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Literaturkalender für Deutschland / Januar 2010

Von Alsfeld bis Zweibrücken – viele Termine rund ums Buch!

© Die Berliner Literaturkritik, 29.01.10

 

Alsfeld

27.1. --- Marktcafé Lesung. Judith Hermann – „Alice“. „‚Die Planeten laufen langsam. Aber sie machen ihre Transite. Und dann ändert sich dein ganzes Leben’. Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr – und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. Die Autorin von ‚Sommerhaus, später’ und ‚Nichts als Gespenster’ schreibt Geschichten von ungeheurer Kraft und großer literarischer Schönheit.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Mainzer Gasse 2, 36304 Alsfeld.

Arnstadt

21.1. --- Schlossgarten Lesung & Vortrag. Friedrich Schorlemmer – „Wohl dem, der Heimat hat“. Wo ist meine Heimat, wo ist mein Zuhaus? Wo ich verstanden werde und wo ich verstehe. Wo ich verwurzelt und verpflichtet bin. Wo ich hinein – und wo ich hinausgewachsen bin. Heimat in einer Landschaft und einer Gemeinschaft, in einer Kirche und einem Garten, an einem Fluss und in einer Straße, in einem Buch und einer Melodie. In einem Traum. 19.30 Uhr. Theater, Im Schlossgarten, 99310 Arnstadt.

Augsburg

22.1. --- Ballon-Museum Lesung. Tania Douglas – „Die Ballonfahrerin des Königs“. „Eine mutige Frau zwischen Freiheit und Guillotine. Frankreich, im Revolutionsjahr 1795. Um dem Schafott zu entkommen, hat sich die Adlige Marie-Provence de Serdaine in einem verlassenen Schloss versteckt. Niemand weiß von ihrem Schwur, den eingekerkerten Königssohn zu retten. Unter falschem Namen erlangt die junge Frau eine Anstellung beim Arzt des Kindes, wo sie auch dem bürgerlichen André Levallois näherkommt. André ist ein Pionier der Ballonfahrt – dies bringt Marie auf einen tollkühnen Gedanken: Wird sie das gefangene Königskind womöglich mit Hilfe einer Montgolfiere aus dem Turmverlies befreien können?“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Bahnhofstraße 12, 86368 Gersthofen bei Augsburg.

Bad Driburg

16.1. --- Gräflicher Park Hotel & Spa Lesung. Ivana Jeissing – „Felsenbrüter“. „Warum hört eine große Liebe auf einmal auf? Hätte man ihn rechtzeitig erkennen können – den Anfang vom Ende? Und gibt es einen Schutz gegen die Gewohnheit, gegen das tödliche Schweigen, die jede Liebe bedrohen? Vielleicht liegt er ja in der hintergründigen Heiterkeit, die diesen Roman durchzieht.“ (Diogenes Verlag) 20 Uhr. Brunnenallee 1, 33014 Bad Driburg.

Bad Honnef

29.1. --- Rathaussaal Lesung. Reinhard Höppner – „Wunder muss man ausprobieren. Der Weg zur deutschen Einheit“. Aus eigener Erfahrung und mit ebenso unterhaltsamen wie symbolträchtigen Episoden veranschaulicht Höppner Geschichte der DDR und den Aufstand gegen die SED-Herrschaft im Herbst 1989. 19.30 Uhr. Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef.

Bad König

23.1. --- Rentmeisterei Lesung. Astrid Ule und Eric T. Hansen – „Nibelungenfieber“. „Loch ist eine sehr kleine Kleinstadt im tiefsten Odenwald. Durch den Ort fließt ein Rinnsal, die Rinnach. Nach einem Unwetter wird eben dort ein goldenes Amulett mit Drachen-Ornament gefunden. Und sofort ist klar: Es kann sich nur um einen Teil aus dem legendären Hort der Nibelungen handeln, der vor 1.600 Jahren bei ‚Lôche in den Rîn’ versenkt wurde. Die Locher sind begeistert: Der älteste Mythos des Landes hat seinen Ursprung in ihrem Heimatort. Die Geschichte Deutschlands muss neu geschrieben werden! Festspiele müssen her! Und ein Hinweisschild! Doch als die Locher daran gehen, aus ihrem Dorf eine Weltstadt zu machen, müssen sie erfahren, dass gewisse andere Weltstädte so etwas gar nicht gerne sehen. Wird das Ganze am Ende vielleicht doch ein riesiger Rheinfall?“ (S. Fischer Verlag) 19.30 Uhr. Schlossplatz 1, 64732 Bad König.

Bad Nauheim

26.1. --- Ernst-Ludwig-Schule Präsentation. Susanne Fröhlich präsentiert die Gesammelten Werke des Jugend-Literaturpreises der OVAG. Susanne Fröhlich ist erfolgreiche Fernseh- und Rundfunkmoderatorin. Ihre Sachbücher und Romane wurden alle zu Bestsellern – „Moppel-Ich“ war über 20 Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde über 1 Million Mal verkauft. Susanne Fröhlich lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Taunus. (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Am Solgraben 8, 61231 Bad Nauheim.

Balderschwang

21.1. --- Hotel Hubertus Lesung. Rudolf Wötzel – „Über die Berge zu mir selbst“. „März 2007. Die internationalen Finanzmärkte sind in glänzender Verfassung. Rudolf Wötzel, Deutschlandchef der Sektion Mergers & Acquisitions bei der globalen Investmentbank Lehman Brothers, nimmt aus freien Stücken seinen Hut. Sein Grund: Sinnkrise, Burnout, Zweifel am System. Seine Absicht: die Hochgebirgs-Kämme der Alpen zu Fuß zu überqueren, von Salzburg bis Nizza. Ein Mensch, der das durchhält, ist ein Leistungsjunkie. Aber auch einer, der auf der Suche nach sich selbst ist. Ein Bergpilger. Ein Mensch, der in unendlich vielen Stunden der Einsamkeit seine persönlichen Prägungen und seine schillernde Vergangenheit verarbeitet. Der durch intensive Begegnung mit der wilden Natur und mit den Menschen der Berge endlich zu sich selbst findet. Die packende Geschichte einer radikalen Neuorientierung – vom Abenteuer, alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen.“ (Integral Verlag) 19 Uhr. Dorf 5, 87538 Balderschwang.

Bayreuth

20.1. --- Das Zentrum Lesung. Dieter Moor – „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“. „Freunde und Bekannte sind fassungslos, als Dieter Moor und seine Frau Sonja eröffnen, dass sie ihr Haus in der Schweizer Postkartenidylle verkauft haben, um nach Brandenburg zu ziehen. Im Dörfchen Amerika möchten sie ihren Traum vom eigenen Bauernhof verwirklichen. Tatsächlich sind die neue Heimat, die neuen Nachbarn und das neue Leben für allerlei ungeahnte Herausforderungen, komische Missgeschicke und skurrile Situationen gut. Warum Dieter Moor dennoch sein Herz an Land und Leute verloren hat – davon erzählt er in diesem Buch. Eine charmante und witzige Liebeserklärung an eine verkannte Region.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Äußere Badstraße 7a, 95448 Bayreuth.

21.1. --- Das Zentrum Lesung. Michael Jürgs – „Seichtgebiete“. „Alle wissen es, keiner schreit auf: Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt von ihren Eltern erzogene Kinder oder die selbst vom Feuilleton zu Ikonen der Subkultur stilisierten Bestsellerautoren à la Roche, Bushido und Co. – überall breiten sich Seichtgebiete und Verblödung aus. Jürgs prangert nicht deutsch bierernst, sondern indem er sie lächerlich macht, jene an, die zynisch schamlos mit der Verdummung Geld machen. Er schont auch nicht sich und seine Branche, und erst recht nicht die Oberlehrer der Nation, die nur angeekelt ihre Nasen rümpfen. Mit seiner provokanten Streitschrift warnt Jürgs vor den Folgen einer verödenden demokratischen Kultur.“ (C. Bertelsmann Verlag) 19.30 Uhr. Äußere Badstrasse 7a, 95448 Bayreuth.

Berlin

Einen Kalender mit Literaturterminen in Berlin gibt es hier.

Bielefeld

22.1. --- Theater Lesung Jan Weiler – „Mein Leben als Mensch“. „Es gibt Neues von der Familie. Von Sara, der Ehefrau, und den Kindern Carla und Nick. Und natürlich von Antonio, dem italienischen Schwiegervater. Der zum Beispiel vor der ‚Wä-Emme’, der Fußball-Weltmeisterschaft, noch schnell ‚eine Geräte mitte Flakebilde’ kaufen muss. Und dabei seinen Schwiegersohn ebenso in den Wahnsinn treibt wie das gesamte Verkaufspersonal. Und wo es einmal nicht um die Familie geht, werden andere, mindestens ebenso brisante Themen erörtert: der grassierende Kevinismus unter Deutschlands Eltern etwa, das Wesen des schwedischen Krimis oder das Geheimnis erfolgreicher Kontaktanzeigen.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Brunnenstraße 3-9, 33602 Bielefeld.

Bochum

15.1. --- Buchhandlung Napp Lesung. Robert Menasse – „Ich kann jeder sagen“. Alles kommt wieder. Sogar die Erinnerungen. Wann war sie zu Ende, die Nachkriegsordnung? Als die Mauer fiel? An diesen 9. November 1989 wird sich das junge Paar, das die Hochzeitsnacht vor dem Fernseher verbrachte, ein Leben lang erinnern. Es hat in dieser Nacht deutsche Geschichte erlebt. Zufällig. Denn eigentlich wollten sie nur so schnell wie möglich heiraten. Und der nächste freie Termin beim Standesamt war der 9. November. Der 9. November war für den Vater des Bräutigams bis dahin mit dem Jahrestag der „Reichskristallnacht“ verknüpft. „Pah, Geschichte“, sagt der Nachgeborene. „Ich“ kann jeder sagen. Dreizehn Ich-Erzähler erinnern sich an Erlebnisse und Ereignisse, die prägend wurden für ihr Leben. Erinnerungen an den Tag, als John F. Kennedy erschossen wurde, die RAF in Wien den Industriellen Palmers entführte, Griechenland Fußball-Europameister wurde. Aus Erinnerungen wird Geschichte. Der große Fabulierer Robert Menasse erzählt, was wir erlebt haben, so dass wir uns erinnern, uns erkennen und Spätere uns verstehen. In seinen Geschichten ist die historische Wahrheit – sage „Ich“ – gut aufgehoben. (Suhrkamp Verlag) 20 Uhr. Pieperstraße 12, 44789 Bochum.

22.1. --- Buchhandlung Janßen Lesung. Armin Rohde – „Größenwahn und Lampenfieber“. „Die Welt der Schauspieler wird von Klischees und Vorurteilen bestimmt – Armin Rohde nimmt kein Blatt vor den Mund: Warum muss man keinen Mörder treffen, um einen darzustellen? Warum kann ein Proll mit Lederjacke auch einen Schönheitschirurgen spielen? Und warum will man immer wieder an der Rampe stehen, obwohl man die Hose gestrichen voll hat? Anhand vieler Fragen, die seine Karriere begleitet haben, erzählt Armin Rohde anekdotenreich und unterhaltsam seinen Weg vom Arbeitersohn zum Filmstar – und gewährt gleichzeitig einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Berufs Schauspieler. Ein Leitfaden der ganz besonderen Art.“ (Rowohlt Verlag) 19 Uhr. Brüderstraße 3, 44787 Bochum.

Bonn

12.1. --- Kunst- und Ausstellungshalle Lesung & Gespräch. Durs Grünbein – „Daphne“. „Die Geschichte von Daphne ist einer der reizvollsten und vieldeutigsten Mythen der Antike: Daphne, das war die treue Gefährtin der Artemis, die ihre Liebhaber verschmähte, selbst den Apoll, der sie leidenschaftlich begehrte. Aber retten konnte sie sich nur um den Preis einer Metamorphose: Auf der Flucht vor dem Gott und um Rettung flehend zu Zeus, verwandelt sich die Gejagte in einen Lorbeer.“ (Suhrkamp Verlag) Einführung und Moderation: Dr. Wolfgang Kaußen. 9-15 €. 18 Uhr. Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn.

14.1. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Jacques Berndorf – „Der Meisterschüler“. „An zehn verschiedenen Orten in Mumbai schlagen Terroristen gleichzeitig zu und richten ein Massaker an. Alle Geheimdienste weltweit sind in höchster Aufregung, der BND schickt Karl Müller und Svenja zu dringenden Ermittlungen nach Indien. Dort stoßen sie auf etwas Merkwürdiges: Mitten im Chaos des wahllosen Mordens erschoss ein Einzeltäter zielgerichtet einen Mann. Beim Opfer findet sich ein Plastikkärtchen, Aufschrift: Im Namen Allahs. Schon bald tauchen weitere solcher Kärtchen auf. Bei einem islamfeindlichen Geistlichen – ermordet in Köln mitten in seiner Kirche. Nahe einem Bus, der mit dreizehn amerikanischen Insassen in Bogotá in die Luft gejagt wird. Müller und Svenja hetzen um die halbe Welt, immer auf der Jagd nach einem Phantom. Offenbar hat sich ein Einzelner aufgemacht, um einen persönlichen Vernichtungszug zu führen. Doch wer ist er? Wie schafft er es, in einer Welt der kompletten Datenüberwachung unerkannt über alle Grenzen zu gelangen? Und vor allem: Wo wird er als Nächstes zuschlagen? Ein top recherchierter Thriller von höchster Authentizität.“ (Heyne Verlag) 20.30 Uhr. Am Hof 28 - 32, 53113 Bonn.

25.1. --- Haus der Sprache und Literatur Lesung. Friedrich Christian Delius – „Die Frau, für die ich den Computer erfand“. „Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute – und die Erfindung einer unmöglichen Liebe. ‚Glauben Sie mir, das Erfinden, auch das geht ja nicht ohne Eros. Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen ... Die Frau, die Leibniz verstand. Die mich verstand. Die Frau, die mich erfand. Die mit mir den Computer ... Die Frau, für die ich den Computer erfand ... Das war sie und das ist sie und das wird sie immer sein, wenn dies Bekenntnis einmal in der Welt ist.’“ (Rowohlt Verlag) 19.30 Uhr. Berliner Platz 2, 53103 Bonn.

Braunschweig

14.1. --- Stadtbibliothek Lesung. Juli Zeh – „Corpus Delicti“. „Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht diese Innenausstattung aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden.“ (Schöffling & Co. Verlag) 19 Uhr. Schlossplatz 2, 38100 Braunschweig.

Bremen

4.1. --- Literarischer Salon Buchbesprechung. Fjodor M. Dostojewskij - „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“. Detaillierte Kenntnisse des Werkes sind notwendig! Besprochen wird die Übersetzung von Swetlana Geier. Eintritt frei. 19 Uhr. Lemon Lounge, Am Wall 164, 28195 Bremen.

6.1. --- Volkshochschule Schreibkurs. „Lyrik- und Prosa-Werkstatt“. Jede Art von kreativem Schreiben – ob Lyrik oder Prosa – ist poetisch. Aber ob wir nun Gedichte, Erzählungen oder Romane schreiben: Wir brauchen Grundwissen, das uns als Handwerkszeug zur Verfügung steht. Sie sind eingeladen, in privater Atmosphäre Ihre literarischen Fähigkeiten zu erproben. Bewegung, Musik und Entspannung sind Bestandteil des Kurses. Stilmittel aus traditioneller und moderner Poetik helfen uns, Gedichte und Prosatexte als „Verdichtungsformen“ kennen zu lernen, die unseren sprachlichen Ausdruck und unser kreatives Selbstbewusstsein verbessern. Auch das Vortragen der Texte wird geübt. Mit Ulrike Marie Hille. 52-78 €. 19.30 Uhr. Wulwesstraße 10, 28203 Bremen.

8.1. --- Kulturzentrum Schlachthof Lesung mit anschließender Russen-Disko. 2009 landeten gleich zwei Bücher vom beliebten Autor Wladimir Kaminer in den Regalen. Im ersten Quartal erschien das lang ersehnte Buch „Es gab keinen Sex im Sozialismus“. Es dreht sich um Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts, aber bei weitem nicht (nur) um Sex. Der Alltag in der damaligen Sowjetunion steht im Fokus. Kaminer schildert Erlebnisse aus seiner alten Heimat in seiner ironischen Art und lässt das Zwerchfell nicht zur Ruhe kommen. 14-17 €. 20 Uhr. Findorffstraße 51, 28215 Bremen.

10.1. --- Café Ambiente Lesung. Helmut Krausser – „Einsamkeit und Sex und Mitleid“. Weihnachten in Berlin: Ein Callboy verliebt sich in eine Einbrecherin, auf dem Kreuzberg predigt ein Prophet, ein Mord wird bestellt, ein Kind wird entführt, eine Hochzeit improvisiert – Geschichten von einsamen Menschen auf der Suche nach dem Glück, geheimnisvoll miteinander verknüpft zu einer ironisch-bizarren Ballade des Lebens hinter den glänzenden Fassaden. 5-7 €. 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28205 Bremen.

12.1. --- Café Ambiente Lesung. Martin Grotjahn – „Die Tasche“. Der unter Panikattacken leidende Anwalt bekommt durch „Die Tasche“, die in einem Tresor auf einem ehemaligen Trümmergrundstück gefunden wird, die Vollmacht, das Schicksal des jungen und reichen Juden Joseph Kohn und seiner Nichte aufzuklären und dafür zu sorgen, dass die Familie ihr Eigentum zurückbekommt. Dass diese Vollmacht ursprünglich auf seinen Vater ausgestellt wurde, dem die Kanzlei in den Kriegs- und Nachkriegsjahren gehörte, schert ihn nicht. Er fühlt sich verantwortlich und steigt in den „Fall“ ein. Eintritt frei. 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28205 Bremen.

14.1. --- Zentralbibliothek Vortrag. Klaus Göbel – „Rudolf Alexander Schröder in den Jahren des Nationalsozialismus“. Klaus Goebel lehrte als Historiker bis zur Emeritierung an der Technischen Universität Dortmund und lebt in Wuppertal. Er veröffentlichte zuletzt „Nur einmal war er sprachlos. Erinnerungen an  Johannes Rau“ und entdeckte in jüngster Zeit einen verloren geglaubten Teil des Nachlasses von Rudolf Alexander Schröder. 18 Uhr. Krimibibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen.

15.1. --- Volkshochschule Podiumsdiskussion. Literarisches Trio. In einer Podiumsdiskussion – nach altbekanntem Muster – werden ausgewählte, interessante Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt vorgestellt, in Ausschnitten vorgelesen und diskutiert. Außerdem präsentieren die Drei auf dem Podium ihre Lieblingsbücher aus der Schatztruhe der deutschen Literatur. Auf dem Podium sitzen: Almut Straßburg-Grönzin, Christof Eckardt, ein Vorleser und als Gast Kathrin Klug. 6-8 €. 19 Uhr. Bamberger Haus, Faulenstraße 69, 28195 Bremen.

15.1. --- Kulturzentrum Schlachthof Erzählungen. Susanne Tiggemann und Amalia - „Zeit“. Während die große Uhr ihre Runden dreht, widmen sich Susanne Tiggemann und Amalia dem Thema Zeit. 6-9 €. 20 Uhr. Findorffstraße 51, 28195 Bremen.

15.1. --- Café Wienerhof Literatreff. „Literatreff für Schreibende“. Schreibende treffen sich einmal monatlich im Wienerhof Café unter der Leitung von Otmar Leist. Interessierte sind herzlich willkommen! Eintritt frei. 20 Uhr. Weberstraße 20, 28203 Bremen.

16.1. --- Volkshochschule Wochenendseminar. „Biographisches Schreiben“. „Schreiben befreit“, sagte schon Nathalie Coldberg. Ihre Lebenserfahrungen sind es wert, aufgeschrieben zu werden. Es kann sich um große Erlebnisse handeln oder den kleinen Hund der Nachbarin, der jeden Vorbeigehenden freudig mit seinem Bellen begleitet. Wir nutzen Methoden des kreativen Schreibens. Dann fließen die Erinnerungen leichter aufs Papier. Beim Spielen mit literarischen Formen werden Sie Ihren eigenen Schreibstil finden. Schon vorhandene Texte können mitgebracht werden. In diesem Kurs sind alle Menschen willkommen, VielschreiberInnen und auch jene, die sich bisher nicht getraut haben zu schreiben. Mit Ibis W. Götsch. 28-42 €. Samstag & Sonntag, 10-16 Uhr. Bamberger Haus, Faulenstraße 69, 28195 Bremen.

17.1. --- Volkshochschule Wochenendseminar. „Biographisches Schreiben“. „Schreiben befreit“, sagte schon Nathalie Coldberg. Ihre Lebenserfahrungen sind es wert aufgeschrieben zu werden. Es kann sich um große Erlebnisse handeln oder den kleinen Hund der Nachbarin, der jeden Vorbeigehenden freudig mit seinem Bellen begleitet. Wir nutzen Methoden des kreativen Schreibens. Dann fließen die Erinnerungen leichter aufs Papier. Beim Spielen mit literarischen Formen werden Sie Ihren eigenen Schreibstil finden. Schon vorhandene Texte können mitgebracht werden. In diesem Kurs sind alle Menschen willkommen, VielschreiberInnen und auch jene, die sich bisher nicht getraut haben zu schreiben. Mit Ibis W. Götsch. 28-42 €. Samstag & Sonntag, 10 - 16 Uhr. Bamberger Haus, Faulenstraße 69, 28195 Bremen.

19.1. --- Café Ambiente Lesung. „Bremer Autorenstipendium“. Es lesen die Preisträger des Bremer Autorenstipendiums 2009, Antonia Bontscheva-Sodemann und Nikolas Hoppe. Moderation: Martin Brinkmann und Matthias Wilde. 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28205 Bremen.

20.1. --- Stugen Eck Literatreff. „Treffen junger Autoren Bremen“. Die Gruppe trifft sich an jedem 3. Mittwoch im Monat. Sie ist offen für alle Schreibenden unter 40. Es wird über das Schreiben gesprochen und die Teilnehmer stellen einander aktuelle eigene Texte vor. Von Zeit zu Zeit wird gemeinsam zu Lesungen gegangen. Kontakt: Anja Göttsching. (Tel.: 0421-3504769) 18.45 Uhr. Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen.

20.1. --- Volkshochschule Schreibkurs. „Lyrik- und Prosawerkstatt“. Jede Art von kreativem Schreiben – ob Lyrik oder Prosa – ist poetisch. Aber ob wir nun Gedichte, Erzählungen oder Romane schreiben: Wir brauchen Grundwissen, das uns als Handwerkszeug zur Verfügung steht. Sie sind eingeladen, in privater Atmosphäre Ihre literarischen Fähigkeiten zu erproben. Bewegung, Musik und Entspannung sind Bestandteil des Kurses. Stilmittel aus traditioneller und moderner Poetik helfen uns, Gedichte und Prosatexte als „Verdichtungsformen“ kennen zu lernen, die unseren sprachlichen Ausdruck und unser kreatives Selbstbewusstsein verbessern. Auch das Vortragen der Texte wird geübt. Mit Ulrike Marie Hille. 52-78 €. 19.30 Uhr. Wulwesstraße 10, 28203 Bremen.

