Literaturkalender für Österreich / Februar 2008

© Die Berliner Literaturkritik, 31.01.08

© Die Berliner Literaturkritik

Braunau am Inn

12.2. --- Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Lesung. Raoul Schrott – „Handbuch der Wolkenputzerei. Gesammelte Essays“. „…Mit seinen Essays über Poetik und Literaturkritik, über das Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften, über Religion und Sprache, Jazz und Kreativität führt er den Leser in das Handwerk des Dichters ein: Schreiben und Reisen, Lesen und Übersetzen.“ (Hanser) 19.30 Uhr. Musiksaal, Trentiner Platz 1, 5280 Braunau am Inn.

Dornbirn

28.2. --- Spielboden Poetry Slam. „JamSlam de la Poetry“. Moderation: catina. 20 Uhr. Kinosaal, Rhombergs Fabrik, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn.

Graz

4.2. --- Literaturhaus Gespräch. „Steiger III – der Literaturtalk: Martin Amanshauser“. Mit Martin Wanko und Christoph Huemer. 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

5.2. --- Literaturhaus Lesung. Werner Schwab – „Abfall Bergland Cäsar“. Ein Abend anlässlich des 50. Geburtstags von Werner Schwab. Es lesen Jennifer Minetti, FM Einheit, Anna Schudt, Alexander Hacke und Volker Kamp. 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

14.2. --- Literaturhaus Lesung. O. P. Zier – „Tote Saison“. „Barbara Lochner ist tot, aber wer ist ihr Mörder? Alles spricht gegen Werner Burger, den Erzähler – außer die Figuren seines Romans, die nach und nach freimütig gestehen, sie würden Barbara Lochner am liebsten umbringen. Doch zur Tatzeit wartet nur er am Tatort, um sie mit den verbrecherischen Umtrieben einer von der Politik korrumpierten Bürokratie zu konfrontieren. Eines ihrer Opfer ist der rechtschaffene Erwin Lang, der sich einer Verschwörung auf der Spur wähnt und schließlich geradewegs in der Irrenanstalt landet. Ist Lang vielleicht nur ein Opfer seines Verstandes geworden? Wider Willen wird Burger zum Anwalt von dessen Kampf gegen ‚das geheime System’ und stößt schon bald auf toll gewordene Kleinstadt-Honoratioren, welche die Jahreszeiten neu erfinden wollen...“ (Residenz Verlag) Außerdem liest Manfred Wieninger aus „Rostige Flügel“. 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

26.2. --- Kulturzentrum bei den Minoriten Lesung. Wojciech Kuczok – „Dreckskerl. Eine Antibiographie“. „Er (der Roman) erzählt von den dramatischen Wendungen der deutschen und polnischen Geschichte im 20. Jahrhundert, deren Gewalt sich im privaten Leben der Familie K. fortsetzt. Einziger Schauplatz ist das vom Vater des ‚alten K.’ erbaute Haus, irgendwo im rußgrauen schlesischen Bergbaugebiet. Es überstand die deutsche Besatzung, blieb von Bomben verschont, muss aber nach Kriegsende mit einem proletarischen Ehepaar geteilt werden. Der Krieg geht in der nächsten Generation weiter – ein Krieg der vergifteten Seelen.“ (Suhrkamp) Moderation und Übersetzung: Bernhard Hartmann. Eintritt frei. 20 Uhr. Informationstelefon: 0043-(0)316-71 11 33. Mariahilfer Platz 3, 8020 Graz.

