’ und der Rückkehr nach Berlin neue, bisher unveröffentlichte Texte zur Seite. Zwanzig Jahre bewegter Geschichte spiegeln sich in dieser Zusammenstellung von Essays.“ (Suhrkamp) Der Autor im Gespräch mit Gregor Gysi. 8 €. 11 Uhr. Schumannstraße 13a, 10117 Berlin-Mitte.

Deutsches Historisches Museum Lesung. Bürger Lars Dietrich – „Schlecht Englisch kann ich gut“. „Wie lässt sich eine westliche Jugendkultur im Arbeiter-und-Bauern-Staat leben? Ohne die Originalmusik, die richtigen Klamotten und unter den misstrauischen Augen der Partei? Selbstironisch und voll schrägem Humor erzählt ein Paradiesvogel von den Erfahrungen der letzten Generation, die noch in der DDR aufwuchs.“ (Rowohlt Verlag) 11 Uhr. Unter den Linden 2, 10117 Berlin-Mitte.

Ecki Hoffmann Literaturspaziergang. „Hören und Gehen. Streifzüge durch das literarische Schöneberg. Von 1900 bis 1945“. Führung: Eckehard Hoffmann. 10 / 8 €. 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon: 0170-234 31 67. Treffpunkt: Mitten auf dem Winterfeldtplatz, 10781 Berlin-Schöneberg.

Montag, 9. November

Deutsches Historisches Museum Gespräch. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. „Eine Schlüsselfigur der jüngsten deutschen Geschichte erinnert sich: Joachim Gauck, engagierter Systemgegner in der friedlichen Revolution der DDR und herausragender Protagonist im Prozess der Wiedervereinigung als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.“ (Siedler Verlag) 12.30 Uhr. Unter den Linden 2, 10117 Berlin-Mitte.

Italienisches Kulturinstitut Lesung. Tiziano Scarpa – „Stabat Mater“. „Venedig im 18. Jahrhundert. Im Ospedale della Pietà, einem Kloster und Waisenhaus, können Neugeborene abgelegt werden, deren Mütter unerkannt bleiben wollen. So ergeht es einem kleinen Mädchen namens Cecilia. Sie wächst heran und spielt Violine im Orchester des Waisenhauses, das unter den Italienreisenden der Zeit berühmt ist. Als Cecilia etwa fünfzehn Jahre alt ist, beginnt sie, nach ihrer Mutter, ihrer Herkunft und Identität zu fragen. Nachts durchstreift sie ruhelos die verstecktesten Winkel des Klosters, schreibt Briefe an die unbekannte Mutter und kommt dabei verstörenden Geheimnissen auf die Spur. Ihr Leben ändert sich, als ein neuer Violinlehrer im Waisenhaus eintrifft. Es ist der Komponist Antonio Vivaldi. Er erkennt Cecilias großes Talent, komponiert Sonaten für sie und verspricht, eine gefeierte Musikerin aus ihr zu machen. Sie wird zur Konkurrentin des Meisters. Aber Cecilia entzieht sich und wählt einen anderen Weg: ihren eigenen.“ (Verlag Klaus Wagenbach) 18 Uhr. Hildebrandstraße 2, 10785 Berlin-Tiergarten.

Lettrétage Lesung im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen. Georg Pruscha – „Der Aufstieg. Ein Diktat“; Ivo Sachs – „Schimpansen am Abgrund. Berichte vom schleichenden Niedergang“ & Thomas Mader. Pruschas Roman erzählt von einem Mann, der sich aus seinem stillstehenden Leben in die Einöde zurückzieht und seinen Neubeginn bestimmt. Ivo Sachs erzählt mit bissigem Humor von dem uns wohldosiert verabreichten Scheitern unseres Großstadtlebens. Thomas Mader liest ausgewählte Texte. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Literaturforum im Brecht-Haus Lesung & Gespräch. Wilfried Rott – „Die Insel. Eine Geschichte West-Berlins 1948-1990“. West-Berlin war ein merkwürdiger Ort, eine Art „drittes Deutschland“ zwischen BRD und DDR. Unter den besonderen Lebensbedingungen dieser „Insel“ entstand ein eigenes kulturelles Klima, das auf das gesamte Bundesgebiet ausstrahlte. Als die Mauer fiel, waren nicht nur die Tage der DDR gezählt. Auch die Zeit West-Berlins ging zu Ende. Gespräch: Thomas Flierl. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Berliner Ensemble Lesung & Musik. Klaus Maria Brandauer liest Dietrich Bonhoeffer – Einer musste es tun. Zur Erinnerung an die Novemberpogrome am 9. November 1938. Musik: Daniel Hope. 21 Uhr. Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.

Dienstag, 10. November

Tanzcafé im Rudi-Dutschke-Haus Lesung. Axel Schildt & Detlef Siegfried – „Deutsche Kulturgeschichte“. Axel Schildt und Detlef Siegfried präsentieren in ihrer Kulturgeschichte die ganze Fülle des kulturellen Lebens und der Alltagskultur in Deutschland vom Kriegsende bis zur Gegenwart. 19.30 Uhr. Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin-Mitte.

Schleichers Buchhandlung Lesung & Gespräch. Inge Jens – „Unvollständige Erinnerungen“. „Inge Jens wurde berühmt als Editorin von Tagebüchern und Briefwechseln. Mit Biographien über Katja Mann und Hedwig Pringsheim wurde sie zur Bestsellerautorin. Über das Wirken an der Seite ihres berühmten Mannes Walter Jens hat sie bislang wenig Aufhebens gemacht. Jetzt erzählt sie zum ersten Mal aus ihrem Leben.“ (Rowohlt Verlag) 10 / 5 €. 19.30 Uhr. Museen Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin.

Literaturforum im Brecht-Haus Buchvorstellung. Wolfgang Engler – „Lüge als Prinzip“. Engler untersucht den Wandel bürgerlicher Lebenskultur und der Preisgabe bürgerlicher Tugenden seit der Aufklärung. Das Fazit seiner Analyse: Aufrichtigkeit ist ein Gebot der praktischen Vernunft. Aufrichtigkeit hatte dem Bürgertum einst in einer feindlichen Umwelt zu einer Vertrauensbasis verholfen. Engler zeigt in seiner kulturwissenschaftlichen Studie, wie dieses Erbe entsorgt wurde, Treu und Glauben ihre Relevanz verloren. Moderation: Albrecht von Lucke. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Literaturhaus Lesung. Mirjam Kristensen – „Ein Nachmittag im Herbst“. „Ein junges norwegisches Pärchen, Rakel und Hans Olav, reist in die Ferien nach New York City. Ein erster Weg führt sie ins Metropolitan Museum. Rakel läßt ihren faszinierten Mann vor einem großen Gemälde stehen, um schnell auf die Toilette zu gehen. Als sie zurückkommt, ist Hans Olav verschwunden. Rakel sucht ihn. Im Museum. Im Café. Im Hotel. Vergebens. Beklemmend erzählt Mirjam Kristensen in ihrem Roman vom Verlust eines geliebten Menschen, der sich beim Verschwinden als großer Unbekannter entpuppt.“ (Dörlemann Verlag) 20 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Berliner Ensemble Lesung. Hermann Beil liest Imre Kertész – „Die englische Flagge“. Anlässlich des 80. Geburtstags von Imre Kertész. Vom ungarischen Aufstand 1956 erzählt der Roman und jener Katastrophenzeit, als sich in Ungarn der Übergang vom totalen Krieg zum totalen Frieden vollzog; von einer Ortsbegehung, zu der ein Fremder mit einem geheimnisvollen Auftrag nach vielen Jahren an den Tatort unsäglicher Verbrechen zurückkehrt, deren Opfer er einst selbst gewesen ist. 20.15 Uhr. Probebühne, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte.

