Literaturkalender für Deutschland / März 2007

© Die Berliner Literaturkritik, 31.03.07

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Aachen

6.3. --- Jüdische Kulturtage NRW Lesung. Jessica Durlacher – „Emoticon“. „Die Geschichte von Daniel, einem niederländisch-israelischen Jugendlichen, und von Aischa, einer jungen Palästinenserin, die für die Weltöffentlichkeit ein Zeichen setzen will und ihn in eine tödliche Falle lockt. Ihr Lockmittel: das Internet und seine Zeichensprache, die Emoticons.“ (Diogenes) 20 Uhr. Ludwig Forum für Internationale Kunst, Mulde, Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen.

Aschaffenburg

6.3. --- Hofgarten Lesung. Axel Hacke – „Der weiße Neger Wumbaba“. „Seit ich das erste Mal darüber schrieb, wie sehr Menschen Liedtexte falsch verstehen - wie etwa in eines Lesers Ohren Matthias Claudius’ Zeile ‚der weiße Nebel wunderbar’ zu ‚der weiße Neger Wumbaba’ wurde und so eine unvergessliche, radikal poetische Traumgestalt entstand, deren Schöpfung Claudius selbst wohl nicht möglich war - erreichte mich eine solche Flut von Leserbriefen, gefüllt mit Beispielen für falsch verstandene Liedtexte, dass ich nun der Meinung bin: Im Grunde versteht kaum ein Mensch je einen Liedtext richtig, ja Liedtexte sind überhaupt nur dazu da, falsch verstanden zu werden. Aufgabe eines Liedtexters ist es, den Menschen Material zu liefern, damit ihre Phantasie wirken kann.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Hofgartenstraße 1a, 63739 Aschaffenburg.

Bayreuth

30.3. --- Stadtbibliothek Bayreuth Lesung. Sylke Tempel – „Die Tagesschau erklärt die Welt“. „Der 11. September, die Intifada, der Irakkrieg, Hungersnöte, ein Hurrikan, Bundestagswahlen oder Demonstrationen gegen Hartz IV sind Ereignisse, deren Bilder sich Jugendlichen ebenso einprägen wie Erwachsenen. Doch oft ist es nicht leicht, die größeren Zusammenhänge zu begreifen: Warum zieht sich der Nahostkonflikt bereits über Jahrzehnte hin? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel? Wieso besteht Deutschland aus Bundesländern? Warum lässt sich die Arbeitslosigkeit so schwer bekämpfen? Und was sind die Chancen und Gefahren der Gentechnik? ‚Die Tagesschau erklärt die Welt’ gibt Antworten auf solche Fragen und hilft dabei, sich in unserer Gegenwart zurechtzufinden. Denn nie zuvor haben sich Politik und Wirtschaft, Kultur, Technik und Umwelt so rasant gewandelt wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts.“ (Rowohlt Verlag) 19 Uhr. Luitpoldplatz 7, 95444 Bayreuth.

Berlin

2.3. --- Backfabrik Literatur Station Lesung. Bodo Mrozek – „Lexikon der bedrohten Wörter, Band 2“. „Sie wissen nicht, was eine ‚Schütteltenne’ ist? Ein Tanzlokal, in dem ‚Schnitten’ schon mal ‚inkommodiert’ werden. Als Bodo Mrozek zur Rettung bedrohter Wörter aufrief, erreichten ihn viele tausend Zuschriften. Nun setzt er den Kampf gegen das Vergessen fort - mit neuen unterhaltsamen Wortgeschichten.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Saarbrücker Straße 36-38, 10405 Berlin.

2.3. --- Literaturhaus Berlin Lesung. Galsan Tschinag – „Die neun Träume des Dschingis Khan“. „Neun: die heilige Zahl der Nomaden. Galsan Tschinag erzählt in diesem außerordentlichen historisch-psychologischen Roman mit archaischer Sprachgewalt das Leben des Dschingis Khan: In neun Tag- und Nachtträumen blickt der sterbende Weltherrscher zurück auf seine Erfolge und seine Niederlagen, auf seine Hoffnungen und seine Ängste.“ (Insel Roman) 20 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin.

5.3. --- Theater o. N. (Zinnober) Lesung. Literatursalon am Kollwitzplatz.- Neue Deutsche Literatur. Mit Ron Winkler, Rabea Edel und einen Überraschungsgast. Als der junge Berliner Dichter Ron Winkler 2005 den Leonce-und-Lena-Preis erhielt, lobte die „Zeit“ enthusiastisch: „Winklers prinzipielle sprachliche Zeitgeistigkeit ist überwältigend“. Er liest aus seinem neuen Buch „Fragmentierte Gewässer“. Auch bei Rabea Edel ist das Wasser ein Leitmotiv: Ihr Debütroman „Das Wasser, in dem wir schlafen“ geht es um eine nicht ganz einfache Schwesternbeziehung. Sie erhielt dafür 2006 den Brandenburger Kunstpreis für Literatur. 20 Uhr. Eintritt: € 5 / 3. Kollwitzstraße 53, 10405 Berlin.

5.3. --- Bar jeder Vernunft Lesung. Klaus Kinski – „Jesus Christus Erlöser und Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen“. „Was als Auftakt zu einer weltweiten Tournee geplant war, geriet zum legendären Skandalauftritt: Als Klaus Kinski, Schauspieler und Weltstar, am 20. November 1971 in der Berliner Deutschlandhalle als Rezitator seines eigenen Textes Jesus Christus Erlöser auf die Bühne trat, war den meisten der 4000 Besucher weniger nach Kinskis kluger persönlicher Auseinandersetzung mit dem Neuen Testament zumute als vielmehr nach Provokation und Tumult in der Halle. Am Ende des Abends lauschte ihm nur noch eine Handvoll Menschen, als er – nun ohne Mikrophon – seine ganz eigene Version von Jesus’ Leben vortrug. Zum 80. Geburtstag von Klaus Kinski am 18. Oktober 2006 wird Jesus Christus Erlöser erstmals veröffentlicht, gemeinsam mit den Gedichten Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen, die Kinski in den fünfziger Jahren schrieb und die bei ihrem Erscheinen 2001 vom Focus als ‚literarische Entdeckung des Jahres’ bezeichnet wurden.“ (Suhrkamp Verlag). Eintritt: Vorverkauf: € 19 / 22. Karten und Reservierung: 030 - 883 15 82 oder reservierungen@bar-jeder-vernunft.de. 20 Uhr. Schaperstraße 24, 10719 Berlin.

7.3. --- Literaturhaus Berlin Lesung & Gespräch. Barbara Bongartz – „Der Tote von Passy“. „Eine aufregende Suche nach den eigenen und zugleich fremden familiären Wurzeln, nach einer neuen Identität, beginnt. Immer wieder nimmt die Geschichte für die Protagonistin und für den Leser eine unvorhergesehene, überraschende Wendung, immer vielschichtiger zeigt sich der Weg in die Vergangenheit. In Schnörkelloser, klarer Sprache gelingt Barbara Bongartz ein sehr leiser, eindringlicher Roman, der die Frage nach der eigenen Identität stellt, die der Leser aber am Ende doch für sich selbst beantworten muss.“ Einführung und Gespräch: Manuela Reichart. 20 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin.

9.3. --- Rotes Rathaus Lesung. Literaturhaus Berlin – „Erinnerung an Oskar Pastior“. Michael Lentz, Herta Müller, Ulf Stolterfoht und Ernest Wichner lesen aus den Gedichten von Oskar Pastior. Zur Begrüßung spricht André Schmitz. Einführung und kommentierende Programmbegleitung: Klaus Ramm. 19 Uhr. Rathausstraße 15, 10173 Berlin.

10.3. --- Hebbel am Ufer, HAU 2 Lesung. Bora Cosic – „Die Reise nach Alaska“. „Im Frühjahr 2005 bricht der serbische Schriftsteller Bora Ćosić zu einer Reise durch das frühere Jugoslawien auf. Er hat das Land Anfang der neunziger Jahre verlassen und findet nun ein Gebiet neuer Widersprüche vor. Müllberge türmen sich in Kroatien, Dörfer sind noch vom Krieg gezeichnet. In Sarajevo überblenden sich die Gegenwart und das Wissen um die Jahre der Belagerung, in Belgrad erfährt er sich als dazugehörender Außenseiter. Ćosić verbindet sinnliche Anschauung mit politischer Kritik, scharfsinnige Reflexion mit Erinnerungen an die avantgardistische jugoslawische Kulturszene. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es zur Katastrophe kommen konnte.“ (Suhrkamp Verlag) 20 Uhr. Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin.

10.3. --- Buchkantine Lesung. Lingyuan Luo – „Die chinesische Delegation“. „Wie in einem Brennglas hat Luo Lingyuan die Konflikte eingefangen, die der rasche gesellschaftliche Wandel in China hervorruft. Dass dabei der Humor nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst.“ (dtv) 20 Uhr. Eintritt: € 6. Essener Straße 11, 10555 Berlin.

12.3. --- Deutsches Theater Lesung. Alex Kapranos – „Sound Bites – Essen auf Tour mit Franz Ferdinand“. „Mit seiner Band Franz Ferdinand, einer der erfolgreichsten Musikgruppen der Gegenwart, ist Alex Kapranos 2005 und 2006 rund um den Globus getourt. Der ehemalige Koch und Kellner, nun Rockstar und immer noch Genießer, nutzte die Weltreise für ein ganz besonderes Projekt: Ein Jahr lang hat er für dieses Buch aufgeschrieben, was er unterwegs gegessen hat. Mit wem und wo. Seine Gastro-Abenteuergeschichten sind charmante, kluge und witzige Kabinettstücke über das Leben auf Achse.“ Den deutschen Text liest Alexander Kuon. (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 21 Uhr. Schumannstraße 13a, 10117 Berlin.

13.3. --- Literaturhaus Berlin Lesung & Wettbewerb. Das Literaturhaus bringt junge Poesie in die Stadt. Öffentliche Lesung und Juryentscheidung über die besten Gedichte. 11 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin.

14.3. --- Kulturbrauerei Lesung. Wolfgang Büscher – „Berlin-Moskau. Eine Reise zu Fuß“. „Im letzten Jahr ist Wolfgang Büscher zu Fuß von Berlin nach Moskau gelaufen. Allein. An die drei Monate. Im Hochsommer hat er die Oder überquert, an der russischen Grenze hat er die Herbststürme erlebt und vor Moskau dann den ersten Schnee. Büscher erkundet Menschen und Orte, erzählt von einer polnischen Gräfin, die eine der geheimnisvollsten Gestalten des Zweiten Weltkriegs war; von Schmugglerinnen, mit denen er die weißrussische Grenze überquert; von einem sibirischen Yogi, den er in Minsk kennenlernt; einem russischen Freund, mit dem er in die verbotene Zone von Tschernobyl fährt.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Knaakstraße 97, 10435 Berlin.

14.3. --- Arthaus Kino Kulturbrauerei Lesung. Andrea De Carlo – „Wenn der Wind dreht“ „Wer hat ihn nicht – den Traum von einem glücklicheren Leben, weitab von Handygeklingel, Hektik und Verkehr? Fünf Städter suchen ein Haus auf dem Land und das einfache Leben in der Natur. In den Wäldern Umbriens finden sie es – und es ist ein Alptraum.“ (Diogenes) 20.30 Uhr. Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin.

16.3. --- Literaturhaus Berlin Lesung. Hans Joachim Schädlich – „Vorbei“. „Tusitalia: Auf dem Schiff, mit dem der niederländische Admiral Roggeveen 1721 aufbrach, um das Südland zu finden, reist der schottische Arzt Dr. Clark mit Freunden und Verwandten des Dichters nach Samoa, er will Robert Louis Stevenson besuchen. Ereignisse des 19. und des 18. Jahrhunderts spiegeln sich geheimnisvoll ineinander. Torniamo a Roma: Winckelmann in Italien. Auf dem Vesuv ‚brieten wir Tauben an dem feurigen Flusse und nahmen unsere Abendmahlzeit nackt ein’. Concert Spirituel: ‚Stationen im Leben des Komponisten Antonio Rosetti – sein Requiem wurde bei der Trauerfeier für Mozart in Prag aufgeführt – in Wallerstein, Ludwigslust und leider nur beinahe in Berlin.’“ (Rowohlt) 20 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin.

20.3. --- Literaturhaus Berlin Lesung. Willi Jasper – „Die Jagd nach Liebe“. Moderation und Gespräch: Wilfried F. Schoeller. „Heinrich Manns ‚Jagd nach Liebe’ galt vor allem Frauen aus Bohème und Halbwelt – Schauspielerinnen, Sängerinnen, Prostituierten. Sie beeinflussten nicht nur sein Leben, sondern dienten ihm als Rohstoff seiner Literatur. Nach seiner erfolgreichen Heinrich-Mann-Biographie erzählt Willi Jasper nun von den entscheidenden Frauen im Leben Heinrich Manns – der Schwester Carla, der ‚argentinischen Verlobten’ Nena, den Ehefrauen Mimi und Nelly. Er schildert ihr tragisches Schicksal vor dem Hintergrund einer bewegten Epoche und zeigt, wie sie Eingang gefunden haben in sein Werk.“ (S. Fischer) 20 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin.

27.3. --- Literaturhaus Berlin Gespräch. Forum Jüdische Passagen - „100 Jahre Jüdische Denker“. Berliner Gespräche zu Fragen der Zeit. Ernst Bloch. Zwischen Zeit und Ewigkeit. Die Kulturphilosophin Eveline Goodman-Thau im Gespräch mit dem Germanisten Jochen Hörisch. 20 Uhr. Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin.

28.3. --- Jüdisches Museum Berlin Lesung & Gespräch. Thomas Bürgenthal – „Ein Glückskind“. „Als eines von nur ganz wenigen Kindern überlebt Thomas einen der berüchtigten ‚Todesmärsche’ im eiskalten Winter 1944. Nach seiner Befreiung aus dem KZ Sachsenhausen erlebt er als ‚Maskottchen’ der polnischen Armee den Kampf um Berlin mit, kommt schließlich in ein Waisenhaus und findet auf wundersame Weise seine Mutter wieder. Auf bewegende Weise, ganz ohne Bitterkeit, erzählt Thomas Buergenthal seine Kindheitsgeschichte.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin.

Bochum

31.3. --- Zwischenfall Lesung & Musik. Wolfgang Welt – „Buddy Holly aus der Wilhelmshöhe“. „Aus kleinen Verhältnissen stammend und mit einem abgebrochenen Studium im Gepäck gerät Wolfgang Welt als Musikjournalist Anfang der achtziger Jahre in die Pop-Maschinerie. New Wave, Neue Deutsche Welle, Marabo, Sounds, Musik Express, Rockpalast, Herbert Grönemeyer, Dallas, Frauengeschichten, DJ-Dasein und immer wieder Buddy Holly sind Begleiterscheinungen einer kurzen, steilen Szenekarriere. Sie endet im Wahnsinn. Welt wird verhaftet und in die Psychiatrie gesteckt. Wieder halbwegs normal, schreibt er in großen Abständen drei autobiografische Romane, die hier vereint vorgelegt werden, der dritte als Erstveröffentlichung. 2002 erhält er ein Stipendium der Hermann- Lenz-Stiftung. Seit langen Jahren arbeitet er als Nachtportier im Schauspielhaus seiner Heimatstadt Bochum und hört regelmäßig WDR 4.“ (Suhrkamp Verlag) 20 Uhr. Alte Bahnhofstraße 214, 44892 Bochum.

Bremen

1.3. --- Zentralbibliothek am Wall Ausstellungseröffnung. „Woman Bücher Macht“ – BücherFrauen 15+. Die Ausstellung zeigt dreißig Porträts von Frauen rund um die Buchberufe vom 1. bis zum 31. März 2007 in der Bremer Zentralbibliothek. Das Branchen-Netzwerk BücherFrauen e.V. feierte im letzten Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Dies war der Anlass für die Foto-Ausstellung „Woman Bücher Macht“, die als Wanderausstellung durch die ganze Republik tourt und im März auch in Bremen zu sehen ist. 30 Porträts von BücherFrauen aus verschiedenen Regionalgruppen und Berufen dokumentieren die Geschichte und Entwicklung des Netzwerkes. Auch eine Bremerin ist unter den Porträtierten: Sabine Imhoff-Kramer, langjährige BücherFrau und Städtesprecherin der Bremer Regionalgruppe. Die s/w-Fotografien zeigen die Frauen in ihrem Arbeitsumfeld. Eintritt: frei. 20 Uhr. Am Wall 201, 28195 Bremen.

4.3. --- Lemon Lounge Lesung. Edgar Allan Poe – „Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym“. Als Sechzehnjähriger geht Pym heimlich auf ein Walfangschiff und wird von seinem Freund im Bauch des Schiffes versteckt. Das Leben im Laderaum wird dem blinden Passagier zur Hölle: Unter der Besatzung bricht eine Meuterei aus, der Freund kann ihn nicht aus seinem Versteck befreien. Pym erlebt Hunger, Durst und alle Schrecken des Lebendig-begraben-Seins, bis er endlich den Laderaum verlassen kann…Edgar Allan Poe (1809 - 1849) ist die schillerndste amerikanische Dichterpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Nach einem bewegten, vom Alkoholismus überschatteten Leben starb er vierzigjährig in Baltimore. Eintritt: frei. 19 Uhr. Clubraum, Am Wall 164, 28195 Bremen.

6.3. --- Centre of African & Migration Studies Lesung. Jürgen Dierking – „1001 Nacht“. Jürgen Dierking liest aus der Neuübersetzung des arabischen Originals. Eintritt: frei. 20.30 Uhr. Im Keller der Kapelle, Sielwall 2a, 28203 Bremen.

15.3. --- Cafe Ambiente Lesung. Bremer Autorenstipendium 2006 – Ulrike Kleinert und Peter Holz. Die Träger des Bremer Autorenstipendiums 2006 stellen sich dem Publikum in einer Lesung vor. Eintritt: frei. 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28203 Bremen.

16.3. --- Kulturzentrum Schlachthof Lesung. Martin Semmelrogge – „Das Leben ist eine Achterbahnfahrt“. Ungestüm, wild, ehrlich. Das Leben von Martin Semmelrogge, einer der schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Films, ist voller Gegensätze. Seine Autobiografie „Das Leben ist eine Achterbahn“ ist der selbstironische Blick auf ein Schauspielerleben jenseits aller Klischees und ein wilder Ritt durch 50 Jahre Deutschland. Der berühmte Außenseiter schildert darin das Auf und Ab seines aufregenden Lebens. Eintritt: VVK € 11 / AK € 14. 20 Uhr. Kesselhalle, Findorffstraße 51, 28215 Bremen.