21.1. --- Stadtbibliothek Lesung. Wilhelm Genazino – „Das Glück in glücksfernen Zeiten“. Am Eröffnungsabend der diesjährigen Literarischen Woche stellt Wilhelm Genazino im Gespräch mit dem Kulturjournalisten Denis Scheck („Druckfrisch“) seinen aktuellen Roman „Das Glück in glücksfernen Zeiten“ vor. Eine Kooperationsveranstaltung der Bremer Volkshochschule und der Stadtbibliothek Bremen mit der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. 20 Uhr. Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen.

22.1. --- Stadtbibliothek Ausstellungseröffnung. Casey McKee im Gespräch mit Tim Schomacker. Casey McKee ist ein amerikanischer Künstler, der in Berlin lebt und arbeitet. Tim Schomacker wird mit ihm über seine Arbeiten sprechen. 18 Uhr. Wall-Saal, Am Wall 201, 28195 Bremen.

23.1. --- Haus im Park Erzählcafé. „Der Mann in der Krise“. Eine Kooperationsveranstaltung des Kulturensembles im Park mit der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung.16 Uhr. Züricher Straße 40, 28325 Bremen.

24.1. --- Stadtbibliothek Lesung. Literarische Matinee mit Michael Roes und Gunter Geltinger. Michael Roes erhielt bereits 1997 den Bremer Literaturpreis für sein Werk „Rubal-Khali. Leeres Viertel“. Heute wird er aus seiner neuesten Publikation „Die fünf Farben Schwarz“ lesen. Gunter Geltinger liest aus seinem Debüt aus dem Jahr 2008 „Mensch Engel“. Moderation: Jan Künemund. 12 Uhr. Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen.

24.1. --- Café Ambiente Lesung. Matthias Politycki – „Jenseitsnovelle“. Eines Morgens findet Hinrich Schepp, Sinologie-Professor, Anfang sechzig, seine Frau Doro tot am Schreibtisch sitzend, einen Stapel Papiere hinterlassend, in denen sie ihr Wissen um die Gefährdungen und Abgründe ihrer Liebe und Ehe offenbart. Anlass genug für Schepp, sich an der unwiderruflichen Grenze des Todes seiner eigenen Sicht von Treue und Betrug zu vergewissern. 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28205 Bremen.

25.1. --- Theater Lesung & Gespräch. Clemens J. Setz und Roman Graf. Bremer Literaturpreis 2010. Clemens J. Setz, Preisträger des Bremer Literaturpreises 2010 und Roman Graf, Träger des Förderpreises zum Bremer Literaturpreis, lesen aus ihren prämierten Werken. Eintritt frei. 20 Uhr. Schauspielhaus, Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen.

26.1. --- Rathaus Festakt. „Verleihung des Bremer Literaturpreises“. Feierliche Verleihung des 56. Bremer Literaturpreises. Den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2010 hat die Jury Clemens J. Setz für seinen 2009 im Residenz Verlag erschienenen Roman „Die Frequenzen“ zugesprochen. Den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis zum Bremer Literaturpreises 2010 erhält Roman Graf für seinen 2009 im Limmat Verlag erschienenen Roman „Herr Blanc“. Begrüßung: Der Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen. Musik: Jörn Schipper und Thomas Milowski. Eintritt frei. 12 Uhr. Rathaus Am Markt 21, 28195 Bremen.

26.1. --- Stadtbibliothek Lesung. „2 Literatur-Preisträger laden 2 Autoren ein“. Auf Einladung der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung stellen die beiden diesjährigen Preisträger Clemens J. Setz und Roman Graf dem Bremer Publikum zwei AutorInnen vor, deren Werk sie sich verbunden fühlen. 20 Uhr. Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen.

27.1. --- Institut Français Vortrag in deutscher Sprache. André Rauch – „Ist es sinnvoll, eine Kulturgeschichte des Mannes zu schreiben?“ Diese Frage beleuchtet André Rauch, Professor für Soziologie an der Universität Straßburg, in seinem Vortrag zur aktuellen Genderforschung. In welchem Sinnzusammenhang steht die Geschichte des Mannes, geht es um Virilität und Männlichkeit? Begrüßung: Yannick Mercoyrol, Leiter des Institut français. Vortrag in deutscher Sprache. Eine Veranstaltung des Institut Français de Brême mit der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. 19.30 Uhr. Contrescarpe 19, 28203 Bremen.

28.1. --- Kino 46 Filmvortrag. Ines Kappert – „Wer ist nicht in der Krise, wenn ‚der Mann’ in der Krise ist?“. Die Figur des ‚ganz normalen Mannes’ als Verlierer unserer Gesellschaft erfreut sich seit Ende der 1990er Jahre großer Popularität. Aber was ist an der marktfähigen Rede von Männern in der Krise interessant? Ines Kappert ist Autorin und Meinungs-Redakteurin der tageszeitung (taz). Ihre Schwerpunkte liegen bei Fragen der Identitätspolitik, dem Feminismus, der zeitgenössischen Literatur und des Films sowie den Kulturszenen im östlichen Europa. Die Moderation übernimmt Karl-Heinz Schmidt. 20 Uhr. Waller Heerstrasse 46, 28217 Bremen.

29.1. --- Instituto Cervantes Bremen Zweisprachige Lesung. Andrés Neuman – „El viajero del siglo“ / „Der Reisende des Jahrhunderts“. Zweisprachige Lesung und Gespräch mit dem argentinischen Autor Andrés Neuman. Übersetzung: Peter Lüchinger (Shakespeare Company). Erst 32 Jahre jung, gehört der in Spanien lebende Schriftsteller Andrés Neuman zu den vielversprechenden Talenten der spanischsprachigen Literaturszene. Im März erhielt er für seinen Roman „Der Reisende des Jahrhunderts“ den Alfaguara-Preis, einen der renommiertesten Literaturpreise des Landes. Der Roman ist eine Hommage an die meist von Frauen betriebenen literarischen Salons, aber auch eine Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Problemen der Zeit. 19.30 Uhr. Schwachhauser Ring 124 , 28209 Bremen.

30.1. --- Stadtbibliothek Lesung & Gespräch. Marlene Streeruwitz – „Kreuzungen“. Marlene Streeruwitz – für ihren feministischen Ansatz bekannt – nimmt in ihrem neuesten Roman „Kreuzungen“ einen männlichen Protagonisten auf dem ureigenen männlichen Feld der Ökonomie und Geldvermehrung ins Visier. 20 Uhr. Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen.

Coswig

22.1. --- Börse Coswig Lesung. Wladimir Kaminer – „Meine russischen Nachbarn“. Mit seinen pointierten Geschichten, die oft nicht länger als zwei bis drei Seiten sind und meist von ganz alltäglichen Begebenheiten erzählen, ist Wladimir Kaminer zu einem Star der Gegenwartsliteratur geworden. Neben einer eigenen Radioshow und Kolumnen für Zeitungen und Zeitschriften, veröffentlicht er Jahr für Jahr mindestens ein Buch – und beutet dafür gnadenlos seinen Lebensalltag aus. In diesem Herbst heißt das neue Buch „Meine russischen Nachbarn“, und es ist, jedenfalls wenn man der Verlagsankündigung glaubt, „wie eine Russen-WG: man kommt sehr leicht rein, aber kaum wieder raus“. Daneben soll es auch noch zur „Völkerverständigung“ beitragen, jedenfalls „à la Kaminer“. 20 Uhr. Hauptstraße 29, 01640 Coswig.

Darmstadt

24.1. --- Evangelische Stadtkirche Lesung. Urs Widmer – „Herr Adamson“. „Es ist Freitag, der 22. Mai 2032. Einen Tag nach seinem vierundneunzigsten Geburtstag sitzt ein Mann in einem üppig blühenden Garten – es ist der Paradiesgarten seiner Kindheit –, neben sich einen Rekorder, und spricht seine Geschichte mit Herrn Adamson auf Band.“ (Diogenes Verlag) 11.30 Uhr. Kiesstraße 17-19, 64283 Darmstadt.

Dresden

12.1. --- Literaturpalast Lesung. Daniela Dahn – „Wehe dem Sieger!“. „Was ist aus uns geworden in den 20 Jahren seit dem Mauerfall? Warum konnte der Sieger mit seinem Sieg nichts anfangen? Sein Abstieg setzte just im Moment des größten Triumphes ein. Für die simple Einsicht, dass der Markt nicht perfekt ist, hat er zu lange gebraucht. Fehlte ihm das Korrektiv sozialistischer Ideen? Waren beide Seiten gar nicht autonom, sondern hingen an einer Nabelschnur? Haben wir aus 40 Jahren Teilung nichts gelernt?, fragt Daniela Dahn und ist überzeugt: Damit die Krise nicht auch die Demokratie in den freien Fall zieht, muss der Kapitalismus aufhören, er selbst zu sein.“ (Rowohlt Verlag) 19 Uhr. Schlossstraße 2, 01067 Dresden.

20.1. --- Haupt- und Musikbibliothek Buchpremiere. „La vita é bella“. Miniaturen aus Venedig. Michael G. Fritz liest aus seinem soeben erschienenen Buch. Liebe und Tod – das Spannungsfeld zwischen den klassischen Themen bestimmt die neuen, meisterhaften Kurzprosastücke von Michael G. Fritz. Die Stadt Venedig mit ihrem ganz eigenen Fluidum bildet den Gegenstand der Reflexionen, die von dort aus oft die Auseinandersetzungen mit der Literatur suchen oder zurück an die Orte und Landschaften der Kindheit gehen, Berlin und die Mark Brandenburg. Immer schwingt geradezu leitmotivisch der Eros als Metapher einer durch nichts zu erschütternden Lebensbejahung mit. Die Moderation übernimmt Michael Hametner (MDR Figaro), für die musikalische Umrahmung sorgt Peter Koch (Cello). Bibliothekbenutzer mit gültigem Ausweis haben freien Eintritt 2,50-4 €. 20 Uhr. Freiberger Straße 35, 01067 Dresden.

26.1. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Sven Görtz – „Liebe ... ist eine besondere Form von Geisteskrankheit“. „Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass das meiste, was über die Liebe geschrieben wird, fast ausschließlich unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten erscheint? Und dann kommen – meist auf der Basis eben solcher wissenschaftlicher Forschungen – die Ratgeber hinzu: Die bunten Lebenshilfen mit Glücksgarantien. Nun, mein Buch ist kein solcher Ratgeber. Schon aus einem einfachen Grund: Ich wüsste nicht, zu was ich Ihnen raten sollte. Mehr Liebe? Weniger? Ich weiß es nicht. Im Zweifelsfall wohl mehr.“ (Sven Görtz ) 5-8 €. 20.15 Uhr. Dr.-Külz-Ring 12, 01067 Dresden.

28.1. --- Buchhandlung Lesensart Lesung & Buchvorstellung. Manfred Flügge – „Die vier Leben der Marta Feuchtwanger“. Wiederholt hat Lion Feuchtwanger versucht, einen Roman über seine Frau zu schreiben; es gelang ihm nicht. Und in der Tat, Marta Feuchtwanger ist eine Herausforderung, ihre Geschichte ist, wie jedes bedeutsame Leben, auch ein Roman ihrer Epoche. 19 Uhr. Altstrehlen 3-5, 01219 Dresden.

28.1. --- Thalia Buchhandlung Lesung & Gespräch. Prof. Hans-Joachim Maaz – „Die neue Lustschule – Sexualität und Beziehungskultur“. Sexuell aufgeklärt sind wir alle, meinen es jedenfalls. Doch besitzen wir auch sexuelle Reife? Für den bekannten deutschen Psychiater Hans-Joachim Maaz ist dies nicht lediglich eine Frage von Techniken und Erfahrung. Vielmehr hängt unser Vermögen, uns selbst und unserem Partner Lust zu verschaffen, stark davon ab, inwiefern unsere Beziehung zu ihm von Gleichrangigkeit, Gefühlsoffenheit und Vertrauen geprägt ist. 5-8 €. 20.15 Uhr. Dr.-Külz-Ring 12, 01067 Dresden.

Duisburg

26.1. --- Zentralbibliothek Lesung. Judith Hermann – „Alice“. „‚Die Planeten laufen langsam. Aber sie machen ihre Transite. Und dann ändert sich dein ganzes Leben’. Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr – und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. Die Autorin von ‚Sommerhaus, später’ und ‚Nichts als Gespenster’ schreibt Geschichten von ungeheurer Kraft und großer literarischer Schönheit.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Düsseldorfer Straße 5-7, 47051 Duisburg.

Düsseldorf

20.1. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Armin Rohde – „Größenwahn und Lampenfieber“. „Die Welt der Schauspieler wird von Klischees und Vorurteilen bestimmt – Armin Rohde nimmt kein Blatt vor den Mund: Warum muss man keinen Mörder treffen, um einen darzustellen? Warum kann ein Proll mit Lederjacke auch einen Schönheitschirurgen spielen? Und warum will man immer wieder an der Rampe stehen, obwohl man die Hose gestrichen voll hat? Anhand vieler Fragen, die seine Karriere begleitet haben, erzählt Armin Rohde anekdotenreich und unterhaltsam seinen Weg vom Arbeitersohn zum Filmstar – und gewährt gleichzeitig einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Berufs Schauspieler. Ein Leitfaden der ganz besonderen Art.“ (Rowohlt Verlag) 20.15 Uhr. Königsallee 18, 40212 Düsseldorf.

28.1. --- Buchhaus Sternverlag Lesung. Stephan Kulle – „40 Tage im Kloster des Dalai Lama“. „Als erster westlicher Journalist lebte Stephan Kulle mehrere Wochen im Kloster des Dalai Lama. Der Journalist und Theologe Stephan Kulle gehört zu den profiliertesten Kennern des Papstes und des Vatikans. Für dieses Buch suchte er den anderen großen religiösen Führer unserer Zeit auf, den Dalai Lama. In dessen Kloster im nordindischen Exil gewährten ihm die Mönche 40 Tage lang einen ungewöhnlich offenen Zugang zum Innersten des tibetischen Buddhismus. Von der einzigartigen Atmosphäre des Klosters fasziniert, spürt er auch den Sehnsüchten vieler Pilger aus dem Westen nach, die zu diesem mystischen Ort voller Gegensätze reisen, um für sich Sinn und Orientierung zu finden. Dabei reflektiert er sein eigenes Leben, die westliche Gesellschaft und den christlichen Glauben. Ein packender und inspirierender Blick in eine andere spirituelle Welt.“ (S. Fischer Verlag) 20.15 Uhr. Friedrichstraße 24-26, 40001 Düsseldorf.

29.1. --- Schauspielhaus Lesung. Siri Hustvedt – „Die zitternde Frau“. „Siri Hustvedt, eine unserer herausragenden Schriftstellerinnen, gehört seit langem zu den brillantesten Erforschern von Gehirn und Geist. Kürzlich jedoch wandte sie ihr Forschungsinteresse sich selbst zu: Knapp drei Jahre nach dem Tod ihres Vaters, während einer Gedenkrede auf ihn, fand sie sich plötzlich von Konvulsionen geschüttelt. War das Hysterie, eine Übertragung, ein ‚zufälliger’ epileptischer Anfall? ‚Die zitternde Frau’ – provokant und amüsant, umfassend und niemals abgehoben – erzählt von ihren Bemühungen um eine Antwort darauf. So entsteht eine außergewöhnliche Doppelgeschichte: zum einen die ihrer verschlungenen Erkenntnissuche, zum anderen die der großen Fragen, die sich der Neuropsychiatrie heute stellen. Siri Hustvedts kluges Buch verstärkt unser Erstaunen über das Zusammenspiel von Körper und Geist.“ (Oliver Sacks) 19.30 Uhr. Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf.

Eschborn

29.1. --- 7. Himmel Buch - und Kirchenladen Lesung. Helena Marten – „Die Porzellanmalerin“. „Die Eltern drängen Friederike zur Heirat, doch die Zwanzigjährige will ihren großen Traum verwirklichen und Porzellanmalerin werden. In Männerkleidern, hoch zu Ross, flieht sie aus ihrer Geburtsstadt, um in der neu gegründeten Manufaktur von Höchst am Main ihr Glück zu versuchen. Die Bekanntschaft mit dem ebenso attraktiven wie undurchsichtigen Giovanni Ludovico Bianconi und ein schwerer Raubüberfall drohen ihre Pläne noch während der Reise zu durchkreuzen, doch dank der Hilfe eines unbekannten Reiters erreicht sie schließlich ihr Ziel. Als ‚Friedrich Christian Rütgers’ genießt sie schon bald das volle Vertrauen des Höchster Manufakturdirektors und trifft auch ihren Lebensretter wieder, dem sie sich tief verbunden fühlt. Als sie befürchten muss, ihre Maskierung könnte auffliegen, kommt ihr der Auftrag von Direktor Benckgraff wie gerufen, in der Porzellanmanufaktur des französischen Königs das Geheimnis des ‚bleu lapis’ zu ergründen. Auf einem Ball im Schloss der berühmten Madame de Pompadour bringt eine geheimnisvolle Begegnung Friederikes Leben an den alles entscheidenden Wendepunkt. Eine starke, unkonventionelle junge Frau nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand und kämpft um die Erfüllung ihres Lebenstraums.“ (Diana Verlag) 19 Uhr. Langer Weg 4, 65760 Eschborn.

Essen

20.1. --- Kino Lichtburg Lesung. Herta Müller – „Atemschaukel“. „Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. ‚Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15 C.’ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen.“ (Carl Hanser Verlag) 20 Uhr. Kettwiger Straße 36, 45127 Essen.

21.1. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Armin Rohde – „Größenwahn und Lampenfieber“. „Die Welt der Schauspieler wird von Klischees und Vorurteilen bestimmt – Armin Rohde nimmt kein Blatt vor den Mund: Warum muss man keinen Mörder treffen, um einen darzustellen? Warum kann ein Proll mit Lederjacke auch einen Schönheitschirurgen spielen? Und warum will man immer wieder an der Rampe stehen, obwohl man die Hose gestrichen voll hat? Anhand vieler Fragen, die seine Karriere begleitet haben, erzählt Armin Rohde anekdotenreich und unterhaltsam seinen Weg vom Arbeitersohn zum Filmstar – und gewährt gleichzeitig einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Berufs Schauspieler. Ein Leitfaden der ganz besonderen Art.“ (Rowohlt Verlag) 20.15 Uhr. Markt 5-6, 45127 Essen.

27.1. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Bernhard Hennen – „Elfenkönigin“. „Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron.“ (Heyne Verlag) 20.15 Uhr. Markt 5-6, 45127 Essen.

Filderstadt

13.1. --- Bunter Bücherladen Lesung. Isabelle Müller – „Phönixtochter“. „Aus jedem Stein, den sie uns vor die Füße werfen, werden wir unseren Weg bauen.“ Das ist das trotzige Lebensmotto von Isabelle. Von Loan, ihrer lebenstüchtigen vietnamesischen Mutter hat sie den Willen, immer wieder Mut zu fassen und nach vorne zu blicken. Auch wenn das Leben fast unerträglich scheint. „Phönixtochter“ erzählt die Geschichte einer bemerkenswerten Frau, die sich vom Unglück nicht überwältigen lässt, die das Leben meistert und am Ende – trotz aller Schicksalsschläge – eine erfolgreiche Unternehmerin in Deutschland wird.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Bernhäuser Hauptstraße 15/1, 70794 Filderstadt.

Frankfurt am Main

5.1. --- Mousonturm Lesung. Volker Klüpfel & Michael Kobr – Rauhnacht“. „Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden, auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und über Nacht löst ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus und schneidet das Hotel von der Außenwelt ab. Kommissar Kluftinger ist ganz auf sich allein gestellt. Das heißt: fast. Denn Doktor Langhammer mischt bei den Ermittlungen kräftig mit. Und das alles während der berüchtigten Rauhnächte, über die man sich hier in den Bergen grausige Geschichten von bösen Mächten erzählt.“ (Piper Verlag). 14-16 €. 20 Uhr. Theatersaal, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main.

11.1. --- Literaturhaus Lesung. Peter Heusch – „Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman“. 20. Fortsetzung. Der vollständige Text von Tristram Shandy in einem Band – unter Weglassung aller bisherigen Eindeutschung und erstmaliger Würdigung des Erotischen Subtexts von Michael Walter. 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

13.1. --- Mousonturm Lesung & Gespräch. Pegah Ahmadi und Matthias Göritz – „Städte der Zuflucht.“ Frankfurter Stipendiatin des Programms „Städte der Zuflucht“ ist in diesem Jahr die junge iranische Lyrikerin Pegah Ahmadi. Um sich und ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen, laden das Kulturamt Frankfurt am Main, die Frankfurter Buchmesse und litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika – zu einem gemeinsam Abend mit dem Frankfurter Lyriker Matthias Göritz ein. Pegah Ahmadi und Matthias Göritz stellen ihre Gedichte vor und unterhalten sich über persische wie deutsche Lyrik, aber auch die Lebenssituation von jungen Schriftstellern im Iran. Die Gedichte werden auf Deutsch und Englisch vorgetragen, das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Für persische Köstlichkeiten für das anschließende Zusammensein ist gesorgt. 3-6 €. 20 Uhr. Literaturforum im Dritten, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main.

14.1. --- Nationalbibliothek Lesung & Diskussion. „So lacht die Hölle“ – Ulrich Becher „Murmeljagd“. Zum 100. Geburtstag des Autors. Ein Abend mit Peter Härtling, Eva Menasse, Felix von Manteuffel und Stefana Sabin (Moderation). Am 2. Januar 2010 jährt sich der Geburtstag des Autors Ulrich Becher zum 100. Mal. Der Verlag Schöffling & Co. feiert zusammen mit der Deutschen Nationalbibliothek den Schriftsteller und Zeichner Ulrich Becher – mit einer Veranstaltung zu seinem Opus Magnum „Murmeljagd“: einer Tour de Force über Vertreibung und Exil, über das Leben im Ausnahmezustand, über Wahn und Bedrohung, absurde Irrtümer und die Jagd auf Menschen. Eintritt frei. 19.30 Uhr. Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main.