Mittwoch, 11. November

Ingeborg-Drewitz-Bibliothek Lesung. Claudia Rusch – „Aufbau Ost“. „Claudia Rusch hat sich zwischen Zinnowitz und Zwickau auf Spurensuche gemacht: Nach einer Vergangenheit, die in die Gegenwart reicht, und nach einer Zukunft, die Aufbruch und Aufbau bedeutet. Sie hat Geschichten aufgeschrieben, die ohne Klischees, voller Wärme und mit klarem Blick von einem Land und seinen Menschen erzählen, das seit zwanzig Jahren unterwegs ist in eine neue Realität.“ (S. Fischer) 19 Uhr. Gruenwaldstraße 3, 12165 Berlin-Steglitz.

Kino Babylon Lesung. Audrey Niffenegger – „Die Zwillinge von Highgate“. „Elspeth war Roberts große Liebe. Jetzt liegt sie auf dem Highgate, dem romantisch verwildertem Friedhof Londons. Aber Elspeth scheint lebendiger als je zuvor, denn die Erinnerungen sind stärker als der Tod. Robert riecht sie, spürt sie, spricht mit ihr. Elspeth lebt weiter, denn sie ist als Geist zurückgekehrt. Alle, die ihr nahestanden, geraten in ihren Bann. Von unsichtbarer Hand lenkt sie die Ereignisse und entscheidet sogar über Leben und Tod. Bis ihre Nichten, die Zwillinge Valentina und Julia, einen fatalen Handel mit ihr eingehen.“ (S. Fischer) 20 Uhr. Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte.

Lettrétage Lesung. Denis Abrahams liest Paulo César Fonteles de Lima – „Wenn der Tod sich nähert, nur ein Atemzug“. Ein ebenso bewegender wie literarisch beeindruckender Gedichtzyklus behandelt Fonteles‘ Erfahrungen als Folteropfer der brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985). Mit Fonteles’ Band wird erstmals in der Geschichte Brasiliens ein lyrisches Zeugnis dieser Vorgänge abgelegt. Sie sind nicht nur eine bittere Anklage gegen die Ungerechtigkeit der brasilianischen Militärdiktatur, sondern ein universales lyrisches Manifest gegen Folter und Gewalt. Gespräch: Andreas Rötzer. Moderation: Katharina Deloglu. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Literaturhaus Lesung. Siegfried Jägendorf – „Das Wunder von Moghilev“. „Zu den über Hunderttausenden nach Transnistrien verschleppten rumänischen Juden gehörte auch der Elektroingenieur und ehemalige Siemens-Direktor Siegfried Jägendorf. Mit Schlips und Nadelstreifenanzug kam er ins Konzentrationslager und schaffte es, auch hier von der deutschen Kommandatur sowie den rumänischen Behörden als ‚Herr Direktor’ angesprochen zu werden. Als der Lagerkommandant (der wie Jägendorf im Ersten Weltkrieg österreichischer Offizier gewesen war) schimpfte, nicht einmal elektrisches Licht gäbe es im kriegszerstörten Moghilev, antwortete der Gefangene Jägendorf, das könne er ändern. Siegfried Jägendorf war selbst Jude, ein Deportierter und den Mördern ausgelieferter Häftling, dessen gefährlicher Balanceakt zwischen Anpassung und Widerstand nur auf der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Fähigkeiten basierte.“ (Transit Buchverlag) 20 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin–Charlottenburg.

Literarisches Colloquium Lesung & Gespräch. Herta Müller – „Atemschaukel“. Herta Müllers neuer Roman „Atemschaukel“ führt nach Russland, ins Grauen und an einen Nullpunkt menschlicher Existenz: in die sowjetischen Gefangenenlager nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Gespräch: Klaus Hensel & Michael Naumann. Moderation: Denis Scheck. Anmeldung per Mail: mail@lcb.de. 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Literaturforum im Brecht-Haus Buchvorstellung. Volker Braun – „Flickwerk“. Die Prosaminiaturen, die Volker Braun vorlegt, stehen in der Folge dieses Romans und in der Tradition von Brechts Keunergeschichten. Flickwerk ist eine Notlösung. Etwas Provisorisches muss so lange halten, bis es ausgetauscht werden kann oder zu Bruch gegangen ist. In Flickwerk macht sich ein Unzufriedener seinen Reim auf die Gegenwart, wobei er gern unter die Narrenkappe schlüpft. Moderation Michael Opitz. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Donnerstag, 12. November

Jüdisches Museum Buchvorstellung & Diskussion. Stefan Koldehoff – „Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst“. Auch heute noch ist der Handel mit NS-Raubkunst ein höchst lukratives Geschäft, bei dem staatliche Museen, Auktionshäuser und Sammler kräftig mitmischen. Der Journalist Stefan Koldehoff hat sich auf die Spur der Täter und Profiteure begeben. Er legt in seinem Buch offen, mit welchen illegalen Methoden geraubte Kunst den Weg in Sammlungen und Museen gefunden hat. Diskussion: Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Moderation: Inka Bertz. Eintritt frei. 19 Uhr. Altbau 2.OG, Großer Saal, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin-Kreuzberg.

Nordische Botschaften Lesung. Steinunn Sigurdardottir – „Sonnenscheinpferd“. „Lilla, auf Deutsch ‚Die Kleine’, begegnet nach 25 Jahren ihrer großen Jugendliebe wieder, einem Mann, der lange in Italien lebte. Bei einem Kaffee wird sie eingeladen, den inzwischen gutaussehend grauhaarigen und welterfahrenen Ex-Lover übers Wochenende in seinem Landhaus außerhalb von Reykjavik zu besuchen. Lilla hat ihn einst sehr geliebt, ein dramatisches Ereignis in ihrer Jugend hat ihr jedoch den Zugang zu ihm verschlossen und die Liebe absterben lassen.“ (Rowohlt) Außerdem liest Hlín Agnarsdóttir. Moderation: Thomas Böhm. 19.30 Uhr. Rauchstraße 1, 10787 Berlin-Tiergarten.