20.3. --- Centre of African & Migration Studies Lesung. Jürgen Dierking – „1001 Nacht“. Jürgen Dierking liest aus der Neuübersetzung des arabischen Originals. Eintritt: frei. 20.30 Uhr. Im Keller der Kapelle, Sielwall 2a, 28203 Bremen.

21.3. --- Cafe Ambiente Lesung. Nicol Ljubic – „Heimatroman oder wie mein Vater Deutscher wurde“. Nicol Ljubic ist zu Gast in einer Lesereihe zum Thema „Exil“. Gemeinsam mit seinem Vater bereiste der Journalist Nicol Ljubic nach beinahe fünfzig Jahren noch einmal die Stationen seiner Emigration. Entstanden ist ein anekdotischer, trocken-lakonischer Roman um seinen bärengleichen, unerschütterlichen und unzerstörbaren Übervater, der auch schonmal sein abgerissenes Ohr wieder annähen lässt und kurz darauf pünktlich beim Mitagessen erscheint, als sei nichts gewesen. Ausgehend von dem zerklüfteten und zerbrechlichen Gebilde, das einmal Jugoslawien hieß, führt die Reise voller anrührender Erinnerungen quer durch Südeuropa und endet schließlich in einem Bremer Reihenhaus. 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28203 Bremen.

28.3. --- Kulturzentrum Schlachthof Lesung. Max Bronski – „München Blues“. „Wilhelm Gossec ist Antiquitätenhändler und das Oktoberfest ist auch für ihn ein gutes Geschäft, schon im September stellt er sein Geschäft für die ausländischen Gäste auf Bavarica um. Eines Abends, als Antiquitätenhändler Gossec es sich gerade in der Wohnung hinter dem Laden gemütlich machen will, hört er ein Klatschen auf dem Pflaster und sieht einen Mann da liegen, ausgeraubt, eine Bierleiche. Gossec findet in seinen Taschen nur noch eine Einladung von der Firma Global Real Estate für das Käferzelt und eine Visitenkarte.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Findorffstraße 51, 28215 Bremen.

Bruneck

6.3. --- Kulturzentrum UFO Lesung. Alois Hotschnig – „Die Kinder beruhigte das nicht“. „Die große Kunst von Alois Hotschnig besteht darin, seine Leser mit unwiderstehlicher Macht zu teilnehmenden Beobachtern zu machen und sie hinter scheinbar alltäglichen Vorgängen das Besondere sehen zu lassen. Wir begegnen einer Familie, die über Jahre hinweg vergeblich auf den immer wieder angekündigten Besuch eines Onkels wartet, einer alten Dame, in deren Puppensammlung sich der Erzähler selbst vorfindet, oder einem Mann, der in der Wohnung seiner ehemaligen Geliebten auf eine fremde Gegenwart trifft. Und wir suchen unweigerlich nach verdeckten Motiven und unausgesprochenen Absichten, um am Ende zu fragen, wer hier eigentlich wen betrachtet.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 20.30 Uhr. Josef-Ferrari-Straße 20, 39031 Bruneck.

Cottbus

21.3. --- Haus des Buches Lesung. Tschingis Aitmatow – „Der Schneeleopard“. „Die Zeit scheint für beide abgelaufen. Der einst unbezwingbare Schneeleopard Dschaa-Bars fühlt seine Kräfte schwinden und will sich zum Sterben in ein unzugängliches Tal im kirgisischen Hochgebirge zurückziehen. Und Arsen Samantschin, der unabhängige Journalist, wird von der Welle des entfesselten Kommerzes in seiner Heimat überrollt. Die Medien kuschen, Oligarchen und Fanatiker drängen sich vor, und seine große Liebe, die Sopranistin Aidana, feiert als Popstar Triumphe. Das Schicksal führt Arsen und den Schneeleoparden in einer atemberaubenden Wendung zusammen: arabische Prinzen haben sich zu einer luxuriösen Jagdpartie angekündigt. Arsen soll sie als Tourmanager und Dolmetscher begleiten. Aber nicht alle im Dorf wollen es hinnehmen, dass es bei diesem Geschäft so wenige Gewinner und so viele Verlierer gibt.“ (Unionsverlag) Eintritt: € 6 / 4. 19.15 Uhr. Telefon 0355 - 4 85 70. Spremberger Straße 14–15, 03046 Cottbus.

Darmstadt

5.3. --- Literaturhaus Literaturkritiker im Gespräch. Mit Denis Scheck, Hubert Spiegel und Johannes Breckner. Denis Scheck gehört mit seiner Sendung „Druckfrisch“ in der „ARD“ zu den wenigen Literaturkritikern im TV, die sich auch im Fernsehen mehr der seriösen Kritik als der aufgesetzten Show widmen. Hubert Spiegel leitet als Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki die Literaturredaktion der „FAZ“. Johannes Breckner leitet mit einer besonderen Vorliebe für Theater und Literatur die Feuilleton-Redaktion des „Darmstädter Echo“. 20 Uhr. Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.

6.3. --- Literaturhaus Lesung. Wilhelm Genazino – „Mittelmäßiges Heimweh“. Schon der Titel zeigt: Dieses Buch ist ein typisches Genazino-Werk. Wie kein anderer kümmert sich Wilhelm Genazino um die Menschen, wie sie eben sind: immer in Gefahr, sich selbst zu verlieren, im Mittelmaß unterzugehen, ständig im Kampf mit sich und den anderen - und gerade dabei auf dem Weg, individuell zu werden. Genazino verleiht diesen Menschen wie kein anderer ihre ganz persönliche Würde. 20 Uhr. Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.

12.3. --- Literaturhaus Lesung. Johano Strasser - „Als wir noch Götter waren im Mai“. Der derzeitige Präsident des in Darmstadt beheimateten PEN-Zentrums, Johano Strasser, veröffentlicht in diesem Frühjahr seine Autobiografie unter dem Titel „Als wir noch Götter waren im Mai“. Da der Autor einer der „Vordenker der deutschen Linken“ ist, beschränkt sich dieses Buch aber keineswegs auf die Darstellung persönlicher Lebenswege. Vielmehr sind diese immer wieder mit Zeitereignissen verknüpft, und so blättert man in diesem Buch gleichzeitig in einer Zeitgeschichte über vier Jahrzehnte. 20 Uhr. Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.

13.3. --- Literaturhaus Lesung & Konzert. Ein Günter-Eich-Abend. Günter Eich wurde in den Fünfzigerjahren einem breiten Publikum durch seine zahlreichen Hörspiele bekannt: Von einem „Eichmaß des Hörspiels“ wurde bald gesprochen. Den Büchnerpreis aber erhielt er für seine Lyrik und als Lyriker ist er uns im Gedächtnis. Relativ unbeachtet aber blieb – neben seinen letzten Hörspielen – seine Prosa, obwohl er mit den „Maulwürfen“ eine eigene Gattung schuf, eine Kurzprosa-Gattung mit interpretierbaren und interpretationsbedürftigen Texten. Diese „Maulwürfe“ – Eich bestand auf dieser Genrebezeichnung – stehen im Mittelpunkt des heutigen Abends. Patricia von Blumroeder, Christoph von Erffa und Hans-Jörg Meißlein haben die „Maulwürfe“ in ein musikalisches Programm eingewoben, das von Beethoven bis Stockhausen reicht. Neben unserem Steinway-Flügel wird ein Landolfi-Cello des Jahres 1761 zu vernehmen sein. 20 Uhr. Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.

Dresden

14.3. --- Staatsschauspiel Lesung. Funny van Dannen – „Zurück im Paradies“. „In Funny van Dannens Paradies glänzt zwar auch nicht alles himmelblau, aber dafür ist gut was los: Die Freizeitforscherin Hilde Kampowski macht sich bei ihren Freundinnen unbeliebt, ein Rotkehlchen meldet sich freiwillig zur Tierarmee, und auf dem Olivenplaneten hält die Bundeskanzlerin ihre Bürgersprechstunde in einem goldenen Bauwagen ab.“ (bol.de) 20 Uhr. Kleines Haus, Glacisstraße 28, 01099 Dresden.

15.3. --- Herbert-Wehner-Bildungswerk Lesung. Christoph Meyer – „Herbert Wehner“. „Christoph Meyer erzählt die Geschichte eines Staatsmannes, zugleich die Geschichte der Arbeiterbewegung, die Geschichte des Versuchs, der deutschen Teilung die menschlichen Härten zu nehmen. Herbert Wehner war über 33 Jahre im Plenarsaal zu Hause, ein begnadeter und gefürchteter Redner, aber auch Familienmensch und liebesnwürdiger Gastgeber.“ (dtv) 17 Uhr. Kamenzer Straße 12, 01099 Dresden.

27.3. --- Haus des Buches Lesung. Michael Degen – „Mein heiliges Land“. Michael Degen errzählt sein ganz persönliches Leben und zeichnet dabei ein lebendiges und bewegendes Bild der Gründungsjahre Israels. Es ist die Fortsetzung des inzwischen verfilmten ersten Teils seiner Autobiografie „Nicht alle waren Mörder“.Eintritt: € 8 / 5. 20.15 Uhr. Telefon: 0351 - 4 97 36 0. Dr.-Külz-Ring 12, 01067 Dresden.

29.3. --- Haus des Buches Lesung. Asfa Wossen Asserate – „Ein Prinz aus dem Hause David“. „Prinz Asfa-Wossen Asserate erzählt vom Glanz des Kaiserhofs, seiner Zeit an der Deutschen Schule in Addis Abeba und vom Leid der Revolution. Er erzählt, wie er jahrzehntelang um seine Familie kämpfte, wie er in Deutschland neu anfing und nach seinen Studien in Tübingen und Frankfurt am Main die Deutschen und deren große Dichter und Denker kennen- und liebenlernte: der Fremde, der blieb.“ (Scherz Verlag) Eintritt: € 8 / 5. 20.15 Uhr. Telefon: 0351 - 4 97 36 0. Dr.-Külz-Ring 12, 01067 Dresden.

19.3. --- lesensart Buchhandlung Lesung. Juri Andruchowytsch – „Moscoviada“. „Andruchowytschs erfolgreichstes Buch ist von überraschender Aktualität. Das neoautoritäre Russland, der eifernde Nationalismus, die Verklärung der kommunistischen Epoche, der chauvinistische Kitsch, der ideologische Druck – all diese Gespenster werden in einem karnevalesken Spektakel unter panischem Gelächter zum Teufel gejagt.“ (Suhrkamp Verlag) 19 Uhr. Altstrehlen 3-5, 01219 Dresden.

Düren-Niederau

11.3. --- Schloß Burgau Lesung. Raoul Schrott – „Weißbuch“. „Nach ‚Hotels’ und ‚Tropen’ der neue große Gedichtband von Raoul Schrott: Gedichte über die Liebe. Eingetragen in ein Logbuch der Reisen zur See und zu Land und geschrieben in einer ebenso kunstvollen wie leichtfüßigen Sprache. Raoul Schrott zeigt, wie spannend und voller Geschichten Gedichte sein können. So dass man mit ihnen eine ganze Welt in der Tasche hat.“ (Carl Hanser Verlag) 11.30 Uhr. Konzertsaal, Von-Aue-Straße 1, 52355 Düren-Niederau.

Düsseldorf

10.3. --- Zakk Lesung. Funny van Dannen – „Zurück im Paradies“. „In Funny van Dannens Paradies glänzt zwar auch nicht alles himmelblau, aber dafür ist gut was los: Die Freizeitforscherin Hilde Kampowski macht sich bei ihren Freundinnen unbeliebt, ein Rotkehlchen meldet sich freiwillig zur Tierarmee, und auf dem Olivenplaneten hält die Bundeskanzlerin ihre Bürgersprechstunde in einem goldenen Bauwagen ab.“ (bol.de) 20 Uhr. Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf.

26.3. --- Palais Wittgenstein Lesung. Lily Brett – „Chuzpe“. „‚Das ist der Roman, auf den Brett-Fans lange gewartet haben’ (Sydney Morning Herald) – ein Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen, erzählt mit genau der Mischung aus Witz, Wärme und Verstand, die Lily Bretts Stimme so unverwechselbar macht.“ (Suhrkamp Verlag) 19.30 Uhr. Bilker Straße 7-9, 40213 Düsseldorf.

Eisenhüttenstadt

13.3. --- Stadtbibliothek Eisenhüttenstadt Lesung. Regine Sylvester – „Bis hierher. Und wie weiter? Nachrichten aus einem Frauenleben“. „Das Beste aus den besten Jahren. Die populäre Journalistin Regine Sylvester resümiert die kleinen und großen Überraschungen im Leben einer Frau in den besten Jahren. Klug, umwerfend komisch und brillant geschrieben: Es gibt im Leben jeder Frau eine Zeit, da zerreißt man ungünstige Fotos, bremst verwirrt vor Abenteuern, wird vergesslicher. Aber was kommt, wenn die Neugier nicht aufhört und die Zeit zu rennen beginnt? Regine Sylvester erzählt auf kluge und amüsante Weise von der Freiheit einer Frau, die niemandem mehr etwas beweisen muss und gelassener werden kann. Sie berichtet von der Schönheit haltbarer Jugendfreundschaften, von der Erfahrung mit guten Vorsätzen und moderner Technik, von der Irritation, wenn sich das eigene Kind verliebt, und dass man es auch als Kompliment verstehen kann, wenn im überfüllten Bus kein Mann aufsteht und seinen Platz anbietet. Selbstironisch, intelligent und mit viel subtilem Sprachwitz ermutigt dieses Buch zu uneingeschränkter Lebenslust in jedem Alter.“ (Aufbau Verlag) 19.30 Uhr. Lindenallee 2, 15890 Eisenhüttenstadt.

Emsdetten

14.3. --- Stadtbibliothek Emsdetten Lesung. Eva Maaser – „Der Clan der Giovese“. „Ausgerechnet der Nofretete galt der brutale Einbruch in Berlin. Die Ermittler wollen einen zwielichtigen Kunsthändler als V-Mann auf die Bande ansetzen. Eine junge Kunsthistorikerin übernimmt den Kontakt zu ihm. Erst als sie den Tod zweier Informanten verschuldet, ahnt sie, wie skrupellos die Verbrecher agieren. In Rom laufen die Fäden zusammen. Ein Fall, der mit Raub und Fälschung beginnt und sich zu ungeheuren Dimensionen ausweitet.“ (Aufbau Verlag). 20 Uhr. Kirchstraße 40, 48282 Emsdetten.

Frankfurt am Main

2.3. --- Literaturhaus Ausstellungseröffnung. „Hannah Arendt - Von den Dichtern erwarten wir Wahrheit“. Eine Ausstellung über Hannah Arendt und die Literatur vom 3.3. bis 15.4.2007. Fällt Hannah Arendts Name, dann denkt man an Totalitarismustheorien oder „Eichmann in Jerusalem“, aber weniger an Dichtung. Doch gibt es keine andere zeitgenössische Autorin, in deren theoretischem Werk literarische Texte eine so große Rolle spielen. Hannah Arendt (1906-1975) denkt dichterisch: „Nur von den Dichtern erwarten wir Wahrheit (nicht von den Philosophen, von denen wir Gedachtes erwarten)“, so notiert sie in ihr Denktagebuch. In allen ihren Büchern spielen literarische Texte eine entscheidende Rolle: Die Studie über den Totalitarismus (1951) stützt sich auf Marcel Proust, Joseph Conrad und Franz Kafka. In der „Vita activa“ (1958) sind zahllose Verse aus Gedichten von Goethe, Fontane, Rilke und Brecht. Öffnungszeiten: Di, Mi, Do, Fr, So 11 – 20 Uhr, Sa 15 – 20 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt: € 5 / 3. 19 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

6.3. --- Literaturhaus Verlegergespräche. Holger Ehling spricht mit Matthias Bischoff vom Eichborn Verlag. Fliegen sind nicht unbedingt die wohlerzogenste Spezies der Tierwelt, weshalb die Fliege für den Eichborn Verlag von Anfang an recht gut als Logo taugte: Mit schrägem Humor wurde der Verlag bekannt, mit der „Anderen Bibliothek“ und einem ambitionierten Programm-Mix aus Literatur und Sachbuch sammelte er Renommee. Programmchef Matthias Bischoff, seit 1993 im Verlag, hat wesentlich an der Entwicklung des anspruchsvollen Literatur- und Sachbuchprogramms bei Eichborn mitgewirkt – der Literaturwissenschaftler und Journalist, der zunächst für den Humor bei Eichborn zuständig war, berichtet über Altes, Neues und Zukünftiges beim Verlag mit der Fliege. Eintritt: € 4. 19.30 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

7.3. --- Literaturhaus Gespräch. Manfred Osten und Peter Sloterdijk zum 175. Todestag von Johann Wolfgang Goethe und 170. Todestag von Georg Büchner. Eintritt: € 10 / 5,50. 20 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

8.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Ulf Erdmann Ziegler - „Hamburger Hochbahn“. Einige Jahre hörten wir aus dem Feuilleton rufen, der deutsche Roman müsse wieder welthaltig werden. Die „Hamburger Hochbahn“ bietet einen Bilderbogen von Figuren, gewöhnliche und schillernde, pflichtbewußte und verzagte. Sie brillieren, auch wenn es niemanden interessiert, und sie wurschteln sich durch, zur allgemeinen Begeisterung. Dieser Roman handelt von Zünften und Künsten, Flüssen und Städten, Konkurrenz und Eifersucht, Liebe zu zweit und Liebe zu dritt. Er erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die in einer kleinen norddeutschen Stadt ihren Anfang hat und in der großen Stadt Hamburg ihr Ende findet. Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959, lebt in Frankfurt am Main. Im Gespräch mit Durs Grünbein. Eintritt: € 6 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

9.3. --- Literaturhaus Preis der Leipziger Buchmesse. Martin Lüdke (Juryvorsitzender) stellt Nominierte für den Preis vor: Günter Rühle, Rainer G. Schmidt und Wolfgang Schlüter. Zum dritten Mal wird der Preis der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr vergeben. Er zeichnet anspruchsvolle literarische Werke deutschsprachiger Autoren in den Kategorien Belletristik, Essayistik/Sachbuch und Übersetzung aus. Für die Kategorie „Belletristik“ stellt der nominierte Wolfgang Schlüter im Literaturhaus seinen Roman „Anmut und Gnade“, in der Kategorie „Sachbuch“ Günter Rühle seine Veröffentlichung „Theater in Deutschland. Seine Ereignisse – seine Menschen“ und als Übersetzungsleistung Rainer G. Schmidt „Clarel. Ein Gedicht und eine Pilgerreise ins Heilige Land“ von Herman Melville. Eintritt: € 6 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