16.1. --- Jahrhunderthalle Lesung & Konzert. Ben Becker – „Die Bibel“. Mit schauspielerischer Disziplin und Lust am Anspruchsvollen hat sich Ben Becker einen langjährigen Wunsch erfüllt und das Buch der Bücher, die Bibel, in eine dreistündige konzertante Performance umgesetzt. Begleitet wird er dabei von seiner Zero Tolerance Band, einem symphonischen Orchester und einem Gospelchor. Die wortgewaltigen Texte aus dem Alten und Neuen Testament werden durch neu bearbeitete Musikstücke in Szene gesetzt. Die Erzählungen der Bibel wandeln sich durch die musikalische Interpretation, Ben Beckers verbale Darstellungskraft und seine ungeheuren Bühnenpräsenz zu einem lebendigen, einzigartigen Erlebnis. 45–73 €. 20 Uhr. Pfaffenwiese 1, 65929 Frankfurt am Main.

21.1. --- Mousonturm Gedichtvortrag. „Dunckler Enthusiasmo“. Christian Filips liest Gedichte von Pier Paolo Pasolini. Wie, fragt man sich, übersetzt man Pier Paolo Pasolinis Gedichte angemessen ins Deutsche? Der Italiener selbst hatte zwischen den 1940ern und den 1970ern auf den friaulischen Dialekt seiner Mutter zurückgegriffen, eine Sprache, die er sich mühsam erarbeiten musste und die somit eine Kunstsprache wurde. Christian Filips hat diese Gedichte nun erstmals ins Deutsche übertragen und einen Kunstgriff gewagt: Gekonnt nutzt er mal das Mittelhochdeutsche, verwendet Luthers Sprache, orientiert sich am Register von Hofmannsthal oder Trakl, changiert zwischen Sozio- und Dialekten oder macht sich Journalisten- und Fachsprachen zu eigen. Überragende Nachdichtungen sind das Resultat dieser übersetzerischen Feinarbeit, Texte, die mit Sicherheit zu den spannendsten lyrischen Arbeiten des Jahres zählen. 3-6 €. 20 Uhr. Literaturforum im Dritten, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main.

21.1. --- Verlagshaus S. Fischer Vortrag. Thomas Mann – „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Vortrag von Prof. Dr. Hermann Kurzke. „Wie ein Monolith steht dieser gewaltige Essay im Werk Thomas Manns. ‚Die Betrachtungen eines Unpolitischen’ werden gerne als konservatives Pamphlet, als Beleg für Thomas Manns reaktionäre Gesinnung während des Ersten Weltkriegs aufgefasst. Hermann Kurzke gelingt in seiner Neuedition eine andere und aufregende Lesart, die den Text in den liberalen Diskurs zurückholt. Zahlreiche Zeugnisse und Quellen, die Kurzke während seiner jahrelangen Beschäftigung mit den ‚Betrachtungen’ nachweisen konnte, legen nahe, den Essay als mal leidenschaftliches, mal ironisch gebrochenes Zeugnis eines permanenten Selbstwiderspruchs zu lesen. Eines der zentralen Werke Thomas Manns wird mit dieser Edition endlich neu erschlossen.“ (S. Fischer Verlag) Eintritt frei. 19.30 Uhr. Hedderichstraße 114 ,60596 Frankfurt am Main.

25.1. --- Fabrik Lesung. Yang Lian – „Aufzeichnungen eines glückseligen Dämons“. Was für Gedichte kann man schreiben in einer Sprache wie dem Chinesischen, an deren Verben sich keine Zeitform oder Person zeigt? Die Antwort des Lyrikers und Essayisten Yang Lian lautet: Gedichte, die Sinn nicht linear entfalten, die Zustände artikulieren, keine Handlungen. Die die Dinge auf diese Weise in Urbilder verwandeln. Die die archaische Lyrik Chinas und ihre Chiffren auf der Basis des modernen Gedichts seit Pound und Eliot wieder auferstehen lassen. Die von Masken handeln, von Krokodilen, von Sonne und Mond, von Knochen und Zähnen. So rühren sie an die dunklen, großen Themen der Literatur, die nicht an den Grenzen von Kontinenten haltmachen: Erfahrungen des Exils, die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache, an Liebe, Vergänglichkeit und Tod. In seinen Essays und Reflexionen, die die Gedichte begleiten und flankieren, entfaltet Yang Lian diese Poetik der Überzeitlichkeit und -räumlichkeit. Als Dissident, der nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 1989 seine Heimat verließ und heute im Londoner Exil lebt, nimmt er Stellung zur gegenwärtigen Lage in China, verknüpft dabei stets das Poetische und das Politische. Denn es ist das Gedicht, das uns eine Sprache erschließt, mit der wir lernen können, auch das Politische neu und anders zu denken. (Suhrkamp Verlag) Mit musikalische Begleitung von Gerd Putschögel. 7-10 €. 20 Uhr. Mörfelder Landstraße 85, 60598 Frankfurt am Main.

28.1. --- Literaturhaus Lesung. Markus Orths – „Hirngespinste“. Ein junger Schriftsteller versucht verzweifelt, seinen zweiten Roman zu schreiben. Eine wunderbar groteske Farce über die dunkle Seite eines Autors: vom Literaturbetrieb korrumpiert, voller Größenwahn und versteckter Komplexe, Anerkennungssucht und dem verzweifelten Wunsch, etwas Grandioses zu schaffen – brillant witzig, ein Feuerwerk der Selbstironie und eine gnadenlose Demaskierung dessen, was ein Betrieb aus Menschen machen kann. 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

Friedberg

28.1. --- OVAG Hauptverwaltung Lesung. Judith Hermann – „Alice“. „‚Die Planeten laufen langsam. Aber sie machen ihre Transite. Und dann ändert sich dein ganzes Leben’. Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr – und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. Die Autorin von ‚Sommerhaus, später’ und ‚Nichts als Gespenster’ schreibt Geschichten von ungeheurer Kraft und großer literarischer Schönheit.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Hanauer Straße 9-13, 61169 Friedberg.

Fulda

21.1. --- Kulturkeller Lesung. Jan Weiler – „Mein Leben als Mensch“. „Es gibt Neues von der Familie. Von Sara, der Ehefrau, und den Kindern Carla und Nick. Und natürlich von Antonio, dem italienischen Schwiegervater. Der zum Beispiel vor der ‚Wä-Emme’, der Fußball-Weltmeisterschaft, noch schnell ‚eine Geräte mitte Flakebilde’ kaufen muss. Und dabei seinen Schwiegersohn ebenso in den Wahnsinn treibt wie das gesamte Verkaufspersonal. Und wo es einmal nicht um die Familie geht, werden andere, mindestens ebenso brisante Themen erörtert: der grassierende Kevinismus unter Deutschlands Eltern etwa, das Wesen des schwedischen Krimis oder das Geheimnis erfolgreicher Kontaktanzeigen.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Karlstraße 17, 36037 Fulda.

Gießen

28.1. --- Thalia Lesung. Ulrich Ritzel – „Beifang“. „Der ausgediente Kriminalbeamte Hans Berndorf bekommt den Auftrag, private Ermittlungen zu dem Mord an einer jungen Frau zu führen, deren Ehemann als anscheinend bereits überführter Täter in Ulm vor Gericht steht. Doch als Berndorf eintrifft, ist sein Auftraggeber – der Verteidiger des Angeklagten – tot, auf dem Hauptbahnhof von einem Güterzug überrollt. Hat er Selbstmord begangen oder ist er vor den Zug gestoßen worden? Das ist nicht die einzige Frage, vor der Berndorf steht. Vor seinem Tod war der Anwalt wiederholt in heftige Auseinandersetzungen mit dem Vorsitzenden Richter geraten, weil ein seiner Ansicht nach für das Verfahren entscheidendes Beweisstück spurlos verschwunden ist: ein Schmuck, den die ermordete junge Frau getragen hatte. Dieser Schmuck – eine Goldkette mit einem breiten Ring, auf dem in Miniatur das biblische Motiv des Sündenfalls eingearbeitet war – führt Berndorf weit über seinen ursprünglichen Auftrag hinaus. Er stößt auf allerhand Merkwürdigkeiten – eine davon ist, dass der tote Anwalt und der Vorsitzende Richter entgegen dem Anschein, den sie in der Verhandlung geweckt hatten, seit vielen Jahren gute Bekannte waren. In dem Dickicht von alltäglichen Verstrickungen, von Lügen und Niedertracht, das Berndorf freizulegen versucht, stößt er schließlich auf das Verbrechen, das vor Jahrzehnten am Anfang von allem stand.“ (btb Verlag) 19.30 Uhr. Seltersweg 54, 35390 Gießen.

Göttingen

21.1. --- Literarisches Zentrum Lesung & Gespräch. Herta Müller – „Atemschaukel“. Zwischen 1945 und 1950 wurden rumäniendeutsche Männer und Frauen im Alter zwischen 17 und 45 Jahren von den Sowjets zum „Wiederaufbau“ in Arbeitslager verschleppt. Zu den Verschleppten zählte auch der damals neunzehnjährige, vor drei Jahren verstorbene Büchner-Preisträger Oskar Pastior. Ebenfalls von den Deportationen überschattet wurde die Lebensgeschichte der in Siebenbürgen geborenen Schriftstellerin Herta Müller, deren Mutter Zwangsarbeit leisten musste. Im Jahr 2004 begaben sich Müller und Pastior gemeinsam zu den historischen Stätten in die heutige Ukraine, um dem Vergangenen nachzuspüren. Auf Grundlage dieser Reise und Gesprächen mit Pastior und anderen Zeitzeugen entstand der Roman „Atemschaukel“. Eine Rekonstruktion kraft der Fiktion und Poesie. Scharfkantige Erinnerungsbruchstücke, Sichtpartikel, Verdichtung von Erlebtem, Neudefinition und Namengebung, innerhalb derer Überlebtes nachhallt. Der Literaturkritiker Michael Braun tritt mit Herta Müller auf dem Grat zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Gespräch. 12,50-16,50 €. 20 Uhr. Lokhalle, Bahnhofsallee 1b, 37081 Göttingen.

29.1. --- Literarisches Zentrum Lesung. „Walfänger und Wortfischer“ .Ein Abend zum Gedenken an den Übersetzer Matthias Jendis. „Der Göttinger Anglist und Übersetzer Matthias Jendis“, so steht es vielfach im Netz. Jendis, der bescheiden war und in Göttingen lebte und der leidenschaftlich übersetzte – Romane von Patrick O’Brian, Julian Stockwin, Elliot Perlman, Patricia Highsmith. Matthias Jendis ist vor einem Jahr gestorben. Seine Neuübersetzung von Melvilles Moby-Dick ist beispielgebend. 2002 erhielt er für sie den Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis. Kantig, hochgelehrt, sprachmächtig und bei alldem zugleich feinnervig und empfindsam, wie Matthias Jendis war, fehlt er in Göttingen und in der Mitte der Übersetzer. Sein Übersetzungswerk aber hat Bestand; „der Tod hat nicht das letzte Wort“, schrieb Christa Schuenke in ihrem Nachruf. 20 Uhr. Düstere Straße 20, 37073 Göttingen.

Greifswald

20.1. --- Buchhandlung Weiland Lesung. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Er gehörte zu den Schlüsselfiguren der deutschen Revolution von 1989. In seinem Buch „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ erinnert sich Joachim Gauck an sein Leben in der DDR, seine Rolle beim Umbruch und an seine Zeit als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. 19 Uhr. Am Markt 20-21, 17489 Greifswald.

Greiz

14.1. --- Bücherwurm Lesung. Christine Gräfin von Brühl – „Out of Adel“. „Eine hinreißende Farce über Standesschranken im 21. Jahrhundert und wie man sie überwindet: Christine Gräfin von Brühl erzählt die abenteuerliche Geschichte einer eigentlich unmöglichen Liebe zwischen einer schwäbischen Adeligen und einem Künstler aus Dresden. Eigentlich wollte sie gar nicht heiraten. Denn eine katholische Adelige sollte tunlichst einen Edelmann derselben Konfession ehelichen, so schreibt es nicht nur die Tradition, sondern auch der Gotha vor. Aber was, wenn sich keiner findet?“ (Kiepenheuer) 19 Uhr. Markt 2, 07973 Greiz.

Hamburg

7.1. --- Fabrik Lesung. Wladimir Kaminer – „Meine russischen Nachbarn“. Mit seinen pointierten Geschichten, die oft nicht länger als zwei bis drei Seiten sind und meist von ganz alltäglichen Begebenheiten erzählen, ist Wladimir Kaminer zu einem Star der Gegenwartsliteratur geworden. Neben einer eigenen Radioshow und Kolumnen für Zeitungen und Zeitschriften, veröffentlicht er Jahr für Jahr mindestens ein Buch – und beutet dafür gnadenlos seinen Lebensalltag aus. In diesem Herbst heißt das neue Buch „Meine russischen Nachbarn“, und es ist, jedenfalls wenn man der Verlagsankündigung glaubt, „wie eine Russen-WG: man kommt sehr leicht rein, aber kaum wieder raus“. Daneben soll es auch noch zur „Völkerverständigung“ beitragen, jedenfalls „à la Kaminer“. 15,65 €. 21 Uhr. Barnerstraße 36, 22765 Hamburg.

8.1. --- Thalia Lesung. Benedict Wells – „Spinner“. Ein liebeskranker Lehrer, ein ausgeflippter Deutschafrikaner und ein musikalisches Wunderkind aus Litauen auf dem Trip ihres Lebens von München nach Osteuropa. Nach seinem großen Erfolg „Becks letzter Sommer“ liest der junge Autor im Thalia-Buchhaus Große Bleichen aus seinem gerade erschienen Buch „Spinner“.8 €. 20.15 Uhr. Große Bleichen 19, 20354 Hamburg.

11.1. --- Literaturhaus Buchpräsentation. Kathrin Schmidt – „Du stirbst nicht“. Kathrin Schmidt liest aus ihrem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman, der die Geschichte einer Heilung erzählt. Die Schriftstellerin Helene Wesendahl findet sich eines Tages im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos und mit Erinnerungslücken. „Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich“, hieß es in der Jury-Begründung zum Deutschen Buchpreis, „schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehen, unerhörten Liebe herauswachsen.“ Die Moderation übernimmt Carola Ebeling. 4-7 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

12.1. --- Literaturhaus Buchpräsentation. Ulrich Raulff – „Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben”. Schon wieder Stefan George? Erschien nicht erst vor zwei Jahren Thomas Karlaufs über 800 Seiten starke George-Biografie und gelangte sogar auf die Bestsellerlisten? Woher dieses Interesse an einem Dichter, dessen Werke wenig gelesen werden? Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, hat sich von all dem nicht beeindrucken lassen und mit „Kreis ohne Meister” eine beeindruckende Studie vorgelegt, die die weit über das philologische Interesse hinausreichende Rezeptionsgeschichte nachzeichnet. Michael Philipp, Kurator des Bucerius Kunstforum, wird moderieren. Karten in der Buchhandlung Samtleben und allen bekannten Vorverkaufsstellen. 6-8 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

13.1. --- Literaturhaus Lesung. Anne-Kathrin Behl – „Eins und vier macht stark“. Ein Bär, der sich vor dem Winterschlaf fürchtet? Ein Eichhörnchen mit Höhenangst? Ein Biber, der Dämme baut, damit er nicht in den See fällt? Das klingt alles sehr eigenartig. Anne-Kathrin Behl liest aus ihrem überzeugenden Erstlingswerk die entzückende Geschichte der tierischen Leidensgenossen, die erfahren, dass mit der Hilfe von Freunden alles halb so schlimm ist. Im Anschluss wird sie gemeinsam mit den kleinen und großen Besuchern die Tiere aus dem Buch in Oregami basteln – zum Mitnehmen und zum Nachspielen zu Hause. Anne-Kathrin Behl, geboren 1983, aufgewachsen in Greifswald, studiert seit 2004 Illustration an der HAW Hamburg. Dazu veranstaltet sie unter anderem Workshops und entwickelt Produkte für Kinder. Für Kinder ab 5 Jahren. Eintritt frei. 15.30 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

14.1. --- Literaturhaus Lesung. Kristof Magnusson – „Das war ich nicht“. Ein junger Banker, der in einer großen Investmentbank in Chicago kurz vor dem großen Karrieresprung steht, ein amerikanischer Beststellerautor mit Schreibblockade und Angst vor Alter und Einsamkeit sowie dessen deutsche „literaturverrückte” Übersetzerin in der Midlife-Crisis sind die drei Protagonisten des neuen Romans von Kristof Magnusson. „Das war ich nicht” ist der zweite Roman des Theater- und Prosaautors Kristof Magnusson, der im Literaturhaus das „Schreiblabor”, eine Schreibwerkstatt für Jugendliche, leitet. 4-8 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

17.1. --- Hotel Wedina Lesung. Klaus Merz – „Der Argentinier“. Als Lenas Großvater kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Schiff nach Buenos Aires besteigt, fährt er dem Abenteuer entgegen, auf der Suche nach einer neuen Welt, die ihm nicht so müde und verbraucht erscheint wie das alte, zerstörte Europa. Zwei Jahre später kehrt er zurück in sein Heimatland und an die Seite von Amelie, die unbeirrt auf ihn gewartet hat. Die Erinnerung an seine Zeit in der Fremde, an seine Geliebte, an den argentinischen Tango hütet der Schweizer wie einen Schatz – und erst nach seinem Tod lüftet sich ein Geheimnis. Eintritt frei. 17 Uhr. Gurlittstraße 23, 20099 Hamburg.

17.1 --- Literaturhaus Lesung. Gordian Maugg und Alexander Häusser – „Hungerwinter“. Zur „TeaTime“ präsentieren Gordian Maugg und Alexander Häusser ihr Buch zu dem Film „Hungerwinter“, das vom Winter 1946/47 erzählt, einem der härtesten des 20. Jahrhunderts – in manchen Regionen lag der Kälterekord im Februar bei minus 29 Grad und das in einer Zeit kurz nach dem Krieg, in dem die Hälfte der Wohnfläche in Deutschland zerbombt war, die Verkehrswege kaum benutzbar, die Kriegsvorräte aufgebraucht. Dazu kamen Millionen Flüchtlinge und Kriegsheimkehrer. Das führte zur „Winterkrise“ 1946, in der viele Menschen erfroren oder an Unterernährung starben. 4-7 €. 17.30 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

19.1. --- Literaturhaus Diskussion. Heinrich August Winkler – „Woher kommen die westlichen Werte?“. Heinrich August Winkler sieht im abendländischen Projekt einer sich selbst regulierenden, politischen Welt „eine ungeheuer subversive Kraft“. Der Historiker lehrte bis zur Emeritierung 2007 an der Humboldt-Universität. Seine zweibändige deutsche Geschichte „Der lange Weg nach Westen” wurde ein Bestseller. Jetzt erschien der erste Band seiner „Geschichte des Westens”. Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert“. 6-10 €. 19 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

20.1. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. „Ein Detlev-von-Liliencron-Abend“. Der Nachruhm des Dichters Detlev von Liliencron (1844–1909) beruht fast ausschließlich auf seinem lyrischen Werk, das zum Besten gehört, was im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts auf diesem Gebiet in deutscher Sprache geschrieben wurde. Ihre besondere Wirkung entfalten Liliencrons Gedichte nicht allein bei der stillen Lektüre, sondern vor allem im mündlichen Vortrag. Liliencron selbst hat das gewusst und seine Werke mit großem Erfolg auf Vortragstourneen in ganz Deutschland rezitiert. An diese Tradition knüpft der Liliencron-Abend anlässlich des 100. Todestages des in Rahlstedt verstorbenen Dichters an: Der Schauspieler Hans-Jörg Frey liest Gedichte und Prosa, und der Münchner Germanist Walter Hettche, Herausgeber der kürzlich im Wachholtz-Verlag erschienenen „Ausgewählten Werke“ Liliencrons, führt in Leben und Werk des Dichters ein. 4-8 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

20.1 --- Museum für Kunst und Gewerbe Buchpräsentation. Sebastian Herrmann – „Fenomen IKEA“. Im Rahmen der Ausstellung, die noch bis Ende Februar im Museum für Kunst und Gewerbe gezeigt wird, präsentiert Sebastian Herrmann, er ist Wissenschaftsredakteur der „Süddeutschen Zeitung“, sein Buch „Wir Ikeaner – Unser verhängnisvolle Affäre mit einem kleinen schwedischen Möbelhaus“, das humorvoll und informativ zugleich vom geradezu unheimlichen Einfluss erzählt, den der multinationale Möbelkonzern mit Billy, Flört und Expedit, mit Jökel, Jansjö und Kassett auf die Wohnkultur hierzulande ausübt. 18 Uhr. Steintorplatz 1, 20099 Hamburg‎

21.1. --- Literaturhaus Lesung. Arne Seidel („Ahne“) – „Neue Zwiegespräche mit Gott“. Gott ist tot. Was für ein Quatsch. Gott wohnt am Prenzlauer Berg. Er ist, wer hätte es für möglich gehalten, ein Berliner. Gott erzählt eher, na ja, harmlose Witze, und manchmal geht er auf ein Bier ums Eck. Regelmäßig unterhält sich Gott mit Ahne. Der ist eher so „Agnostika“, was ihn jedoch nicht davon abhält, mit Gott die Welt zu besprechen. Und die ist so bunt wie Ahnes Kiez rund um die Choriner Straße. Es geht darum, ob Angela Merkel eigentlich Bürgerrechtlerin war, um „Gö-hörls“, um Klimaschutz und Protest und was man tut, wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht. 4-8 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

21.1. --- Literarisches Café im Christianeum Lesung & Vortrag. „Zum 150. Geburtstag von Anton Cechov“. Der Übersetzer und Cechov-Experte Peter Urban stellt das Leben und Werk des großen russischen Schriftstellers vor. 19.30 Uhr. Otto-Ernst-Straße 34, 22605 Hamburg.

22.1. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Jean Ziegler – „Der Hass auf den Westen“. „Seine Bücher wurden fast alle Bestseller, denn er hat ein Gespür für aktuelle Themen und kann fesselnd schreiben“, meint die „Süddeutsche Zeitung“ über Jean Ziegler. 8 €. 20.15 Uhr. Große Bleichen 19, 22354 Hamburg.

24.1. --- Jüdischer Salon am Grindel im Café Leonar Lesung. Robert Schindel – „Eine Sprache finden“. 19 Uhr. Grindelhof 59, 20146 Hamburg.