Babylon Berlin Mitte Lesung (englisch-deutsch) Eoin Colfer – „Und übrigens noch was...“. „Weltweit wurde die Serie ‚Per Anhalter durch die Galaxis’ über 20 Millionen Mal verkauft. Acht Jahre nach dem Tod des Autors Douglas Adams hat nun seine Witwe den Bestsellerautor Eoin Colfer damit betraut, einen sechsten Band zu jener legendären Trilogie in 5 Teilen zu schreiben. Und das unendlich Unwahrscheinliche wird Wirklichkeit.“ (Heyne Verlag) 19.30 Uhr. Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10176 Berlin-Mitte.

Lichtburgforum Lesung. Wolfgang Schmitz – „Schneller lesen – besser verstehen“. „Die Lizenz zum Lesen. 200 Wörter pro Minute bewältigt der Durchschnittsleser, möglich wäre jedoch ein Mehrfaches davon! Mit einfachen Techniken kann man die Lesegeschwindigkeit steigern und das Textverständnis deutlich verbessern. Wie, das erklärt Wolfgang Schmitz anhand vieler Beispiele und praktischer Übungen.“ (Rowohlt) 3 €. 19.30 Uhr. Bellermannstraße 22, 13357 Berlin–Wedding.

Literaturforum im Brecht-Haus Gespräch. Elfriede Brüning zum 99. Geburtstag. Elfriede Brüning ist die älteste aktive Autorin Deutschlands. Über acht Jahrzehnte währt ihr literarisches Engagement für die privaten Probleme der Frauen, die von ihrer Arbeit leben müssen und wollen. Gespräch: Renate Drenko, Hans-Wolfgang Lesch & Wolfgang Herzberg. Moderation: Sabine Kebir. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Freitag, 13. November

Lehmanns Fachbuchhandlung Lesung. Ingo Siegner – „Der kleine Drache Kokosnuss und das Vampir-Abenteuer“. „Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freundin Matilda trauen ihren Augen nicht: Ein Vampir-Junge vollführt halsbrecherische Flug-Manöver über der Dracheninsel und versetzt alle in Angst und Schrecken. Was soll das? Will Bissbert die Inselbewohner beißen und alle zu Vampiren machen? Nur gut, dass Kokosnuss mutig genug ist, der Sache auf den Grund zu gehen: Vampir-Junge Bissbert sucht nämlich verzweifelt die eine Drachen-Blutgruppe, die Nachtblindheit bei Vampiren heilen kann! Denn Bissberts Vater fliegt nachts immer häufiger gegen Kirchtürme und Wolkenkratzer! Ob Kokosnuss und Matilda die Drachen überreden können, dem kleinen Vampir zu helfen?“ (cbj Verlag) 15 Uhr. Hardenbergstraße 5, 10623 Berlin-Charlottenburg.

LesArt – Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur Lesung. Marta Kijowska – „Die Tinte ist en Zündstoff“. „Marta Kijowska porträtiert den ‚Meister des unfrisierten Denkens’ anhand von zeitgenössischen Stimmen und Selbstaussagen.“ (Carl Hanser Verlag) 16 Uhr. Weinmeisterstraße 5, 10178 Berlin-Prenzlauer Berg.

The American Academy Buchpräsentation. Robert J. Shiller – „Animal Spirits: How Human Psychology Drives the Economy and Why It Matters for Global Capitalism“. „Viel zu lange hat die Ökonomie einen der wichtigsten Faktoren im wirtschaftlichen Agieren von Menschen vernachlässigt: die Animal Spirits, also die nicht-rationalen Aspekte unseres Handelns. Ein großer Fehler, sagen George A. Akerlof und Robert J. Shiller, dessen Folgen wir in der Wirtschaftskrise täglich neu zu spüren bekommen.“ (Campus Verlag) 18 Uhr. Am Sandwerder 17-19, 14109 Berlin-Wannsee.

Helene-Nathan-Bibliothek Lesung. Sabine Alt – „Gegen das Licht“. „Stefanie Plessen hat es geschafft. Sie ist beruflich erfolgreich und ein angesehenes Mitglied der Berliner Gesellschaft. Doch dann sieht sie sich beim Besuch einer Vernissage mir ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Liebe, Verrat und Schuld, alles vereint in einer einzigen entlarvenden Fotografie. Bisher fühlte Stefanie Plessen sich sicher, aber jetzt weiß sie, dass es einen Zeugen gegeben hat.“ (S. Fischer Verlag) 19 Uhr. Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin-Neukölln.

Literaturwerkstatt Lesung & Gespräch. Patrick Findeis, Svealena Kutschke & Thien Tran. Der „open mike“ hat sich als „Nachwuchsmesse des deutschen Literaturbetriebs“ (Der Tagesspiegel) etabliert: Junge Autoren bekommen eine Bühne, auf der sie sich – oft erstmals – einer großen Öffentlichkeit präsentieren können. Traditionell lesen am Vorabend des Wettbewerbs ehemalige Teilnehmer und Preisträger und berichten über ihre Erfahrungen nach dem „open mike“. Moderation: Dorothea Westphal. 5 / 3 €. 20 Uhr. Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Samstag, 14. November

Wabe Open Mike. Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik. 21 Nachwuchsautoren lesen zwei Tage lang um den Gewinn des Open Mike. Jeder Teilnehmer hat 15 Minuten Zeit, um die Jury zu überzeugen und die versammelte literarische Welt auf sich aufmerksam zu machen, dann schrillt der Wecker. Ausgewählt für das Finale wurden sie aus über 700 Einsendungen von sechs Lektoren renommierter deutschsprachiger Verlage. Am Ende entscheiden die Juroren Ursula Krechel, Kathrin Röggla und Jens Sparschuh. Eintritt frei. 14 Uhr. Danziger Straße 101, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg.

Humboldt-Bibliothek Lesung. Stefan Slupetzky – „Lemmings Zorn“. 19.30 Uhr. Karolinenstraße 19, 13507 Berlin-Tegel.

Alte Kantine Lesebühne. „Kantinenlesen“. Mit Dan Richter und anderen. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Sonntag, 15. November

Deutsches Theater Gespräch. Gregor Gysi trifft Cees Nooteboom. Nootebooms Werk zeichnet sich durch die Schönheit seiner Sprache und die Klugheit seiner Gedanken aus. Der Politiker und Anwalt Gysi erkundet den individuellen Kosmos seiner Gäste von der Kindheit bis heute; die Momentaufnahmen und Porträts, die auf diese Weise entstehen, fesseln das Publikum ebenso wie die brillante Rhetorik der Gesprächsführung. 8 €. 11 Uhr. Schumannstraße 13a, 10117 Berlin-Mitte.