20.3. --- Literaturhaus Lesung. Klaus Reichert präsentiert „Virginia Woolf Briefe 1: 1888-1927 und Briefe 2:1928-1941“. „Als Erfahrung ist Wahnsinn großartig, das kann ich Dir versichern, und nichts, worüber man die Nase rümpfen sollte; und in seiner Lava finde ich noch immer die meisten Dinge, über die ich schreibe“, schrieb Virginia Woolf an ihre ältere Freundin, die Komponistin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth. Mehr als viertausend Briefe sind bisher bekannt. Eine Auswahl – übersetzt von Brigitte Walitzek und herausgegeben von Klaus Reichert - liegt nun in zwei Bänden zum ersten Mal in deutscher Sprache vor. Sie reicht von den ersten Zeilen der Sechsjährigen bis zum letzten Abschiedsbrief der 59jährigen an ihren Mann an dem Tag, an dem sie sich in der Ouse ertränkte. Eintritt: € 6 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

25.3. --- Literaturhaus Hörspiel des Jahres 2006. Werner Fritsch - „Enigma Emmy Göring“. In „Enigma Emmy Göring“ wird die Zeit des Nationalsozialismus als monströs-absurder Frauenmonolog ausgestellt. Der Sprecherin Irm Hermann in der Rolle der Schauspielerin und Ehefrau Hermann Görings gelingt es, mit operettenhaftem Konversationston eine verharmlosende Arie auf diese barbarische Zeit zu singen. Der AutorWerner Fritsch, der beim Suhrkamp Verlag verlegt wird, die Schauspielerin Irm Hermann und der verantwortliche Dramaturg Burkhard Schlichting werden anwesend sein. Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste feiert mit dieser Veranstaltung das 20jährige Jubiläum des „Hörspiel des Jahres“. Information auch unter www.darstellendekuenste.de. Eintritt: frei. 19 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

28.3. --- Literaturhaus Lesung. Ingo Schulze - „Handy – Geschichten in der alten Manier“. Nach seinen großen Erfolgen „Simple Storys“ und „Neue Leben“ beschreitet Ingo Schulze in seinem neuen Erzählungsband ganz neue Wege. Seine Protagonisten taumeln fast alle zwischen Abschied und Aufbruch und versuchen sich gegen eine ständig beschleunigende Welt zu behaupten, die mit ihren Fallstricken bis in die eigenen vier Wände reicht. Ob im Friseurladen in Manhattan oder einer Datscha im Berliner Umland – stets umgibt eine Atmosphäre diffuser Bedrohung die selbstgeschaffenen Fluchtorte. Eintritt: € 8 / 5,50. 20 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

30.3. --- Literaturhaus Literaturdiskussion. „Streitfall – Autoren in der Kontroverse“. Zum dreißigsten Mal veranstalten der Hessische Rundfunk und das Literaturhaus Frankfurt eine öffentliche Gesprächsrunde, in der Journalisten, Wissenschaftler und Schriftsteller Neuerscheinungen aus dem Sachbuchbereich kritisch durchleuchten – in der März-Ausgabe geht es um die Bedingungen eines „gelungenen Lebens“. Die neuen Bücher von Nicolás Gómez Dávila, Otfried Höffe und Thomas Meyer. Es diskutieren Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Micha Brumlik (Universität Frankfurt), Otfried Höffe (Universität Tübingen) und Martin Lüdke (Südwest Rundfunk). Gesprächsleitung Peter Kemper (Hessischer Rundfunk). Eintritt: frei. 19 Uhr. Telefon: 069 – 756 18 40. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.

Friedrichshafen

30.3. --- Buchhandlung RavensBuch Lesung. Jakob Arjouni – „Chez Max“. „Wir befinden uns im Jahr 2064. Die Welt ist durch einen Zaun geteilt: hier Fortschritt und Demokratie, dort Rückschritt, Diktatur und religiöser Fanatismus. Doch das Wohlstandsreich will verteidigt sein, Prävention ist angesagt wie noch nie. Dies ist die Aufgabe der beiden Ashcroft-Männer Max Schwarzwald und Chen Wu, Partner – aber alles andere als Freunde.“ (Diogenes) 20 Uhr. Karlstraße 42, 88045 Friedrichshafen.

Geisenfeld

15.3. --- Kleinkunstbühne Unterpindhardt Lesung. Axel Hacke – „Der weiße Neger Wumbaba“. „Seit ich das erste Mal darüber schrieb, wie sehr Menschen Liedtexte falsch verstehen - wie etwa in eines Lesers Ohren Matthias Claudius’ Zeile ‚der weiße Nebel wunderbar’ zu ‚der weiße Neger Wumbaba’ wurde und so eine unvergessliche, radikal poetische Traumgestalt entstand, deren Schöpfung Claudius selbst wohl nicht möglich war - erreichte mich eine solche Flut von Leserbriefen, gefüllt mit Beispielen für falsch verstandene Liedtexte, dass ich nun der Meinung bin: Im Grunde versteht kaum ein Mensch je einen Liedtext richtig, ja Liedtexte sind überhaupt nur dazu da, falsch verstanden zu werden. Aufgabe eines Liedtexters ist es, den Menschen Material zu liefern, damit ihre Phantasie wirken kann.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Landgasthof Karl Rockermeier, Bachstraße 3, 85290 Geisenfeld / Unterpindhardt.

Gießen

9.3. --- Universitätsbuchhandlung Holderer Lesung. Gisa Klönne - „Unter dem Eis.“ „Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Judith Krieger: Während in Köln ein Jahrhundertsommer die Menschen lähmt und ein mysteriöser Vermisstenfall die Polizei beschäftigt, sucht Judith Krieger in Kanada nach ihrer alten Schulkameradin Charlotte. Die Vogelforscherin wollte dort Eistaucher beobachten. Diese rotäugigen Wasservögel tauchen, so ein alter Mythos, zwischen der Welt der Lebenden und jener der Toten hin und her. Und bald geht es auch für Judith um Leben und Tod: Hat der Mann, mit dem sie in der kanadischen Wildnis eine Affäre anfängt, Charlotte umgebracht? Als zu Hause in Köln ein weiterer Junge verschwindet, beginnt für Judith ein Wettlauf mit der Zeit.“ (Ullstein Verlag) 19.30 Uhr. Neuenweg 4, 35394 Gießen.

Gießen

9.3. --- Universitätsbuchhandlung Holderer Lesung. Gisa Klönne - „Unter dem Eis.“ „Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Judith Krieger: Während in Köln ein Jahrhundertsommer die Menschen lähmt und ein mysteriöser Vermisstenfall die Polizei beschäftigt, sucht Judith Krieger in Kanada nach ihrer alten Schulkameradin Charlotte. Die Vogelforscherin wollte dort Eistaucher beobachten. Diese rotäugigen Wasservögel tauchen, so ein alter Mythos, zwischen der Welt der Lebenden und jener der Toten hin und her. Und bald geht es auch für Judith um Leben und Tod: Hat der Mann, mit dem sie in der kanadischen Wildnis eine Affäre anfängt, Charlotte umgebracht? Als zu Hause in Köln ein weiterer Junge verschwindet, beginnt für Judith ein Wettlauf mit der Zeit.“ (Ullstein Verlag) 19.30 Uhr. Neuenweg 4, 35394 Gießen.

Groß Warnow

29.3. --- Kirche Blüthen. Lesung. Arno Surminski – „Gruschelke und Engelmannke“. „Im Dialekt seiner Kindheit erzählt Surminski davon, wie es früher so war in dem alten Land zwischen Memel und Masuren: Da soll die neue Lehrerin, ein ‚Berlinsches Freeileein’, den Kindern Hochdeutsch beibringen, muss aber selber erst einmal Ostpreußisch lernen. Wir erfahren, wie die ‚Feschwiever schabberten’, der ‚Diewel’ am Sonntagmorgen ‚enne Kerk’ ging. In den Geschichten von den beiden Kriegen wird berichtet, wie es ‚underm Russ’ war und die Menschen im Winter ‚emmer Rechtung Dietschland’ zogen“. ( Ullstein Verlag) 19 Uhr. Lindenstraße 20, 19357 Groß Warnow.

Halle

6.3. --- Haus des Buches Lesung. Michael Pantenius – „Gelehrte, Weltanschauer, auch Poeten…“. Der Halle-Kenner Michael Pantenius erzählt von 100 Hallenserinnen und Hallensern aus fünf Jahrhunderten. Eintritt: € 7 / 5. 20.15 Uhr. Telefon 0345 - 29 37 0. Markt 3, 06108 Halle.

13.3. --- Haus des Buches Lesung. Rudolf Hufenbach – „Namibia“. Die Weltenbummler Erika und Rudolf Hufenbach aus Halle/Saale haben Namibia-Erlebnisse in einem neuen Buch festgehalten. Eintritt: frei. 20.15 Uhr. Telefon 0345 - 29 37 0. Markt 3, 06108 Halle.

20.3. --- Haus des Buches Lesung. Tschingis Aitmatow – „Der Schneeleopard“. „Die Zeit scheint für beide abgelaufen. Der einst unbezwingbare Schneeleopard Dschaa-Bars fühlt seine Kräfte schwinden und will sich zum Sterben in ein unzugängliches Tal im kirgisischen Hochgebirge zurückziehen. Und Arsen Samantschin, der unabhängige Journalist, wird von der Welle des entfesselten Kommerzes in seiner Heimat überrollt. Die Medien kuschen, Oligarchen und Fanatiker drängen sich vor, und seine große Liebe, die Sopranistin Aidana, feiert als Popstar Triumphe. Das Schicksal führt Arsen und den Schneeleoparden in einer atemberaubenden Wendung zusammen: arabische Prinzen haben sich zu einer luxuriösen Jagdpartie angekündigt. Arsen soll sie als Tourmanager und Dolmetscher begleiten. Aber nicht alle im Dorf wollen es hinnehmen, dass es bei diesem Geschäft so wenige Gewinner und so viele Verlierer gibt.“ (Unionsverlag) Eintritt: € 7 / 5. 20.15 Uhr. Telefon 0345 - 29 37 0. Markt 3, 06108 Halle.

25.3. --- Roter Horizont Lesung & Musik & Essen. Aleš Šteger – „Buch der Dinge“. „‚Nicht für jedes Ding gibt es ein Wort’, vermeldet das Große Wörterbuch der slowenischen Sprache. Aleš Šteger, als Reisender in vielen Sprachen und Ländern zu Hause, Autor mehrerer Gedichtbände und einer Reiseprosa über Peru und César Vallejo, stellt diese Einsicht seinem neuen Lyrikband als Motto voran.“ (Suhrkamp Verlag) Ein Abend, umrahmt von slowenischer Musik, mit slowenischem Wein und anderen landestypischen Spezialitäten. 20.30 Uhr. Kleine Ulrichstraße 27, 06108 Halle.

27.3. --- Kulturinsel Halle Lesung. Carsten Otte – „Sanfte Illusionen“. „Arnd liefert zwei Groschenhefte im Monat. Als die Roman-Reihe eingestellt wird, schreibt er die Geschichte seines Freundes Benjamin auf. Der verliebt sich in Blumenhändlerin Tamara, will aber Ehefrau Wiebke nicht verlassen. Arnd erzählt das Liebesdrama als Portrait einer kurstädtischen Klassengesellschaft: Der herzkranke Kellner Jost kämpft, ohne auf die Gesundheit zu achten, um seinen Job im eleganten Parkhotel. Isabelle, Gattin eines Kunstsammlers, engagiert sich als Mäzenin der Einzelhändler. Tamara wehrt sich gegen die Hilfe der reichen und einsamen Gönnerin. Aber erst als sie sich von ihren Vorurteilen zu lösen beginnt, findet sie einen Weg in die Nische ihres Glücks. Mit leiser Ironie auch in lauten Szenen, mit einer Sprache, die sich an die großen und kleinen Helden des Romans anschmiegt, erzählt Carsten Otte vom immergrünen Charme der Bourgeoisie.“ (Eichborn Verlag) 20 Uhr. Werft, Große Ulrichstraße 50-51, 06108 Halle.

Hamburg

1.3. --- Literaturhaus Lesung. Eoin Colfer – „Artemis Fowl. Die verlorene Kolonie“. „Menschen, Elfen und Trolle werden von Dämonen bedroht. Eine schwierige Aufgabe für den genialsten Gauner aller Zeiten: Artemis Fowl. Kehren die Dämonen auf die Erde zurück? Jahrtausendelang lebten sie auf der Insel Hybris in einer Zwischenwelt, doch nun werden mehr und mehr dieser mondsüchtigen Wesen auf der Erde gesichtet. Eine Bedrohung für die Menschen und für die unterirdischen Feen und Trolle? Artemis Fowl ist zutiefst beunruhigt. Nur wenn es ihm gelingt, einen der Dämonen zu fangen, wird er Gewissheit über ihre Pläne bekommen. Doch gerade, als er auf Sizilien zuschnappen will, kommt ihm Minerva Paradizo, ein zwölfjähriges Mädchen, zuvor. Wie konnte das dem genialen Gauner Artemis Fowl passieren? Eine rasante Verfolgungsjagd beginnt.“ (List Verlag) Eintritt: € 8 / 6 / 4. 19 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

1.3. --- Zentralbibliothek Hamburg Lesung. Dietmar Bittrich – „Die freie Liebesgeschichte der Hansestadt Hamburg“. „Dies ist der faszinierende Liebesroman einer Stadt und zugleich die romantische Chronik einer Familie, erzählt in neun mitreißenden Love Storys.“ (Hoffmann und Campe Verlag) 20 Uhr. Hühnerposten 1, 20097 Hamburg.

1.3. --- Uebel & Gefährlich Lesung. Oliver Maria Schmitt – „AnarchoShnitzel schrieen sie“. „Chaos und Anarchie, Sex, Bullen, Bier und Rock ’n’ Roll? Fehlanzeige! Hier geht’s voll gesittet zu: Peter Julius Hein hat Angst vor dem Osten, und sein tablettensüchtiger Freund Dr. Hollenbach ist gar kein richtiger Arzt. Dennoch brettern die beiden jungen Altpunks mit einer illegal beschafften Staatskarosse ostwärts, um die Reste ihrer alten Band wieder zusammenzutrommeln - es droht nämlich ein unverhofftes Comeback.“ (Rowohlt Verlag) 21 Uhr. Feldstraße 66, 20359 Hamburg.

6.3. --- Literaturhaus Lesung. Massimo Carlotto - „Arrivederci amore, ciao“. „Giorgio Pellegrini, in Italien wegen politischer Verbrechen gesucht, ist nach Mittelamerika geflüchtet, wo er in einem Camp mit anderen europäischen Ex-Terroristen lebt. Als er die Gelegenheit bekommt, mildernde Umstände zu erwirken, indem er seine ehemaligen Kameraden verrät, kehrt er in die Heimat zurück und stellt sich dort der Justiz. Nach ein paar Jahren Haft und einem Deal mit einem korrupten Kommissar kommt er frei. Von den politischen Idealen seiner Jugend, an die er nie richtig geglaubt hat, ist nur noch ein grausames Zerrbild übrig. Sein oberstes Ziel ist es nun, ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu werden. In der zynischen und kalten Welt, in die er entlassen wird, gibt es für ihn nur ein Mittel, dieses Ziel zu erreichen: Mord.“ (Tropen Verlag) Eintritt: € 8 / 6 / 4. 20 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

8.3. --- Literaturhaus Lesung. Liza Marklund – „Nobels Testament“. „Annika Bengtzon hatte vor, fürs ‚Abendblatt’ über die große Nobelpreisfeier im Stadshuset zu berichten. Doch nach dem Attentat auf den Gewinner des Nobelpreises für Medizin ist sie die wichtigste Zeugin des Verbrechens, und es wird ihr untersagt, über den Fall zu schreiben. Der Preisträger kommt mit dem Leben davon, aber eine Professorin, Mitglied des Nobelpreiskomitees, wird bei dem Anschlag getötet. Wer hat den Mord in Auftrag gegeben, und welches Motiv gibt es? Annika Bengtzon ist überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Mord und der (umstrittenen) Vergabe der Auszeichnung an den Stammzellenforscher geben muss.“ (Verlag Hoffmann und Campe) Eintritt: € 10 / 8 / 6. 20 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

12.3. --- Kammerspiele Lesung. Frank Schulz – „Das Ouzo-Orakel“. „Bodo Morten ist nach schwerer psychischer Erkrankung und längerem Aufenthalt in einem fränkischen Sanatorium nach Griechenland ausgewandert. Dort lebt er nun seit fünf Jahren. Allabendlich gönnt er sich Geselligkeit im Freundeskreis einer kleinen Dorfwirtschaft. Sonst führt er – fern von allem – in einer abgelegenen Bucht ein asketisches Leben: viel meditieren, viel schwimmen, wenig Kleidung, kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Frauen. Bis Monika Freymuth auftaucht. Eine Frau, die Bodo zugleich abstößt und doch dunkel fasziniert. Und an jemanden erinnert.“ (Eichborn Verlag) 19.30 Uhr. Logensaal, Hartungstraße 9-11, 20146 Hamburg.

13.3. --- Literaturhaus Lesung. Per Petterson – „Im Kielwasser“. „Fast sechs Jahre ist es her, dass Arvids Vater bei einem Schiffsbrand ums Leben kam, zusammen mit seiner Frau und den beiden jüngsten Söhnen. Nur Arvid, 43, Schriftsteller, und sein älterer Bruder sind übriggeblieben. Doch Arvid fällt es schwer, sich aus der Trauer zu lösen und mit seinen ambivalenten Gefühlen gegenüber dem Vater umzugehen. Behutsam und eindringlich erzählt Petterson, wie ein Sohn im Kielwasser einer Katastrophe versucht, sich selbst nicht zu verlieren.“ (Carl Hanser Verlag) Eintritt: € 10 / 8 / 6. 20 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

15.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Ein Truman-Capote-Abend. Mit dem Autor Gerald Clarke spricht Maike Albath. Hilla Widemann übersetzt und Wolfgang Condrus liest den deutschen Text. Eintritt: € 8 / 6 / 4. 20 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

20.3. --- Literaturhaus Lesung. Barbara Gowdy – „Hilflos“. „Die neue Barbara Gowdy: Das Drama einer Kindesentführung, ein Roman über die unheilvolle Macht des Begehrens“. (Kunstmann Verlag) Eintritt: € 8 / 6 / 4. 20 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

26.3. --- Literaturhaus Lesung. Ingo Schulze – „Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier“. Es gelingt Ingo Schulze, an immer neuen Schauplätzen – einem Friseurladen in New York, einer Berliner Laube, einem Fischrestaurant in Alexandria, einer Autorenwohnung in Lettland, einer Anwaltskanzlei, einer frisch renovierten Eigentumswohnung – unangestrengt, eine ungeheuer dichte Atmosphäre herbeizuschreiben. Es geht um schicksalsverändernde Momente und um die entfremdende Alltäglichkeit. Da trifft ein Ex-Physiker und Copyshop-Imperialist seine große Liebe wieder, da reist ein Schriftsteller auf den Spuren von Kertész und Esterházy von Budapest nach Wien und kehrt mit Einsichten, aber leerem Notizbuch zurück, da meint ein junger Anwalt, in der zarten Bürobotin Magda das Glück gefunden zu haben. Immer öfter scheint auch das Autoren-Ich durch. Wir lesen über das Ringen, einen Text zu Literatur zu machen, über die Einsamkeit beim Schreiben und das genaue Gegenteil, ist man erst zwischen die Räder der Literaturvermarktungsmaschine geraten. Eintritt: € 10 / 8 / 6. 20 Uhr. Telefon: 040 – 220 66 12. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.