26.1. --- Literaturhaus Lesung. James Ellroy – „Blut will fließen“. 1968: Nixon und Humphrey kandidieren für das Präsidentenamt. Der Wahlkampf ist hart und geprägt von Verleumdung und Bestechung. Die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, die Proteste von Schwarzen und Studenten wie auch der Vietnamkrieg bringen Unruhe in die USA jener Tage. In Los Angeles beschäftigt den Polizisten Scotty Bennett der ungeklärte brutale Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem mehrere Millionen Dollar und eine größere Menge Smaragde verschwanden. Je mehr er bei den Ermittlungen in die Nähe der Machtzentren gerät, desto gefährdeter ist seine Mission – und auch sein Leben. Steckte das FBI hinter dem Überfall? Flossen die Millionen in Nixons Wahlkampf? Matthias Brandt liest den deutschen Text. Claudius Seidl moderiert. 6-10 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

26.1. --- Buchhandlung Heymann Buchpremiere & Gespräch. Barbara Vine – „Das Geburtstagsgeschenk“. Die britische Schriftstellerin Barbara Vine präsentiert im Gespräch mit Regula Venske ihren neuen Roman, der von der Doppelmoral eines englischen Politikers erzählt: Ivor Tesham, ein Machtmensch, Draufgänger und Politiker, macht seiner Geliebten zum achtundzwanzigsten Geburtstag ein riskantes Überraschungsgeschenk, das seine Karriere und sein Leben zu zerstören droht – und lebt von da an in ständiger Angst vor dem Medienskandal. 10 €. 20.30 Uhr. Eppendorfer Landstraße 77, 20249 Hamburg.

27.1. --- Thalia Lesung. Max Rauner – „Die verrückte Welt der Paralleluniversen“. Wo leben wir eigentlich? Und wenn ja, wie oft? Tobias Hürter und Max Rauner, beide „Zeit“-Redakteure, berichten live von der Entstehung eines neuen Weltbilds. Und sie gehen der Frage nach, was das für jeden von uns bedeuten könnte: Wer sind wir, wenn wir nicht mehr einzigartig sind? Erleben Sie den faszinierenden Einblick in eine fremde Welt mit. 8 €. 20.15 Uhr. Große Bleichen 19, 20354 Hamburg.

28.1. --- Institut für Sozialforschung Buchpräsentation. Steven T. Wax – „Kafka in Amerika – Wie der Krieg gegen den Terror Bürgerrechte bedroht“. Der amerikanische Strafverteidiger Steven T. Wax schildert die wahre Geschichte zweier Mandanten, die in das Netz der Antiterrormaßnahmen der US-Regierung gerieten. Er zeigt eindringlich, wie bedrückend schnell die grundlegenden Prinzipien der demokratischen Freiheiten und des Rechtsstaats außer Kraft gesetzt werden können. Er stellt aber auch unter Beweis, was deren leidenschaftliche und kenntnisreiche Verteidigung bewirken kann. Die Einführung und Moderation übernimmt Prof. Dr. Bernd Greiner. Eintritt frei. 19.30 Uhr. Mittelweg 36, 20148 Hamburg.

28.1. --- Kunsthalle Vortrag und Rundgang. „Genie? Wahnsinn? Kunst!“ Dr. Gabriele Himmelmann und Vera Rosenbusch laden zu einem Rundgang mit Texten und Bildern, der in Werken von Runge, Liebermann, Corinth, Mann, Goethe und Heine das Bild des Künstlers in Dichtung und Malerei thematisiert. Treffpunkt: Rotunde vor den Kassen. 18 Uhr. Glockengießerwall, 20095, Hamburg.

28.1 --- Literaturhaus Buchpräsentation. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Er gehört zu den Schlüsselfiguren der friedlichen Revolution: Joachim Gauck ist als „Revolutionspfarrer” von Rostock in die Geschichte eingegangen, war Mitbegründer des Neuen Forums und wurde 1990 zum ersten Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit berufen. Dieser Mann hatte nie Furcht davor, zwischen alle Stühle zu geraten: Während seiner 20-jährigen Amtszeit versuchte er mit Loyalität und Konsequenz, den tausenden Opfern der Stasi zu ihrem Recht zu verhelfen. Vom Wind, der ihm aus verschiedenen Richtungen entgegenblies, hat er sich nie umwehen lassen. Nun hat der beinahe 70-Jährige in Zusammenarbeit mit Helga Hirsch sein Leben aufgeschrieben. „Winter im Sommer – Frühling im Herbst” erzählt vom Werdegang eines Demokraten und Nonkonformisten. Entstanden ist ein beeindruckendes Zeugnis eines deutschen Schicksals, das exemplarisch für das vergangene Jahrhundert steht und dabei stets der Menschlichkeit verpflichtet bleibt. 4-8 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

29.1. --- Kulturhaus Eppendorf Lyrik-Vertonungen. „Was solln wir noch beginnen ...“ Die Musiker Heike Kellermann und Wolfgang Rieck präsentieren im Rahmen der „Woche des Gedenkens“ in Hamburg-Nord Vertonungen des jüdischen Arztes und Dichters Theodor Kramer. 8-10 €. 20 Uhr. Martinistraße 40 (Hinterhof), 20251 Hamburg.

31.1. --- Ernst-Deutsch-Theater Gespräch. „Theater! Theater!“. Matthias Wegner stellt zusammen mit Helmuth Lohner einen leidenschaftlichen Theaterkritiker und Stückeschreiber vor: Alfred Polgar (1873-1955), der in Wien zum berühmten Literatenkreis um Peter Altenberg und Egon Friedell gehörte, bevor er zu einer viel gelesenen Größe der Berliner Kultur wurde. Polgar gilt als Meister der kleinen Form, seine Texte zeichnen ein undogmatischer Humanismus und ein skeptisch-melancholischer Witz aus. 9-18 €. 11 Uhr. Friedrich-Schütter-Platz 1, 22087 Hamburg.

Hannover

12.1. --- Lehmanns Buchhandlung Lesung. Hans-Werner Meyer – „Durchs wilde Kindistan“. Hans-Werner Meyer erzählt ehrlich, warmherzig und humorvoll von den Höhen und Tiefen des Vaterseins. Er berichtet von großen Taten und kleinen Verrichtungen, von Erziehungsidealen und schmutzigen Windeln. 5-7 €. 20.30 Uhr. Georgstraße 10, 30159 Hannover.

14.1. --- Lehmanns Buchhandlung Lesung. Helmut Krausser – „Einsamkeit und Sex und Mitleid“. In Helmut Kraussers neuem Roman streifen die unterschiedlichsten Menschen durch Berlin, begegnen sich und kommen einander nah – immer auf der Suche nach dem Glück: Vincent zum Beispiel ist Callboy, sitzt an Weihnachten alleine in der Kneipe und lässt sich, als die dichtmacht, zu Hause eine Badewanne ein. Beim Einsteigen wird er von einer Einbrecherin überrascht – und die beiden freunden sich an. Außerdem wird in „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ ein Kind entführt, eine mitternächtliche Hochzeit improvisiert, ein Genickschuss erkauft, der Prophet Jesaja predigt auf dem Kreuzberg – und alles ist auf ungeahnte Weise miteinander verknüpft: zu einem Netz, aus dem es kein Entkommen gibt. Krausser spielt auf der Klaviatur des scheinbaren Zufalls, mischt Melodram, Ironie, Spannung und Lakonik zu einem bizarren Panorama, zu einem beeindruckenden Kaleidoskop des Lebens. Die Moderation übernimmt Martin Rector. 5-7 €. 20.30 Uhr. Georgstraße 10, 30159 Hannover.

19.1. --- Literaturetage im Künstlerhaus Diskussion. Ilija Trojanow und Lukas Bärfuss – „Hegemonie und Eigensinn – Kulturelle Identitäten zwischen Abgrenzung, Vermischung und Einmischung“. Ob eine Kultur, die auf eine andere trifft, sich mit dieser vermischt oder versucht, sich von ihr abzugrenzen oder gar, sie zu vereinnahmen, hat natürlich auch immer mit Machtgefällen zu tun. Über diese und ähnliche Fragen spricht Trojanow – moderiert von Jutta Rinas – mit Lukas Bärfuss, der zu den erfolgreichsten Dramatikern der letzten Jahre zählt. Bärfuss nimmt in seinen Büchern die Frage der hegemonialen Haltung Europas gegenüber anderen Kulturen in den Blick. Minutiös recherchiert und politisch positioniert, schildert er in seinem Debütroman „Hundert Tage“ nicht nur den Völkermord in Ruanda, sondern auch die Rolle (und die Fehler) der europäischen Entwicklungspolitik: ein dunkles Kapitel aus Afrikas Geschichte, in das wir tiefer verstrickt sind, als wir glauben wollen. 6-8 €. 19.30 Uhr. Literaturbüro Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover.

21.1. --- Lehmanns Buchhandlung Lesung. Jean Ziegler – „Der Hass auf den Westen“. In seinem Buch diagnostiziert er einen wachsenden Hass der Armen auf den Westen. Ziegler zeigt, welche Folgen das auch auf die globale Friedenspolitik hat. Jean Ziegler, geboren 1934, lehrte bis 2002 Soziologie an der Universität Genf. Zuletzt erschien von ihm „Das Imperium der Schande“. 5-7 €. 20.30 Uhr. Georgstraße 10, 30159 Hannover.

26.1. --- Lehmanns Buchhandlung Buchvorstellung. Peter Gaymann – „Von Paaren, Hühnern und anderen Problemen“. Peter Gaymann zählt mit mehr als fünfzig Buchveröffentlichungen zu den bekanntesten deutschen Cartoonisten. Bei Lehmanns gibt er einen kleinen Einblick in seine Arbeit und sein Leben zwischen Federvieh und Zeichenstift. Peter Gaymann, geboren 1950, machte die Hühner aus seinem 1984 erschienenen Cartoonband zu seinem Markenzeichen. Brigitte-Leser(inne)n ist er vor allem durch seine Paarprobleme bekannt. 5-7 €. 20.30 Uhr. Georgstraße 10, 30159 Hannover.

26.1. --- Literaturetage im Künstlerhaus Lesung & Gespräch. „Wort.Laut.Stärke“. Es geht um Wörter, klar. Um reichlich Wörter, die auch noch laut vorgelesen werden, die Lesung und Gespräch auf der Bühne zu einem Ereignis machen, dessen eigentliche Stärke in der Zukunft liegt. Denn wer die wichtigen Autorennamen von morgen kennen will, muss sich nur der Wortlautstärke dieses Abends überlassen. Hanns-Josef Ortheil, Annett Gröschner und Stephan Porombka stellen Schriftstellerinnen und Schriftsteller der (neben dem Deutschen Literaturinstitut in Leipzig) wichtigsten deutschen Schreibschule in Hildesheim vor. Romane, Gedichte, Erzählungen den lieben langen Tag, Dramen, Essays und Tagebücher natürlich auch und, nicht zu vergessen, nebenbei noch die Neuerfindung des Feuilletons: Seit zehn Jahren werden auf der Domäne Marienburg in Hildesheim die kommenden Schriftstellergenerationen ausgebildet. 3-5 €. 19.30 Uhr. Literaturbüro Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover.

26.1. --- Schmorl & von Seefeld Lesung. Bernhard Hennen – „Elfenkönigin“. „Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron.“ (Heyne Verlag) 20.15 Uhr. Bahnhofstraße 14, 30159 Hannover.

27.1. --- Historisches Museum am Hohen Ufer Lesung & Diskussion. Hannes Heer – „Hitler war’s! Die Befreiung der Deutschen von ihrer Vergangenheit“. Eichinger, Fest, Knopp und andere sind hier die Kronzeugen einer radikalen geschichtspolitischen Wende. Am Beispiel ihrer Filme und Bücher analysiert Hannes Heer, was sich zur Zeit vollzieht: Es ist wieder hoffähig geworden, allein Hitler zum Sündenbock zu machen und damit die Deutschen aus der Verantwortung zu entlassen. Eine engagierte Polemik gegen die Wende in der Geschichtsbetrachtung. 19 Uhr. Pferdestraße 6, 30159 Hannover.

28.1. --- Literaturetage im Künstlerhaus Lesung & Gespräch. Matthias Politycki – „Jenseitsnovelle“. Politycki erzählt von einem Tag ohne Gnade zwischen Mann und Frau, vom Glück, den Gefährdungen und den Abgründen ihrer Liebe und Ehe: Durch eine Augenoperation ist Hinrich Schepp unter die Sehenden geraten. Nach Jahrzehnten starker Kurzsichtigkeit möchte er, der kauzige Gelehrte, nun endlich auch den Frauen und ihrer grandiosen Unbegreiflichkeit auf den Grund kommen. Umso mehr, als er in seiner Stammkneipe eine verführerische Schönheit an der Bar beobachtet, die – für einen Schepp entsetzlich verwerflich und glücksverheißend zugleich – von ihrer Begleiterin erst geküsst, dann sogar in den Hals gebissen wird. Sein Leben gerät endgültig in Schieflage, als ebenjene Frau wenig später in seiner Kneipe wieder auftaucht: als Bedienung. Und dann findet er eines Morgens ein Manuskript auf dem Schreibtisch, von seiner Frau Doro akribisch korrigiert – und wird auf diesem Wege unbarmherzig erinnert an den dunklen kalten See, in den die frisch Verstorbenen laut Doro alle hineinmüssen, um darin ein zweites Mal zu sterben. 5-7 €. 19.30 Uhr. Literaturbüro Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover.

Hattingen

28.1. --- Stadtbibliothek Lesung. Majella Lenzen – „Das möge Gott verhüten“. „Über die katholische Kirche wird viel geredet und noch mehr spekuliert, denn nur selten können wir hinter die Mauern des Vatikans oder der Klöster schauen. Informationen aus erster Hand gibt nun Majella Lenzen, sie bricht das Schweigen und berichtet von ihren Erfahrungen als Schwester Maria Lauda. 33 Jahre war sie im Dienst der Kirche in Afrika tätig. In Tansania baut die gelernte Krankenschwester ein Krankenhaus auf. Cholera, Malaria, Kaiserschnitte gehören zu ihrem Alltag. Als Provinzoberin in Simbabwe versucht sie die Ordensregeln zu erneuern und gerät in Konflikt mit der Kirche. Sie wird in eine von HIV stark betroffene Krisenregion versetzt, wo sie die kirchliche Aidsarbeit koordiniert. Als sie Kondome in das Rotlichtviertel von Morogoro transportiert, provoziert sie den finalen Skandal. Sie wird von ihrem Bischof in ein sozial prekäres Leben entlassen und von ihren Gelübden entbunden. Majella Lenzen erzählt mit Humor, Ironie und Demut von den abenteuerlichen Episoden ihres Lebens als Missionarin. Sie wankt nicht in ihrem Glauben, trotz der Ungerechtigkeit, die sie erlitten hat, sondern hofft auf eine bessere, eine aufrichtigere Kirche.“ (Dumont Verlag) 19.30 Uhr. Reschop Carré 1, 45525 Hattingen.

Heide

29.1. --- VHS Heide Wochenendseminar. „Autobiographisches Schreiben“. Mit dem Journalisten Eckart Wittke. Wenn ich das mal alles aufschreiben würde oder ich könnte glatt ein Buch schreiben. Haben Sie das auch schon gedacht, möglicherweise sogar geäußert? Zeit, es zu tun. Das Leben ist das Kostbarste, worüber wir verfügen. Wichtige Stationen, prägende Erfahrungen, einschneidende Erlebnisse und/oder Abenteuer, Kümmernisse, Triumphe, Erfolge und Verluste – all das hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Eigentlich zu wertvoll, um in Vergessenheit zu geraten. Also endlich tun, was wir schon tun wollten: schreibend unseren Lebensweg erneut gehen oder ihn zurückgehen und so manches neu erleben. Individuelle Schwerpunkte und Ziele werden berücksichtigt. Wir werden verschiedene Formen autobiographischer Erzählweise kennen lernen und uns mit dem Handwerk des Schreibens wie auch der Überwindung von Schreibhemmungen beschäftigen. Ziel ist es, mit eigenen Worten unser Leben so treffend und packend zu schildern, dass auch andere daran teilhaben wollen. 70 €. 19.30 Uhr. Markt 29, Heide.

Hildesheim

20.1. --- Universität Lesung. Alina Bronsky – „Scherbenpark“. „Es war die unwahrscheinliche Geschichte eines unverlangt eingesandten Manuskriptes, das den Verlag sofort begeisterte, und es wurde eines der erfolgreichsten Debüts: Mit ihrer Geschichte von Sascha, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, hat Alina Bronsky die Herzen ihrer Leser erobert. Was macht ihr Debüt so besonders? Da ist zum einen die siebzehnjährige Sascha Naimann, die aus Moskau nach Deutschland gekommen ist und mit ihren zwei – jüngeren Geschwistern im Scherbenpark lebt – einem Hochhaus-Ghetto, in dem eigene Gesetze herrschen, die sie mit wilder Entschlossenheit bricht. Da ist zum anderen das katholische Elite-Gymnasium, das Sascha wegen ihrer Hochbegabung und ihrer prekären Lebenssituation angenommen hat, mitsamt den behüteten und ausstaffierten Mitschülerinnen, die keinen Schimmer von Algebra haben, aber ein volles Freizeitprogramm. Und da ist der Ton, in dem Sascha ihre Geschichte erzählt: Selbstbewusst und geradeheraus, beiläufig und trocken kommentiert sie ihre Umgebung, das verzweifelte Streben nach Glück, Freiheit und Wohlstand, das Scheitern ringsum und das eigene Aufbegehren.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 18 Uhr. Leselounge, Marienburger Platz 22, 31141 Hildesheim.

Hoyerswerda

21.1. --- Kulturfabrik Lesung. Friedrich Christian Delius – „Die Frau, für die ich den Computer erfand“. „Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute – und die Erfindung einer unmöglichen Liebe. ‚Glauben Sie mir, das Erfinden, auch das geht ja nicht ohne Eros. Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen ... Die Frau, die Leibniz verstand. Die mich verstand. Die Frau, die mich erfand. Die mit mir den Computer ... Die Frau, für die ich den Computer erfand ... Das war sie und das ist sie und das wird sie immer sein, wenn dies Bekenntnis einmal in der Welt ist.’“ (Rowohlt Verlag) 19 Uhr. Alte Berliner Straße 26, 02977 Hoyerswerda.

Illertissen

29.1. --- Jochen-Klepper-Haus Lesung. Ulrich Ritzel – „Beifang“. „Der ausgediente Kriminalbeamte Hans Berndorf bekommt den Auftrag, private Ermittlungen zu dem Mord an einer jungen Frau zu führen, deren Ehemann als anscheinend bereits überführter Täter in Ulm vor Gericht steht. Doch als Berndorf eintrifft, ist sein Auftraggeber – der Verteidiger des Angeklagten – tot, auf dem Hauptbahnhof von einem Güterzug überrollt. Hat er Selbstmord begangen oder ist er vor den Zug gestoßen worden? Das ist nicht die einzige Frage, vor der Berndorf steht. Vor seinem Tod war der Anwalt wiederholt in heftige Auseinandersetzungen mit dem Vorsitzenden Richter geraten, weil ein seiner Ansicht nach für das Verfahren entscheidendes Beweisstück spurlos verschwunden ist: ein Schmuck, den die ermordete junge Frau getragen hatte. Dieser Schmuck – eine Goldkette mit einem breiten Ring, auf dem in Miniatur das biblische Motiv des Sündenfalls eingearbeitet war – führt Berndorf weit über seinen ursprünglichen Auftrag hinaus. Er stößt auf allerhand Merkwürdigkeiten – eine davon ist, dass der tote Anwalt und der Vorsitzende Richter entgegen dem Anschein, den sie in der Verhandlung geweckt hatten, seit vielen Jahren gute Bekannte waren. In dem Dickicht von alltäglichen Verstrickungen, von Lügen und Niedertracht, das Berndorf freizulegen versucht, stößt er schließlich auf das Verbrechen, das vor Jahrzehnten am Anfang von allem stand.“ (btb Verlag) 20 Uhr. Ulmer Straße 13, 89257 Illertissen.

Iserlohn

28.1. --- Parktheater Lesung. Armin Rohde – „Größenwahn und Lampenfieber“. „Die Welt der Schauspieler wird von Klischees und Vorurteilen bestimmt – Armin Rohde nimmt kein Blatt vor den Mund: Warum muss man keinen Mörder treffen, um einen darzustellen? Warum kann ein Proll mit Lederjacke auch einen Schönheitschirurgen spielen? Und warum will man immer wieder an der Rampe stehen, obwohl man die Hose gestrichen voll hat? Anhand vieler Fragen, die seine Karriere begleitet haben, erzählt Armin Rohde anekdotenreich und unterhaltsam seinen Weg vom Arbeitersohn zum Filmstar – und gewährt gleichzeitig einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Berufs Schauspieler. Ein Leitfaden der ganz besonderen Art.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Alexanderstraße/Südstraße, 58644 Iserlohn.

Kassel

30.1. --- Staatstheaters Lesung. Wilhelm von Sternburg – „Joseph Roth – Eine Biographie“. „Welch ein Leben: Vom jüdischen Außenseiter aus Ostgalizien zum Wiener Studenten und Weltkriegssoldaten, vom Starjournalisten der Weimarer Republik und Reisereporter zum österreichischen Literaten mit Weltruhm, der als verlorener Trinker im Pariser Exil stirbt. 70 Jahre nach Roths Tod wird sein Leben nun in dieser Biographie packend und kenntnisreich erzählt.“ (Kiepenheuer & Witsch) 18 Uhr. Foyer, Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel.

Kiel

10.1. --- Museumsbrücke am Schifffahrtsmuseum Spaziergang. „Kieliterarisch“ – Ein Spaziergang durch Kiel auf den Spuren seiner Dichter. Zugegeben: Kiel ist kein Weimar des Nordens und die vielfältigen Spuren, die Dichter in Kiel hinterlassen haben, sind größtenteils verwischt. Dennoch: Bedeutende Autoren wie Hans Christian Andersen und Jules Verne verweilten auf ihren Reisen in Kiel, andere literarische Größen wie Theodor Storm, Klaus Groth und Detlev von Liliencron lebten jahrelang in der Fördestadt. Walter Arnold und Dagomar Heinz vom „theater augenblicke“ laden dazu ein, ihren Spuren zu folgen. Auf einem Spaziergang durch die Kieler Altstadt von der Förde bis zum Kleinen Kiel geben sie – oft überraschende – Einblicke in Leben und Werk und rezitieren aus ihren Texten. Wie Friedrich Gottlieb Klopstock in der Förde badete, wen Theodor Mommsen in der Flämischen Straße liebte, warum Klaus Groth seinem Namen alle Ehre macht, weshalb Detlev von Liliencron mit dem Nikolaus hadert, dies und vieles mehr verrät kieliterarisch. 4-5 €. 11 Uhr. Wall 65, 24103 Kiel.

11.1. --- Metro-Kino Lesung. Harald Martenstein – „Der Titel ist die halbe Miete“. „Harald Martenstein weiß, worauf es ankommt. Seine Texte bringen das Wesentliche immer auf den Punkt. Auch im neuen Band sind Kolumnen versammelt, die sich um die Widrigkeiten des Alltags drehen: Probleme, die die Menschheit seit Urzeiten mit sich herumschleppt oder welche, die manchmal nur so kurz aufblitzen, dass sie nur von Harald Martenstein verewigt werden können. In seinen Gedankenlabyrinthen kann man sich kichernd verlieren oder auch stirnrunzelnd Zeitgeistanalyse betreiben. Auf Martenstein ist Verlass. Immer.“ (C. Bertelsmann Verlag) 20 Uhr. Holtenauerstrasse 162-170, 24105 Kiel.