Akademie der Künste Lesung. „Intellektuelle Ideale und politische Macht. Der Publizist Heinrich Mann vor und nach 1933“. Mit Wolfgang Klein, Hans Zischler und andere. 11.30 Uhr. Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.

Wabe Open Mike. Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik. 21 Nachwuchsautoren lesen zwei Tage lang um den Gewinn des Open Mike. Jeder Teilnehmer hat 15 Minuten Zeit, um die Jury zu überzeugen und die versammelte literarische Welt auf sich aufmerksam zu machen, dann schrillt der Wecker. Ausgewählt für das Finale wurden sie aus über 700 Einsendungen von sechs Lektoren renommierter deutschsprachiger Verlage. Am Ende entscheiden die Juroren Ursula Krechel, Kathrin Röggla und Jens Sparschuh. Eintritt frei. 12 Uhr. Danziger Straße 101, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg.

Ecki Hoffmann Literaturspaziergang. „Hören und Gehen. Streifzüge durch das literarische Schöneberg. Von 1900 bis 1945“. Führung: Eckehard Hoffmann. 10 / 8 €. 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon: 0170-234 31 67. Treffpunkt: Mitten auf dem Winterfeldtplatz, 10781 Berlin-Schöneberg.

Restauration Walden Lesung. „Wortfloristik III – Die WortflorIsten besuchen Neukölln“. Mit Yvonne Freytag, Alexander Graeff, Sandra Beyer-Strube und manfred waetje. 18 Uhr. Choriner Straße 35, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Montag, 16. November

Schleichers Buchhandlung Lesung & Gespräch. Hazel Rosenstrauch – „Wahlverwandt und ebenbürtig. Caroline und Wilhelm von Humboldt“. „Das Geniezeitalter in der deutschen Kulturgeschichte zwischen Klassik und Romantik hat viel Zeitübergreifendes zu bieten. Es ist nicht nur der Gedankenreichtum, es sind auch die Lebensentwürfe. Davon erzählt Hazel Rosenstrauch. Caroline und Wilhelm von Humboldt verband keine leidenschaftliche Beziehung, doch eine Liebe auf gleicher intellektueller Höhe. Eine enge Bindung und dabei doch ein Leben in großer Freiheit, eine Paarbeziehung, die weit vorauswies.“ (Eichborn Verlag) 10 / 5 €. 19.30 Uhr. Museen Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin-Dahlem.

Literaturforum im Brecht-Haus Lesung. Silvia Bovenschen – „Wer Weiß Was“. „Ein Mord? Professor Urlach liegt auf dem Klo der Universität? Er hat ein Messer im Rücken? Wer hat da ein Motiv? Wer war am Tatort? Sollten diese aufgescheuchten Akademiker das Fragen nicht der Polizei überlassen? Aber warum ist Hauptkommissar Merker so nervös? Stehen nicht alle im Flutlicht des Verdachts? Wird so eine ‚nahe’ Leiche ihr Leben radikal verändern? Ihr Denken, ihr Fühlen? Und: Ist Molly träge? Krüss verrückt? Johanna nymphoman? Wird die Schriftstellerin Carola ihren braven Hochschullehrer mit dem freundlichen Lektor betrügen? Was hat das mit dem Mord zu tun? Und was sind das für merkwürdige Beobachter, die ihre eigenen Ziele verfolgen? Weiß Kurt das? Aber wer oder was ist Kurt?“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Chausseestrasse 125, 10115 Berlin-Mitte.

Literaturhaus Lesung & Gespräch. Detlef Bluhm – „Von Autoren, Büchern & Piraten – Kleine Geschichte der Buchkultur“. „In Zeiten der Digitalisierung stehen Buchhändler und Verleger vor neuen Herausforderungen. E-Books und Open-Access-Publikationen schüren die Angst vor Internetpiraterie und vor dem Aus des Mediums Buch. Doch diese Sorgen sind nicht neu. Detlef Bluhm blickt auf die fast 3.000-jährige Geschichte des Buches zurück und zeigt, dass schon früher um geistiges Eigentum gestritten wurde – etwa zwischen Homer und Thestorides. Die Digitalisierung sieht er deshalb auch als Chance: Sie sei vergleichbar mit Gutenbergs revolutionärer Erfindung des Buchdrucks.“ (Artemis & Winkler) 20 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin–Charlottenburg.

Literaturwerkstatt Gespräch. Esther Kinsky & Sven Sellmer – Niemandsländer: Übersetzen aus dem Exil. Exil bedeutet für Schriftsteller neben vielem anderen auch den Verlust des alltäglichen Umgangs mit der Sprache, in der sie schreiben und aus der sie schöpfen. Autoren reagieren unterschiedlich auf diesen Verlust – bei manchen erfährt das Verhältnis zur eigenen Sprache zusätzliche Brechungen oder wird noch inniger, andere verlassen ihre Sprache ganz. Wie gehen Übersetzer mit solchen Verschiebungen um? Und was passiert, wenn sie selbst außerhalb ihrer sprachlichen Heimat leben und arbeiten? Die Übersetzer Esther Kinsky und Sven Sellmer teilen die Erfahrung des exterritorialen Schreibens mit ihren Autoren. Moderation: Katharina Raabe. 5 / 3 €. 20 Uhr. Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Pankow.

Dienstag, 17. November

Haus der Kulturen der Welt Lesung & Gespräch im Rahmen der Reihe „WortWelten“. Daniel Alarcón – „Lost City Radio“. Der Preisträger des Internationalen Literaturpreises Haus der Kulturen der Welt 2009 hat einen Debütroman geschaffen, der sich wie eine Parabel auf totalitäre Gewaltregime und die weltweiten Webmuster von Macht und Gewalt liest. Er schreibt in der Sprache seiner neuen Heimat USA und erlebt mit präzisem Blick Geschichten seines Herkunftslands nach. Ein raffinierter literarischer Entwurf über die Verschwundenen und den Kampf gegen das Vergessen. Gespräch: Übersetzerin Friederike Meltendorf. 8 / 6 €. 19.30 Uhr. John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin-Tiergarten.

VIA Lesung. Renatus Deckert (Hrsg.) – „Die Nacht, in der die Mauer fiel. Schriftsteller erzählen vom 9. November 1989“. „Der 9. November 1989 ging in die Geschichtsbücher ein: Die auf einer Pressekonferenz der DDR-Regierung irrtümlich verlesene Mitteilung, Reisen in den Westen seien ab sofort möglich, löste einen Sturm auf die Berliner Mauer aus, dem sich die Grenzsoldaten nicht widersetzen konnten. Nach 28 Jahren öffnete sich der Eiserne Vorhang. Wer die Nacht, in der die Mauer fiel, nicht verschlief, feierte auf den Straßen von Berlin.“ (Suhrkamp) Aus der Anthologie liest Antje Rávic Strubel. Einführung und Moderation: Renatus Deckert. 19.30 Uhr. Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg.