Hamm

19.3. --- Stadtbibliothek Hamm Lesung. Freya Klier – „Gelobtes Neuseeland. Fluchten bis ans Ende der Welt“. „Die Autorin und Filmemacherin Freya Klier schildert in diesem Buch die Schicksale jüdischer Emigranten wie Karl Popper und Karl Wolfskehl. Ihre Fluchtwege führen sie rund um den Globus, bis nach Neuseeland, das gelobte Land am anderen Ende der Welt, das auch heute noch Chiffre für den Aufbruch in Freiheit und paradiesische Landstriche ist.“ (Aufbau Verlag) 19.30 Uhr. Ostenallee 1-5, 59065 Hamm.

Hannover

8.3. --- Buchhaus Weiland Lesung. Hellmuth Karasek – „Süßer Vogel Jugend“. „Karasek macht den Versuch, dem Alter die Altersmilde zu nehmen, und zeigt in autobiografischen und generationsbiografischen Geschichten, dass das Leben komisch ist, gerade dann, wenn das Lachen bestenfalls sardonisch sein kann. Er erzählt von der Liebe und der Erinnerung daran, von der Wohltat und dem Schrecken des Vergessens und von der Zukunft. Komisch, poetisch, bewegend.“ (Hoffmann und Campe Verlag) 20.30 Uhr. Georgstraße 10, 30159 Hannover.

Heidelberg

7.3. --- Stadtbücherei Heidelberg Lesung. „Zum 25jährigen Bestehen des Heildelberger Frauenhauses“. „Die Übersetzerin Edith Beleites präsentiert ‚Und das soll Liebe sein?’ von Rosalind B. Penfold. Einfühlsam und klarsichtig zeigt dieses Buch, was Frauen dazu verleitet, sich im Namen der Liebe selbst zu verleugnen.“ (Eichborn Verlag) 19.30 Uhr. Poststraße 15, 69115 Heidelberg.

Heilbad Heiligenstadt

10.3. --- Gemeindezentrum „Alte Bibliothek“ Lesung. Titus Müller. – „Die Brillenmacherin“. „England im Jahr 1387. Nur wenige Meister in Europa beherrschen die Kunst des Brillenmachens, das schwierige Linsenschleifen aus unregelmäßigem Glas und das kunstvolle Schnitzen feiner Holzgestelle. Courtenay, der Erzbischof von Canterbury, weiß um die Bedeutung der Brillenmacher. Als Herren über die Sehkraft und damit über die Schrift haben sie dort noch Macht, wo mit Schwertern nichts mehr auszurichten ist.“ (Aufbau Verlag). Windische Gasse 48, 37308 Heilbad Heiligenstadt.

Herbrechtingen

12.3. --- Stadtbücherei Thomas Jentsch Lesung. Wladimir Kaminer – „Küche totalitär“. „Während andere Länder unsere Städte längst mit ihren Spezialitäten erobert haben, ist Russland ein weißer Fleck auf der Speisekarte. Wladimir Kaminer schafft hier endlich Abhilfe, denn immerhin hat er die sowjetische Küche, den Gaumenkitzel des Totalitarismus, zwanzig Jahre lang ausgelöffelt. Rezepte inklusive!“ (Manhatten Verlag) 20 Uhr. Eselsburger Straße 8, 89542 Herbrechtingen.

Hildesheim

6.3. --- Roemer- und Pelizaeus-Museum Lesung. Freya Klier – „Gelobtes Neuseeland. Fluchten bis ans Ende der Welt.“ „Die Autorin und Filmemacherin Freya Klier schildert in diesem Buch die Schicksale jüdischer Emigranten wie Karl Popper und Karl Wolfskehl. Ihre Fluchtwege führen sie rund um den Globus, bis nach Neuseeland, das gelobte Land am anderen Ende der Welt, das auch heute noch Chiffre für den Aufbruch in Freiheit und paradiesische Landstriche ist.“ (Aufbau Verlag) 19.30 Uhr. Am Steine 1-2, 31134 Hildesheim.

Hoyerswerda

23.3. --- Léon-Foucault-Gymnasium Lesung. Thomas Brussig – „Wie es leuchtet“. „Thomas Brussig schildert eine Zeit des Aufbruchs, der neu gewonnenen Freiheit, der Unsicherheit, eine Zeit, in der alles möglich war, nichts undenkbar und mehr passierte, als man es je zu träumen wagte. Niemand hat bislang das Lebensgefühl dieser Zeit so farbig und so genau in Bilder und Worte gefasst wie Thomas Brussig.“ (S. Fischer Verlag) 19 Uhr. Aula, Straße des Friedens 25/26, 02977 Hoyerswerda.

Holte-Stukenbrock

29.3. --- Pollhansschule Lesung. Hans-Ulrich Treichel – „Menschenflug“. „Mit Menschenflug nähert sich Hans-Ulrich Treichel erneut dem Thema seiner international erfolgreichen Erzählung ‚Der Verlorene’ – und erzählt mit souveräner Leichtigkeit über die Last des Vergangenen, über Berlin, die Liebe und den Himmel über dem Teltowkanal.“ (Suhrkamp Verlag) 20 Uhr. Pollhansschule , Jahnstraße 11, 33758 Schloss Holte-Stukenbrock.

Ingolstadt

29.3. --- Cinestar Ingolstadt Lesung. Markus Kavka – „Elektrische Zahnbürsten“. „Ob im Studio oder bei den MTV Europe Music Awards in Barcelona, Edinburgh oder Lissabon – Kavka sitzt an der Quelle und erzählt mit unverkennbarer Treffsicherheit und einer ganz eigenen Stimme: Über Madonna und ihre 160 Hotelzimmer, über die durch Thees Uhlmann und Tomte in die Welt geschüttete Glückseligkeit, über das harmonieerzeugende Carloft-Projekt in Kreuzberg, über singende Nazischwestern aus USA, über die psychischen Auswirkungen des Sich-selbst-Googelns, über die geilsten Säue auf der Turnier Olympiapiste, über Vor- und Nachteile des Kinderkriegens und weiter: über Rockstars, Drogen, Fußball und das, was im Leben außerdem noch wichtig ist!“ (Berlinverlag) 20.30 Uhr. Am Westpark 2, 85057 Ingolstadt.

Kaarz

28.3. --- Schloß Kaarz Lesung. Vadim Glowna – „Der Geschichtenerzähler“. „Bei Gustaf Gründgens begann 1961 seine Laufbahn, seit 1973 inszeniert er auch und ist heute außerdem ein geachteter Regisseur und Produzent. Bekannt geworden ist Vadim Glowna vor allem durch seine zahllosen markanten Auftritte im deutschen Fernsehen. Sein Gesicht gehört zur Bildergalerie Deutschlands wie kaum ein anderes – seit 1964 war er in mehr als 130 Film- und Fernsehrollen zu sehen. Doch am Anfang stand das Lesen. Der schüchterne Junge las sich auf einem Schlitten in der Küche sitzend durch dicke Bücherstapel. Und noch heute will er mit seiner Arbeit vor allem eins: Geschichten erzählen. Vadim Glownas Erinnerungen sind ein Kaleidoskop aufregender und bunter Geschichten von Menschen, Bühnen und Filmen, die uns vertraut sind und die wir doch ganz neu entdecken können.“ (Ullstein) 19.30 Uhr. 19412 Kaarz.

Karlsruhe

16.3. --- Stadtbibliothek im neuen Ständehaus Lesung. Gisa Klönne. - „Unter dem Eis“. „Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Judith Krieger: Während in Köln ein Jahrhundertsommer die Menschen lähmt und ein mysteriöser Vermisstenfall die Polizei beschäftigt, sucht Judith Krieger in Kanada nach ihrer alten Schulkameradin Charlotte. Die Vogelforscherin wollte dort Eistaucher beobachten. Diese rotäugigen Wasservögel tauchen, so ein alter Mythos, zwischen der Welt der Lebenden und jener der Toten hin und her. Und bald geht es auch für Judith um Leben und Tod: Hat der Mann, mit dem sie in der kanadischen Wildnis eine Affäre anfängt, Charlotte umgebracht?“ (Ullstein Verlag) 20 Uhr. Ständehausstrasse 2, 76131 Karlsruhe.

Kiel

13.3. --- Literaturhaus Schleswig Holstein Lesung. Andrea De Carlo – „Wenn der Wind dreht“. „Wer hat ihn nicht – den Traum von einem glücklicheren Leben, weitab von Handygeklingel, Hektik und Verkehr? Fünf Städter suchen ein Haus auf dem Land und das einfache Leben in der Natur. In den Wäldern Umbriens finden sie es – und es ist ein Alptraum.“ (Diogenes) 20 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.

Koblenz

20.3. --- Buchhandlung Reuffel Lesung. Kristof Magnusson – „Zuhause“. „Mit großer Leichtigkeit, subtilem Humor und hinreißenden Dialogen erzählt Magnusson eine wilde Geschichte aus dem Großstadtleben am Polarkreis. Fast eine Familiensaga, spannend wie ein Krimi und nebenbei das Portrait einer Generation, die ihr ‚Zuhause’ erst noch finden muss.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Löhrstraße 92, 56068 Koblenz.

Köln

3.3. --- Dom Forum – Lesung. Ingrid Noll – „Ladylike“. „Sich im Alter ladylike in sein Schicksal bescheiden? Von wegen. Lore und ihre Freundin Anneliese wollen mit 73 noch etwas erleben. Jetzt, wo Männer und Kinder glücklich aus dem Haus geschafft sind, gründen sie eine Frauen-WG. Und sie brechen noch einmal auf, zu einer Reise durch Deutschland.“ (Diogenes) 19.30 Uhr. Domkloster 3, 50667 Köln.

6.3. --- Literaturhaus Lesung. Georges-Arthur Goldschmidt – „Freud wartet auf das Wort“. Nach seiner berühmt gewordenen Studie „Als Freud das Meer sah“ setzt Georges-Arthur Goldschmidt in „Freud wartet auf das Wort“ seine Untersuchung der deutschen Sprache vor dem Hintergrund der Psychoanalyse fort. Freud orientierte sich an der grammatikalischen Struktur der deutschen Sprache, die die eigentliche Information immer an den Schluss der Sätze stellt – ganz im Gegensatz zum Französischen, wo Subjekt und Verb am Anfang eines Satzes die Aussage bestimmen. Freud hat seine Methode am Vorabend der aufziehenden Nazi-Barbarei entwickelt, eine Barbarei, die, wie die Geschichte zeigt, alles darangesetzt hat, zuallererst die Sprache zu beschmutzen und zu zerstören. Goldschmidt geht diesem Phänomen nach und analysiert das Einhergehen von Sprachreinigung und Sprachzerstörung. Er sieht in der deutschen Sprache die „Grundsprache“, die von keiner anderen Sprache maßgeblich beeinflusst worden ist. Die Veranstaltung mit Georges-Arthur Goldschmidt ist Teil der Jüdischen Kulturtage im Rheinland (www.juedische-kulturtage-rheinland.de). Eintritt: € 7 / 5 / 4. 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

7.3. --- Comedia Lesung. Axel Hacke – „Der weiße Neger Wumbaba“. „Seit ich das erste Mal darüber schrieb, wie sehr Menschen Liedtexte falsch verstehen - wie etwa in eines Lesers Ohren Matthias Claudius’ Zeile ‚der weiße Nebel wunderbar’ zu ‚der weiße Neger Wumbaba’ wurde und so eine unvergessliche, radikal poetische Traumgestalt entstand, deren Schöpfung Claudius selbst wohl nicht möglich war - erreichte mich eine solche Flut von Leserbriefen, gefüllt mit Beispielen für falsch verstandene Liedtexte, dass ich nun der Meinung bin: Im Grunde versteht kaum ein Mensch je einen Liedtext richtig, ja Liedtexte sind überhaupt nur dazu da, falsch verstanden zu werden. Aufgabe eines Liedtexters ist es, den Menschen Material zu liefern, damit ihre Phantasie wirken kann.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Löwengasse 7-9, 50676 Köln.

8.3. --- Literaturhaus Buchpremiere. Roswitha Haring – „Das halbe Leben“. Die Dankesbriefe für die Geschenke zur Jugendweihe, abends am Esstisch von der Mutter diktiert; die Einkaufstour nach Karlovy Vary, wo es außer Oblaten und Kondensmilch nichts zu kaufen gibt; der Ferienjob als Zimmermädchen im Hotel: Roswitha Harings Alltagsminiaturen erzählen uns von der Enge, den kleinen Fluchten und den unhinterfragten Zwängen eines Lebens in der städtischen Provinz. Ihre Mädchenfiguren sind leicht linkisch und in ihrer Wehrlosigkeit anrührend, sanfte Außenseiterinnen, die der Bosheit der anderen ins offene Messer laufen. Eintritt: € 7 / 5 / 4. 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

10.3. --- Gymnasium Kreuzgasse Lesung. William Boyd – „Ruhelos“. „Was geschieht, wenn alles, was man über seine Mutter zu wissen glaubte, sich plötzlich als Trugbild erweist? In dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin, dass ihre Mutter Sally in Wirklichkeit Eva Delektorskaja, eine russische Emigrantin und ehemalige Spionin, ist.“ (Berlin Verlag) 19.30 Uhr. Vogelsangerstraße 1, 50672 Köln.

11.3. --- LitCOLOGNE Lesung. Funny van Dannen – „Zurück im Paradies“. „In Funny van Dannens Paradies glänzt zwar auch nicht alles himmelblau, aber dafür ist gut was los: Die Freizeitforscherin Hilde Kampowski macht sich bei ihren Freundinnen unbeliebt, ein Rotkehlchen meldet sich freiwillig zur Tierarmee, und auf dem Olivenplaneten hält die Bundeskanzlerin ihre Bürgersprechstunde in einem goldenen Bauwagen ab.“ (bol.de) 20 Uhr. Theater am Tanzbrunnen, Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

12.3. --- Kino im Museum Ludwig Lesung. Dagmar Chidolue – „Flugzeiten“. „Fliegen, das ist Bonnas großer Traum. Doch er kommt aus einer armen Familie, lebt mit seinen Eltern und seinen fünf Geschwistern in einer winzigen Wohnung. In der Fliegerschar der Hitlerjugend geht schließlich sein großer Traum in Erfüllung: Bonna darf fliegen. Endlich kann er der Enge entfliehen, frei sein! Doch um welchen Preis? Authentisch und konsequent aus Bonnas Perspektive erzählt Dagmar Chidolue die Geschichte seiner Jugend von 1932 bis 1940, als der Alltag hoffnungslos erschien und große und kleine Verführer es verstanden, junge Leute dem Ideal des Pflichtbewusstseins folgen zu lassen und in den Bann des NS-Regimes zu ziehen. Sie erzählt die Geschichte ihres Vaters.“ (S. Fischer Verlag) 10 Uhr. Eintritt: € 2. Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln.

12.3. --- Altes Pfandhaus Lesung. Bernd Schroeder – „Hau“. „Karl Hau ist jung, lässig, begehrt, liebevoll, hochintelligent. Und er ist arrogant, ein Frauenheld und Verschwender. Aber ist er auch ein Mörder? 1906 steht er, der mit Lina Molitor nach einer Flucht und Heirat nach Amerika gegangen ist, in Karlsruhe vor Gericht. Er soll seine Schwiegermutter aus Geldgier umgebracht haben. In einem mitreißenden Roman, der das Innerste seiner Figuren ausleuchtet, hat Bernd Schroeder die Geschichte eines rätselhaften Kriminalfalles geschrieben, eines der großen Sensationsprozesse im letzten Jahrzehnt des deutschen Kaiserreichs.“ (Carl Hanser Verlag) 21 Uhr. Kartäuserwall 20, 50678 Köln.

12.3. --- Kino im Museum Ludwig Lesung. Mirijam Günter – „Die Ameisensiedlung“. „Die 15-jährige Conny lebt mit ihrer alkoholkranken Mutter und ihren jüngeren Halbgeschwistern in der Ameisensiedlung, einem sozialen Brennpunkt am Stadtrand. Der Zusammenhalt in ihrer Clique lässt Conny das Leben ein bisschen erträglicher erscheinen. Die Situation zu Hause gerät dagegen immer mehr außer Kontrolle: Viele Liebhaber der Mutter erweisen sich als brutale Schlägertypen. Völlig überfordert kümmert Conny sich um ihre Geschwister, versucht Geld aufzutreiben und gleichzeitig das Jugendamt fern zu halten. Dann findet sie unerwartet in einem Lehrer eine Person ihres Vertrauens. Er macht ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch ihre Freunde reagieren misstrauisch und nehmen den Lehrer als Bedrohung war. Die Clique droht zu zerbrechen. Und dann steht Conny vor einer unmöglichen Entscheidung.“ (dtv) 12 Uhr. Eintritt: € 2. Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln.

13.3. --- Arkadas Theater Lesung. Mohsin Hamid – „Der Fundamentalist der keiner sein wollte“. „Lahore. In einem Café sitzen sich ein mitteilsamer Pakistani und ein zurückhaltender Amerikaner gegenüber. Als langsam die Nacht über die Stadt hereinbricht, enthüllt der Pakistani immer mehr Details seiner Lebensgeschichte, und allmählich ahnt man das Drama, das sich zwischen den beiden Männern anbahnt. Ein Roman von großer Sprengkraft – aufrüttelnd, provozierend und mit einem unwiderstehlichen Sog.“ (Hoffmann und Campe Verlag) 18.30 Uhr. Platenstraße 32, 50825 Köln.

13.3. --- LitCOLOGNE Lesung. Isabelle Minière – „Ein ganz normales Paar“. „Sie ist die Schönste, Intelligenteste, die ideale Mutter und Ehefrau – aber eine Tyrannin. Er ist nichts mehr, um des lieben Friedens willen, hat Angst. Doch es gibt keine normalen Paare, nur glückliche!“ (Diogenes) 19.30 Uhr. Institut Français, Sachsenring 77, 50677 Köln.