15.1. --- Institut für Spanische Sprache und Kultur Vortrag & Rezitation. „Das Traditionelle und das Avantgardistische in der Lyrik Federico Garcia-Lorcas“. Mit Dr. Esther Morales-Canadas und Daniel Vogt (Übersetzung und Gitarrenbegleitung). Federico García Lorca (1898-1936) ist vielen als Sänger der andalusischen Seele bekannt. Aber war ist nicht allein volkstümlicher Lokalpatriot, sondern auch universell und avantgardistisch und gehörte zur Gruppe „Generación del 27“, die in erster Linie die Reinheit der Lyrik suchte. Angesichts der schwierigen Situation seines Landes und der Suche nach der eigenen Identität verbunden mit der Liebe zu den Traditionen vereinbart García-Lorca in seinen Gedichten das Parfum der Nelken mit der Sprache der Moderne. An diesem Abend werden Gedichte des Autors auf Spanisch und Deutsch vorgelesen, unter den oben beschriebenen Gesichtspunkten betrrachtet und erläutert. Zudem werden einige seiner Volkslieder zu Gehör gebracht. 19 Uhr. 3-5 €. Hardenbergstraße 11, 24105 Kiel.

17.1. --- Museumsbrücke am Schifffahrtsmuseum Spaziergang. „Kieliterarisch“ – Ein Spaziergang durch Kiel auf den Spuren seiner Dichter. Zugegeben: Kiel ist kein Weimar des Nordens und die vielfältigen Spuren, die Dichter in Kiel hinterlassen haben, sind größtenteils verwischt. Dennoch: Bedeutende Autoren wie Hans Christian Andersen und Jules Verne verweilten auf ihren Reisen in Kiel, andere literarische Größen wie Theodor Storm, Klaus Groth und Detlev von Liliencron lebten jahrelang in der Fördestadt. Walter Arnold und Dagomar Heinz vom „theater augenblicke“ laden dazu ein, ihren Spuren zu folgen. Auf einem Spaziergang durch die Kieler Altstadt von der Förde bis zum Kleinen Kiel geben sie – oft überraschende – Einblicke in Leben und Werk und rezitieren aus ihren Texten. Wie Friedrich Gottlieb Klopstock in der Förde badete, wen Theodor Mommsen in der Flämischen Straße liebte, warum Klaus Groth seinem Namen alle Ehre macht, weshalb Detlev von Liliencron mit dem Nikolaus hadert, dies und vieles mehr verrät kieliterarisch. 4-5 €. 11 Uhr. Wall 65, 24103 Kiel.

24.1. --- Museumsbrücke am Schifffahrtsmuseum Spaziergang. „Kieliterarisch“ – Ein Spaziergang durch Kiel auf den Spuren seiner Dichter. Zugegeben: Kiel ist kein Weimar des Nordens und die vielfältigen Spuren, die Dichter in Kiel hinterlassen haben, sind größtenteils verwischt. Dennoch: Bedeutende Autoren wie Hans Christian Andersen und Jules Verne verweilten auf ihren Reisen in Kiel, andere literarische Größen wie Theodor Storm, Klaus Groth und Detlev von Liliencron lebten jahrelang in der Fördestadt. Walter Arnold und Dagomar Heinz vom „theater augenblicke“ laden dazu ein, ihren Spuren zu folgen. Auf einem Spaziergang durch die Kieler Altstadt von der Förde bis zum Kleinen Kiel geben sie – oft überraschende – Einblicke in Leben und Werk und rezitieren aus ihren Texten. Wie Friedrich Gottlieb Klopstock in der Förde badete, wen Theodor Mommsen in der Flämischen Straße liebte, warum Klaus Groth seinem Namen alle Ehre macht, weshalb Detlev von Liliencron mit dem Nikolaus hadert, dies und vieles mehr verrät kieliterarisch. 4-5 €. 11 Uhr. Wall 65, 24103 Kiel.

29.1. --- Galerie Unartic Märchennovelle. „Storm on platt“ – Hilde Dreyer erzählt Märchennovellen von Theodor Storm auf plattdeutsch. Hilde Dreyer ist Mitglied der Gruppe „Mundwerk“, die sich zusammengeschlossen hat, um die die traditionelle Kunstform des Erzählens zu pflegen und weiter bekannt zu machen. Die Erzählkunst zieht die Zuhörer nur mit Stimme, Gestik und Mimik in ihren Bann. Erzählstil und Temperament des Erzählenden geben den Märchen und Geschichten jeweils eine eigene Note – ohne Buch, Kostüm oder Bühnenbild zaubert der Erzählende den Zuhörern „das Kino in den Kopf und das Theater ins Ohr“. 8-10 €. Seeblick 1, 24106 Kiel.

Koblenz

28.1. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Bernhard Hennen – „Elfenkönigin“. „Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron.“ (Heyne Verlag) 20.15 Uhr. Löhrstraße 28/30, 56068 Koblenz.

Köln

10.1. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Friedrich Forssman – „Schmidt-Typographie“. Das Werk Arno Schmidts stellt nicht nur Leser vor besondere Herausforderungen, sondern auch Typographen und Schriftsetzer. Von Beginn seines Schaffens an experimentierte Schmidt mit Prosaformen, die – um seinen Anforderungen an Textfluss und -rhythmik zu genügen – nach einem besonderen Layout verlangten. So entstanden Texte unterschiedlichster Gestaltung, ausgestattet mit Details wie über- und untereinanderstehenden Wörtern und Wortteilen und phonetischen Schreibweisen. Der Vortrag des Buchgestalters und gelernten Schriftsetzers Friedrich Forssman zeigt Schmidts Erfindungen im Großen und im Kleinen. 4-7 €. 18 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

12.1. --- Literaturhaus Bericht. „Weltenwechsel in Sekunden“ – Ulla Lenze berichtet über Begegnungen mit Istanbul im „Atelier Galata“. Im Juli 2009 hat die Stadt Köln zusammen mit der Kunststiftung NRW und der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig eine Künstlerresidenz in Istanbul eröffnet, das „Atelier Galata“. Erste Stipendiatin im Bereich Literatur war die in Köln lebende Ulla Lenze. Sie berichtet von den unterschiedlichen Phasen ihrer Annäherung an die Stadt, in der die Welten von „Orient“ und „Okzident“ in Sekunden wechseln. Begleitend zur Lesung ihrer in Istanbul entstandenen Texte zeigt Ulla Lenze Fotografien aus der Stadt sowie einen Kurzfilm, den ihr Mitstipendiat Jugoslav Mitevski gedreht hat. Weitere Gesprächspartnerin ist Barbara Foerster, Literaturreferentin der Stadt Köln, die über die Ziele des Ateliers Galata Auskunft gibt. Eintritt frei. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

14.1. --- Junges Literaturhaus Schreibwerkstatt. „Die Schreibbar“. In der von Sascha Pranschke geleiteten Schreibbar können Jugendliche ab 12 Jahre ihre eigenen Texte vorstellen und über sie sprechen. Pranschke ist Autor, Lektor und Dozent für kreatives Schreiben. In der Schreibbar gibt er Jugendlichen Tipps, wie sie ihre Geschichten verbessern können, und hilft mit Schreibaufgaben und -spielen, Blockaden zu überwinden und einen eigenen Stil zu entwickeln. Weitere Termine: 25. Februar & 25. März. Anmeldung unter info@junges-literaturhaus.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. 4-5 €. 18–20 Uhr. Alte Feuerwache, Säulenraum, Melchiorstraße 3, 50670 Köln.

14.1. --- Stadtgarten Gespräch & Lesung. György Dragomán zu Gast im Literarischen Salon von Guy Helminger und Navid Kermani. Wann immer in György Dragománs Roman „Das Buch der Zerstörung“ zwei Figuren sich begegnen, fangen sie nach kurzer Zeit an, aufeinander einzuschlagen. Auch in „Der weiße König“ regiert die Diktatur in ihren physischen und psychischen Auswirkungen, jene alltägliche Rohheit und Bösartigkeit, die in der (N)Ostalgie gerne vergessen wird. Guy Helminger und Navid Kermani über ihren Gast: „Dragomán geht zu weit, also gerade weit genug. Alles, was er schreibt, bringt eine Erschütterung mit sich und ist zugleich von einem liebenswerten Schalk und einer herzzerreißenden Poesie, dass es einen trotz allem glücklich macht. So, wie man glücklich ist, wenn sich die Sehnsucht nach einem ehrlichen Wort, die jeder von uns hat, erfüllt“. 20.30 Uhr. Venloer Straße 40, 50672 Köln.

19.1. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Armin Rohde – „Größenwahn und Lampenfieber“. „Die Welt der Schauspieler wird von Klischees und Vorurteilen bestimmt – Armin Rohde nimmt kein Blatt vor den Mund: Warum muss man keinen Mörder treffen, um einen darzustellen? Warum kann ein Proll mit Lederjacke auch einen Schönheitschirurgen spielen? Und warum will man immer wieder an der Rampe stehen, obwohl man die Hose gestrichen voll hat? Anhand vieler Fragen, die seine Karriere begleitet haben, erzählt Armin Rohde anekdotenreich und unterhaltsam seinen Weg vom Arbeitersohn zum Filmstar – und gewährt gleichzeitig einen außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Berufs Schauspieler. Ein Leitfaden der ganz besonderen Art.“ (Rowohlt Verlag) 20.15 Uhr. Schildergasse 31-37, 50667 Köln.

20.1. --- Lengfeld’sche Buchhandlung Briefvorstellung. „Briefe an Freunde“ – Das intensive Leben der Martha Gellhorn. Vorgestellt von Sigrid Löffler. 1929, mit 21 Jahren, verließ Martha Gellhorn ihr liberal eingestelltes deutsch-jüdisches Elternhaus in St. Louis und brach nach Europa auf. 1937 folgte sie Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg. Bis in die 1980er Jahre hinein war sie als Kriegsreporterin an vorderster Front praktisch jedes bedeutenden internationalen Konflikts. Ihr Stil war scharf, ihre Meinungen waren zumeist unerbittlich und ihre Einschätzungen häufig treffend. Sie war in jeder Hinsicht eine leidenschaftliche Frau, so lebte und so schrieb sie. Sigrid Löffler, die 1989 ein ausführliches Interview mit Martha Gellhorn führte, stellt die Briefe Gellhorns an ihre Freunde vor. Diese geben Zeugnis von der intensiven Existenz der Schriftstellerin, die stets das harte Leben suchte und doch fast daran zerbrach. 4-7 €. 20 Uhr. Kolpingplatz 1, 50667 Köln.

21.1. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Bernhard Hennen – „Elfenkönigin“. „Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron.“ (Heyne Verlag) 20.15 Uhr. Schildergasse 31–37, 50667 Köln.

21.1. --- Raketenklub Poetry Slam. „Ein Kopf verpflichtet uns zu nichts“ – Sebastian 23 im Klub Junge Literatur. Sebastian 23 ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Poetry Slammer Deutschlands. 2008 gewann er die Deutschen Poetry Slam-Meisterschaften. Er textet „Lieder mit nützlichen Ratschlägen“, macht sich Gedanken über „Wenn alles einfach wäre“ und behauptet von sich selber „Ich lüge immer“. Seine Markenzeichen sind Mütze und hochgezogene Augenbraue, Spottlust und ein wacher Geist. Auch wenn der Titel seines ersten Buches lautet: „Ein Kopf verpflichtet uns zu nichts.“ „Er ist ironisch, aber nicht so bösartig wie manche Rabauken der MTV-Generation. Er hat gelegentlich einen Hang zu Poesie und Nachdenklichkeit, aber nervt nie mit depressivem Gefasel.“ (Der Spiegel) 4-7 €. 20 Uhr. Weidengasse 21, Hinterhof, 50668 Köln.

25.1. --- Lengfeld’sche Buchhandlung Lesung. Thomas Wolfe – „Schau heimwärts, Engel“. „‚Home, sweet home’ … Doch die Verhältnisse, in die der Romanheld Eugene Gant hineingeboren wird, sind alles andere als heimelig. Ein jähzorniger Alkoholiker der Vater, eine berechnende Krämerseele die Mutter, wird sein Elternhaus im Nu zur Keimzelle zwischenmenschlicher Dramen. Bei aller Erbitterung und Zwietracht der Gants erweist sich ihr Clan aber auch als Hort eines unbändigen Lebenswillens. ‚Schau heimwärts, Engel’, erschienen 1929, zeigt vielfältigste Facetten häuslichen Glücks und Unglücks und liest sich über weite Strecken als Abrechnung mit dem Heiligtum des ‚American way of life’: der Familie. Aufs Exemplarische abzielend, erwächst aus der drei Generationen überspannenden Chronik ein faszinierendes Zeit und Sittenbild der Vereinigten Staaten, eine Erkundung der Mythen und Mentalitäten des Landes und nicht zuletzt ein Hymnus auf dessen nie versiegende Vitalität.“ (Manesse Verlag) 20 Uhr. Kolpingplatz 1, 50667 Köln.

25.1. --- Sancta Clara Keller Lesung. Urs Widmer – „Herr Adamson“. „Es ist Freitag, der 22. Mai 2032. Einen Tag nach seinem vierundneunzigsten Geburtstag sitzt ein Mann in einem üppig blühenden Garten – es ist der Paradiesgarten seiner Kindheit –, neben sich einen Rekorder, und spricht seine Geschichte mit Herrn Adamson auf Band.“ 20 Uhr. Am Römerturm 3, 50667 Köln.

27.1. --- Literaturhaus Lesung. James Ellroy – „Blut will fließen“. Der wahnsinnigste Dichter der amerikanischen Literatur zu Gast zu einer seiner sehr seltenen Lesungen. USA, 1968. Der Wahlkampf zwischen Nixon und Humphrey ist geprägt von Verleumdung und Korruption. Die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, die Proteste von Schwarzen und Studenten und der Vietnamkrieg bringen Unruhe. In Los Angeles beschäftigt Scotty Bennett vom LAPD der ungeklärte brutale Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem mehrere Millionen Dollar verschwanden. Je mehr er bei den Ermittlungen in die Nähe der Machtzentren gerät, desto gefährdeter ist seine Mission – und auch sein Leben. Steckte das FBI hinter dem Überfall? Flossen die Millionen in Nixons Wahlkampf? James Ellroy – der „wahnsinnigste Dichter und Triebtäter der amerikanischen Literatur“ (SZ), „wichtigster Krimiautor der Gegenwart“ (Der Spiegel) – führt zu den Hintertreppen der Macht und besticht mit seiner radikalen Gesellschaftskritik, einer explosiven Mischung aus Verschwörung und Gewalt, Besessenheit, Sex und Drogen. Die Moderation übernimmt Ulf Poschart. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

27.1. --- Ursulinenschule Schullesung. Ute Wegmann – „Weit weg ... nach Hause“. „Luisa läuft weg. Und merkt gerade noch rechtzeitig, wie sehr sie das vermisst, wovor sie die Flucht ergriffen hat.“ (DTV) 11.40 Uhr. Machabäerstraße 47, 50668 Köln.

29.1. --- Biomöbel Genske Lesung. Günter Wallraff – „Aus der schönen neuen Welt“. „‚Ganz unten’, Günter Wallraffs Reportage über den menschenverachtenden Handel mit Leiharbeitern, war mit über fünf Millionen verkauften Exemplaren einer der größten Erfolge in der deutschen Buchhandelsgeschichte. Jetzt ist Wallraff wieder undercover unterwegs.“ (Kiepenheuer & Witsch) 20 Uhr. Subbelrather Straße 24, 50823 Köln.

Konstanz

9.1. --- Kulturladen Lesung. Thomas Gsella – „Nennt mich Gott“. Das Beste aus 50 Jahren Gsella: seinen ersten, noch tastenden Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen, Fußballsonette dieses „Gottes der Fußballyrik“ (taz) sowie, erstmals in Buchform, zahlreiche zeitkritische bis zeitverherrlichende Gedichte aus der „Titanic“ und unveröffentlichte neue Werke des „jüngsten Nachwuchsklassikers“ (Eckhard Henscheid) 21 Uhr. Joseph-Belli-Weg 5, 78467 Konstanz.

Krefeld

14.1. --- Volkshochschule Lesung. Markus Orths liest aus seinen Werken. 20 Uhr. Von-der-Leyen-Platz 2, 47798 Krefeld.

Leipzig

5.1. --- Literaturhaus Lesung. Gertraude Clemenz-Kirsch – „Frauen um Chagall“. Marc Chagall (1887-1985) wurde als Sohn jüdischer Eltern im weißrussischen Witebsk geboren. Mit seiner geliebten Frau und Muse Bella lebte er in Paris. Während der New Yorker Emigration starb sie, und er kehrte mit seiner Gefährtin Virginia nach Frankreich zurück. Nach sieben Jahren verließ Virginia den Künstler. Er heiratete Vava, die ihn bis zu seinem Tode begleitete. Die Chagall-Biographen lassen Virginia oft unerwähnt; anhand weitgehender Recherchen und Gespräche hat Gertraude Clemenz-Kirsch mit „Frauen um Chagall“ diese Lücke geschlossen. 19.30 Uhr. Saal 2, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

6.1. --- Universitätsbuchhandlung Vortrag & Gespräch. Johannes Balve – „Wie wird man exzellent? Deutsche Universitäten im Spitzenrausch“. 19 Uhr. Universitätsstraße 16, 04109 Leipzig.

7.1. --- Lehmanns Buchhandlung Lesung & Gespräch. Hans Stempel und Martin Ripkens – „Liebe vielleicht“. Sie tun, als sähen sie sich nicht und nehmen einander doch wahr. Boris, 20, Trödler aus Leidenschaft, sucht bei seinen sexuellen Abenteuern vergeblich einen Mehrwert. Robert, 40, routinierter Makler, fühlt sich für Frauen nicht geschaffen, hat aber bei Männern bisher kein Glück. Beide versuchen, ihre flüchtige Begegnung zu vergessen. Als sie sich zufällig wiedersehen, fehlt ihnen der Mut, ihre Zuneigung zu zeigen. Doch ihr Verlangen treibt sie erneut aufeinander zu. Endlich stehen sie rückhaltlos zu ihren Gefühlen, da trifft sie ein Schicksalsschlag, der ihre Hoffnungen zu zerstören droht. Fast wie in einem Roadmovie erleben beide die Münchener Innenstadt, Kultur und Subkultur, nicht immer ungefährlich. Als sie sich endlich ihre Sympathie eingestehen – oder ist es gar Liebe? – folgt den ersten Umarmungen ein fatales Erwachen. Das Abenteuer wird zum Drama. 4-6 €. 20.15 Uhr. Grimmaische Straße 10, 04109 Leipzig.

7.1. --- Literaturhaus Film. Hommage à Albert Camus – „Der Fremde“. Ein Film von Luchino Visconti (IT/F/DZ 1967), mit Marcello Mastroianni. Am 4. Januar jährt sich zum fünfzigsten Mal der frühe und tragische Tod Albert Camus’. Für sein belletristisches und philosophisches Werk, in dem er gegen die Absurdität des Daseins revoltiert, erhielt der Autor 1957 den Literaturnobelpreis. 1913 in Algerien geboren und in den 1930er Jahren nach Frankreich übersiedelt, war ihm 1942 der Durchbruch mit seinem Roman „Der Fremde“ gelungen, einer Bloßlegung bürgerlicher Konvention. Eine kurze Einführung in Leben und Werk gibt Camus’ Biografin Brigitte Sändig. 20 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

11.1. --- Literaturhaus Gespräch. Sind Verleger Autoren, die nicht schreiben können – oder Betriebswirtschaftler, die nicht (nur) rechnen wollen? Christoph Links im Gespräch: Wie und warum wird man Verleger? Und: Was bewegt einen Verleger und was bewegt ein Verleger heute? Christoph Links, geboren 1954 in Caputh/Potsdam, studierte Philosophie und Lateinamerikanistik in Berlin und Leipzig. Er arbeitete unter anderem als Redakteur bei der „Berliner Zeitung“ und war im Aufbau-Verlag tätig, ehe er 1989 in Berlin den Ch. Links Verlag gründete. 19 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

12.1. --- Literaturhaus Lesung & Vortrag. Nicole Haase und Daniel Minetti – „Jack London: Freiheit als Abenteuer“. Freund der Wildnis, engagierter Sozialist, depressiver Alkoholiker – das kurze Leben (1876-1916) des amerikanischen Erfolgsautors aus elenden Verhältnissen hat viele Facetten. Seine Erfahrungen als Zeitungsjunge, Wirtshausgehilfe und Fabrikarbeiter schärften sein soziales Gespür und schürten seinen Drang nach Freiheit. Als Hobo erkundete er die Weiten Amerikas, als Seemann bereiste er die Südsee, kam bis nach Japan und Australien. Der kulturellen Erschöpfung und dem seelenlosen Materialismus seiner Zeit setzte er als Geschichtenerzähler und Reisereporter das Ideal eines urwüchsigen, naturverbundenen Menschen entgegen. 20 Uhr. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

13.1. --- Literaturhaus Lesung. Inge Jens – „Unvollständige Erinnerungen“. Inge Jens, renommierte Editorin von Tagebüchern und Briefwechseln, unter anderem von Thomas Mann, Ernst Bertram und den Geschwistern Scholl, zudem Biografin von Katia Mann und Hedwig Pringsheim, schreibt in ihren „Unvollständigen Erinnerungen“ erstmals über sich selbst. Ergriffen von einem „plötzlichen Vergnügen am eigenen Leben“ erzählt sie pointiert und unprätentiös aus ihrer reichen Biografie. 3-4 €. 20 Uhr. Großer Saal, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

18.1. --- Literaturhaus Literatentreff. „Jenseits der Liebe“. In Briefen, Aufzeichnungen, Gedichten, Essays und Erzählungen beschwören die Autorinnen und Autoren der Schreibwerkstatt die großen, wie die flüchtigen Gefühle und Illusionen. Die Moderation übernimmt Regine Möbius. 19 Uhr. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

19.1. --- Literaturhaus Gespräch. „Die Ausgeschlossenen“ – Heinz Bude und Julia Friedrichs im Gespräch mit Wolfgang Tiefensee. In jeder Gesellschaft gibt es Gewinner und Verlierer. Es gibt aber auch noch jene, von denen Heinz Bude glaubt, sie seien für immer an den sozialen Rand verbannt. Der renommierte Soziologe hat in seinem Buch „Die Ausgeschlossenen“ das Thema der sozialen Gerechtigkeit unter die Lupe genommen. Auch die Journalistin Julia Friedrichs hat Menschen begleitet, die sich „im Paralleluniversum der Sozialtransfers“ durchs Leben hangeln. In „Deutschland dritter Klasse“ sucht sie nach sozialen Chancen für Hartz-IV-Empfänger. Angesichts fortschreitender Verteilungskämpfe fragen beide Autoren, ob es in einer globalisierten Welt eine gerechte Gesellschaft geben kann. 19.30 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

20.1. --- Literaturhaus Lesung. Dorothea Dieckmann – „Termini“. Rom, 1996: Der „Spiegel“-Journalist Ansgar Weber kommt in die „Ewige Stadt“, um über den Prozess gegen Erich Priebke zu berichten. Mehr als Priebke aber interessiert ihn Lydia Marin, die vermeintlich tote deutsche Schriftstellerin. In ihrem Roman verknüpft die Autorin Einzelschicksale und Zeitgeschichte, Traum und Wirklichkeit, Spannung und Psychologie. 2-3 €. 20 Uhr. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

21.1. --- Literaturhaus Film. „Supertex – Eine Stunde im Paradies“ Ein Film von Jan Schütte (D/NL, 2003). Nach dem Roman von Leon de Winter. Der aus Polen stammende Jude Simon Breslauer hat den Holocaust überlebt und nach dem Krieg in Amsterdam ein erfolgreiches Textilunternehmen gegründet. Sein jüngerer Sohn ordnet sich ihm unter, Max, der Ältere, revoltiert gegen den übermächtigen Vater. Als der Patriarch im Koma liegt, können beide Söhne nach ihrer Façon leben. Dabei zeigt sich, dass Max dem Vater ähnlicher ist, als er glaubt. 2-3 €. 20 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

22.1. --- Literaturhaus Vortrag. Wolfgang Both – „Rote Blaupausen – Eine kurze Geschichte der sozialistischen Utopien“. Vor 120 Jahren erschien der Roman „Ein Rückblick aus dem Jahr 2000 auf 1887“ des US-amerikanischen Journalisten Edward Bellamy. Er schildert ein sozialistisches Staatswesen und löste damit weltweite Begeisterung aus. Seitdem sind viele Utopien verfasst und untersucht worden; eine Betrachtung der sozialistischen Gesellschaftsentwürfe und ihrer Verknüpfungen mit dem Industriezeitalter jedoch fehlte bisher. In seinem Vortrag schlägt Wolfgang Both einen Bogen von der industriellen Revolution zur Arbeiterbewegung und ihrer Reflexion einer sozialistischen Gesellschaft in literarischen Utopien. 20 Uhr. Saal 1, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

22.1. --- naTo - Kultur- und Kommunikationszentrum Lesung. Patrick Hofmann – „Die letzte Sau“. „Patrick Hofmanns derb-komischer Debütroman schildert das Schicksal einer Familie in einer Region, die wie keine zweite deutsche im 20. Jahrhundert von radikalen gesellschaftlichen, ideologischen, industriellen und landschaftlichen Umwälzungen heimgesucht wurde.“ (Schöffling & Co. Verlag) 19 Uhr. Karl-Liebknecht-Straße 48, 04275 Leipzig.