Schwartzsche Villa Lesung & Gesang. Nea Weissberg-Bob – „Das Glück hat mich umarmt“. Nejusch, eine Tochter von Shoa-Überlebenden, tritt in einen Dialog mit einem deutschen Brieffreund, der kein Jude ist – ein imaginärer Vertreter der anderen Seite. Eintritt frei. 20 Uhr. Großer Salon, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin-Steglitz.

Akademie der Künste Buchpremiere. Friedrich Dieckmann – „Freiheit ist nur in dem Reich der Träume. Schillers Jahrhundertwende“. „Wie unter dem Vergrößerungsglas erschließt sich in Dieckmanns Dokumentarerzählung ein Schriftstellerleben in den Bedrängnissen und den Anforderungen seiner Zeit. Schiller, der Briefschreiber, tritt neben den öffentlichen Autor, Begebenheiten naher und ferner Politik fallen ebenso in die Erzählung wie häusliche Umstände, Freund- und Feindschaften; in der Sprache der Zeit malt sich das Klima der Epoche.“ (Insel Verlag) Gespräch: Peter von Matt. 5 / 3 €. 20 Uhr. Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.

Literaturforum im Brecht Haus Lesung. Herta Müller – „Atemschaukel“. „Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. ‚Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15º C.’ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen.“ 20 Uhr. Chausseestrasse 125, 10115 Berlin-Mitte.

Mittwoch, 18. November

Liebermann-Villa Lesung. Viola Roggenkamp – „Familienleben“. „Hamburg 1967. In einer alten, abbruchreifen Villa im feinen Harvestehude wacht Alma Schiefer liebevoll und unerbittlich über das Leben ihrer Familie. Fania ist 13, ihre zickige Schwester 17. Die Töchter wissen, dass ihre jüdische Mutter nur mit Hilfe des Vaters überlebt hat. Und die Großmutter, auch sie eine Überlebende, hält einmal im Monat mit ihren Freundinnen ein ‚Theresienstädter Kränzchen’ ab.“ (S. Fischer Verlag) 19 Uhr. Colomierstraße 3, 14109 Berlin-Wannsee.

Lettrétage Lesung & Gespräch. „Neues vom Jetzt – Eine Versuchsanordnung junger deutschsprachiger Gegenwartslyrik“. Es lesen und sprechen Carl-Christian Elze und Nancy Hünger. Moderation: Jan Wagner und Ron Winkler. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Marga Schöller Bücherstube Lesung. Matthias Nolte – „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“. „Charlotte Pacou, genannt Charlie, hat das ehemalige Büro eines Privatdetektivs in Berlin gemietet, ohne jede Absicht, sich in diesem Metier zu versuchen. Doch als es an der Tür klopft und plötzlich Daniel Baum vor ihr steht, nimmt sie, ohne genau zu wissen, warum, seinen Auftrag an, nach dem verschwundenen Gemälde ‚Louise im blauweiß gestreiften Leibchen’ zu suchen.“ (Deuticke Verlag) 20 Uhr. Knesebeckstraße 33, 10623 Berlin-Charlottenburg.

Thalia-Buchhandlung Lesung. Robert Harris – „Titan“. „Cicero hat es geschafft – Verhandlungsgeschick und sein Redetalent haben ihn an die Spitze der Macht gebracht: Er bekleidet als Konsul das höchste Amt in Rom. Aber seine Widersacher haben sich längst formiert. Eine große Verschwörung droht die Republik zu stürzen. Und immer wieder scheint es der gerissene Caesar zu sein, der im Hintergrund die Fäden zieht.“ (Heyne Verlag) Auf Englisch. Deutsche Textpassagen und Moderation: Dr. David Eisermann. 20.15 Uhr. Am Borsigturm 2, 13507 Berlin-Tegel.

Donnerstag, 19. November

Schleichers Buchhandlung Lesung & Gespräch. Wilfried Rott – „Die Insel. Eine Geschichte West-Berlins 1948-1990“. „Die Stadt West-Berlin war ein Sonderfall der Weltgeschichte zwischen Kaltem Krieg und Epochenwende 1989/90. Ein Biotop mit sehr eigenen Lebensformen, oft im Zentrum der Weltpolitik und auch ein Brennspiegel deutscher Nachkriegsgeschichte. Wilfried Rott legt nun die erste Gesamtdarstellung ihrer ebenso dramatischen wie bizarren Geschichte vor.“ (C.H. Beck) 10 / 5 €. 19.30 Uhr. Museen Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin-Dahlem.

Lettrétage Lesung im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen. Karen Sünder und Andrea Pani Laura lesen Texte von argentinischen Autorinnen der Gegenwart. Die Erzählungen der zwischen 1930 und 1980 geborenen Autorinnen spiegeln die Sprache, die Themen und die Gefühlswelten der im Großraum Buenos Aires lebenden Frauen jenseits von Schönheitsklischees und fernab wohlgemeinter Frauenliteratur wider – dieser steht inzwischen eine ganze Bandbreite ambitionierter belletristischer Texte entgegen. Was die Geschichten verbindet, ist ein geschärfter Blick auf die gesellschaftliche Situation Argentiniens. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Literarisches Colloquium Lesung & Gespräch. Hans Christoph Buch – „Reise um die Welt in acht Nächten“ & Marko Martin – „Schlafende Hunde“. Buch hat sich intensiv mit Afrika und dem karibischen Raum beschäftigt und seine Erfahrungen in vielen Reportagen und literarischen Werken festgehalten. Auch die acht Geschichten in Marko Martins neuem Erzählungsband fallen durch ihre Welthaltigkeit und die große Neugier auf, die sich in der Genauigkeit der Beobachtungen und Milieustudien niederschlägt. Moderation: Florian Borchmeyer. 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Literaturhaus Lesung. Matthias Politycki – „Jenseitsnovelle“. „Eine mitreißende Liebesgeschichte – und ihr schlimmster Albtraum zugleich. In einer Novelle von bedrückender Dichte erzählt Matthias Politycki vom Glück und Unglück der Liebe und wie der Tod all ihre Gewissheiten zunichtemachen kann. Eine atemlose Reise in die Abgründe von Treue und Betrug, das Drama einer Liebe in unserer Zeit.“ (Hoffmann und Campe) 20 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Literaturforum im Brecht-Haus Lesung & Gespräch. Carl Heinrich Merck – „Das sibirisch-amerikanische Tagebuch aus den Jahren 1788 – 1791“. 1786 schloss sich der deutsche Arzt Carl Heinrich Merck (1761–1799) einer von der russischen Zarin Katharina II. entsandten geheimen astronomischen und geografischen Expedition zur Erkundung Ostsibiriens und Alaskas an. Seine geografischen, botanischen, zoologischen und ethnologischen Beobachtungen hielt Merck in einem Tagebuch fest. Die Aufzeichnungen bieten auch heute noch eine erstrangige historische Quelle für die kulturwissenschaftliche und ethnologische Forschung zu den indigenen Kulturen. Gespräch: Beatrix Langner. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Literaturwerkstatt Lesung. Ulrich Greiner – „Ulrich Greiners Lyrikverführer“; Lyrik von Norbert Hummelt & Nadja Küchenmeister. Verlage veröffentlichen kaum noch Lyrikbände – ein Grund dafür ist, dass viele Leser meinen, Gedichte seien schwer verständlich. Verschlossen und rätselhaft kann Lyrik sein, das soll sie auch, und das kann sie auszeichnen. Moderation: Joachim Scholl. 5 / 3 €. 20 Uhr. Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Buchhändlerkeller Lesung. Viola Roggenkamp – „Die Frau im Turm“. „Zehn Jahre nach der Wende macht sich Masia Bleiberg von Hamburg aus auf die Suche nach ihrem jüdischen Vater, der als überzeugter Kommunist in der DDR lebte. Sie begleitet einen Freund nach Dresden, der dort einen Film drehen will über die Gräfin Cosel, die Frau im Turm, die verstoßene und eingekerkerte Mätresse August des Starken.“ (S. Fischer Verlag) 20.30 Uhr. Carmerstraße 1, 10623 Berlin-Charlottenburg.