26.2. --- Literaturhaus Buchvorstellung. Erika Pluhar – „Er“. „Emil Windhacker ist ein Mann in den besten Jahren. Karrierebewusst, sportlich, immer in guter Gesellschaft genießt er sein Leben in vollen Zügen. Doch ein Laborbefund und ein ihm neues Gefühl von Schwäche und Versagen lassen ihn nachdenklich werden. Bedeutet dieser Befund sein Todesurteil? Als Emil der Schauspielerin Marie Liebner begegnet, überstürzen sich die Ereignisse…“ (Residenz Verlag) Moderation: Frido Hütter. 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

29.2. --- Kulturzentrum bei den Minoriten Jübiläumsfeier. „Von A bis Z – Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung zum 35. Jubiläum“. Mit Friedrich Achleitner, Bettina Balàka, Seher Cakir, Constanze Dennig, Claudia Erdheim, Olga Flor, Eva Maria Geisler, Wilhelm Hengstler, Roland Innerhofer, Karin Jahn, Topsy Küppers, Gregor M. Lepka, Friederike Mayröcker, Christine Nöstlinger, Engelbert Obernosterer, Irene Prugger, Andreas Renoldner, Ingo Springenschmid, Sylvia Treudl, Liesl Ujvary, Vladimir, Vertlib, Ingrid Wald, Serafettin Yildiz sowie Christiane Zintzen. 19.30 Uhr. Mariahilfplatz 3, 8020 Graz.

Innsbruck

7.2.--- Literaturhaus am Inn Buchvorstellung & Gespräch. Renatus Deckert (Hrsg.) – „Das erste Buch. Schriftsteller über ihr literarisches Debüt“. „Das erste Buch eines Autors ist sein Entree in die Welt der Literatur. Welche Gedanken und Gefühle bewegen ihn beim Blick auf sein Debüt, dessen Erscheinen zwanzig, dreißig oder sogar fünfzig Jahre zurückliegt? Fast einhundert deutschsprachige Autoren – die Einflussreichen und die Stillen, die Erfolgreichen und die Exzentriker – beantworten diese Frage…“ (Suhrkamp) Es lesen Lutz Seiler und Ulrike Draesner. Einführung und Moderation: Renatus Deckert. Eintritt frei. 20 Uhr. 10. Stock, Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.

12.2. --- Literaturhaus am Inn Lesung & Gespräch. „Starke Worte“. Waltraud Seidlhofer und Petra Ganglbauer lesen aus ihren Werken Prosa und Lyrik. Anschließend Gespräch. Eintritt frei. 20 Uhr. 10. Stock, Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.

21.2. ---Kulturgasthaus Bierstindl Lesung. „Jubiläumsfest 21 Jahre TAK“. 19.30 Uhr. Klostergasse 6, 6020 Innsbruck.

27.2. --- Literaturhaus am Inn Lesung & Gespräch. Katrin Seebacher – „Morgen oder Abend“. „Albertina kann es immer noch. Sie kauft sich Kirschlippenstift und schminkt sich im unruhigen Spiegel eines Brunnens. Lehnt sich etwas länger an den Polizisten, der sie begleitet, als sie nicht mehr nach Hause findet. Und kokett versucht sie, den Arzt von der Tüchtigkeit ihres Gedächtnisses zu überzeugen, mit Geschichten aus ihrem langen Leben, in die sie immer noch mühelos zurück kann. Alba, die als Kind schon die Ordnung der Feldarbeit unterlief, Verbotenes aß, später gern Haut gezeigt hat und ihre Hochzeitsnacht in einem Lachanfall untergehen ließ. Noch immer liebt die Achtzigjährige das Unfertige, die Übergänge von Nachtbildern zum träumerischen Augenschein der Alltagsdinge: Das gestickte Monogramm eines Kissens kann ihr den Raum öffnen in das bäuerliche Carese-Tal oder die Zeit ihrer Ehe mit Amedeo im kriegsbedrohten Hannover.“ (<ST1:PERSONNAME W:ST="on">Libelle Verlag). Es liest Erika Wimmer. Anschließend Hörbuch-Fassung „Nichts geht verloren“ von Bernhard Kathan. Zudem ein Gespräch mit Verleger Ekkehard Faude. Eintritt frei. 20 Uhr. 10. Stock, Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.