26.1. --- Literaturhaus Lesung & Gedichtvortrag. Richard Pietraß & Nora Bossong – „Der gelbe Akrobat – 100 Gedichte der Gegenwart“. „Ein Gedicht kann ein geistig anregender Gesprächspartner sein. Man sollte freilich das Zuhören systematisch einüben, um die oft chiffrierten, gegenläufigen und vieldeutigen Aussagen eines Gedichts auch verstehen zu lernen“. Michael Braun nähert sich in dem gemeinsam mit Michael Buselmeier herausgegebenen Band „Der gelbe Akrobat“ hundert deutschsprachigen Gedichten der Gegenwart in poetologischen und biographischen Kommentaren an. Die vorsichtige und zuweilen verspielte Auskundschaftung zeitgenössischer Poesie eröffnet Zugangswege und fordert auch zum Widerspruch heraus. 20 Uhr. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

27.1. --- Literaturhaus Podium. „In Auschwitz ist immer Winter“ – Poetisches Podium I/2010. Lesung und Gespräch mit den Nachgeborenen Alexander Brode, Ralph Grüneberger und Libby Lipstick. Einführung: Christel Hartinger. Moderation: Stefan Kabisch. 17 Uhr. Saal 2, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

29.1. --- Lehmanns Buchhandlung Lesung. Raymund Krauleidis – „Schmoltke & Ich“. Willkommen im Büroalltag. Wer kennt sie nicht, die endlosen Weiten der Sinnlosigkeit und die tiefen Abgründe der Inkompetenz. Am besten überlebt man Schmoltkes Kleinkariertheit mit etwas Anarchie – und einer großen Portion Humor. Davon gibt es reichlich, sei es im Kampf um die letzten Käselaugenbrötchen oder gegen wild wuchernde Birkenfeigen, beim Date mit der langmähnigen Chefsekretärin oder bei der Strafversetzung ins Call-Center, wo man es mit der ungeliebten Spezies namens „Kunde“ zu tun bekommt. „Die beste Satire entsteht, wenn Insider nur genau hinsehen“, sagt Oliver Uschmann. 19 Uhr. Grimmaische Straße 10, 04109 Leipzig.

Leonberg

25.1. --- Stadthalle Lesung. Tom Buhrow & Sabine Stamer – „Mein Amerika - Dein Amerika“. „Über zehn Jahre haben Tom Buhrow und Sabine Stamer in den Vereinigten Staaten gelebt. Sie kennen nicht nur das offizielle, sondern auch das private Amerika – mit all seinen Besonderheiten, seinen liebenswerten und skurrilen Seiten, seinen inneren Widersprüchen. Wieso man über die Frage ‚How are you?’ nicht lange nachdenken sollte, weshalb viele Gläubige weite Wege zu ihrer Kirche in Kauf nehmen, warum das Auto für Jugendliche der wichtigste Ort auf Erden ist und wieso ein Friedhofsbesuch nicht lange dauern muss: Auf diese und andere Fragen gibt das Buch Antwort. Anhand eigener Erlebnisse und Erfahrungen, angereichert mit Hintergrundwissen, Fakten und Zahlen, machen uns die Autoren mit dem heutigen Alltag Amerikas vertraut, mit Sitten und Unsitten, Freiheiten und ungeschriebenen Gesetzen, Politik und Privatleben. Ein kenntnisreiches, originelles und unterhaltsames Porträt des heutigen Amerikas – eines Landes, dessen Entdeckung immer wieder aufs Neue lohnt.“ (Rowohlt Verlag) 19.30 Uhr. Römerstraße 110, 71229 Leonberg.

Lohne

31.1. --- Industrie Museum Lesung. Stephanie Schneider – „Wenn es leicht ist, ist es Liebe“. „Wollten Sie es sich schon immer mal etwas leichter machen? Dann bekommen Sie die volle Unterstützung von Stephanie Schneider. Werfen Sie unnötigen Perfektionismus über Bord: Jeder von uns hat seine kleinen Macken. Hier kommen ungewöhnliche Beziehungstipps für alle, die gern darauf verzichten, am Ende eines ausgefüllten 10-Stunden-Tages noch angestrengt an ihrer Partnerschaft zu arbeiten. Stephanie Schneider rät: Streichen Sie die Beziehungsarbeit aus Ihrem Wortschatz. Arbeiten Sie, wenn Sie mögen, an Ihrer Figur oder einer spielstarken Rückhand, aber gönnen Sie Ihrem Liebesleben vor allem Leichtigkeit. Oder gönnen Sie sich wenigstens dieses Buch – Schmunzeleffekt inklusive!“ (Kösel Verlag) 14.30 Uhr. Küstermeyerstraße 20, 49393, Lohne.

Lübeck

1.1. --- Buddenbrookhaus Neujahrsspaziergang & Führung. Neujahrsspaziergang und Führung zu den Drehorten der „Buddenbrooks“-Verfilmung. Mit Heide Aumann. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

2.1. --- Buddenbrookhaus Führung. Szenische Führung. Mit Jan Bovensiepen. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

3.1. --- Buddenbrookhaus Führung. „Träumerische Experimente“. Sonderführung im Buddenbrookhaus zur aktuellen Felix Krull-Inszenierung. 8 €. 16-17 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

6.1. --- Buddenbrookhaus Führung. Von Thomas Mann zu Günter Grass mit Besuch der Ausstellung „50 Jahre Blechtrommel“. Mit Heide Aumann. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

9.1. --- Buddenbrookhaus Führung. Klassische Führung mit Annette Eickhölter. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

13.1. --- Buddenbrookhaus Führung. Von Thomas Mann zu Günter Grass mit Besuch der Ausstellung „50 Jahre Blechtrommel“. Mit Dr. Alexej Baskakov. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

16.1. --- Buddenbrookhaus Führung. Führung durch beide Ausstellungen. Mit Jan Bovensiepen. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

16.1. --- Theater Lübeck Podiumsdiskussion. „Felix Krull“ im Gespräch. Mit Michael Birkner, den Schauspielern Jörn Kolpe und Sven Simon sowie Holger Pils. Eintritt frei. 16-17 Uhr. Theater Lübeck, Beckergrube 16, 23552 Lübeck.

20.1. --- Buddenbrookhaus Führung. Von Thomas Mann zu Günter Grass mit Besuch der Ausstellung „50 Jahre Blechtrommel“. Mit Heide Aumann. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

23.1. --- Buddenbrookhaus http://javascript:history.back();Führung. Literarische Führung. Mit Annette Eickhölter. 8 €. 14.-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

24.1. --- Buddenbrookhaus Ausstellungseröffnung. Fundstücke – Lübecker Bestände zu Thomas Mann, Heinrich Mann und Erich Mühsam.“ Musikalische Umrahmung von Studenten der Musikhochschule. 2,50-5 €. 11-13 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

24.1 - 7.3. --- Buddenbrookhaus Ausstellung. „Fundstücke – Lübecker Bestände zu Thomas Mann, Heinrich Mann und Erich Mühsam.“ Ganztägig. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

25.1. --- Buddenbrookhaus Lesung. Matthias Politycki – „Jenseitsnovelle“. Eine mitreißende Liebesgeschichte – und ihr schlimmster Albtraum zugleich. Hinrich Schepp ist unter die Sehenden geraten. Nach Jahrzehnten starker Kurzsichtigkeit möchte er den Frauen und ihrer grandiosen Unbegreiflichkeit endlich auf den Grund kommen. Sein Leben gerät in Schieflage, als er in seiner Stammkneipe eine verführerische Schönheit trifft. Im Rahmen der LiteraTour Nord. 5-7 €. 19.45 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

27.1. --- Buddenbrookhaus Führung. http://javascript:history.back();Von Thomas Mann zu Günter Grass. Mit Dr. Alexej Baskakov. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

29.1. --- Museum Behnhaus Drägerhaus Literaturtreffen. „Lübecker Literaturtreffen 2010“. Lesung deutscher Gegenwartsautoren aus unveröffentlichten Manuskripten. Es lesen Günter Grass, Eleonora Hummel, Michael Kumpfmüller, Dagmar Leupold, Eva Menasse, Norbert Niemann, Knut Romer, Tilman Spengler und Juli Zeh. 8-12 €. 19.30-22 Uhr. Königstraße 9-11, 23552 Lübeck.

30.1. --- Buddenbrookhaus Führung. http://javascript:history.back();Klassische Führung. Mit Dr. Verena Holthaus. 8 €. 14-15.30 Uhr. Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

Lüneburg

19.1. --- Buchhandlung am Markt Lesung. Martha Sophie Marcus – „Herrin wider Willen“. „Lüneburg im Dreißigjährigen Krieg: Um einer arrangierten Wiederverheiratung zu entgehen, ehelicht die junge Witwe Ada den ihr unbekannten Grafensohn und Soldaten Lenz. Beiden ist bewusst, dass er die Schlacht am nächsten Tag wohl nicht überstehen wird. Trotzdem genießen sie eine leidenschaftliche Hochzeitsnacht. Wie durch ein Wunder überlebt Lenz schwer verletzt, und Ada zieht mit ihm auf sein Gut. Aber Lenz fühlt sich schon bald in seiner Ehe gefangen und beschließt, Ada allein als Herrin auf dem Anwesen zurückzulassen. Und dann wird das Gut überfallen. Das bewegende Schicksal einer jungen Frau, die in den Wirren des Krieges ihr Glück selbst in die Hand nimmt.“ (Goldmann Verlag) 5 €. 20 Uhr. Bardowicker Straße 1, 21335 Lüneburg.

26.1. --- Buchhandlung Karl Perl Lesung. Stefanie Gercke – „Schwarzes Herz“. „Lisa gilt als ‚die’ kritische Journalistin im südafrikanischen Fernsehen. Als ihr vorgehalten wird, dass ihr geliebter Vater Bill einer der schlimmsten Menschenjäger im Apartheidsstaat gewesen sein soll, glaubt sie kein Wort. Auch nicht, als er beschuldigt wird, Angehörige seines Nachbarn und Freundes, des Zulus Amos Nyathi, ermordet zu haben. Doch dann wird Lisas Mutter gekidnappt, und ihr Vater behauptet, dass Amos’ Bruder Vusa – ein zwielichtiger Sangoma – dahintersteckt. Mit der Pistole in der Faust bedroht Bill den Zulu. Im Handgemenge erleidet er einen Herzinfarkt, ein Schuss fällt... und löst damit eine Katastrophe aus, die auch Lisa an den Rand des Abgrunds bringt.“ (Heyne Verlag) 20 Uhr. Kleine Bäckerstraße 6–7, 21335 Lüneburg.

Mannheim

22.1. --- Schatzkistl Lesung. Martin Sonneborn – „Das Partei Buch“. „Fast zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer versucht eine schmierige kleine populistische Oppositionspartei, in Deutschland die Macht zu übernehmen und das Land wieder zu teilen!“ (Kiepenheuer & Witsch) 20 Uhr. Augustaanlage 4-8, 68165 Mannheim.

Marburg

27.1. --- Marburger Literaturforum Lesung. David Wagner – „Vier Äpfel“. „Tiefkühlkost und Frauenhaar – ein Mann geht einkaufen, verirrt sich im Supermarkt und begegnet einer verlorenen Liebe.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Waggonhalle Kulturzentrum e.V., Rudolf-Bultmann-Straße 2a, 35039 Marburg.

Miltenberg

6.1. --- Beavers Lesung. Thomas Gsella – „Nennt mich Gott“. Das Beste aus 50 Jahren Gsella: seinen ersten, noch tastenden Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen, Fußballsonette dieses „Gottes der Fußballyrik“ (taz) sowie, erstmals in Buchform, zahlreiche zeitkritische bis zeitverherrlichende Gedichte aus der „Titanic“ (mit Fotos) und unveröffentlichte neue Werke des „jüngsten Nachwuchsklassikers“ (Eckhard Henscheid) 20 Uhr. Mainzer Straße 30, 63897 Miltenberg.

Moers

25.1. --- Zentralbibliothek Lesung. Benedict Wells – „Spinner“. „Jesper Lier, 20, weiß nur noch eines: Er muss sein Leben ändern, und zwar radikal. Er erlebt eine turbulente Woche und eine wilde Odyssee durch das neue Berlin. Ein tragikomischer Roman über die Angst, wirklich die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ (Diogenes Verlag) 19.30 Uhr. Unterwallstraße 15, 47441 Moers.

Mönchengladbach

22.1. --- Bücherstube Wackes Lesung. Markus Orths – „Hirngespinste“. „Kranich findet Unterschlupf bei seiner Tante Erna. Er hat eine geniale Idee und bereitet sich auf einen großen Wurf vor. Aber dann nistet sich seine schwangere Schwester Tamara bei ihm ein, und statt zu schreiben, geht Kranich unter im Kritikerstimmenwirrwarr, in Selbstzweifeln und in 28-Stunden-Tagen.“ (Schöffling & Co. Verlag) 20 Uhr. Hindenburgstraße 139, 41061 Mönchengladbach.

München

11.1. --- Lyrik Kabinett Gedichtvortrag. „Poetry in Motion“. Mit Laura Wihlborg, Dalibor Marcovic und Grög. Musik von Poetry-DJ Rayl Patzak. Moderation: Ko Bylanzky.5-7 €. 19.30 Uhr. Lyrik-Bibliothek, Amalienstrasse 83a, 80799 München.

14.1. --- Literaturhaus Lesung. David Foster Wallace – „Unendlicher Spaß“. „Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace, einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur, das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 20 Uhr. Salvatorplatz 1, 80333 München.

20.1. --- Lyrik Kabinett Gedichtpräsentation. Arne Rautenberg – „neunmalneun blutsbrüder betreun“. Arne Rautenberg präsentiert seine Gedichte und die Edition Poets’ names in a parallel Universe. Die Einführung übernimmt Thomas Lang. 5-7 €. 20 Uhr. Lyrik-Bibliothek, Amalienstrasse 83a, 80799 München.

21.1. --- Ev. Stadtakademie Lesung. Inge Jens – „Unvollständige Erinnerungen“. „Inge Jens, geboren 1927 in Hamburg. Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik; Promotion 1953. Herausgeberin der Tagebücher Thomas Manns. Mitarbeit an zahlreichen weiteren kulturhistorischen Projekten. Seit 1951 ist sie verheiratet mit Walter Jens; das Ehepaar lebt in Tübingen.“ (Rowohlt Verlag) 19 Uhr. Herzog-Wilhelm-Straße 24, 80331 München.

21.1. --- Kulturzentrum der Aktion Lebensqualität Lesung. Sibylle Lewitscharoff – „Apostoloff“. Zwei Schwestern. Die eine auf der Rückbank, die andere auf dem Beifahrersitz, die eine scharfzüngig und kampflustig, die andere nachsichtig und höflich: Sie sind unterwegs im heutigen Bulgarien. Auf der ersten Hälfte ihrer Reise waren sie Teil eines prächtigen Limousinenkonvois, der die Leichen von 19 Exilbulgaren – in den Vierzigern von Sofia nach Stuttgart ausgewandert – in ihre alte Heimat überführte. Darunter der frühverstorbene Vater der Schwestern. Jetzt sind sie Touristinnen, chauffiert vom langmütigen Rumen Apostoloff. Er möchte den beiden die Schätze seines Landes zeigen, die Keramik mit Pfauenaugendekor (dessen Kobaltblau giftig ist), die Schwarzmeerküste (komplett versaut), die Architektur (ein Verbrechen des 20. Jahrhunderts). Die Jüngere, die Erzählerin, spuckt Gift und Galle. Sibylle Lewitscharoffs neuer Roman ist eine Suada von der Rückbank, die bissige, rabenschwarze und erzkomische Abrechnung einer Tochter mit dem Vater und seinem Land. 19 Uhr. Augustenstraße 43, 80333 München.

27.1. --- Seidlvilla Vortrag & Diskussion. Bärbel Wardetzki – „Eitle Liebe“. „Narzisstische Beziehungen gleichen einem Feuerwerk: Heiße Gefühle, große Begierde, Verführung und Verschmelzung sind groß – doch meist erlöscht das Feuer rasch. Zurück bleiben Verletzungen und Frustration durch die Egozentrik der Partner. Bestsellerautorin Bärbel Wardetzki analysiert die Dynamik narzisstischer Beziehungen und geht auf die damit einhergehenden seelischen Nöte ein. Sie zeigt, wie auch Partnerschaften zwischen narzisstischen Menschen gelingen können, ohne dass einer von beiden zu sehr leidet.“ (Kösel Verlag) 19.30 Uhr. Nikolaiplatz 1b, 80802 München.

28.1. --- Literaturhaus Ausstellungseröffnung. „Golo Mann. Die Geschichte“. Golo Mann (1909-1994) ist einer der wichtigsten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts. Mit seinen geschichtlichen Darstellungen und mit seiner Autobiographie fand er weit über Fachkreise hinaus ein großes Publikum. (S. Fischer Verlag) 19.30 Uhr. Salvatorplatz 1, 80333 München.

28.1. --- Lyrik Kabinett Abschlussabend. „Ein Gedicht muss uns rote Ohren machen…“. Abschlussabend der Autorenwerkstatt 2009. Leitung der Werkstatt und Moderation: Christian Döring. 5-7 €. 20 Uhr. Amalienstrasse 83a, 80799 München.

29.1. - 11.4. 2010 --- Literaturhaus Ausstellung. „Golo Mann. Die Geschichte.“ Golo Mann (1909–1994) lebte in unruhigen Zeiten, erst spät kehrte er aus dem Exil nach Deutschland zurück. Seine „Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ (1958) wurde ein großer Erfolg, gerühmt wegen ihres brillanten Stils und dem Bemühen, die Vergangenheit kritisch, aber gerecht darzustellen. Manns Biographie Wallensteins (1971) wurde ein Bestseller und ein „Triumph erzählender Historie“. Doch die Frage, wie narrativ Geschichtsschreibung sein darf und soll, blieb umstritten. Golo Mann hatte es als Sohn Thomas Manns nicht leicht mit der berühmten Familie. Er suchte Distanz und löste sich doch nie. Nach einer Kindheit in München und Salem folgte das Studium bei Jaspers in Heidelberg. Aus dem jungen Sozialisten wurde im Exil ein konservativer Gegner Hitlers. Lange um Wirkungsmöglichkeiten ringend, kam der überwältigende Erfolg für Golo Mann spät, mit bald fünfzig Jahren. Zugleich gewann seine Stimme in der Bundesrepublik Gewicht: Golo Mann wurde zum vielgefragten Redner und einflussreichen Kommentator. 3-5 €. Dienstag-Freitag 11-19 Uhr, Samstag und Sonntag und Feiertage 10-18 Uhr. Galerie, Salvatorplatz 1, 80333 München.

Neumarkt

13.1. --- Buchhandlung Rupprecht Kabarettistische Lesung. Andreas Giebel – „Altstadtrebellen“. „Andreas Giebel ist der gewichtige Tiefgründler unter den deutschen Großkabarettisten. Er hat in seiner Karriere jeden bedeutenden Kleinkunstpreis bekommen und mit Kollegen wie Georg Schramm und Urban Priol erfolgreich Duoprogramme aufgeführt. In seinem ersten Buch wird der Münchner Viktualienmarkt zum Epizentrum menschlicher Begegnungen. Und von hier aus schickt Andreas Giebel seine stehtischgestählten Antihelden auf eine Irrfahrt durch die Gemeinde, vordergründig auf der Suche nach einem Ersatzteil für ein Fitnessgerät, tatsächlich aber den zentralen Themen des Daseins auf der Spur: Worüber unterhalte ich mich beim Essen mit ‚befreundeten Ehepaaren’, ohne sie zu beleidigen? Was ist der Unterschied zwischen Esoterik- und Erotikmesse? Warum hat’s die FDP in Bayern so schwer? Das ist kabarettistische Lebensberatung der Spitzenklasse.“ (Karl Blessing Verlag) 20 Uhr. Obere Marktstraße 26, 92318 Neumarkt.