Freitag, 20. November

Literaturhaus Szenische Lesung. „Suchers Leidenschaften“. C. Bernd Sucher widmet sich dem Dramatiker Henrik Ibsen gemeinsam mit dem Schauspieler Ulrich Hoppe. 12 / 8 €. 20 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Literaturforum im Brecht-Haus Buchvorstellung. Peter Stamm – „Sieben Jahre“. Verheiratet mit der schönen und intelligenten Sonja könnte Alex glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr – und weiß nicht, warum. Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. Moderation: Gerrit Bartels. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Samstag, 21. November

Alte Kantine Lesebühne. „Kantinenlesen“. Mit Dan Richter und anderen. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Lettrétage Lesung im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen. Karen Sünder liest Erzählungen von Esther Tusquets. Tusquets’ Romane, Erzählungen, fiktiven Briefe und Essays zeichnen ein genaues Bild der katalonischen Großbourgeosie in den Jahren des Frankismus. Wo Standesdünkel und ein allgegenwärtiger, galant verkleideter Machismus Regeln und Hierarchien aufstellen, wo der Muff einer katholisch-prüden Diktatur jeden Raum für Körperlichkeit und Sinnlichkeit nimmt, beginnt Tusquets mit den Stimmen ihrer Protagonistinnen Gegen-Erzählungen zu entwickeln. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Sonntag, 22. November

Deutsches Theater Lesung. Ulrich Matthes liest aus Briefen von Heinrich von Kleist – „Geschichten einer Seele“. Ulrich Matthes skizziert das Leben eines Menschen in seiner Komplexität, Zerrissenheit und seinen Extremen. Anders als die Dramen Kleists, die durch ihre Gebundenheit, sprachliche Virtuosität und ihr Pathos erschrecken können, erscheint er in seinen Briefen näher an unserer Gegenwart. 8 €. 11 Uhr. Schumannstraße 13a, 10117 Berlin-Mitte.

Ecki Hoffmann Literaturspaziergang. „Hören und Gehen. Streifzüge durch das literarische Schöneberg. Von 1900 bis 1945“. Führung: Eckehard Hoffmann. 10 / 8 €. 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon: 0170-234 31 67. Treffpunkt: Mitten auf dem Winterfeldtplatz, 10781 Berlin-Schöneberg.

Literaturhaus Szenische Lesung. „Fassade“ – Eine Sozial-Komödie von Julia Glubs. Eintritt frei. 19 Uhr. Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Literaturwerkstatt Lesung & Gespräch. Ulrich Blumenbach liest David Foster Wallace – „Unendlicher Spaß“. Sechs Jahre lang hat der Übersetzer Ulrich Blumenbach geduldig den Verästelungen des Originalromans „Infinite Jest“ nachgespürt, hat sprachliche Äquivalente der Wallaceschen Komik ausgetestet und mit Pointen jongliert. Nun liest er aus dem Roman und gibt Auskunft darüber, wie man Dellen in die Wände der eigenen Sprache schlagen kann. Moderation: Dietmar Kammerer. Eintritt frei. 20 Uhr. Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Pankow.

Montag, 23. November

Literarisches Colloquium Lesung & Gespräch. Ulrich Blumenbach liest David Foster Wallace – „Unendlicher Spaß“ & Christian Hansen liest Roberto Bolaño – „2666“. Roberto Bolaño und David Foster Wallace sind nicht mehr unter uns. Beiden eilte schon zu Lebzeiten der Ruf voraus, Literaturgeschichte geschrieben zu haben. Die geradezu physische Maßlosigkeit ihrer Romane erwächst aus dem Anspruch, entgegen dem Trend zum Einzelschicksalsroman eine Art Summa des 20. Jahrhunderts zu versuchen. Die Übersetzer Ulrich Blumenbach und Christian Hansen sind in jahrelanger Arbeit in die Kosmen dieser Romane eingetaucht und haben sich der herkulischen Aufgabe einer sprachlichen Übertragung ins Deutsche gestellt. Gespräch: Ijoma Mangold & Tobias Rapp. 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Dienstag, 24. November

Hein-Schwarzkopf-Stiftung Lesung. Geert Mak – „In Europa. Eine Reise durch das 20. Jahrhundert“. „Für dieses Buch ist Geert Mak ein Jahr lang kreuz und quer durch Europa gereist. Zunächst besucht er Paris, wo das 20. Jahrhundert mit der großen Weltausstellung seinen optimistischen Anfang nahm. Zuletzt befinden wir uns in den Ruinen Sarajevos, die das Ende des blutigen Jahrhunderts markieren. In jedem Monat seiner Reise nimmt sich Mak einen weiteren Abschnitt des 20. Jahrhunderts vor und sucht die Orte auf, an denen die Geschichte in besonderer Weise Spuren hinterlassen hat.“ (Pantheon) 18 Uhr. Sophienstraße 28, 10178 Berlin-Mitte.