15.3. --- LitCOLOGNE Lesung. Donna Leon – „Blutige Steine“. „Tod eines Schwarzafrikaners auf dem Campo Santo Stefano. Ein Streit unter Immigranten? Oder steckt mehr hinter der Ermordung eines Illegalen? Brunetti hakt trotz Warnungen von höchster Stelle nach und entdeckt Verbindungen, die weit über Venedig hinausreichen.“ (Diogenes) Die Autorin liest in englischer Sprache. Moderation: Dennis Scheck. 19.30 Uhr. Theater am Tanzbrunnen, Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

15.3. --- LitCOLOGNE Lesung. Andrea De Carlo – „Wenn der Wind dreht“. „Wer hat ihn nicht – den Traum von einem glücklicheren Leben, weitab von Handygeklingel, Hektik und Verkehr? Fünf Städter suchen ein Haus auf dem Land und das einfache Leben in der Natur. In den Wäldern Umbriens finden sie es – und es ist ein Alptraum.“ (Diogenes). 19.30 Uhr Italienisches Kulturinstitut, Universitätsstraße 81, 50931 Köln.

16.3. --- Kino im Museum Ludwig Lesung. Stefan Weidner – „Allah heißt Gott“. „Ausgehend von der Situation der Kinder schreibt der Islamwissenschaftler Stefan Weidner spannend und anschaulich über die zweitgrößte Weltreligion – den Islam. Er erzählt von Mohammed, erklärt, was man in einer Koranschule lernt, stellt auch Konflikte und Ängste dar und vermittelt Kindern die Faszination dieser fremden Glaubenswelt.“ (S. Fischer Verlag) Eintritt: € 2. 10 Uhr. Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln.

16.3. --- Schauspielhaus Lesung & Gespräch. Roger Willemsen – „About Sam“. Ein Beckett-Abend mit Sophie von Kessel, Joachim Król, Vadim Glowna und Roger Willemsen. 19.30 Uhr. Offenbachplatz, 50667 Köln.

16.3. --- Kulturkirche Lesung. Marisha Pessl und Nicolette Krebitz. – „Die alltägliche Physik des Unglücks“. „Jeder weiß, Blue ist besonders. Man liegt ihr zu Füßen. Und dann passiert ein mysteriöser Mord und ihr Leben gerät aus den Fugen. Ein Aufsehen erregender und temporeicher Roman und ein spannend komischer Streifzug quer durch die Sätze von Shakespeare bis Cary Grant.“ (S. Fischer Verlag) 21 Uhr. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

17.3. --- Kulturkirche Nippes Lesung. Julian Barnes – „Arthur & George“. „Zwei Männer, geprägt vom ausgehenden 19. Jahrhundert in Großbritannien, begegnen sich in einer entscheidenden und dramatischen Phase ihres Lebens: Arthur Conan Doyle, der Erfinder von Sherlock Holmes, und George Edalji, ein kleiner Provinzanwalt. Julian Barnes schildert sie auf faszinierende Weise vor dem Hintergrund ihrer Zeit. Der Roman stand wochenlang auf den Bestsellerlisten in England und den USA sowie auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2005.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 18 Uhr. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

19.3. --- Philharmonie Lesung. Ketil Bjørnstad – „Vindings Spiel“. „Einfühlsam zeichnet Ketil Bjørnstad das Porträt eines jungen Pianisten, er erzählt von den musikalischen und erotischen Obsessionen des Musikers. Ein Roman über die Schwierigkeiten, erwachsen zu werden, sich selbst zu finden – und zugleich eine Liebeserklärung an die Musik.“ (Suhrkamp Verlag) 20 Uhr. Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln.

19.3. --- Literaturhaus Lesung. Georg Stefan Troller – „Lebensgeschichten – Geschichten von Begegnungen“. In seinem neuen Buch Lebensgeschichten zeigt sich der Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller wieder als unermüdlicher Menschensammler: Mit Sympathie, aber aus kritischer Distanz heraus hat er sich wie schon in seinem legendären „Pariser Journal“ mit außergewöhnlichen, extremen oder an den Rand der Gesellschaft gedrängten Menschen befasst. Sie alle erzählen ihm ihre Geschichte, Stars und Künstler, große Liebende und Heilige unserer Zeit, wie Rudolf Borchardt, Louis Ferdinand Céline, Leonard Cohen, Alain Delon, Juliette Gréco, Peter Handke, John Malkovich, Russ Meyer, Peggy Parnass, Orson Welles. Sie alle stellen sich dar, geben sich preis, rechtfertigen ihr Leben. Die Veranstaltung mit Georg Stefan Troller ist Teil der Jüdischen Kulturtage im Rheinland (www.juedische-kulturtage-rheinland.de). Eintritt: € 7 / 5 / 4. 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

20.3. --- Literaturhaus Jubiläumsgespräch. „Das offene Rasiermesser in uns“ - Manfred Osten lädt Georg Büchner und den „schwarzen“ Goethe zu einem fiktiven Gespräch. 2007 jährt sich der 175. Todestag Goethes und der 170. Todestag Büchners. Der Vorwurf des Hauptmannes gegenüber Woyzeck „Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt“ und „Er sieht ja immer so verletzt aus“ soll durch die im 21. Jahrhundert an uns gerichtete Frage aktualisiert werden: Gibt es nicht auch heute so etwas wie ein offenes Rasiermesser? Sehen nicht auch wir inzwischen sehr verletzt aus? 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

21.3. --- Literaturhaus Lesung. Gilles Rozier – „Abrahams Sohn“. Gilles Rozier, der Direktor des Hauses für jiddische Kultur in Paris, das die größte jiddische Bibliothek Europas beherbergt, erzählt mit Witz und Behutsamkeit vom Kampf zwischen Sollen und Wollen, zwischen Tradition und heutiger Wirklichkeit. Er erzählt die berührende Geschichte eines Aufbruchs in einem Land, in dem ein neuer Anfang nicht selbstverständlich ist, weil der Terror Teil des Alltags ist. Die Veranstaltung mit Gilles Rozier ist Teil der Jüdischen Kulturtage im Rheinland (www.juedische-kulturtage-rheinland.de). Eintritt: € 7 / 5 / 4. 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

26.3. --- Literaturhaus Buchpremiere. Norbert Hummelt – „totentanz“. Norbert Hummelts neue Gedichte erforschen die Schwellenzonen des Lebens, Kindheit und Tod, und die ungesicherten Grenzen zwischen Schlaf und Wachen. Der Dichter wendet alte Motive der Kunst und Literatur neu ins Existentielle. Licht und Dunkel berühren und durchdringen einander, das Leben vor der Geburt und nach dem Tod kommt in den Blick, und untergründig wird die Frage nach Gott gestellt. Dabei sind Hummelts Gedichte von Erfahrung geleitet: Tod und Geburt geliebter Menschen, Ende und Anfang und ihre rätselhaften Verflechtungen sind die treibenden Motive. Eintritt: € 7 / 5 / 4. 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

27.3. --- Literaturhaus Lesung. Georg Klein – „Sünde, Güte, Blitz“. In einem Hinterhof der deutsch-polnischen Grenzstadt G. kommt nachts ein nackter Mann zu sich und klettert in eine Linde. Angela Z., arbeitslose Physikerin und Hausmeisterin, feiert gerade mit Sekt und Käsegebäck allein Geburtstag, als er aus dem Baum zu ihr ins Wohnzimmer springt. Im selben Haus vollbringt seit einem halben Jahr ein Ärztepaar erstaunliche Dinge. Aber die Naturwissenschaftlerin Angela hat die Spur seltsamer Hinweise aufgenommen. Selbst ihre beste Freundin, die ehemalige Schauspielerin Frau Blumenthal, scheint in die Sache verwickelt, denn seit ihren Besuchen bei Dr. Schwartz und Dr. Weiss wird die alte Dame jünger. Angela kann den Beistand ihres nächtlichen Gasts, „eines Boten aus einer anderen Welt“, dringend gebrauchen. Eintritt: € 7 / 5 / 4. 20 Uhr. Telefon: 0221 – 57 43 73 20. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.

Krefeld

7.3. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Louise Jacobs - „Café Heimat“. „In dieser spektakulären Familien - Biographie erforscht die junge Enkelin des Kaffee-Patriarchen Walter Jacobs die Geschichte ihrer Großeltern und ihrer jüdischen Verwandtschaft. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen Jacobs zum Synonym für Kaffeekultur in Deutschland. Das Verwöhnaroma, die Krönung der schönsten Stunden - wer in die Familie Jacobs hineingeboren wird, ist Teil einer Legende. Doch Louise Jacobs, geboren 1982, war immer wieder erstaunt, wie wenig bei ihr daheim über frühere Generationen gesprochen wurde. Sie begibt sich auf Spurensuche und stößt dabei auf manche Überraschung, die sie in mitreißenden Szenen und berührenden Reportagen erzählt.“ (Ullstein Verlag) 20.15 Uhr. Hochstraße 90-92, 47798 Krefeld.

Leipzig

1.3. --- Haus des Buches Lesung. Barbara Beuys – „Paula Modersohn-Becker oder Wenn die Kunst das Leben ist“. Am 20. November 1907 stirbt in Worpswede bei Bremen, kurz nach der Geburt einer Tochter, die 31jährige Paula Modersohn-Becker. In knapp zehn Jahren hat sie ein Werk von rund 750 Gemälden geschaffen, anknüpfend an Gauguin und van Gogh, zur selben Zeit und in vielfacher Hinsicht vergleichbar mit dem frühen Picasso. Barbara Beuys erzählt erstmals ausführlich von der Kindheit in Dresden, von der Ausbildung beim „Verein der Berliner Künstlerinnen“ und vom Aufbruch der Berliner Kunstszene in die Moderne. Neu und umfassend schildert sie das Leben in Paris, der künstlerischen Heimat der Malerin. In Worpswede findet Paula Modersohn-Becker ihren Ehemann, doch sie riskiert die Trennung, will ein Kind, ohne verheiratet zu sein. Nietzsches „Zarathustra“ ist ihr Wegweiser, Rainer Maria Rilke ein enger Freund. Sie ist die erste Malerin, die sich lebensgroß im Akt malt. Eintritt: € 3 / 2. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

6.3. --- Haus des Buches Gespräch & Vortrag. Jürgen Gottschalk – „Jüdische Volkskunst in Humor und Musik“. Der Berliner Museologe Jürgen Gottschalk sammelt und erschließt seit vielen Jahren Zeugnisse jüdischer Volkskunst in Buch, Bild und auf Tonträgern. Er gibt einen Einblick in diesen Gegenstand und zeigt seltene Stücke aus seiner Sammlung. 19.30 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Saal 2, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

7.3. --- Haus des Buches Lesung. Tadeusz Borowski – „Bei uns in Auschwitz“. Tadeusz Borowskis (1922–1953) Erzählungen gehören zu den beklemmendsten literarischen Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Scheinbar moralisch indifferent beschreibt der Autor die Greuel der nationalsozialistischen Vernichtungslager und verzichtet dabei auf eine klare Trennung zwischen Opfer und Täter. Aus der Perspektive des Kapos, der als Aufsichtsperson eine Rolle zwischen seinen Mithäftlingen und deren Mördern einnimmt, schildert er den Wettlauf der Häftlinge ums Überleben. Mit einer erbarmungslosen Genauigkeit, die dem Leser nichts schenken will, berichtet er von der Mutter, die bei der Selektion ihr Kind verleugnet und der Arroganz der alteingesessenen Häftlinge gegenüber den Neuankömmlingen im Lager. Arno Lustiger stellt den Autor vor. Dieter Mann liest Erzählungen von Borowski. Eintritt: € 3 / 2. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

12.3. --- Haus des Buches Ehrenlesung zum 100. Geburtstag von Georg Maurer. Mit Adel Karasholi und Teilnehmern der Schreibwerkstatt des Verbandes deutscher Schriftsteller. In Gespräch und Lesung wird der Lyriker und Maurer-Schüler Adel Karasholi Dichtung und Dichter für uns lebendig werden lassen. Die Nachwuchsautoren der Schreibwerkstatt haben sich über eigene Texte, die sie lesen, mit der Lyrik Maurers auseinandergesetzt. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

13.3. --- Haus des Buches Lesung. Jörg Albrecht – „Drei Herzen“. Jörg Albrecht, geboren 1981, lebt in Dortmund und Berlin. Er schreibt Prosa, Theatertexte und Hörspiele. Seine Texte wurden ins Polnische und Amerikanische übersetzt und sind in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien erschienen. Seit 1998 ist Albrecht zudem als Theaterregisseur tätig; unter anderem inszenierte er für das Junge Schauspielhaus Bochum 2005/06 Rilkes „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Eintritt: € 4 / 3. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

15.3. --- Haus des Buches Gespräch & Lesung. Thor Kunkel – „Endstufen und andere Verfallsobjekte“. Der Bestseller-Autor und Regisseur Thor Kunkel (geboren 1963) studierte Film und multimediale Kunst in Frankfurt/Main. Seit 1995 verfasst er Drehbücher und schriftstellerische Werke, die Federation of American Scientists zählte sein preisgekröntes Debüt „Das Schwarzlicht-Terrarium“ (2000) zu den „25 wirkungsvollsten Büchern der letzten 20 Jahre“. Mit „Endstufe“ wurde Kunkel 2004 auch als Bestseller-Autor international bekannt. Der Roman um vom „SS-Hygiene-Institut“ zwecks Devisenbeschaffung gedrehte pornografische Filme sorgte schon vor Erscheinen für Aufsehen und wurde kontrovers diskutiert. Sein neues Buch „Bin Shoppen“ wird für 2007 erwartet. Eintritt: € 3 / 2. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Saal 1, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

16.3. --- UT Connewitz Lesung & Buchpremiere. Sascha Lange – „DJ Westradio. Meine glückliche DDR-Jugend“. „Zwischen Playmobil und Perestroika. Es war die aufregendste Zeit, um erwachsen zu werden: Kalter Krieg und BRAVO-Poster, Zungenküsse und Wehrertüchtigung, Popper-Discos und Montagsdemos. Sascha Lange erzählt von einer turbulenten Jugend in den 80er Jahren: komisch, überraschend und etwas melancholisch. Die DDR war für viele Jugendliche schon Anfang der 80er Jahre Geschichte. Sie hörten nicht ihre Musik, zogen nicht ihre Klamotten an, lasen nicht ihre Zeitschriften. Was sie interessierte, kam aus dem Westen: In Form von Paketen, Intershop und Westfernsehen. Leuchtend und funkelnd, duftend und wohlklingend und doch schier unerreichbar wie eine unerfüllte Liebe.“ (Aufbau Verlag) 20 Uhr. Wolfgang-Heinze-Straße 12a, 04277 Leipzig.

20.3. --- Haus des Buches Lesung. Anna Kaleri – „Hochleben“. „Hochleben“ entpuppt sich als kunstvoll eingefädelter, tiefernster Roman, dessen Hauptfigur parodistische Höhenflüge unternimmt, um auf dem Boden der Tatsachen anzugelangen: einer nicht intakten Heimat, von der sie sich längst verabschiedet hatte. Anna Kaleri wurde 1974 im Ostharz geboren. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut, erhielt mehrere Stipendien und veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien. Ihr Debüt, der Prosaband „Es gibt diesen Mann“ erschien 2003 bei Luchterhand. Anna Kaleri lebt als freie Autorin in Leipzig und arbeitet unter anderem für den Rundfunk. Eintritt: € 3 / 2. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Saal 1, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

21.3. --- Haus des Buches Ein Truman-Capote-Abend. Gerald Clarke stellt seine Capote-Biografie vor. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Großer Saal, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

21.3. --- Kabarett-Theater Sanftwut in der Mädlerpassage Lesung. Désirée Nick – „Eva go home“. „Genüsslich zerpflückt Désirée Nick Stück für Stück das ‚Eva-Prinzip’. Klug, scharfzüngig und witzig – eine herrliche Abrechnung!“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Grimmaische Straße 2, 04109 Leipzig.

21.3. --- CineStar Leipzig Gespräch. Sarah Kuttner – „Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart“. „Nach dem großen Erfolg von ‚Das oblatendünnen Eis des halben Zweidrittelwissens’ kommt hier die Fortsetzung ihrer Kolumnen aus der Süddeutschen Zeitung, der dringend notwendige Lückenschluss zum vollen Dreidrittelwissen! Wieder zögert Frau Kuttner nicht, Fragen zu beantworten, die man sich bis eben noch gar nicht zu stellen gehofft hat.“ (S. Fischer Verlag) Die Autorin Sarah Kuttner im Gespräch mit Marius Meller. 20.30 Uhr. Petersstraße 44, 04109 Leipzig.

22.3. --- Dominikanerkloster Sankt Albert Lesung. Stephan Kulle – „Papa Benedikt“. „Stephan Kulle, der den deutschen Papst in den letzten Jahren aus der Nähe beobachtet hat, erzählt anlässlich des 80. Geburtstages kenntnisreich und einfühlsam von den bekannten und unbekannten Seiten Benedikts XVI. Kulle spricht mit Kritikern, Mitarbeitern und Wegbegleitern des Papstes und nimmt den Leser mit hinter die Mauern des Vatikans.“ (S. Fischer Verlag) 19 Uhr. Georg-Schumann-Straße 336, 04159 Leipzig.

22.3. --- Gohliser Schlösschen Buchpräsentation. Arjen Duinker, Barbara Köhler, Peter Verhelst, Thomas Kunst stellen das Buch „Keine triste Isolde“ von den Herausgebern Jaap Grave, Jan Konst und Bettina Noak vor. „Es ist an der Zeit, etwas gegen die Vernachlässigung der niederländischsprachigen Poesie im deutschen Sprachraum zu tun: Die Anthologie ‚Keine triste Isolde’ präsentiert in zweisprachiger Auswahl zehn niederländische und flämische Lyriker, die allesamt gegen 1990 debütierten und in ihren Heimatländern zu den bedeutendsten Poeten gehören.“ (Wallstein Verlag) 19 Uhr. Menckestraße 23, 04155 Leipzig.

22.3. --- Cafè Grundmann Lesung. Max Bronski – „München Blues“. „Wilhelm Gossec ist Antiquitätenhändler und das Oktoberfest ist auch für ihn ein gutes Geschäft, schon im September stellt er sein Geschäft für die ausländischen Gäste auf Bavarica um. Eines Abends, als Antiquitätenhändler Gossec es sich gerade in der Wohnung hinter dem Laden gemütlich machen will, hört er ein Klatschen auf dem Pflaster und sieht einen Mann da liegen, ausgeraubt, eine Bierleiche. Gossec findet in seinen Taschen nur noch eine Einladung von der Firma Global Real Estate für das Käferzelt und eine Visitenkarte.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. August-Bebel-Straße 2, 04275 Leipzig.