Neuötting

29.1. --- Buchhandlung Rupprecht Lesung. Jörg Maurer – „Föhnlage“. „Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum – tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch. Kommissar Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf: War es ein Unfall, Selbstmord, Mord? Er schlägt sich mit widersprüchlichen Zeugenaussagen herum, die Einheimischen spekulieren genussvoll bei Föhn und Bier. Was hatte der Gestürzte oben auf dem Dachboden zu suchen? Und warum ist der hoch angesehene Bestattungsunternehmer Ignaz Grasegger auf einmal so nervös? Derweil muss Jennerwein einen verdächtigen Trachtler durch den ganzen Ort jagen und stößt unverhofft auf eine heiße Spur. Der Alpen-Krimi mit Atmosphäre und schwarzem Humor vom bekannten Münchner Musikkabarettisten Jörg Maurer“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Ludwigstraße 65-67, 84524 Neuötting.

Neustadt

29.1. --- Stadtbücherei Lesung. Markus Orths – „Hirngespinste“. „Kranich findet Unterschlupf bei seiner Tante Erna. Er hat eine geniale Idee und bereitet sich auf einen großen Wurf vor. Aber dann nistet sich seine schwangere Schwester Tamara bei ihm ein, und statt zu schreiben, geht Kranich unter im Kritikerstimmenwirrwarr, in Selbstzweifeln und in 28-Stunden-Tagen.“ (Schöffling & Co. Verlag) 20 Uhr. Marstall 1, 67433 Neustadt an der Weinstraße.

Nürnberg

14.1. --- Thalia Zweisprachige Lesung & Buchpräsentation. John Haskell – „Out of My Skin“. John Haskell, Jahrgang 1958, arbeitete als Schauspieler, Drehbuchautor und Performance-Künstler. Sein erster Roman „American Purgatorio“ ist auch als Amerikanisches Fegefeuer in deutscher Übersetzung erschienen. Sein neuer Roman „Out of My Skin“ ist 2009 erschienen und wird nun das erste Mal in diesem Rahmen auch auf Deutsch zu hören sein. Eintritt frei. 18.30. Kulturlounge, Karolinenstraße 53, 90402 Nürnberg.

28.1. --- Literaturhaus Lesung. Friedrich Christian Delius – „Die Frau, für die ich den Computer erfand“. „Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute – und die Erfindung einer unmöglichen Liebe. ‚Glauben Sie mir’, das Erfinden, auch das geht ja nicht ohne Eros. Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen ... Die Frau, die Leibniz verstand. Die mich verstand. Die Frau, die mich erfand. Die mit mir den Computer ... Die Frau, für die ich den Computer erfand ... Das war sie und das ist sie und das wird sie immer sein, wenn dies Bekenntnis einmal in der Welt ist.’“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Luitpoldstraße 6, 90402 Nürnberg.

Oelde

14.1. --- Kulturgut Haus Nottbeck Lesung. Helmut Krauss – „Ultimativ!!! Kabarett, Kult & Co auf dem Kulturgut“. Helmut Krauss liest satirische Texte von Michael Klaus. In der Reihe „Ultimativ!!! Kabarett, Kult & Co auf dem Kulturgut“ zur Ausstellung „witzig, aberwitzig, schräg, fantastisch... Kabarettheroen aus Westfalen“. 8-14 €. 20 Uhr. Museum für Westfälische Literatur, Landrat-Predeick-Allee 1, 59302 Oelde.

30.1. --- Kulturgut Haus Nottbeck Musik & Slam Poetry. Eine interaktive Reise zur Improvisation. In der Reihe „Ultimativ!!! Kabarett, Kult & Co auf dem Kulturgut“ zur Ausstellung „witzig, aberwitzig, schräg, fantastisch... Kabarettheroen aus Westfalen“. 5-8 €. 20 Uhr. Museum für Westfälische Literatur, Landrat-Predeick-Allee 1, 59302 Oelde.

Oldenburg

10.01. --- Kulturzentrum PFL Lesung. Helmut Krausser – „Einsamkeit und Sex und Mitleid“. Vincent ist Callboy, aber an Weihnachten sitzt er alleine in einer Kneipe. Als sie schließt, will er den Abend mit einem Bad beenden, doch als er ins Wasser steigt, überrascht ihn eine Einbrecherin. Die beiden freunden sich an. Der Roman Helmut Kraussers spielt auf der Klaviatur des scheinbaren Zufalls und verknüpft die Geschichten der unterschiedlichsten Menschen zu einem Netz, aus dem es kein Entkommen gibt: Ein Kind wird entführt, eine mitternächtliche Hochzeit improvisiert, ein Genickschuss erkauft, eine Predigt auf dem Kreuzberg gehalten. Und alles ist auf ungeahnte Weise miteinander verbunden. Krausser mischt mitreißend und böse Melodram, Ironie, Suspense und Lakonik zu einem bizarren Panorama. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Sabine Doering. 5-7 €. 11 Uhr. Peterstraße 3, 26121 Oldenburg.

24.1. --- Universitätsbibliothek Lesung. Matthias Politycki – „Jenseitsnovelle“. Hinrich Schepp betritt eines Morgens sein Arbeitszimmer. Am Schreibtisch sitzt mit dem Rücken zu ihm seine Frau Doro und liest. Als er sich zu ihr beugen will, um sie zu küssen, überkommt ihn die Gewissheit, dass etwas überhaupt nicht stimmt. Doro ist tot. Ohne es verstehen zu können, erkennt er, dass sie schon vor Stunden gestorben sein muss. Aber das ist noch nicht die letzte Unerträglichkeit, die an diesem Morgen auf ihn wartet. Sie hinterlässt einen Stapel Papiere, in denen sie ihr Wissen um die Gefährdungen und die Abgründe ihrer Ehe offenbart. Anlass genug für Schepp, sich an der Grenze des Todes seiner eigenen Sicht von Treue und Betrug zu vergewissern. 5-7 €. 11 Uhr. Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg.

Osnabrück

7.1. --- Lagerhalle Vortrag & Gespräch. Johannes Balve – „Wie wird man exzellent? Deutsche Universitäten im Spitzenrausch“. 20 Uhr. Rolandsmauer 26, 49074 Osnabrück.

19.1. --- Blue Note Lesung. Norbert Zähringer – „Einer von vielen“. „Mit einem Erdbeben fängt alles an, am 1.September 1923: Während ein japanischer Polizist im brennenden Tokio um sein Leben rennt, bringt Mary Frimm in der Mojave-Wüste ihren Sohn Edison zur Welt. Fast zur selben Zeit wird, rund 10.000 Kilometer weiter westlich, Siegfried geboren, dessen Vater noch am Abend bei einer Schießerei ums Leben kommt. Ein Erdbeben, zwei Neugeborene und ein Jahrzehnte umspannender Kriminalfall: Norbert Zähringer erzählt von der Ironie der Geschichte, ihrem Motor, dem Zufall, von großen Katastrophen und kleinen Dramen – ebenso leicht wie lebensprall, abgründig und komisch.“ (Rowohlt Verlag) 20.30 Uhr. Cinema-Arthouse, Erich-Maria-Remarque-Ring 16, 79074 Osnabrück.

Pfarrkirchen

21.1. --- Buchhandlung Rupprecht Lesung. Astrid Fritz – „Die Vagabundin“. „Passau, 1561: Nach dem Tod ihrer Mutter wächst die junge Eva bei ihrem brutalen Stiefvater auf. Als er sich an Eva heranmacht und sie mit einem alten Trunkenbold verkuppeln will, flieht sie aus der Stadt und beginnt ein abenteuerreiches Wanderleben. Schnell merkt Eva, dass sie als Frau den Männern schutzlos ausgeliefert ist. So verkleidet sie sich als Schneiderknecht und zieht von nun an mit gefälschten Papieren durch die Lande. Doch ihr Geheimnis droht ständig aufgedeckt zu werden. Vor allem, als ihr unterwegs ein Mann begegnet und mit ihm die erste große Liebe.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Bahnhofstraße 14, 84347 Pfarrkirchen.

Pinneberg

21.1. --- Buchhandlung Bücherwurm Lesung. Stefanie Gercke – „Schwarzes Herz“. „Lisa gilt als ‚die’ kritische Journalistin im südafrikanischen Fernsehen. Als ihr vorgehalten wird, dass ihr geliebter Vater Bill einer der schlimmsten Menschenjäger im Apartheidsstaat gewesen sein soll, glaubt sie kein Wort. Auch nicht, als er beschuldigt wird, Angehörige seines Nachbarn und Freundes, des Zulus Amos Nyathi, ermordet zu haben. Doch dann wird Lisas Mutter gekidnappt, und ihr Vater behauptet, dass Amos’ Bruder Vusa – ein zwielichtiger Sangoma – dahintersteckt. Mit der Pistole in der Faust bedroht Bill den Zulu. Im Handgemenge erleidet er einen Herzinfarkt, ein Schuss fällt... und löst damit eine Katastrophe aus, die auch Lisa an den Rand des Abgrunds bringt.“ (Heyne Verlag) 19.30. Dingstätte 24, 25421 Pinneberg.

Pliezhausen

19.1. --- Mediothek Lesung. Kathrin Schmidt – „Du stirbst nicht“. Kathrin Schmidt liest aus ihrem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman, der die Geschichte einer Heilung erzählt. Die Schriftstellerin Helene Wesendahl findet sich eines Tages im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos und mit Erinnerungslücken. „Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich“, hieß es in der Jury-Begründung zum Deutschen Buchpreis, „schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehen, unerhörten Liebe herauswachsen.“ (Kiepenheuer & Witsch) 20 Uhr. Otwin Brucker Schulzentrum, 72124 Pliezhausen.

Rehburg-Loccum

23.1. --- Evangelische Heimvolkshochschule Lesung. Viola Roggenkamp – „Die Frau im Turm“. “Hamburg, 1999: Zehn Jahre nach der Wende macht sich Masia Bleiberg von Hamburg aus auf die Suche nach ihrem Vater in Ostdeutschland, einem jüdisch-kommunistischen Menschheitsträumer. In der Hoffnung, ihn in Dresden zu finden, begleitet sie August Kuhl, ihren einzigen Freund, der dort einen Film dreht über die Gräfin Cosel. Einst berühmte Mätresse von August dem Starken, mächtigste Frau an einem der glanzvollsten Höfe des 18. Jahrhunderts, wurde sie verstoßen, auf die Festung Stolpen verbannt und ausgesperrt aus der Welt bis zu ihrem Tod. In fünfzig Jahren Gefangenschaft wurde die schöne Dame des Hochadels zu einer Gelehrten, sie durchwanderte geistige Freiräume, die sie im Judentum fand – zu ihrer Zeit ein Skandal. Beide Frauengestalten, die hinter Mauern lebende Gräfin und die deutsch-jüdische Tochter, repräsentieren in Vergangenheit und Gegenwart Lebenszusammenhänge von Eingeschlossenheit und Ausgeschlossenheit.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Hormannshausen 6-8, 31547 Rehburg-Loccum.

Rietberg

14.1. --- Altes Progymnasium Lesung. Robert Menasse – „Ich kann jeder sagen“. „Dreizehn Ich-Erzähler erinnern sich an Erlebnisse und Ereignisse, die prägend wurden für ihr Leben. Erinnerungen an den Tag, als John F. Kennedy erschossen wurde, die RAF in Wien den Industriellen Palmers entführte, Griechenland Fußball-Europameister wurde. Aus Erinnerungen wird Geschichte.“ (Suhrkamp Verlag) 10 / 8 €. 20 Uhr. Ratssaal, Klosterstraße 13, 33397 Rietberg.

Rostock

14.1. --- VHS Lesung. Wolfgang Engler – „Lüge als Prinzip. Aufrichtigkeit im Kapitalismus“. Was der Kapitalismus aus uns macht. Aufrichtigkeit ist ein Schlüsselbegriff zum Verständnis der bürgerlichen Kultur. Durch Aufrichtigkeit und ihre Inszenierungen schuf sich das Bürgertum eine Vertrauensbasis in einer feindlichen Umwelt. 19.30 Uhr. Alter Markt 19 18055 Rostock.

18.1. --- Thalia Buchpräsentation. Hans-Olaf Henkel – „Die Abwracker“. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Die Politik tut so, als habe sie alles im Griff. Aber die Arbeitslosen werden immer mehr, die Zahl der Pleiten steigt. Und die Banken, die so viel Geld verspekuliert haben, verweigern notwendige Kredite. Wie lange geht das noch gut? Als Top-Manager ist Hans-Olaf Henkel bestens vertraut mit dem Räderwerk der Macht. Schonungslos beschreibt er, wer versagt hat und warum. Gutmenschen und Zocker setzen unsere Zukunft aufs Spiel. Henkels Therapie zielt auf das System an sich: Die Weltwirtschaft braucht neue Spielregeln! 6-7,50 €. 20 Uhr. Breite Straße 15-17, 18055 Rostock.

19.1. --- Thalia Lesung. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Er gehörte zu den Schlüsselfiguren der deutschen Revolution von 1989. In seinem Buch „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ erinnert sich Joachim Gauck an sein Leben in der DDR, seine Rolle beim Umbruch und an seine Zeit als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. 8,50-10 €. 20 Uhr.http://www.thalia.de/shop/tha_homestartseite/thalia-filialen/showDetails/160/ Breite Straße 15-17, 18055 Rostock.

25.1 --- Thalia Lesung. Günter Wallraff – „In fremder Haut“. Ein Jahr lang war Günter Wallraff immer wieder als Schwarzer unterwegs: bei einem Fußballspiel in Cottbus, auf Wohnungssuche in Köln, in einer Rosenheimer Kneipe und bei einer Behörde in Berlin-Marzahn. 8,50-10 €. 20 Uhr. Breite Straße 15-17, 18055 Rostock.

Schneeberg

12.1. --- Kulturzentrum „Goldne Sonne“ Lesung. Gunter Böhnke – „Der Sachse liebt das Reisen sehr“. Ein Kabarettist auf Reisen. Wenn Gunter Böhnke seinem liebsten Hobby nachgeht, dem Reisen, stößt er immer und überall auf kuriose Menschen, eigensinnige Tiere und reich gedeckte Tafeln. Mit großer Erzähllaune und typisch sächsischem Humor tischt er kulinarische Geschichten zwischen Neufünf- und Neufundland auf. 19 Uhr. Fürstenplatz 5, 08289 Schneeberg.

Schwarzenbek

30.1. --- Buchhandlung Lesezeit Tasting. „Whisky-Tasting“ – Ausgewählte Single Malts mit Lesungen, Live Musik und kleinen Snacks. 22 €. 19.30 Uhr. Markt 3, 21493 Schwarzenbek.

Schweinfurt

21.1. --- Gesprächsladen Schweinfurt Vortrag. Wunibald Müller – „Ich wünsch dir einen Seelenfreund“. „Jeder Mensch hat ein Bedürfnis nach tiefen Beziehungen, in denen echte Verbundenheit und wahres Verstehen möglich sind: nach Seelenfreundschaften. Ob in einer langjährigen Partnerschaft, in kurzen Begegnungen oder in der Seelsorge – Wunibald Müller zeigt, was eine Seelenfreundschaft auszeichnet, wie man sie finden und pflegen kann. Er führt uns die Vielfalt und Kostbarkeit von Seelenfreundschaften vor Augen.“ (Kösel Verlag) 19 Uhr. Manggasse 22, 97421 Schweinfurt.

Senden

18.1. --- Bücherwelt Lesung. Isabelle Müller – „Phönixtochter“. „Aus jedem Stein, den sie uns vor die Füße werfen, werden wir unseren Weg bauen.“ Das ist das trotzige Lebensmotto von Isabelle. Von Loan, ihrer lebenstüchtigen vietnamesischen Mutter hat sie den Willen, immer wieder Mut zu fassen und nach vorne zu blicken. Auch wenn das Leben fast unerträglich scheint. „Phönixtochter“ erzählt die Geschichte einer bemerkenswerten Frau, die sich vom Unglück nicht überwältigen lässt, die das Leben meistert und am Ende – trotz aller Schicksalsschläge – eine erfolgreiche Unternehmerin in Deutschland wird.“ (S. Fischer Verlag) 19.30 Uhr. Hauptstraße 17, 89250 Senden.

Siegburg

27.1. --- VHS Lesung. Friedrich Christian Delius – „Die Frau, für die ich den Computer erfand“. „Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute – und die Erfindung einer unmöglichen Liebe. ‚Glauben Sie mir, das Erfinden, auch das geht ja nicht ohne Eros. Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen ... Die Frau, die Leibniz verstand. Die mich verstand. Die Frau, die mich erfand. Die mit mir den Computer ... Die Frau, für die ich den Computer erfand ... Das war sie und das ist sie und das wird sie immer sein, wenn dies Bekenntnis einmal in der Welt ist.’“ (Rowohlt Verlag) 19.30 Uhr. Markt 16-19, 53721 Siegburg.

Siegen

29.1. --- Pfarrheim St. Joseph Lesung. Rudolf Wötzel – „Über die Berge zu mir selbst“. „März 2007. Die internationalen Finanzmärkte sind in glänzender Verfassung. Rudolf Wötzel, Deutschlandchef der Sektion Mergers & Acquisitions bei der globalen Investmentbank Lehman Brothers, nimmt aus freien Stücken seinen Hut. Sein Grund: Sinnkrise, Burnout, Zweifel am System. Seine Absicht: die Hochgebirgs-Kämme der Alpen zu Fuß zu überqueren, von Salzburg bis Nizza. Ein Mensch, der das durchhält, ist ein Leistungsjunkie. Aber auch einer, der auf der Suche nach sich selbst ist. Ein Bergpilger. Ein Mensch, der in unendlich vielen Stunden der Einsamkeit seine persönlichen Prägungen und seine schillernde Vergangenheit verarbeitet. Der durch intensive Begegnung mit der wilden Natur und mit den Menschen der Berge endlich zu sich selbst findet. Die packende Geschichte einer radikalen Neuorientierung – vom Abenteuer, alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen.“ (Integral Verlag) 20 Uhr. Weidenauer Straße 23, 57078 Siegen.

Steinhagen

19.1. --- Rathaus Lesung. Renan Demirkan – „Septembertee oder Das geliehene Leben“. „In ihrem 50. Lebensjahr steht Renan Demirkan am Grab ihrer Mutter in deren türkischem Heimatdorf, erinnert sich noch einmal an die gemeinsamen Jahre und fragt nach den Vorstellungen von Leben und Glück, die ihre Generation mit der ihrer Mutter zugleich verbanden und von ihr trennten. Demirkan kam als Siebenjährige nach der türkischen Staatskrise 1962 nach Deutschland, wuchs in Hannover auf und machte Karriere als Schauspielerin und Autorin. In diesem Buch zieht sie die bewegende und sehr persönliche Bilanz eines Migrantenlebens, das geprägt war von der Frage nach der Identität zwischen den Kulturen.“ (Kiepenheuer) 19.30 Uhr. Am Pulverbach 25, 33803 Steinhagen.

Stuttgart

10.1. --- Kunstmuseum Lesung & Vortrag. Eugen und Nora Gomringer – „Vater und Tochter“. Eugen Gomringer, geboren 1925, gilt als Vater der konkreten Poesie. Seine Laufbahn als Künstler, Kunsttheoretiker und Gestalter begann in den frühen 1950er Jahren, während er an der Hochschule für Gestaltung in Ulm für Max Bill arbeitete. Gomringers Tochter Nora, Jahrgang 1980, machte sich einen Namen in der Slam Poetry-Bewegung und als junge Lyrikerin. Zur Finissage der Ausstellung „Konkret. Die Sammlung Heinz und Anette Teufel“ im Kunstmuseum werfen die beiden sich die Bälle zu und tragen abwechselnd aus ihrer Lyrik vor. Die lautmalerische Qualität ihres Vortrags bringt die konkrete Kunst zum Sprechen. 5-7 €. 16 Uhr. Kleiner Schlossplatz 1, 70173 Stuttgart.

11.1. --- Literaturhaus Lesung. Peter Stamm – „Sieben Jahre“. „Ein Mann zwischen zwei Frauen, die eine ist begehrenswert, bei der anderen ist er frei. Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr – und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel. Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. ‚Sieben Jahre’ ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

14.1. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Ulrich Raulff – „Kreis ohne Meister – Stefan Georges Nachleben“. „‚Auch Totsein ist eine Kunst’, hat der einstige George-Jünger Max Kommerell einmal bemerkt. Stefan George hat diese Kunst meisterhaft beherrscht. Wo andere Dichter eine Rezeptionsgeschichte haben, da hat er ein Nachleben. Eines, das es in sich hat.“ Ulrich Raulff legt in seinem neuen Buch die postume Biographie Georges frei, die es noch zu entdecken gilt. Spannend, kurios, exzentrisch, zugleich akribisch recherchiert, erzählt es die Geschichte eines einzigartigen Kreises voll illustrer Charaktere, der langsam zerfällt, Allianzen bildet und Feindschaften pflegt, um Deutungshoheit und Treue ringt und dabei vom annus horribilis 1933 bis zum Satyrspiel 1968 beinahe nebenher eine höchst außergewöhnliche Wirkungsgeschichte entfaltet. Eine abgründige Ideengeschichte, eine kaputte Apostelgeschichte und ein Lesevergnügen der exquisiten Art. Den Abend moderiert der Stuttgarter Übersetzer, Kritiker und Autor Joachim Kalka. 4-8 €. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

18.1. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Claire Beyer – „Rohlinge“. Claire Beyer, die als freie Autorin in Markgröningen bei Ludwigsburg wohnt, stellt ihr viertes Buch „Rohlinge“ vor: Der elfjährige Donald ist mit seinem Vater aus Lettland in die Bundesrepublik gekommen. Hier, in der neuen Heimat, hat er nicht nur mit der Sprache zu kämpfen; Mitschüler und Jugendliche schikanieren ihn. Die Lehrerin Karin Beerwald erkennt die „Resignation eines Kindes, das am Rand der Welt zurückgelassen wurde“ und will ihm helfen. Eines Tages trifft sie ihn bei einem Spaziergang in einem leerstehenden, verwilderten Häuschen, das ihm offenbar als Versteck und Rückzugsort dient. Ein Zeitungsartikel, den sie dort vorfinden, legt die Fährte zu einem verschwundenen Unternehmer, der polizeilich gesucht wird und der Donald um ein Haar in größte Gefahr bringt. 4-8 €. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

18.1. --- Renitenztheater Lesung. Maria Cecilia Barbetta – „Änderungsschneiderei Los Milagros“. Änderungsschneiderei Los Milagros, Calle Gascón, Buenos Aires: Hier arbeitet die junge Mariana Nalo bei ihrer Tante Milagros. Sie liebt die unzähligen bunten Garne in der Schneiderei und Gerardo, der bis auf drei Postkarten spurlos in die USA verschwunden ist. Eines Tages kommt die junge Analía Morán in die Änderungsschneiderei. Sie liebt die vollkommene Symmetrie der Zahlen und Roberto, der sie auf Händen trägt. Für ihre Hochzeit will sie das Hochzeitskleid ihrer Mutter aus wertvoller italienischer Seide ändern lassen. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr, wie es war. María Cecilia Barbetta erzählt von Liebe, Sehnsucht und enttäuschten Hoffnungen, von Krokodilstränen und echter Verzweiflung. Sie spielt mit den großen lateinamerikanischen Traditionen phantastischen Erzählens und der Telenovela und führt den Leser in eine barocke Wunderkammer, in einen kippbildartigen Raum, der zwischen Realem und Phantastischem oszilliert. (S. Fischer Verlag) 9-11 €. 20 Uhr. Eberhardstraße 65/1, 70173 Stuttgart.