29.2. --- Kulturgasthaus Bierstindl Poetry Slam. „poetenschlacht-BPS = Bierstindl Poetry Slam“. Freiwillige lesen ihre Werke und kämpfen um die Gunst des Publikums. Moderation: Markus Köhle. 20.30 Uhr. Studio, Klostergasse 6, 6020 Innsbruck.

Klagenfurt

5.2. --- Robert-Musil-Literatur-Museum Lesung. Harriet Köhler – „Ostersonntag“. „Heiner war immer nur klug, früher einmal Professor für Insektenkunde. Jetzt sitzt er zu Hause vor dem Discovery Channel und versucht vergeblich zu verbergen, dass das Ende bereits angefangen hat. Er beobachtet erste Anzeichen einer Demenz an sich. Eine Katastrophe für jemanden, der sich hinter seiner Klugheit immer bestens verstecken konnte – vor dem Leben und den Ansprüchen, die eine Familie stellt. Ulla war immer nur schön. Sie war das, was man eine perfekte Professoren-Gattin nennt. Gekonnt richtete sie das Leben für sich und ihre Familie ein – mit Tipps aus ‚Feinschmecker’ und ‚Elle Bistro’. Seit Heiner den ganzen Tag zu Hause ist, kostet sie das immer mehr Kraft – ihre gelegentlichen Affären sind da nur ein billiger Trost.“ (Kiepenheuer & Witsch) 19.30 Uhr. Bahnhofstraße 50, 9020 Klagenfurt.

Krems/Stein

14.2. --- Unabhängiges Literaturhaus Niederösterreich Lesung & Gespräch. „Zwischen den Polen“. Mit Wojciech Kuczok und Martin Pollack. Im Mittelpunkt des Abends stehen polnische und polnisch-österreichische Schicksale der Geschichte des 20. Jahrhunderts. 8 / 6 €. 20 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)2732-728 84. Steiner Landstraße 3, 3504 Krems/Stein.

22.2. --- Unabhängiges Literaturhaus Niederösterreich Lesung & Musik. „Nacht der Jungen Literatur & Musik“. Eine Veranstaltung zur Vorstellung junger Literatur und Musik. Mit den Jungschriftstellern Magda Woitzuck, Can Laurens Löwe und Mieze Medusa, die aus ihren Werken vortragen. 4 €. 20 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)2732-728 84. Steiner Landstraße 3, 3504 Krems/Stein.

28.2. --- Unabhängiges Literaturhaus Niederösterreich Lesung & Gespräch. „Transflair: Liebes- und Leidensgeschichten. Berlin, Wien, Rom: Glückssuche und Zerbrechlichkeit“. Es lesen Katja Lange-Müller aus „Böse Schafe“ und Sabine Gruber aus „Über Nacht“. Moderation: Klaus Zeyringer. 8 /6 €. 20 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)2732-728 84. Steiner Landstraße 3, 3504 Krems/Stein.

Linz

6.2. --- Stifter Haus Lesung & Gespräch. Wojciech Kuczok – „Dreckskerl. Eine Antibiographie“. „Er (der Roman) erzählt von den dramatischen Wendungen der deutschen und polnischen Geschichte im 20. Jahrhundert, deren Gewalt sich im privaten Leben der Familie K. fortsetzt. Einziger Schauplatz ist das vom Vater des ‚alten K.’ erbaute Haus, irgendwo im rußgrauen schlesischen Bergbaugebiet. Es überstand die deutsche Besatzung, blieb von Bomben verschont, muss aber nach Kriegsende mit einem proletarischen Ehepaar geteilt werden. Der Krieg geht in der nächsten Generation weiter – ein Krieg der vergifteten Seelen.“ (Suhrkamp) Moderation und Übersetzung: Martin Pollack. Eintritt frei. 19.30 Uhr. Informationstelefon: 0043-(0)732-772 01 12 95 98. Adalbert-Stifer-Platz 1, 4020 Linz.

7.2. --- Stifter Haus Finissage & Vortrag. „Thomas Bernhard und seine Verlage“. Dr. Martin Huber vom Thomas Bernhard Archiv in Gmunden hält einen Vortrag. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.