22.3. --- Horns Erben Buchpräsentation. Daniela Danz – „Türmer“. „Der Roman führt in eine merkwürdige Welt: Zweihundertdreiundsechzig Treppenstufen nach oben in einen Turm, wo Jan Fachers Vater endlich eine Arbeitsstelle bekommen hat und im Frühjahr 1913 mit Frau und Sohn die Türmerwohnung bezieht. Er muss rund um die Uhr über die Stadt wachen, nachts hilft ihm sein Sohn. Wenn Jan gehofft hatte, die enge Welt im Turm würde ihn einen Weg zu seinem Vater finden lassen, so sieht er bald, dass er auf sich selbst verwiesen ist. Der Blick von oben auf die Stadt schärft die Wahrnehmung ­ und er macht einsam.“ (Wallstein Verlag) 20 Uhr. Arndtstraße 33, 04275 Leipzig.

22.3. --- Horns Erben Buchpräsentation. Ulf Erdmann Ziegler – „Hamburger Hochbahn“. „Damals, noch in Lüneburg und bevor sie unerwartet Freunde werden, hat Thomas Schwarz den Unternehmersohn Claes Philip Osterkamp beneidet und bekämpft. Dann hören sie plötzlich gemeinsam im Nachtradio Jazz, werkeln an ihrem Weltbild, studieren Architektur, entkommen nach Hamburg und proben den Aufstieg.“ (Wallstein Verlag) 20 Uhr. Arndtstraße 33, 04275 Leipzig.

22.3. --- Moritzbastei Buchmesse & Lesung. Um 21 Uhr beginnt die Lange Leipziger Lesenacht. Es lesen Kerstin Grether aus „Zungenkuss“ (22.15 Uhr – 22.45 Uhr), Thomas Melle aus „Raumforderung“ (21 Uhr – 21.30 Uhr) und Kevin Vennemann aus „Mara Kogoj“ (21.15 Uhr – 21.35 Uhr). Universitätsstraße 9, Leipzig.

22.3. --- Panometer Lesung. Feridun Zaimoglu – „Rom intensiv“. „Ein spannendes Jahr an einem traditionsreichen Ort: Als Stipendiat der Villa Massimo macht sich Feridun Zaimoglu auf, Rom zu erkunden und die Römer kennenzulernen. Erstaunliche Begegnungen sind die Folge, brillante Texte das Ergebnis. Ein Jahr in wöchentlichen Geschichten. Es ist eine große Auszeichnung und gleichzeitig eine schwere Bürde: als deutschsprachiger Autor ein Jahr in Rom zu verbringen, dort zu leben und zu arbeiten – erst recht, wenn man dort als Deutschtürke ganz besonders auffällt.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 20 Uhr. Richard-Lehmann-Straße 114, 04275 Leipzig.

22.3. --- Moritzbastei Lesung. Carsten Otte – „Sanfte Illusionen“. „Arnd liefert zwei Groschenhefte im Monat. Als die Roman-Reihe eingestellt wird, schreibt er die Geschichte seines Freundes Benjamin auf. Der verliebt sich in Blumenhändlerin Tamara, will aber Ehefrau Wiebke nicht verlassen. Arnd erzählt das Liebesdrama als Portrait einer kurstädtischen Klassengesellschaft: Der herzkranke Kellner Jost kämpft, ohne auf die Gesundheit zu achten, um seinen Job im eleganten Parkhotel. Isabelle, Gattin eines Kunstsammlers, engagiert sich als Mäzenin der Einzelhändler. Tamara wehrt sich gegen die Hilfe der reichen und einsamen Gönnerin. Aber erst als sie sich von ihren Vorurteilen zu lösen beginnt, findet sie einen Weg in die Nische ihres Glücks. Mit leiser Ironie auch in lauten Szenen, mit einer Sprache, die sich an die großen und kleinen Helden des Romans anschmiegt, erzählt Carsten Otte vom immergrünen Charme der Bourgeoisie.“ (Eichborn Verlag) 22.15 Uhr. Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig.

23.3. --- Grassi Museum Lesung. Dirk Sager – „Berlin-Saigon“. „Berlin-Saigon: mehr als 15.000 Kilometer mit der Eisenbahn. Die weiteste Reise auf Schienen, die von Deutschlands Hauptstadt aus möglich ist. Dirk Sager begibt sich auf ein Abenteuer, das ihn durch sieben Länder und zwei Kontinente führt, durch grandiose Landschaften und historische Orte, auf die Spuren mittelalterlicher Herrscher und moderner Mythen.“ (Rowohlt Verlag) 19.30 Uhr. Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig.

23.3. --- Frauenbibliothek MonaLIESa Lesung. Gabrielle Gillen – „Froschköniginnen. Einblicke in ein artgerechtes Frauenleben“. „1968 und die Folgejahre haben die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Tanzen gebracht. Leben, Lieben, Arbeiten: Die Zukunft wurde für die junge Generation zu einem offenen Feld, das künftig selbstbestimmt zu gestalten war. Gabriele Gillen hat die Geschichte einer bewegten Frau geschrieben, ihre eigene. Es ist eine offene und sehr persönliche Bilanz - und zugleich das Buch einer Frauengeneration, die aufbrach, sich selbst und das Land zu verändern: der Nachachtundsechzigerinnen. Sie waren die ersten, die weithin traditionelle Rollenbilder überwinden konnten. Was ist aus ihnen geworden, was haben sie daraus gemacht?“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig.

23.3. --- Halle 5 e.V. Lesung & Musik. Ulla Meinecke – „Willkommen in Teufels Küche“. „Die Sängerin Ulla Meinecke beleuchtet abwechslungsreich, gewürzt mit vielen amüsanten Anekdoten, den Charaktertypus des kreativen Chaoten, beschreibt die Art und Weise, wie das Chaos entsteht und welche Auswirkungen es auf den Verursacher und seine Umgebung hat. Sie begibt sich auf eine Reise in die Innenwelt der Chaosmenschen und ergründet, wie ihre Psycho-Mechanik funktioniert und wie sie ihre oft ungewöhnlichen Leistungen hervorbringen. Und lädt den Leser ein, mitleidend und mitlachend, den Pfad zur befreienden (Selbst-) Erkenntnis zu betreten!“ (Blanvalet Verlag) 20 Uhr. Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig.

23.3. --- Haus des Buches Lesung. Ingo Schulze – „Handy – 13 Geschichten nach alter Manier“. Nach dem großen Erfolg seines epochalen Romans „Neue Leben“ beschreitet Ingo Schulze in diesen Erzählungen ganz neue Wege. In raffiniert variierenden Beziehungskonstellationen erweist er sich als großer Erzähler klassischer Prägung und einmal mehr als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller seiner Generation. Eintritt: € 4 / 3. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Großer Saal, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

24.3. --- Haus des Buches Lesung. Petra Gerster – „Reifeprüfung. Die Frau von 50 Jahren“. Der 50. Geburtstag ist Zäsur und Herausforderung in einem. Ab jetzt wird das Gefühl, noch jung zu sein, von Jahr zu Jahr mehr in Frage gestellt. Petra Gerster, vor kurzem selbst 50 geworden, setzt sich sehr persönlich mit dem Älterwerden auseinander. Von den Lebensentwürfen ihrer Mutter und Großmutter erzählt sie ebenso eindrücklich wie von ihrer eigenen Karriere in einer männerdominierten Welt. Sie geht nicht nur auf die Belastungen ein, die mit dem Weg in die zweite Lebenshälfte verbunden sind, sondern auch auf neue Freiheiten. 17.30 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Großer Saal, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

24.3. --- Sächsische Akademie der Wissenschaften Lesung. Andreas & Stephan Lebert – „Anleitung zum Männlichsein“. „Andreas und Stephan Lebert erkunden, wie der Mann des 21. Jahrhunderts sich in verschiedenen Lebenssituationen bewähren kann, und finden jenseits aller Zerrbilder und Stereotypen Antworten auf die Frage, was einen Mann heute zum Mann macht.“ (S. Fischer Verlag) 19.30 Uhr. Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig.

24.3. --- Volkspalast Lesung. Kerstin Gleba – „POP – seit 1964“. „Es ist die erste Anthologie zu Pop und Literatur, die einen Bogen von den 60ern in die Gegenwart schlägt. Von H.C. Artmann bis Kerstin Grether.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 19.30 Uhr. Prager Straße 200, 04103 Leipzig.

24.3. --- Haus des Buches Lesung. Boris Jewsejew – „Die Kraft der Namen“. Kritiker und Leserschaft sind sich einig. Mit Boris Jewsejew kehrt die große russische Literatur zurück. Zunächst als Lyriker bekannt geworden, setzt der 1951 in der Ukraine geborene Autor heute mit seiner vielfach preisgekrönten Prosa Maßstäbe. Fesselnde Sujets bilden darin den Ausgangspunkt für die Suche nach Antwort auf existentielle philosophische und ethische Fragen, die um den reinen Kern kreisen – dem Schicksal Russlands in Vergangenheit und Gegenwart. Moderation und Lesung des deutschen Textes: Hannelore Umbreit. 20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Raum 005, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

24.3. --- Glaskuppel der LVV Lesung. Vladimir Zarev – „Verfall“. „Mit schonungsloser Genauigkeit zeichnet Vladimir Zarev zwei typische menschliche Schicksale in Zeiten des politischen Umbruchs. Während machtbesessene, ‚demokratisch’ regierende Politiker, die das Land eigentlich in ein anderes politisches System überführen sollen, Bulgarien ausbluten lassen, lebt der größte Teil der Gesellschaft in größter Not. Komisch, lehrreich und literarisch brillant – Vladimir Zarev, in Bulgarien ein literarischer Superstar, kann nun auch vom deutschsprachigen Publikum entdeckt werden. Eine echte Überraschung.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 21 Uhr. Karl-Liebknecht-Straße 8, 04107 Leipzig.

25.3. --- Haus des Buches Literarischer Spaziergang. Sabine Knopf – „Der Leipziger Gutenbergweg. Geschichte und Topographie einer Buchstadt“. Sabine Knopf, Autorin des im Sax-Verlag erschienenen Buches, führt durch das Graphische Viertel, in dem so renommierte Verlage wie Reclam oder Brockhaus einst ihren Firmensitz hatten. 10 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

29.3. --- Haus des Buches Lesung. „Mich zwingt nichts als die Liebe. Briefe von Božena Nemcová“. Am liebsten hätte sie so frei gelebt wie George Sand, aber das Prag des beginnenden 19. Jahrhunderts war nicht mit Paris zu vergleichen. So ist Božena Nemcová (1820–1862) vor allem als Autorin des Romans „Die Großmutter“ bekannt geworden. Dass sie auch eine begnadete und deshalb von Kafka gepriesene Briefschreiberin war, beweist ihre viel später entdeckte Korrespondenz, die von ihrem Freiheitsdurst, ihrem schwierigen Leben und ihrem Schreiben spricht. Es liest Eva Profousová. Auf dem Akkordeon begleitet sie Jana Bezpalková.19 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

30.3. --- Haus des Buches Podiumsgespräch. „Geschlechterdämmerung? Zur Gleichstellung in Kunst und Kultur“. Frauen stellen im Kulturbetrieb, den Künsten und in kulturwissenschaftlichen Studiengängen die Mehrheit. Trotzdem sind führende Positionen in kulturellen Institutionen, Universitäten und der Kulturpolitik weitestgehend von Männern besetzt. Gleichzeitig wird nach tragenden Vorbildern für Männer gefragt und ein jungengerechtes Bildungsangebot gefordert, wie es für Mädchen besteht. Wie lassen sich diese auf den ersten Blick widersprüchlichen Konsequenzen an eine zukünftige Förder- und Gleichstellungspolitik erklären? Der XIII. Kulturpolitische Salon geht aus vom Ist-Zustand, diskutiert den Wandel geschlechtsspezifischer Rollenmuster und stellt verschiedene förderpolitische Instrumente und die sie tragenden Konzepte zur Debatte. Auf dem Podium nehmen Platz: Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer (Musik- und Kulturwissenschaftlerin), Gisela Kallenbach (MdEP), Stefan Reuyß (Soziologe) und Tilo Schulz (Künstler).20 Uhr. Telefon: 0341 – 995 41 34. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

Leverkusen

13.3. --- Schloß Morsbroich Lesung. Eva Menasse – „Vienna“. „Von der Vergangenheit bleibt nur, was erzählt wird. Eva Menasse macht das Erinnern zum Ausgangspunkt des Erzählens und entwirft mit den fulminanten Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln den Bilderreigen einer Epoche.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) 20 Uhr. Spiegelsaal, Gustav-Heinemann-Straße 80, 51377 Leverkusen.

Lingen

26.3. --- Stadt- und Hochschulbibliothek Lesung. Petra Durst-Benning - „Das gläserne Paradies“. „Lauscha im Thüringer Wald, 1911. Johanna führt schon seit Jahren die Glasbläserei der Familie weiter, die durch die künstlerische Begabung von Marie, ihrer jüngsten Schwester, zu unerwartetem Ruhm gelangt ist: Ihre farbenfrohen, fein verzierten Christbaumkugeln werden in der ganzen Welt geschätzt. Doch nun ist ‚das gläserne Paradies’ in Gefahr, denn eine der wichtigsten Glashütten der Gegend soll verkauft werden. Johannas Nichte Wanda, aus Amerika zurückgekehrt, ist fest entschlossen, die Glashütte zu retten. Mit Hilfe des jungen Bankangestellten David Wagner gründet sie eine Genossenschaft und investiert das mühselig zusammengekratzte Kapital in ein viel versprechendes, - aber auch riskantes Börsengeschäft. Doch Glück und Glas sind zerbrechlich: Was als rauschhaftes Abenteuer beginnt, endet in einer Katastrophe. Vom gläsernen Paradies bleibt nur ein Scherbenhaufen, Wanda scheint alles verloren zu haben.“ (Ullstein Verlag) 20 Uhr Karolinenstrasse 10 , 49808 Lingen.

Lübeck

18.3. --- Kulturstiftung Hansestadt Lübeck. Ausstellungseröffnung & Lesung & Musik. „Pacific Palisades“. Wege deutscher Schriftsteller ins kalifornische Exil 1932-1941. 11 Uhr. (S. Fischer Verlag) Eintritt: € 7 / 4,60. Buddenbrookhaus, Heinrich- und Thomas-Mann-Zentrum, Mengstraße 4, 23552 Lübeck.

Marburg

8.3. --- Rathaus Marburg / Historischer Sitzungssaal Lesung & Buchpremiere. Iris Kammerer – „Der Pfaffenkönig. Roman im Elisabethjahr“. „Als Nachgeborener hat Heinrich Raspe, Sohn des mächtigen Landgrafen von Thüringen, eigentlich keine Aussicht auf eine einflussreiche Stellung. Doch als sein älterer Bruder Ludwig auf einem Kreuzzug stirbt, soll er das Erbe der Familie führen, bis der kleine Hermann, Stammhalter Ludwigs und dessen Frau Elisabeth, herangewachsen ist. Von Kindesbeinen an hegt Heinrich tiefe Gefühle für seine verwitwete Schwägerin, die aber erfüllt ein Gelübde und weiht ihr Leben der Kirche. Erbittert und machtlos muss er zusehen, wie sie die Burg verlässt, um unter der Aufsicht des ihm verhassten Inquisitors Konrad von Marburg ein Leben in Armut zu führen. Und dennoch bestimmt die später als ‚Heilige Elisabeth’ verehrte weit über ihren Tod hinaus sein Schicksal.“ (Aufbau Verlag). 19 Uhr. Rathaus Marburg.

Meersburg

17.3. --- Internationaler Bodensee Club Lesung. Marc Buhl – „Das Billardzimmer“. „Konstanz 1941. Vergeblich versuchen der jüdische Pianist Helmut Spiegler und seine Frau Eva über die Grenze in die Schweiz zu flüchten. Nur einer, so flüstert ihnen jemand zu, kann helfen: Gero von Nohlen, ein schwerreicher Immobilienhändler, der Häuser von geflüchteten Juden verwaltet. Tatsächlich nimmt von Nohlen sie unter dem Vorwand, sie seien ausgebombte Verwandte, in sein Haus auf. Während sich Helmut in die hermetische Welt der späten Beethovensonaten versenkt, gerät Eva in einen Mahlstrom gefährlicher Gefühle, der am Ende ein Leben kostet.“ (Eichborn Verlag) 14.30 Uhr. Burg Meersburg, 88709 Meersburg.

Meiningen

12.3. --- Stadt- und Kreisbibliothek „Anna Seghers“ Lesung. Iris Kammerer – „Der Pfaffenkönig im Elisabethjahr“. „Als Nachgeborener hat Heinrich Raspe, Sohn des mächtigen Landgrafen von Thüringen, eigentlich keine Aussicht auf eine einflussreiche Stellung. Doch als sein älterer Bruder Ludwig auf einem Kreuzzug stirbt, soll er das Erbe der Familie führen, bis der kleine Hermann, Stammhalter Ludwigs und dessen Frau Elisabeth, herangewachsen ist. Von Kindesbeinen an hegt Heinrich tiefe Gefühle für seine verwitwete Schwägerin, die aber erfüllt ein Gelübde und weiht ihr Leben der Kirche. Erbittert und machtlos muss er zusehen, wie sie die Burg verlässt, um unter der Aufsicht des ihm verhassten Inquisitors Konrad von Marburg ein Leben in Armut zu führen. Und dennoch bestimmt die später als Heilige Elisabeth Verehrte weit über ihren Tod hinaus sein Schicksal.“( Aufbau Verlag). 19.30 Uhr. Ernestinerstraße 38, 98617 Meiningen.

Michelstadt

20.3. --- La Bastille Lesung & Gespräch. Nury Vittachi – „Shanghai Dinner. Der Fengshui-Detektiv rettet die Welt“. „Vor einer Woche hat C. F. Wong eine Zweigstelle in Shanghai eröffnet. In der Hauptstadt des Turbokapitalismus will er mit Fengshui-Beratungen leichtes Geld verdienen und die schönen Dinge des Lebens genießen. Mit von der Partie sind seine junge Assistentin Joyce und die chaotische Sekretärin Winnie Lim. Leider hat C. F. Wong aber nicht bedacht, dass die verrückte Riesenmetropole ihr eigenes Karma besitzt.“ (Unionsverlag). Eintritt: € 12.50 Vorverkauf / € 14 Abendkasse. Braunstraße 22, 64720 Michelstadt/Odenwald.