19.1. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Martina Zöllner – „Hundert Frauen“. Roberta Ostertag ist über vierzig, eigentlich schon eher Mitte Vierzig. Auf die Gründung einer Familie hat sie verzichtet – zugunsten ihrer Arbeit als Journalistin. Außerdem fehlt ihr dazu der Mann. Roberta ist Redakteurin bei den Saarbrücker Neuesten Nachrichten, ihre Interviews mit der lokalen Politprominenz werden als Aufmacher gedruckt. Doch Robertas Leidenschaft liegt anderswo: Mit hundert Frauen hat sie über die Dinge gesprochen, die jede von ihnen normalerweise verschweigt. Diese Erkundungen weiblicher Tabuzonen sind gerade als Buch erschienen. Da äußert ein Boulevardblatt den bösen Verdacht, hinter einer der Befragten verberge sich Roberta selbst – und so wird ihr ein Verhältnis zu Adrian Schwartz angehängt, dem Staatssekretär im Bildungsministerium. Obwohl sie ihn kaum kennt, trifft sie Schwartz, um eine gemeinsame Strategie gegen die Unterstellung zu verabreden …Martina Zöllner arbeitet als Fernsehredakteurin beim Südwestrundfunk, sie lebt in Baden-Baden. 2003 erschien ihr Roman „Bleibtreu“. Den Abend moderiert die Literaturredakteurin der „Stuttgarter Zeitung“ Julia Schröder. 4-8 €. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

19.1. --- Renitenztheater Lesung. Maria Cecilia Barbetta – „Änderungsschneiderei Los Milagros“. Änderungsschneiderei Los Milagros, Calle Gascón, Buenos Aires: Hier arbeitet die junge Mariana Nalo bei ihrer Tante Milagros. Sie liebt die unzähligen bunten Garne in der Schneiderei und Gerardo, der bis auf drei Postkarten spurlos in die USA verschwunden ist. Eines Tages kommt die junge Analía Morán in die Änderungsschneiderei. Sie liebt die vollkommene Symmetrie der Zahlen und Roberto, der sie auf Händen trägt. Für ihre Hochzeit will sie das Hochzeitskleid ihrer Mutter aus wertvoller italienischer Seide ändern lassen. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr, wie es war. María Cecilia Barbetta erzählt von Liebe, Sehnsucht und enttäuschten Hoffnungen, von Krokodilstränen und echter Verzweiflung. Sie spielt mit den großen lateinamerikanischen Traditionen phantastischen Erzählens und der Telenovela und führt den Leser in eine barocke Wunderkammer, in einen kippbildartigen Raum, der zwischen Realem und Phantastischem oszilliert. (S. Fischer Verlag) 9-11 €. 20 Uhr. Eberhardstraße 65/1, 70173 Stuttgart.

21.1. --- Hospitalhof Vortrag. Bernd Sprenger – „Die Illusion der perfekten Kontrolle“. „Der Wunsch nach Orientierung und Kontrolle gehört zu den seelischen Grundbedürfnissen. Wer aber nur auf Kontrolle setzt, erreicht häufig das Gegenteil dessen, was er sich wünscht: Das Leben wird nicht sicherer, sondern angstbesetzter. Bernd Sprenger verfolgt diese Paradoxie an vielen Beispielen und zeigt eindrucksvoll, dass weniger Kontrolle zu mehr Sicherheit im Leben führen kann.“ (Kösel Verlag) 20 Uhr. Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart.

22.1. --- Kunstmuseum Lesung. Jochen Schmidt – Schmidt liest Proust. Marcel Prousts vielbändiger Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ gehört zu den großen Werken des 20. Jahrhunderts, die man sich ein Leben lang zu lesen vornimmt. Jochen Schmidt hat dies getan: „Proust ist kein Aphrodisiakum, sondern ein Führer durch die Höllen der Eifersucht. Zum Glück ist er daneben auch ein völlig unterschätzter Ironiker.“ Die Erfahrungen seiner täglichen Proust-Lektüre hat der 39-Jährige in einem eigenen Buch verarbeitet. Auch Elger Esser, der Künstler der aktuellen Sonderausstellung des Kunstmuseums, hat sich von Proust faszinieren lassen. Für ihn sind die bildmächtigen Erinnerungssequenzen eine wichtige Inspirationsquelle, die er fotografisch in die heutige Zeit überträgt. 5-7 €. 19 Uhr. Kleiner Schlossplatz 1, 70173 Stuttgart.

24.1. --- Schauspielhaus Lesung. Kathrin Schmidt – „Du stirbst nicht“. Kathrin Schmidt, bekannt durch zahlreiche Gedichtbände und Prosawerke, liest aus ihrem neuen Roman Du stirbst nicht, für den sie 2009 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde: Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war. Die Autorin wählt die Perspektive der aus der Krankheit erwachenden Heldin, deren mühsame Reha-Erfahrungen wir erleben. Aber auch frühe Brüche in ihrer Biographie kommen zum Vorschein, verdrängte Leidenschaften und eingefahrene, nun durch den Hirnschlag wie alles in Frage gestellte Gewohnheiten. Das Wunder ist, dass ausgerechnet die Sprache, welche die Heldin verloren hatte, nun zum Medium ihrer Befreiung wird, indem sie akribisch ihre kleinsten Wahrnehmungen und Emotionen zu notieren hilft. 5,50-7 €. 11 Uhr. Foyer, Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart.

25.1. --- Literaturhaus Vortrag. Friedrich Pfäfflin – „Der Stuttgarter Jugendbuchverlag Levy & Müller: Seine Geschichte, Arisierung und Restitution“. Mit der Stuttgarter Antiquariatsmesse und der Antiquaria in Ludwigsburg wird die Region alljährlich, jeweils Ende Januar, zu einem Mekka der Büchersammler aus aller Welt. Aus diesem Anlass spricht Friedrich Pfäfflin über den Stuttgarter Jugendbuchverlag Levy & Müller: Unter den jüdischen Buchverlagen, die im Oktober 1938 nach den Anschlägen des Novemberpogroms auf Anordnung des Reichministers für Volksaufklärung und Propaganda liquidiert wurden, befand sich auch ein Unternehmen, das seit 1933 unter dem Namen Herold-Verlag erfolgreich Kinderbücher verlegte. Seine berühmtesten und erfolgreichsten Autorinnen waren Tony Schumacher und Josephine Siebe. Friedrich Pfäfflin blättert ein bisher unbekanntes Kapitel Stuttgarter Verlagsgeschichte auf. 4-8 €. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

26.1. --- Literaturhaus Essay & Gespräch. Thomas Hettche – „Feindberührung – Versuch über unsere Taktlosigkeit bei Kriegen und Impfungen“. Veranstaltungsreihe: „Betrifft“ „Die Frage, wie mit dem Fremden umzugehen wäre, ist – wieder einmal – zur Kernfrage der westlichen Gesellschaften geworden. Denkbar, dass man das Jahrzehnt zwischen 9/11 und H1N1 einmal als das Dezenium begreifen wird, in dem sich die open society einen neuen Begriff von dem machte, der ihr Feind ist. Aber was ist überhaupt ein Feind? Und wer ist der, der ihm begegnet?“ Thomas Hettche, geboren 1964 in Treis, studierte in Frankfurt Philosophie und Germanistik. Nach Stipendienaufenthalten u.a. in Krakau, Venedig, Stuttgart, Rom und Los Angeles lebt er mit seiner Familie in Berlin. Der Betrifft:-Essay wird in der Stuttgarter Zeitung abgedruckt und noch am selben Abend an alle Besucher verteilt. 4-8 €. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

27.1. --- Evangelisches Gymnasium Mörike Lesung. Sibylle Krause-Burger – „Herr Wolle lässt noch einmal grüßen“. „Im September 1941 muss Thekla Wolle zum ersten Mal den gelben Stern tragen. Ihre Enkeltochter, damals fast sechs Jahre alt und nach Maßgabe der Nazis ein ‚Mischling ersten Grades’, erlebt diesen Moment der Verzweiflung am Anfang eines Weges in den Tod. Erst 2004 erfährt Sibylle Krause-Burger jedoch in allen Einzelheiten, was ihrer Großmutter damals geschah und wie der jüngere Bruder ihrer Mutter jahrelang vergeblich darum kämpfte, den Häschern zu entkommen. Alle Hoffnungen richteten sich dabei auf den älteren Bruder, dem die Flucht nach Brasilien noch gelungen war. In Hunderten von Luftpostbriefen, die zwischen 1937 und 1941 jede Woche pünktlich von Berlin an ihn abgingen, außerdem in vielfältigen Aufzeichnungen und Dokumenten, fand die Autorin diese Familientragödie widergespiegelt. So konnte sie anschaulich beschreiben, wie die Schikanen der Nazis nach und nach den Alltag der Verfolgten vergifteten, wie die begeisterten Deutschen die tödliche Gefahr nicht wahrhaben wollten, wie sich ‚arische’ Teile der Familie von den jüdischen abwandten und ein Dorf für die Überlebenden zur Zuflucht wurde.“ (DVA) 8 Uhr. Arminstraße 20-30, 70178 Stuttgart.

28.1. --- Buchhandlung Konrad Wittwer Lesung. Jörg Maurer – „Föhnlage“. „Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum – tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch. Kommissar Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf: War es ein Unfall, Selbstmord, Mord? Er schlägt sich mit widersprüchlichen Zeugenaussagen herum, die Einheimischen spekulieren genussvoll bei Föhn und Bier. Was hatte der Gestürzte oben auf dem Dachboden zu suchen? Und warum ist der hoch angesehene Bestattungsunternehmer Ignaz Grasegger auf einmal so nervös? Derweil muss Jennerwein einen verdächtigen Trachtler durch den ganzen Ort jagen und stößt unverhofft auf eine heiße Spur...Der Alpen-Krimi mit Atmosphäre und schwarzem Humor vom bekannten Münchner Musikkabarettisten Jörg Maurer“ (S. Fischer Verlag) 20.15 Uhr. Königstraße 30, 70173 Stuttgart.

28.1. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. James Ellroy – „Blut will fliessen“. 1968, Nixon und Humphrey kandidieren für das Präsidentenamt. Der Wahlkampf ist hart und geprägt von Verleumdung und Korruption. Die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, die Proteste von Schwarzen und Studenten wie auch der Vietnamkrieg bringen Unruhe in das Amerika jener Tage. In Los Angeles beschäftigt Scotty Bennett vom LAPD der ungeklärte brutale Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem mehrere Millionen Dollar und eine größere Menge Smaragde verschwanden. Je mehr er bei den Ermittlungen in die Nähe der Machtzentren gerät, desto gefährdeter ist seine Mission – und auch sein Leben. Steckte das FBI hinter dem Überfall? Flossen die Millionen in Nixons Wahlkampf? Was hat Howard Hughes Nixon versprochen? James Ellroy führt zu den Hintertreppen der Macht und besticht mit seiner radikalen Gesellschaftskritik, einer explosiven Mischung aus Verschwörung und Gewalt, Besessenheit, Sex und Drogen. 5-10 €. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

Tübingen

17.1. --- Kelter Matinee mit Literatur und Musik. Klöpfer & Meyer Verlag – 18. Geburtstag“. Der Klöpfer & Meyer Verlag wird volljährig. Feiern Sie mit! „Achtzehn Jahre Klöpfer & Meyer: Schön, dass es noch solche Verlage gibt, die sich mit sicherem Instinkt dafür einsetzen, was wirklich Qualität hat. Eine Rarität, nicht nur in Baden-Württemberg, und darum besonders hervorzuheben. Ein feines literarisches Programm, das richtig Lust auf Lesen macht!“(Bernadette Schoog, SWR) 4-6 €. 11 Uhr. Schmiedtorstraße 17, 72070 Tübingen.

20.1. --- Museum Gespräch. Claudio Magris – „Die Welt en gros und en détail“. Ein Gespräch mit dem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2009. Claudio Magris zentrales Thema ist das Reisen – Reisen als Leben und Überschreitung von Grenzen aller Art. Der literarische Durchbruch gelang ihm 1986 mit seinem bekanntesten Werk „Donau“, der Biographie eines Flusses, in deren Vordergrund die multikulturelle Vergangenheit des Donauraumes steht. Seine Vision eines von Stacheldraht und Mauer ungeteilten Mitteleuropas, die er in diesem Werk entwarf, wurde nur wenige Jahre nach der Veröffentlichung durch die friedlichen Revolutionen im ehemaligen Ostblock Realität. Claudio Magris, geboren 1939, lehrt deutsche Literatur in Triest. Er ist Essayist und Kolumnist für die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ und andere europäische Zeitungen. 5-10 €. 20 Uhr. Museum, Obere Säle, Wilhelmstraße 3, 72074 Tübingen.

Wehr

22.1. --- Mediathek Lesung. Wolfgang Schorlau – „Das München-Komplott“. „In seinem neuen Roman entwickelt Wolfgang Schorlau aus realen Geschehnissen eine Geschichte, die aus dem Kalten Krieg bis in unsere Zeit reicht und den Leser bis zur letzten Seite in Atem hält.“ (Kiepenheuer & Witsch) 19 Uhr. Waldstraße 8, 79664 Wehr.

Weiden

14.1. --- Buchhandlung Rupprecht Kabarettistische Lesung. Andreas Giebel – „Altstadtrebellen“. „Andreas Giebel ist der gewichtige Tiefgründler unter den deutschen Großkabarettisten. Er hat in seiner Karriere jeden bedeutenden Kleinkunstpreis bekommen und mit Kollegen wie Georg Schramm und Urban Priol erfolgreich Duoprogramme aufgeführt. In seinem ersten Buch wird der Münchner Viktualienmarkt zum Epizentrum menschlicher Begegnungen. Und von hier aus schickt Andreas Giebel seine stehtischgestählten Antihelden auf eine Irrfahrt durch die Gemeinde, vordergründig auf der Suche nach einem Ersatzteil für ein Fitnessgerät, tatsächlich aber den zentralen Themen des Daseins auf der Spur: Worüber unterhalte ich mich beim Essen mit ‚befreundeten Ehepaaren’, ohne sie zu beleidigen? Was ist der Unterschied zwischen Esoterik- und Erotikmesse? Warum hat’s die FDP in Bayern so schwer? Das ist kabarettistische Lebensberatung der Spitzenklasse.“ (Karl Blessing Verlag) 20 Uhr. 92637 Weiden.

Weimar

14.1. --- Stadtbücherei Lesung. Inge Jens – „Unvollständige Erinnerungen“. „Inge Jens, geboren 1927 in Hamburg. Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik; Promotion 1953. Herausgeberin der Tagebücher Thomas Manns. Mitarbeit an zahlreichen weiteren kulturhistorischen Projekten. Seit 1951 ist sie verheiratet mit Walter Jens; das Ehepaar lebt in Tübingen.“ (Rowohlt Verlag) 19 Uhr. Steubenstraße 1, 99423 Weimar.

Wiesbaden

13.1. --- Literaturhaus Lesung. Kathrin Schmidt – „Du stirbst nicht“. Kathrin Schmidt liest aus ihrem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman, der die Geschichte einer Heilung erzählt. Die Schriftstellerin Helene Wesendahl findet sich eines Tages im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos und mit Erinnerungslücken. „Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich“, hieß es in der Jury-Begründung zum Deutschen Buchpreis, „schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehen, unerhörten Liebe herauswachsen.“ Frankfurter Straße 1, 65183 Wiesbaden.

28.1. --- Buch Habel Lesung. Stefan Klein – „Wir alle sind Sternenstaub“. „Brauchen wir einen Glauben? Sind Gene unser Schicksal? Woher kommt der Mensch? Für das „Zeit“-Magazin führt Bestsellerautor Stefan Klein regelmäßig Gespräche mit weltweit führenden Wissenschaftlern zu den großen Themen, die uns alle bewegen: Liebe, Erinnerung, Gerechtigkeit, Empathie. Die durchweg spannenden und glänzend geführten Unterhaltungen versetzen uns an die vorderste Front der Forschung – und zeigen die derzeit klügsten Köpfe nicht zuletzt auch als Menschen mit den gleichen Fragen wie wir alle.“ (S. Fischer Verlag) 20.30 Uhr. Luisenstraße 37-39, 65185 Wiesbaden.

Wismar

18.1. --- Zeughaus Lesung. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Er gehörte zu den Schlüsselfiguren der deutschen Revolution von 1989. In seinem Buch „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ erinnert sich Joachim Gauck an sein Leben in der DDR, seine Rolle beim Umbruch und an seine Zeit als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. 6,50-8 €. 19.30 Uhr. Ulmenstraße 15, 23966 Wismar.

Wolfsburg

14.1. --- Autostadt Vortrag & Salongespräch. Bas Kast – „Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft“. Schlummert in jedem von uns ein kleines Genie, begraben unter unserer viel beschworenen Vernunft? Wie können wir unsere ungenutzten kreativen Kräfte entdecken und nutzen? Basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt Bas Kast, Wissenschaftsjournalist und Autor den Bestsellers „Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt“, wie sehr die Gefühle integraler Bestandteil unseres Denkens sind. Wenn wir unsere irrationalen Seiten kennen und zu Rate ziehen, kommen wir selbst bei komplexesten Entscheidungen zu guten Ergebnissen. (S. Fischer Verlag) 19.30. Salon, StadtBrücke, 38440 Wolfsburg.

Wuppertal

27.1. --- Literaturhaus Lesung. Marcel Beyer – „Falsches Futter“. Das wahrnehmende und erinnernde Ich wird zum stöbernden Spuren- und Stimmensucher in der Gegenwart, zum Ohrenzeugen an Herrentischen, zum Protokollanten einer Geschichte vom Wien der dreißiger Jahre bis zum letzten Schlachtfeld des Zweiten Weltkriegs vor Berlin. Das „Falsche Futter“ der Weltanschauungen bleibt gegenwärtig, wo die Gegenwart noch undurchschaut mit der Vergangenheit verbunden bleibt. Zwischen den fotorealistisch scharf geschnittenen Bildern dieser Gedichte, die das Bedeutsame im alltäglich Kleinen finden, liegen der eigene Herkunftsort und die Funde in der Familiengeschichte. Ein blinder Fleck zu Anfang noch, aber im Gang durch Geschichte und zwischen Orten klären sich in den drei Abteilungen von „Falsche Futter“ die Konturen, gewinnt der biographische Blick Tiefenschärfe. (Suhrkamp Verlag). 20 Uhr. Luisenstraße 116, 42285 Wuppertal-Elberfeld.

Würzburg

19.1. --- Saalbau Luisengarten  Lesung. Jan Weiler – „Mein Leben als Mensch“. „Es gibt Neues von der Familie. Von Sara, der Ehefrau, und den Kindern Carla und Nick. Und natürlich von Antonio, dem italienischen Schwiegervater. Der zum Beispiel vor der Wä-Emme, der Fußball-Weltmeisterschaft, noch schnell eine Geräte mitte Flakebilde’ kaufen muss. Und dabei seinen Schwiegersohn ebenso in den Wahnsinn treibt wie das gesamte Verkaufspersonal. Und wo es einmal nicht um die Familie geht, werden andere, mindestens ebenso brisante Themen erörtert: der grassierende Kevinismus unter Deutschlands Eltern etwa, das Wesen des schwedischen Krimis oder das Geheimnis erfolgreicher Kontaktanzeigen.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Martin-Luther-Straße 1, 97072 Würzburg.

21.1. --- Saalbau Luisengarten Lesung. Wladimir Kaminer – „Meine russischen Nachbarn“. „Männer sind bekanntlich vom Mars, Frauen von der Venus. Aber woher kommen Russen? Sie kommen aus Berlin. Sie spielen morgens Trompete und freuen sich, wenn ihre Nachbarn mit dem Besen an die Decke klopfen, um sie anzufeuern. Sie lieben Besuch, kapern aber notfalls auch ein paar Zeugen Jehovas, um sie in ihrer Wohnung festzuhalten, bis alle Fragen zu Gott und der Welt beantwortet sind. Wladimir Kaminer ist überzeugt, dass seine beiden Nachbarn Andrej und Sergej auf diese Weise der deutschen Gesellschaft ein ganzes Trio dauerhaft entzogen haben. Möglicherweise helfen sie Andrej auch beim Erlernen der deutschen Sprache. Denn sein Wortschatz ist auf den rätselhaften Satz begrenzt ‚Tschüss, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Popkonzert!’ Der Versuch, mittels einer Hypnose-Kassette Deutsch zu lernen, scheiterte. Zwar beherrscht man anschließend jede gewünschte Sprache fließend, sie wird allerdings von der Umwelt oft nicht erkannt. Glücklicherweise gibt es aber auch andere Wege, einander zu verstehen. Zum Beispiel durch die Lektüre der so komischen wie völkerverbindenden Geschichten von Wladimir Kaminer!“ (Manhattan Verlag) 20 Uhr. Martin-Luther-Straße 1, 97072 Würzburg.

Zweibrücken

22.1. --- Thalia Lesung. Christoph Hardebusch – „Die Werwölfe“. „Europa Anfang des 19. Jahrhunderts: Während sich die Alte Welt von zahllosen Kriegen erholt, kündigen sich tiefgreifende Veränderungen an – die Menschheit steht an der Grenze zur Moderne. Aber noch sind die Traditionen stark und die starren Strukturen brechen nur langsam auf. In dieser Zeit des Wandels schickt sich eine uralte Bedrohung an, die Menschen in den Abgrund zu reißen. Denn in den Schatten der Welt hat etwas überlebt: die Werwölfe.“ (Heyne Verlag) 19.30 Uhr. Hauptstraße 63-64, 66482 Zweibrücken.

22.1. --- Thalia Lesung. Bernhard Hennen – „Elfenkönigin“. „Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron.“ (Heyne Verlag) 19.30 Uhr. Hauptstraße 63-64, 66482 Zweibrücken. (ros/wer)


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