Europäische Kommission Lesung & Gespräch im Rahmen der Reihe „Europa literarisch“. Ditha Brickwell – „Die Akte Europa. Eine Utopie geht verloren“. Ein hybrider Text, ganz dem hybriden Komplex Europa angemessen, ein Essay über den europäischen Menschen, der von der Erzählung der jungen Lea, einem Emigrantenkind aus Brooklyn, begleitet wird. Brickwell begibt sich zwischen Wirtschaftskrise und Budgeteinsparungen auf die Suche, was von der „Utopie Europa“ übrig blieb, und legt am Ende die Sicht auf eine Lösung frei. Eintritt frei. Anmeldung: anmeldung@ec.europa.eu. 18 Uhr. Unter den Linden 78, 10117 Berlin-Mitte.

Nordische Botschaften Lesung. Lars Huldén – „Preiselbeeren sind gesund“. „In seinen Dichtungen verbindet er ostbottnische Heimatverbundenheit, scharfen Intellekt und persönliche Formgebung mit einem ihm eigenen Humor. Er reflektiert in seinen Werken nicht nur die Geschichte und die Gegenwart der Gesellschaft, in der er lebt, sondern thematisiert auch die zu erwartende Zukunft. Auf bestimmte Ideologien oder Glaubenssysteme lässt er sich nicht festlegen. Der vorliegende Band gewährt hierzulande erstmals einen umfassenden Einblick in das lyrische Schaffen Huldéns.“ (Stadtlichter Presse) Außerdem liest Riina Katajavuori. 19.30 Uhr. Rauchstraße 1, 10787 Berlin-Tiergarten.

Literarisches Colloquium Lesung & Gespräch. Dato Barbakadse - „Das Dreieck der Kraniche“ und Reinhard Kaiser-Mühlecker – „Magdalenaberg“. Ein europäischer Abend im LCB: Mit dem Österreicher Reinhard Kaiser-Mühlecker, dem georgischen Schriftsteller, Übersetzer und Essayist Dato Barbakadse und dem Lyriker Szilárd Borbély aus Ungarn. 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Donnerstag, 26. November

Jüdisches Museum Buchvorstellung. Lea Fleischmann – „Heiliges Essen. Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht“. Koscher heißt: erlaubt, gestattet. Wer die jüdischen Speisegesetze befolgt, muss bestimmte Regeln einhalten. Das Essen findet nie gedankenlos statt, sondern ist in einen Ritus eingebettet, der es immer wieder zu etwas Besonderem macht. In ihrem Buch macht Lea Fleischmann die Bedeutung der Speisegesetze für Nichtjuden erfahrbar und regt zum Nachdenken über das eigene Essverhalten an. 19.30 Uhr. Eintritt frei. Altbau 2.OG, Großer Saal, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin-Kreuzberg.

Literaturforum im Brecht-Haus Lesung. Karl-Heinz Ott – „Tumult und Grazie. Über Georg Friedrich Händel“. „Kastraten und Diven prägen seine Welt, aber auch Philosophen, die über der Frage, ob man die Oper verbieten soll, zu Erzfeinden werden. Dieses Buch über Georg Friedrich Händel erzählt, wie ein aus Sachsen stammender Protestant in Italien zu einem furiosen Komponisten der Gegenreformation wird. Dabei wird deutlich, dass Musik nie nur Musik ist, sondern sich ganze Weltbilder in ihr spiegeln.“ (Hoffmann und Campe) Moderation: Annett Gröschner. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte.

Lichtburgforum Lesung. Anja Tuckermann – „Mano“. „Er sitzt am Straßenrand, abgerissen, krank und verstört durch seine Erlebnisse im KZ. So finden ihn befreite französische Kriegsgefangene auf dem Weg nach Hause und nehmen ihn mit. Aber in Frankreich darf niemand merken, dass er Deutscher ist. Dort hassen sie die Deutschen, schärfen sie ihm ein. Er darf kein Deutsch sprechen und muss auf der Hut sein, auch im Kinderheim. Zum Glück nimmt ihn eine Pflegefamilie auf, die ihm hilft, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden: Er lernt Französisch, geht zur Schule, findet Freunde – aber immer noch ist da die Angst. Seinen richtigen Namen sagt er niemandem. Unter dem aber suchen ihn inzwischen seine Eltern ... Die wahre Geschichte eines Sinti-Jungen in den Wirren der Nachkriegszeit.“ (Carl Hanser Verlag) 7 / 4 €. 20 Uhr. Bellermannstraße 22, 13357 Berlin–Wedding.

Literarisches Colloquium Lesung. A.L. Kennedy – „Day“. „Alfred Day ist gerade mal fünfzehn Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Drei Jahre später meldet er sich freiwillig bei der Royal Air Force. Sein eigentliches, sein wahres Leben beginnt für ihn mit diesem Krieg. Zum ersten Mal findet er Freunde und eine richtige Aufgabe. Doch in dem Maße, wie der Krieg und seine Herausforderungen Alfred Day zum Mann machen, lässt die Nachkriegszeit ihn ausgebrannt zurück.“ (S. Fischer Verlag) 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Freitag, 27. November

Literarisches Colloquium Lesung & Gespräch im Rahmen der Reihe „Weltensammler“. Mohammed Hanif – „Eine Kiste explodierender Mangos“. „Am 17. August 1988 explodiert wenige Minuten nach dem Start in Richtung Islamabad das Flugzeug des pakistanischen Präsidenten Zia ul-Haq. An Bord befinden sich neben dem Militärdiktator und treuesten Verbündeten der USA im Afghanistankrieg auch einige seiner ranghöchsten Generäle und der US-Botschafter Arnold Raphel. Bis heute ist es eine der großen offenen Fragen in der gewaltreichen Geschichte Pakistans, ob es sich bei dem mysteriösen Absturz um einen Unfall oder um ein Attentat handelte.“ (A 1 Verlag) 6 / 4 €. 20 Uhr. Am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Wannsee.

Samstag, 28. November

Lettrétage Buchvorstellung. Florian Voß – „Bitterstoffe“. Als Felix mit pubertärem Knacks in der Provinz schmachtete, war die Großstadt Verheißung – und entpuppte sich doch als seelenloser Trubel. Jetzt, mit Mitte Dreißig, ist seine Identitätskrise schließlich zum einzigen Lebensinhalt geworden. Da führt ihn ein unerwarteter Todesfall zurück in die süddeutsche Provinz, in seine eigene Vergangenheit. Als er dort frühere Bekannte und auch seine erste große Liebe Julia wieder trifft, merkt er schnell, dass es ihm keineswegs alleine so geht. Hinter der coolen Fassade der Freunde von damals entdeckt er jede Menge unerfüllte Sehnsüchte. 5 €. 20 Uhr. Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin-Kreuzberg.