München

6.3. --- Literaturhaus Lesung. Harald Martenstein – „Heimweg“. „Als Joseph aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkommt, ist er trotz Lungendurchschuss topfit verglichen mit dem, was sonst noch aus dem Zug steigt. Dass er von seiner Frau Katharina, der schönen Tänzerin vom Rhein, nicht abgeholt wird, überrascht ihn kaum. Er ist Realist. Aber das Eifersuchtsdrama, in das er hineingerät, verblüfft ihn doch ein wenig. In seinem ersten Roman wirft Harald Martenstein einen ungewöhnlichen Blick auf die Kinderjahre der Republik. Es geht um mörderische Väter und verlorene Mütter, um große Liebe und kleines Glück.“ (C. Bertelsmann Verlag) 20 Uhr. Telefon: 089 – 291 93 40. Salvatorplatz 1, 80333 München.

11.3. --- Literaturhaus Lesung. Louis Begley – „Ehrensachen“. „Neben ‚Lügen in Zeiten des Krieges’ der wichtigste – und persönlichste – Roman von Louis Begley. Er beschreibt die Harvard-Jahre der drei gleich-ungleichen Freunde und betrachtet skeptisch das Amerika der fünfziger Jahre: Was bedeutete es, als Jude in Harvard zu studieren? Wie äußerte sich die Ambivalenz jenes uramerikanischen Mythos einer Nation, die sich selbst erfindet?“ (Suhrkamp Verlag) 19 Uhr. Telefon: 089 – 291 93 40. Salvatorplatz 1, 80333 München.

13.3. --- Literaturhaus Lesung. Michel Tournier – „Pierrot oder Die Farben der Liebe“. „Die Bäckerei ist ‚Wegen Liebeskummer geschlossen’. Der Bäcker Pierrot hat seine große Liebe, die Weißwäscherin Colombine, verloren. Wie? Pierrots Leben findet nachts und Colombines tagsüber statt. Mond und Sonne trennen beide. Als der Maler Harlekin im Dorf auftaucht, verfällt Colombine seiner Farbpracht. Die Zeit vergeht und was anfangs aufregend und neu war, verliert seinen Reiz. Bis Colombine eines Abends einen alten Brief von Pierrot findet, der sie an ihre wahre Liebe erinnert.“ (Sanssouci Verlag) 20 Uhr. Telefon: 089 – 291 93 40. Salvatorplatz 1, 80333 München.

14.3. --- Literaturhaus Lesung. Jonathan Franzen – „Die Unruhezone. Eine Geschichte von mir“. „Jonathan Franzen war ein Junge, der vor vielem Angst hatte: Tanzunterricht, Pissoiren, seinen Eltern. Er liebte Charlie Brown und wollte auf keinen Fall im Abseits stehen. Im Sommer fuhr er in christliche Feriencamps, und von einer Österreicherin in irritierend kurzen Röcken lernte er erste Brocken Deutsch. Bei seinem Bemühen, endlich seine Jungfräulichkeit zu verlieren, spielte Kafka eine Rolle, wie auch auf seinem Weg zum Schreiben.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Telefon: 089 – 291 93 40. Salvatorplatz 1, 80333 München.

18.3. --- Club Ampère Lesung. Eshkol Nevo – „Vier Häuser und eine Sehnsucht“. „Der Ort: ein Vorort von Jerusalem, in dem heute vor allem Kurden leben. Die Zeit: Jene Spanne nach der Ermordung Jitzchak Rabins, als Terroranschläge das Land erschüttern, die Hoffnung auf Frieden zunichte und der Friedensprozeß eingefroren wird. Im Zusammenspiel der Stimmen lässt Nevo das alltägliche Leben von Juden und Palästinensern mit all ihren kleinen und großen Geschichten, Gefühlen, Nöten und Sehnsüchten erstehen.“ (dtv) Den deutschen Text liest Christian Jungwirth. Eintritt: € 7 / 5. 19 Uhr. Kartenvorverkauf: 089 – 548 18 181. Muffatwerk, Zellstraße 4, 81667 München.

19.3. --- Literaturhaus Lesung. Tschingis Aitmatow – „Der Schneeleopard“. „Für beide scheint es keinen Platz mehr zu geben – weder für den alten Schneeleoparden Dschaa-Bars noch für den unabhängigen Journalisten Arsen, der gegen Oligarchen und Fanatiker anschreibt.“ (Unionsverlag) 20 Uhr. Telefon: 089 – 291 93 40. Salvatorplatz 1, 80333 München.

21.3. --- Literaturhaus Lesung. Barbara Gowdy – „Hilflos.“ „Von der Liebe erzählt Barbara Gowdy in ihrem neuen Roman und von der Hilflosigkeit, Schutz zu bieten in einer Welt, in der die Sicherheiten verloren gegangen sind. Die mit großer Spannung und Empathie erzählte Geschichte einer Entführung, literarisch so gekonnt, dass die Koinzidenz mit dem wirklichen Leben wie eine gespenstische Nacherfindung erscheint.“ (Kunstmann Verlag) 20 Uhr. Telefon: 089 – 291 93 40. Salvatorplatz 1, 80333 München.

25.3. --- Islay Whisky Bar Lesung mit Whiskyprobe. Peter Robinson - „Eine seltsame Affäre“. „In einer warmen Sommernacht ist eine junge attraktive Frau in einem blauen Peugeot unterwegs nach Norden. Zur gleichen Zeit hinterlässt ein verzweifelter Mann einen Notruf auf der Mailbox seines Bruders. Bei Sonnenaufgang ist die junge Frau tot und der Mann verschwunden. Und alle Spuren führen zu Alan Banks.“ (Ullstein) 20 Uhr. Thierschstraße 14, 80333 München.

29.3. --- Polizeipräsidium München Lesung. Richard Birkefeld und Göran Hachmeister – „Deutsche Meisterschaft“. „Hannover, im April 1926: Es ist das erste Rennen um die Deutsche Motorradmeisterschaft, und zwei der Fahrer, die von der Begeisterung der  Massen für das neue technische Zeitalter profitieren wollen, sind Falk von Dronte und Arno Lamprecht. Beide sind seit ein paar Jahren herzlich miteinander verfeindet, und beide haben unterschiedliche Gründe, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Während Lamprecht die Erinnerung an die kopflose Leiche seiner Frau mit Alkohol und dem Rausch der Geschwindigkeit betäubt, flüchtet von Dronte vor der wenig ruhmreichen Zeit bei den Freikorps. Seinerzeit, in den Tagen des 10. November 1923, war er einer von drei Männern, die einen Verräter bei München erschossen und dann in einem Waldstück verscharrt haben. Als nun die Leiche des Opfers durch einen anonymen Hinweis gefunden wird, werden von Drontes alte Auftraggeber unruhig.“ (Eichborn Verlag) Eintritt: € 5. 17 Uhr. Reservierungen unter: 089 – 139 58 118 oder mail@krimifestival-muenchen.de. Ettstraße 2, 80333 München.

Münster

1.3. --- Schwurgerichtssaal Lesung. Jörg Böckem – „Danach war alles anders“. „Jörg Böckem führte viele Jahre ein Doppelleben zwischen Journalismus und Heroinsucht. Darüber schrieb er sein Buch ‚Lass mich die Nacht überleben’, das ein Bestseller wurde. Menschen jedes Alters und aus allen sozialen Schichten sprachen ihn an und schilderten ihre Abhängigkeit oder die ihrer Angehörigen, berichteten von Alkoholismus, Essstörung, Drogensucht und Selbstverletzung. Jörg Böckem hat acht dieser Frauen und Männer zu Hause besucht, hat mit ihnen über ihre Lebenswege, Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen gesprochen und ihre Geschichten aufgeschrieben.“ (DVA) 19.30 Uhr. Am Stadtgraben 10, 48143 Münster.

5.3. --- Stadtbücherei Münster Lesung. Jessica Durlacher – „Emoticon“. „Die Geschichte von Daniel, einem niederländisch-israelischen Jugendlichen, und von Aischa, einer jungen Palästinenserin, die für die Weltöffentlichkeit ein Zeichen setzen will und ihn in eine tödliche Falle lockt. Ihr Lockmittel: das Internet und seine Zeichensprache, die Emoticons.“ (Diogenes) 20 Uhr. Alter Steinweg 11, 48143 Münster.

Neißemünde

9.3. --- Europäisches Begegnungszentrum Lesung. Adam Soboczynski - „Polski Tango. Eine Reise durch Deutschland und Polen.“ „Als Kind verliebt sich Adam Soboczynski in die BRD. Bald darauf siedeln der junge Pole und seine Familie nach Koblenz über. Doch was geschah mit dem zurückgebliebenen Leben? Mehr als 20 Jahre später begibt sich der Journalist auf Reisen, um das Land seiner Kindheit neu zu entdecken. Er trifft Piotr, der sich einen deutschen Pass erschleicht und reich wird, begegnet einem Jugendfreund Karol Wojtylas und besucht Grazyna, das Mädchen, das ihm das Laufen beibrachte. Mit Charme, Witz und Schärfe hinterfragt Adam Soboczynski die Polenklischees der Deutschen und erklärt, warum die polnische Putzfrau inzwischen eine Russin ist. Seine Reise führt ebenso durch die DDR wie durch die alte und die neue Bundesrepublik, und sie endet im Herzen Europas. Ein bedeutsames Buch über uns und unsere Nachbarn.“ (Aufbau Verlag) 19.00 Uhr. Lindenallee 3, 15898 Neißemünde / OT Ratzdorf.

Nürnberg

15.3. --- Literaturhaus Nürnberg Lesung. Ralph Dutli liest Joseph Brodsky – „Brief in die Oase“. „Die umfangreichste Auswahl von Gedichten des russischen Nobelpreisträgers in deutscher Sprache. Joseph Brodsky war ein Dichter vielfältiger Masken und Metamorphosen, ein russischer Odysseus und vom Tod besessener Ironiker, ein Liebeselegiker, Exilant und Erforscher der Zeit, ein eingefleischter Skeptiker und energischer Verteidiger von Wert und Würde der Poesie. Mit diesem vorbildlich übersetzten Durchgang durch sein Werk erschließt sich erstmals der phänomenale Facettenreichtum des unvergessenen Lyrikers.“ (Carl Hanser Verlag) 20 Uhr. Luitpoldstraße 6, 90402 Nürnberg.

Oldenburg

20.3. --- Literatur Forum Lesung & Gespräch. Wojciech Kuczok – „Dreckskerl“. „Kuczoks preisgekrönte ‚Antibiographie’, ein nachtschwarzer Familienroman, hat in Polen lebhafte Debatten hervorgerufen. Dabei ist seine Erzählweise von sozialkritischer Literatur äonenweit entfernt. Sein Blick ist kalt, sein Ton sarkastisch, dennoch glüht in diesem Buch ein Zorn. Er treibt die Sätze voran und schärft sie zu virtuosen Wortspielen, zu Ironie und Witz.“ (Suhrkamp Verlag) Artur Becker, polnisch-deutscher Schriftsteller aus Verden an der Aller, stellt seinen Schriftstellerkollegen Wojciech Kuczok in Lesung und Gespräch vor. 20 Uhr. Peterstraße 1, 26121 Oldenburg.

Paderborn

14.3. --- Aula des Goerdeler Gymnasiums Lesung. Petra Gerster – „Reifeprüfung. Die Frau von 50 Jahren“. „Petra Gerster, vor kurzem selbst 50 geworden, setzt sich sehr persönlich mit dem Älterwerden auseinander. Von den Lebensentwürfen ihrer Mutter und Großmutter erzählt sie ebenso eindrücklich wie von ihrer eigenen Karriere in einer männerdominierten Welt. Sie geht nicht nur auf die Belastungen ein, die mit dem Weg in die zweite Lebenshälfte verbunden sind, das veränderte Körpergefühl etwa oder die Angst vor abnehmender Attraktivität, sondern auch auf neue Freiheiten.“ (Rowohlt Verlag) 20 Uhr. Goerdelerstraße 35, 33102 Paderborn.

Potsdam

9.3. --- Hans Otto Theater Lesung & Konzert. Wolf Biermann – „Neue Gedichte“. Eintritt: € 18 / 15. 20 Uhr. Telefon: 0331 – 98 11 8. Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam.

23.3. --- Druckerei Rüss Buchpremiere. Eric Emmanuel Schmitt – „Odette Toulemonde“. Acht Erzählungen, acht Frauen, acht Liebesgeschichten. Von der kleinen Verkäuferin bis zur unbarmherzigen Milliardärin, von der ernüchterten Mittdreißigerin bis zur mysteriösen barfüßigen Prinzessin - nicht zu vergessen die undurchsichtigen Ehemänner, die feigen Liebhaber und die verzweifelten Mütter, die ihre Töchter missen. Eric-Emmanuel Schmitt stellt eine Reihe unvergesslicher Figuren vor, die er mit zärtlichem Blick bei ihrer Jagd nach dem Glück beobachtet. 20 Uhr. Ulanenweg 4, 14469 Potsdam.

Regensburg

26.3. --- Leerer Beutel Lesung. Max Bronski – „München Blues“ „Wilhelm Gossec ist Antiquitätenhändler und das Oktoberfest ist auch für ihn ein gutes Geschäft, schon im September stellt er sein Geschäft für die ausländischen Gäste auf Bavarica um. Eines Abends, als Antiquitätenhändler Gossec es sich gerade in der Wohnung hinter dem Laden gemütlich machen will, hört er ein Klatschen auf dem Pflaster und sieht einen Mann da liegen, ausgeraubt, eine Bierleiche. Gossec findet in seinen Taschen nur noch eine Einladung von der Firma Global Real Estate für das Käferzelt und eine Visitenkarte.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Bertoldstraße 9, 93047 Regensburg.

Remagen

27.3. --- Arp Museum Lesung. Ayelet Bargur – „Ahawa heißt Liebe“. „1922 hatte Beate Berger in Berlin-Mitte das erste jüdische Waisenhaus Beith Ahawah (Haus der Liebe) gegründet. Es nahm Waisenkinder aus dem Osten Europas auf, die ihre Eltern im Ersten Weltkrieg oder danach verloren hatten. Die Lehrer kamen überall aus Europa, auch aus Palästina. Franz Kafkas Freundin Dora Diamant arbeitete dort als Näherin. Anfang der 30er Jahre lebten an die 120 Kinder in Beith Ahawah. 1933 wurde Beate Berger rasch klar, dass es unter dem Nazi-Regime für diese Kinder keine Zukunft mehr gab. Sie beschloss, das Heim nach Palästina zu verlegen.“ (dtv) Kurze Passagen werden von einer Schauspielerin gelesen, die anschließende Diskussion erfolgt auf Englisch/Deutsch. 19.30 Uhr. Bahnhof Rolandseck, Hans Arp-Allee 1, 53424 Remagen.

Reutlingen

1.3. --- Stadtbibliothek Reutlingen Lesung & Musik. Detlef Berentzen – „Vielleicht ein Narr wie ich“. „In einer modernen Form biographischen Erzählens zeichnet Detlef Berentzen ein umfassendes und facettenreiches Bild des Schriftstellers Peter Härtling – und erzählt zugleich bundesdeutsche Geschichte.“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag) Peter Härtling wird anwesend sein. 20 Uhr. 72764 Reutlingen.

Riehl

9.3. --- Flora im Botanischen Garten Podiumsgespräch. Mit Tschingis Aitmatow und Galsan Tschinag. „Der neue Roman von Tschingis Aitmatow spielt mitten im aufgewühlten Kirgisien unserer Tage. Arsen Samantschin, ein kritischer Journalist, sieht in der Hauptstadt Bischkek seine hochfliegenden Pläne und Visionen scheitern und kehrt in sein Heimatdorf in den Bergen zurück. Der einst unbezwingbare Schneeleopard Dschaa-Bars ist sein Gegenpart, ihre Wege kreuzen sich auf tragische Weise.“ ( Unionsverlag ) 19.30 Uhr. Flora, Im Botanischen Garten, Riehl.

Rostock

2.3. --- Andere Buchhandlung Lesung. Beate Grimsrud – „An einer Axt vorbeischleichen“. Die norwegische Autorin Beate Grimsrud stellt ihren ersten auf Deutsch erschienen Roman vor: eine raue Kindheitsgeschichte aus Schweden, die unter die Haut geht, weil sie mit den einfachen Worten eines Kindes erzählt wird. Es ist die eigenwillige Geschichte eines Mädchens, das sich in einer chaotischen Familie vor ihren sechs Geschwistern behaupten muss. Die Lesung findet in norwegischer und deutscher Sprache statt. Der Übersetzer Wolfgang Butt begleitet sie. Eintritt: € 6 / 4. 20 Uhr. Wismarsche Straße 6, 18057 Rostock.

9.3. --- Max-Samuel-Haus Literatur & Jazz. „Jazzperanto“. Nach der Schließung der Jazzbühne am Doberaner Platz findet die nächste Jazzperanto im Max-Samuel-Haus statt. Bis auf das Haus hat sich allerdings nichts geändert: Wieder wird der Jazzpianist Rainer Kählig mit den jungen Autoren aus Rostock und Umgebung musikalisch-literarisch experimentieren und auch die Veranstalterin und Moderatorin Johanna Michallik führt wieder durch den Abend. Eintritt: € 5. 21 Uhr. Schillerplatz 10, 18055 Rostock

15.3. --- Literaturhaus Rostock Lesung. Olaf Schmidt – „Friesenblut“. Brillant zeichnet der Autor hier markante Figurenporträts und erzählt über die deutsche Vergangenheit und Kunsthistorie. Seine Mischung aus Kriminalgeschichte und kunsthistorischem Roman begeistert das Publikum mit Witz, Spannung und nordischem Charme. Die Veranstaltung wird von dem Rostocker Literaturwissenschaftler Dr. Wolfgang Gabler geleitet. Eintritt: € 6 / 4. 19.30 Uhr. Ernst-Barlach-Straße 5, 18055 Rostock.

30.3. --- Literaturhaus Rostock Lesung. Präsentation des Kuhtor-Jahreslesebuchs. Unter dem Titel „Poesie und Prosa, norddeutsch“ wird die nunmehr 10. Ausgabe des „Kuhtor-Jahreslesebuchs“ im Literaturhaus vorgestellt. Der Bützower Autor Wolfgang Severin-Iben liest Miniaturen und kleine Geschichten. Sein Hauptstück „Auf dem Scherbenberg“ zeigt eine seltsame Begebenheit auf einem Altstoffsammelplatz 1988. Als Herausgeber hat Wolfgang Mundt den Freund zum Aufschreiben seiner Geschichten angetrieben. Er selbst liest einige Gedichte und die „Unvollendete Wettfahrt“, eine kurze Geschichte, die auf der zugefrorenen Warnow im Januar 1919 spielt. Eintritt: frei. 19.30 Uhr. Ernst-Barlach-Straße 5, 18055 Rostock.