Schwartzsche Villa Lesung & Musik. Vicki Baum – „Menschen im Hotel“. Ausschnitte aus dem Roman „Menschen im Hotel“, Briefe, Feuilletons und Autobiographisches. 10 / 8 €. 20 Uhr. Großer Salon, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin-Steglitz.

Alte Kantine Lesebühne. „Kantinenlesen“. Mit Dan Richter und anderen. Hören und sehen Sie vergnügliche Texte, Gedichte, Szenen, Geschichten, Hörspiele und Lieder. Werden Sie Zeuge der Fingerübungen gestandener Autoren und der literarischen Hoffnungen Berlins. Sie werden sehen, das ist der Gipfel. 5 €. 20 Uhr. Knaackstraße 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Sophiensaele Lesung. Terézia Mora – „Der einzige Mann auf dem Kontinent“. „Darius sieht sich als Gewinner der neuen Zeit. Er stammt aus der DDR, war als Informatiker nach deren Zusammenbruch ein gefragter Mann und legt Wert darauf, ein zufriedener Mensch zu sein. In letzter Zeit laufen die Geschäfte allerdings mehr schlecht als recht. Eines Tages lässt ein säumiger Kunde eine Pappschachtel mit Geld in seinem Büro liegen. In der Folge versucht Darius Kopp vergeblich, einen seiner Chefs in London oder Los Angeles zu erreichen, um zu beraten, was mit dem Geld geschehen soll. Fast scheint es, als gebe es die Firma überhaupt nicht mehr.“ (Luchterhand) Außerdem lesen A.L. Kennedy, Robin Robertson und Jan Wagner. 21 Uhr. Virchowsaal, Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte.

Sonntag, 29. November

Berliner Fenster im Hotel Altberlin Lesung. Marguerite Kollo präsentiert Willi Kollo - „Als ich jung war in Berlin“. Literarisch-musikalische Erinnerungen. Eine Lesung, gemischt mit Melodien und Texten von Walter Kollo und Willi Kollo.
Marguerite Kollo, die Tochter des Komponisten und Autors Willi Kollo, hat das Buch aus den Aufzeichnungen ihres Vaters bearbeitet und herausgegeben. Sie liest und unterhält Sie mit vielen Melodien von Walter Kollo und Willi Kollo.
Die Familie Kollo wohnte in der Potsdamer Straße 54 (heute 134). Walter Kollo war künstlerischer Leiter und Pianist im Cabaret  Roland von Berlin  (heute Gelände der Staatsbibliothek). Berlin verdankt den Kollos große Operetten, Revuen, Filmmusiken und unsterbliche Lieder. Reservierungen willkommen. 17 Uhr. Potsdamer Straße 67, 10785 Berlin-Tiergarten.

Akademie der Künste Lesung. Volker Braun – „Werktage. Arbeitsbuch 1977 – 1989“. „Unbekanntes, hoch Wichtiges ist zu vermelden. Volker Braun hat, beginnend im Januar 1977, bis in die Gegenwart ein Werktagebuch geführt. Dessen erster Band, teils kurze, teils längere Notate, erlaubt nicht allein den erhellenden Einblick in die Werkstatt des ‚lauteren, spielwütigen Autors’. Solche Mitschriften des täglichen Lebens machen erfahrbar, wie Volker Braun sich und seine Arbeit, die Kollegen und die politische Situation – in Ost und West – sieht. Und seine Beobachtungen, mal giftig, mal ironisch, Reflexionen und Erzählungen zeigen erneut die Kunst dieses Dramatikers, Lyrikers und Prosaisten: Mit jedem Satz von ihm steigert er humoristisch-traurig die Einsicht in die Verbesserungswürdigkeit und Verbesserungsnotwendigkeit unserer Lage.“ (Suhrkamp) 11 Uhr. Plenarsaal, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte.

Deutsches Theater Lesung. Inge Keller liest Stefan Zweig – „Die Welt von gestern“. Über einen Zeitraum von fünfzig Jahren verbindet Zweigs epochales Werk den historischen Blick auf die Kultur des alten Europas im Wien der Jahrhundertwende mit persönlichen Innenansichten. 8 €. 11 Uhr. Schumannstraße 13a, 10117 Berlin-Mitte.

Ecki Hoffmann Literaturspaziergang. „Hören und Gehen. Streifzüge durch das literarische Schöneberg. Von 1900 bis 1945“. Führung: Eckehard Hoffmann. 10 / 8 €. 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter Telefon: 0170-234 31 67. Treffpunkt: Mitten auf dem Winterfeldtplatz, 10781 Berlin-Schöneberg.

Montag, 30. November

Institut français Lesung. Florence Ehnuel – „Das schöne Geschlecht der Männer. Eine Liebeserklärung“. „Zahllos sind die Bücher, in denen ‚Das schöne Geschlecht’ der Frauen beschworen wird, aber die Feier des männlichen Körpers ließ bisher auf sich warten. Florence Ehnuel schließt mit ihrem Buch diese Lücke, indem sie den Leser teilhaben lässt an ihrer ganz persönlichen Geschichte. Sie wächst auf in einem Milieu, das Sexualität und Sinnlichkeit mit einem Tabu belegt, und so ist es für sie zunächst kein Leichtes, die ihr auferlegten Begrenzungen hinter sich zu lassen und in ihrer Ehe zu einer erfüllten Sexualität zu gelangen. Doch erst als sie Mitte dreißig ist und sich von ihrem Mann trennt, entdeckt sie in vollem Ausmaß, was ihr bisher verborgen geblieben war: die völlige Hingabe an die Faszination und Schönheit des männlichen Körpers. Daraus erwächst ihr eine ganz neue Freiheit im Umgang mit Männern, die es ihr gestattet, fortan mehrere Liebhaber gleichzeitig zu haben – und mit jedem von ihnen eine neue Facette von sich selbst zu erkunden.“ (Goldmann) Auf Deutsch und Französisch. Moderation: Christian Ruzicska. 19.30 Uhr. Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin-Charlottenburg.

Literaturforum im Brecht-Haus Gespräch. „Berliner Montagsdiskurs“. Julius H. Schoeps – „Mein Weg als deutscher Jude“. Der Historiker Julius H. Schoeps ist einer der profiliertesten Vertreter des deutschen Judentums nach 1945. Er hat mit vielen unbequemen und manchmal auch provozierenden Einmischungen das deutsch-jüdische Verhältnis beeinflusst. Im Gespräch wird seinem faszinierenden Lebensweg nachgespürt – Kindheit im schwedischen Exil, Jugend in Erlangen, prägende Erfahrungen innerhalb der Studentenbewegung in Berlin und den Weg in die Wissenschaft. Gespräch: Paul Werner Wagner. 5 / 3 €. 20 Uhr. Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte. (beh/olb)


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