31.3. --- Literaturhaus Rostock Autorenstammtisch. Man schreibt die letzte Zeile, feilt noch ein wenig daran und dann ist es vollbracht: der Text. Damit dieser nicht gleich in die Schublade wandert, treffen sich Autoren im Literaturhaus zum Austausch über entstandene Werke. Die Rostocker Lektorin Johanna Michalik steht den Autoren mit Rat und Tat zur Seite. Alle interessierten Autoren sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Texten an der Veranstaltung zu beteiligen. 15 Uhr. Ernst-Barlach-Straße 5, 18055 Rostock.

Rottweil

19.3. --- Schulungs- und Tagungsstätte „Altes Gymnasium“ Lesung. Jürgen Roth – „Der Deutschland-Clan“. „Bestsellerautor Jürgen Roth zeigt in seinem neuen Buch, wie ein engmaschiges Netzwerk aus hochrangigen Politikern, führenden Konzernchefs und toleranten Justizbehörden die Deutschland AG mit Methoden beherrscht, die eines Rechtsstaats unwürdig sind. Wer wen erpresst, wer die Drahtzieher anrüchiger Deals sind und warum die Justiz nicht ermittelt – dieses Buch enthüllt anhand bisher unbekannter Dokumente Gaunerkartelle, Korruptionsaffären und Verstrickungen von Ministern, Top-Managern und Staatsanwälten.“ (Eichborn Verlag) 20 Uhr. Kapellenhof 6, 78628 Rottweil.

Stuttgart

7.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Massimo Carlotto – „Arrevederci Amore, ciao”. Massimo Carlotto, mit Andrea Camillieri der bekannteste und erfolgreichste Kriminaltautor Italiens, präsentiert seinen gerade auf Deutsch erschienenen Roman „Arrevederci Amore, Ciao“. Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua, wurde in den 70er Jahren zu Unrecht wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Er lebt heute in Sardinien. Der Abend wird moderiert von dem bekannten Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel, der auch Carlottos Roman ins Deutsche übertragen hat. Eintritt: € 7 / 5 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 0711 – 284 29 04. Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

12.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Michel Tournier – „Pierrot oder die Farben der Liebe“. Michel Tournier, einer der bedeutendsten französischen Romanciers, liest und spricht über sein Märchen „Pierrot oder Die Farben der Liebe“, das, illustriert von Annette Murschetz, in deutscher Übersetzung gerade neu erschienen ist. Eintritt: € 7 / 5 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 0711 – 284 29 04. Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

19.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Oswald Egger und Anja Utler – „Lustrationen – Brinnen.“ Oswald Egger und Anja Utler lesen aus neuen Gedichtbänden. In seinem Band „Lustrationen. Vom poetischen Tun“ gibt Oswald Egger Einblicke in das „Gedicht als Lebensform“. Entlang eines Atlasses von Denk- und Wortbewegungen erkundet er das Wesen des Poetischen. Von Anja Utler ist letztes Jahr der Gedichtband „brinnen“ sowie das gleichnamige Lyrikhörbuch erschienen. Die Gedichte ersprechen eine Gegenwart, in der Erleben nicht auf eine Linie zu Recht geschnitten wird. In Tasten, Hören, Sehen, in die widerstrebenden Bewegungen von Flucht und Beschwörung fächert sich das Geschehen auf – und mit ihm die Sprache. In ihrem Hörbuch folgt die Autorin den Gedichtsplittern, bricht ab und wird selbst unterbrochen, nimmt Fäden auf und sucht Gesagtes im eigenen Sprechen zu verdecken. Eintritt: € 7 / 5 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 0711 – 284 29 04. Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

21.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Julian Barnes – „Arthur & George“. Zwei Männer, geprägt vom ausgehenden 19. Jahrhundert in Großbritannien, begegnen sich in einer entscheidenden und dramatischen Phase ihres Lebens: Arthur Conan Doyle, der Erfinder von Sherlock Holmes, und George Edalji, ein kleiner Provinzanwalt. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, aus niederem schottischen Adel stammend, wird Augenarzt, dann ein erfolgreicher Schriftsteller und einer der berühmtesten Männer seiner Zeit. Der andere, braves Kind eines anglikanischen Dorfpfarrers indischer Herkunft, wird ein kleiner Rechtsanwalt in Birmingham. Beide sind sie zutiefst den Konventionen und Ehrvorstellungen ihrer Epoche verhaftet, Arthur leidet zudem unter einer schwierigen Liebesbeziehung. Ihre Wege kreuzen sich, als Arthur ein einziges Mal in seinem Leben in die Rolle des Sherlock Holmes schlüpft, um George zu helfen, der Opfer eines skandalösen, rassistisch motivierten Justizirrtums geworden ist. Moderation und Übersetzung: Felicitas von Lovenberg. Lesung des deutschen Textes: Gertraude Krüger. Eintritt: € 7 / 5 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 0711 – 284 29 04. Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

26.3. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Georg Klein – „Sünde Güte Blitz“. Georg Kleins Roman „Sünde Güte Blitz“ ist nicht nur ein wundersamer Ärzteroman und eine Dämonengeschichte, sondern auch ein Buch über unsere Wissensgläubigkeit: über jene Religion, die uns Fruchtbarkeit, Gesundheit und erotische Attraktivität verspricht. Eintritt: € 7 / 5 / 3,50. 20 Uhr. Telefon: 0711 – 284 29 04. Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

27.3. --- Literaturhaus Lesung & Ausstellungseröffnung. Martin Walser – „Das geschundene Tier“. Am 24. März wird Martin Walser achtzig Jahre alt. Aus diesem Anlass erscheint im Rowohlt Verlag unter dem Titel „Das geschundenen Tier“ ein Band mit neununddreißig Balladen, die alle nach 1998 entstanden sind. Illustriert werden sie von Zeichnungen Alissa Walsers, die im Original nun zum ersten Mal im Literaturhaus zu sehen sind. Zur Einführung in die Ausstellung spricht Christoph Tannert, Leiter des Berliner Künstlerhauses Bethanien. Martin Walser liest und führt im Anschluss ein Gespräch mit der Literaturredakteurin der „Stuttgarter Zeitung“ Julia Schröder. Die Ausstellung ist im Literaturhaus bis zum 22. Mai zu sehen. Eintritt: € 10 / 8 / 5. 20 Uhr. Telefon: 0711 – 284 29 04. Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

29.3. --- Theaterhaus Lesung. Jakob Arjouni – „Chez Max“. „Wir befinden uns im Jahr 2064. Die Welt ist durch einen Zaun geteilt: hier Fortschritt und Demokratie, dort Rückschritt, Diktatur und religiöser Fanatismus. Doch das Wohlstandsreich will verteidigt sein, Prävention ist angesagt wie noch nie. Dies ist die Aufgabe der beiden Ashcroft-Männer Max Schwarzwald und Chen Wu, Partner – aber alles andere als Freunde.“ (Diogenes) 20.15 Uhr. Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart.

Sulzbach-Rosenberg

7.3. --- Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg e.V. Lesung. Carolin Emcke – „Von den Kriegen“. „Unterwegs in den Krisengebieten der Welt -- wie gehen Menschen mit Krieg und Gewalt um, was verändert sich angesichts des fremden Leids im Berichterstatter, welche Rolle kommt dem Zeugen zu? Carolin Emcke schreibt in ihren Briefen von Orten, die aus dem Blickfeld der Medien geraten sind, obwohl Krieg und Leid dort andauern: vom endlosen Bürgerkrieg in Kolumbien, von der Sklavenarbeit in den Freihandelszonen Nicaraguas, vom Überlebenskampf der Straßenkinder in der Kanalisation von Bukarest, von den serbischen Massakern an Kosovo-Albanern und den Vergeltungsanschlägen an Serben, dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September und den Kriegen in Afghanistan und im Irak.“ (S. Fischer Verlag) Eintritt: € 6 / 4. 20 Uhr. Rosenberger Straße 9, 92237 Sulzbach-Rosenberg.

Trebur

7.3. --- Buchhandlung Lesezeichen Lesung. Felix Bernhard – „Dem eigenen Leben auf der Spur“. „Seit 13 Jahren feiert Felix Bernhard zwei Mal Geburtstag: den zweiten am Tag nach seinem schweren Motorradunfall. Der frühere Leistungssportler beschreibt in seinem Buch, mit welcher Willensanstrengung er lernen musste, sein Leben als Rollstuhlfahrer in den Griff zu bekommen. Allen Widerständen zum Trotz pilgerte er deshalb drei Mal auf dem Jakobsweg und machte das Unmögliche möglich: Er überwand die steilen Pässe und endlosen Ebenen unter sengender Sonne und strömendem Regen. Alleine und – im Rollstuhl.“ (S. Fischer Verlag) 19.30 Uhr. Große Grabengasse 6, 65468 Trebur.

Tübingen

6.3. --- Osiandersche Buchhandlung Lesung. Marco Wehr – „Welche Farbe hat die Zeit?“. „Es gibt viele Bücher, die zu erklären versuchen, wie Kinder denken. Dieses Buch ist anders. Es untersucht, wie Kinder die Erwachsenen zum Denken bringen. Denn meist geht es bei dem, was wir von Kindern lernen können, nicht um Faktenwissen, sondern um die Grundfragen der Existenz: um den Nutzen des Nichtwissens, die Chancen, die in Fehlern liegen, und den Umgang mit der Zeit. Ein höchst originelles und verblüffendes Buch, das Lebenspraxis, Philosophie und Naturwissenschaft in einzigartiger Weise vereint – und uns zu klügeren Menschen macht.“ (Eichborn Verlag) 20 Uhr. Wilhelmstraße 12-14, 72074 Tübingen.

Ulm

28.3. --- Buchhandlung Reinhold Gondrom Lesung. Jakob Arjouni – „Chez Max“. „Wir befinden uns im Jahr 2064. Die Welt ist durch einen Zaun geteilt: hier Fortschritt und Demokratie, dort Rückschritt, Diktatur und religiöser Fanatismus. Doch das Wohlstandsreich will verteidigt sein, Prävention ist angesagt wie noch nie. Dies ist die Aufgabe der beiden Ashcroft-Männer Max Schwarzwald und Chen Wu, Partner – aber alles andere als Freunde.“ (Diogenes) 20 Uhr. Hirschstraße 12, 89073 Ulm.

Werl

1.3. --- Forum der Völker Vortrag & Gespräch. Friedrich Schorlemmer. – „Lass es gut sein“. „Wie richten wir unser Leben ein? Schorlemmer ermutigt jeden Einzelnen, Selbstverwirklichung und Gemeinsinn miteinander zu versöhnen. Er plädiert für Werte, die jeden mit Glück erfüllen können. Was verlieren Menschen, wenn sich ihr Dasein im Konsumieren oder Streben nach Wohlstand und Erfolg erschöpft? Wo bleiben die Werte Freiheit und Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe, Friede und Toleranz im Alltag? Aus genauen Beobachtungen gewinnt Friedrich Schorlemmer Orientierungshilfen, die dem Einzelnen Halt und Hoffnung geben, ihn leiten: im Miteinander der Generationen, in der Erziehung, in Schule und Beruf, auch in Krankheit und Leid. Er fordert auf, Selbstbehauptung und Solidarität bei der Gestaltung des eigenen Lebens in Einklang zu bringen. Verantwortliches Handeln heißt für ihn nicht Verzicht auf Sinnengenuss. Denn nur der Glückliche kann wirklich helfen. Ein Handbuch für das 21. Jahrhundert.“ (Aufbau Verlag) 19.30Uhr. Melsterstraße 15, 59457 Werl.

Werther

15.3. --- Stadtbibliothek Werther Lesung. Lars Brandt – „Andenken“. „Alle glauben, Willy Brandt zu kennen. Lars Brandt erzählt, was er in seinem Vater sieht. Ausgehend von einzelnen Momenten - Kindheitserinnerungen an das Berlin des Bürgermeisters Brandt, das gemeinsame Angeln, die Atmosphäre in der Kanzlervilla in Bonn, bis hin zu Brandts Fischsuppe für Herbert Wehner - zeigt der Autor seinen Vater in den privatesten Augenblicken.“ (Carl Hanser Verlag) 20 Uhr. Schlossstrasse 36, 33824 Werther.

Wolfsburg

5.3. --- Aula des Ratsgymnasiums Lesung. Katharina Hacker – „Die Habenichtse“. „Wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift, wie sehr dabei die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert mit der Sehnsucht nach existentiellen Erfahrungen, das erzählt Katharina Hacker meisterlich. Sie erzählt von jenen Mittdreißigern, die alle Möglichkeiten und Handlungsfreiheiten haben, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung aber nicht vor Unheil bewahren können.“ (Suhrkamp Verlag) „Die Habenichtse“ erhielt 2006 den „Deutschen Buchpreis“ als bester deutschsprachiger Roman des Jahres. 20 Uhr. Pestalozziallee 2, 38446 Wolfsburg.

Wuppertal

19.3. --- Forum in der Auer Lesung. Professor Doktor Karl-Wilhelm Weeber – „Romdeutsch“. „Anhand vieler Beispiele zeigt der Autor, wie lebendig das lateinische Erbe in der deutschen Sprache ist – in Medizin, Naturwissenschaft und Philosophie, aber auch im Alltagsdeutsch. Geld stinkt nicht, die Daumen drücken, vor Neid platzen, lachende Erben – deutsche Redewendungen entstanden vor 2000 Jahren, als noch kein Mensch Deutsch sprach. Aber das Lateinische ist nicht nur in unserer Sprache quicklebendig, sondern hilft sie auch zu verstehen. Anders formuliert: Wer kein Latein kann, den bestraft das Deutsche.“ (Eichborn Verlag) 19.30 Uhr. Schulstraße 20, 42103 Wuppertal.

21.3. --- Buchhandlung Nettesheim Mirjam Pressler liest aus Lizzi Doron – „Ruhige Zeiten“. „Nach Lizzie Dorons erfolgreichem Debüt ‚Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?’ besticht auch ‚Ruhige Zeiten’ mit seinem warmherzigen Humor und seiner berührenden Melancholie. Leale ist Witwe und seit dreißig Jahren Maniküre im kleinen Friseursalon von Sajtschik, den sie liebt. In ihrem Tel Aviver Viertel leben überwiegend Menschen von ‚dort’, Überlebende der Shoah. Sie alle versuchen, ein neues Leben zu beginnen, soweit das eben möglich ist. Sajtschiks Friseursalon ist der Ort, an dem all jene, die sonst Zuflucht im Schweigen suchen, plötzlich zu erzählen beginnen. Die Gedenkstätte Yad Vashem hat den Roman mit dem Buchmann - Preis ausgezeichnet.“ (Suhrkamp Verlag) 19.30 Uhr. Herzogstraße 29, 42103 Wuppertal.

Würzburg

5.3. --- Saalbau Luisengarten Lesung. Axel Hacke – „Der weiße Neger Wumbaba“. „Seit ich das erste Mal darüber schrieb, wie sehr Menschen Liedtexte falsch verstehen - wie etwa in eines Lesers Ohren Matthias Claudius’ Zeile ‚der weiße Nebel wunderbar’ zu ‚der weiße Neger Wumbaba’ wurde und so eine unvergessliche, radikal poetische Traumgestalt entstand, deren Schöpfung Claudius selbst wohl nicht möglich war - erreichte mich eine solche Flut von Leserbriefen, gefüllt mit Beispielen für falsch verstandene Liedtexte, dass ich nun der Meinung bin: Im Grunde versteht kaum ein Mensch je einen Liedtext richtig, ja Liedtexte sind überhaupt nur dazu da, falsch verstanden zu werden. Aufgabe eines Liedtexters ist es, den Menschen Material zu liefern, damit ihre Phantasie wirken kann.“ (Verlag Antje Kunstmann) 20 Uhr. Martin-Luther-Straße 1, 97072 Würzburg.

5.3. --- Stadtbücherei Würzburg Lesung. Roger Willemsen – „Afghanische Reise“. „Eine einzigartige Situation ist es, in der sich Roger Willemsen in das legendenumwobene Afghanistan aufmacht: Nur wenige Monate, nachdem hier eine über 25-jährige Kriegsgeschichte zu Ende ging, begleitet er eine exilierte afghanische Freundin auf ihrem Weg in die Heimat, von Kabul bis in das kriegserschütterte Kunduz im Norden des Landes.“ (S. Fischer Verlag) 20 Uhr. Marktplatz 9, 97070 Würzburg.

30.3. --- Stadtbücherei Würzburg Lesung. Ingo Schulze – „Handy“. „Nach dem großen Erfolg seines epochalen Romans ‚Neue Leben’ beschreitet Ingo Schulze in seinen Erzählungen ‚Handy’ ganz neue Wege. In raffiniert variierenden Beziehungskonstellationen erweist er sich als großer Erzähler klassischer Prägung und einmal mehr als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller seiner Generation.“ (Berlin Verlag) 20 Uhr. Haus zum Falken, Marienplatz 9, 97070 Würzburg.

Zwickau

1.3. --- Gutenberg Buchhandlung Lesung. Merle Hilbk. - „Sibirski Punk“. „Ein brillanter Reisebericht über den wahren Osten. Wo Bednarz, Ruge und Co. die Melancholie des Baikalsees beschworen, sucht die junge Journalistin Merle Hilbk die Begegnung mit ungewöhnlichen und faszinierenden Menschen.“ ( Aufbau Verlag) 19.30 Uhr. Magazinstraße 17, 08056 Zwickau.

11.3. --- Holiday Inn Zwickau Lesung. Bernd-Lutz Lange – „Ratloser Übergang. In meinem neuen Deutschland“. „17 Jahre sind vergangen, seit Schabowski den legendären Zettel hervorzog und erklärte, dass die Bürger der DDR nun uneingeschränkt reisen dürften. Auf einmal geschah, woran niemand mehr geglaubt hatte - die Grenze war offen! Die Menschen aus Ost und West lagen sich in den Armen. Doch über Nacht wurde alles anders: Neue Arbeit oder gar keine, und fast das ganze ostdeutsche Volk zog um. Die im Osten Gebliebenen hatten gegenüber denen, die ‚abgehauen’ waren, einen großen Vorteil: Sie erlebten den Kapitalismus wenigstens in der Heimat.“ (Aufbau Verlag). Lesung mit Bernd-Lutz Lange im Rahmen eines „ostalgischen“ 3-Gang-Menüs (ab 18 Uhr). Kosten: € 35 (Menü und Lesung), Kontakt über e-mail: hotel@holiday-inn-zwickau.de. 20 Uhr. Kornmarkt 9, 08056 Zwickau.

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