13.2. --- Stifter Haus Lesung & Musik. „Herz, was willst du mehr!“ Zum Vorabend des Valentintages lesen Monika Krautgartner, Elisabeth Vera Rathenböck, Christine Roiter, Sandra Schopf, Martina Sens, Paul Jaeg und Günter Giselher Krenner literarische Liebesgrüße. Gesang und Akkordeon: Susanne Maschek. Moderation: Peter Klimitsch. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.

14.2. --- Stifter Haus Lesung. Günter Eisenhuber (Hrsg.) – „Adalbert Stifters Liebespost. Von Liebesleid und Gattenglück.“ „Ausgerechnet die Liebe hat Adalbert Stifter, den Dichter der stillen Harmonie, in eine Krise gestürzt, aus der er sich sein Leben lang nicht mehr befreien konnte: Als junger Student verliebt er sich in Fanny, ein aufgewecktes, liebreizendes Geschöpf. Die Erfüllung bleibt ihm freilich verwehrt, die Mutter Fannys und nicht zuletzt er selbst stehen dem Glück im Wege. Enttäuscht sucht er dieses Glück bei einer anderen, einer Frau niederen Standes, der beinahe analphabetischen Amalie. Er verspricht ihr die Ehe, ist sich nicht sicher, nimmt einen letzten Anlauf und scheitert. Am Ende war er mit Amalie 31 Jahre lang verheiratet.“ (Residenz Verlag) Es liest Ingrid Höller. Einführung durch den Herausgeber. 16 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.

26.2. --- Stifter Haus Ausstellungseröffnung. „Donau. Verzweigt. Schreiben unter und nach dem Nationalsozialismus“. Die Veranstaltung geht der Frage nach, wie die Literaturlandschaft nach 1945 aussieht. Anhand von Franz Tumlers Buch „Sätze von der Donau“ und Arnolt Bronnens Werk „Die Donauflut“ sollen Schreibentwicklungen und ihre Kontinuitäten und Brüche von 1933 bis 1955 gezeigt werden, auch im Vergleich mit Texten anderer Autoren wie Arthur Fischer-Colbrie, Julius Zerzer, Franz Kain und Herbert Eisenreich. Zentrale Themen dieser Zeit sind in Oberösterreich bzw. im Gau „Oberdonau“ Adalbert Stifter und die Donau, die auch im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Zur Ausstellungseröffnung spricht Dr. Barbara Hoiss vom Brenner-Archiv. Die Ausstellung dauert bis zum 3. Juni 2008. Öffnungszeiten täglich von 10 bis 15 Uhr, außer montags. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.

28.2. --- Stifter Haus Lesung. Franzobel –„Das Fest der Steine oder die Wunderkammer der Exzentrik“. „Oswald Wuthenau ist ein Schelm und Hochstapler, ein moderner Mephisto, und doch ein verzweifelt Heimatloser. Wie eine Urgewalt bricht diese ‚Mischung aus Orson Welles, Helmut Qualtinger und Oliver Hardy’ Mitte der fünfziger Jahre über Südamerika herein, macht Bekanntschaft mit geflohenen Nazis, gerät in eine ekstatische Orgie, heiratet, errichtet das erste Atomkraftwerk Argentiniens, bekommt in der DDR die Brecht-Medaille überreicht und stellt Wien auf den Kopf.“ (Zsolnay). Außerdem präsentiert Silvana Steinbacher ihr Buch „Zaungast“. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.

Salzburg

4.2. --- Literaturhaus Lesung & Musik. Gerlinde Weinmüller – „Verfallen“. Außerdem liest die Autorin aus „Im Stande“. Musik: Georg Klebel. 4 €. 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

7.2. --- Literaturhaus Lesung & Essen. „Ritual und Literatur“. Die vielfältigen Verbindungen von Ritual und Literatur sollen anhand Josef Winklers Roman „Domra“ (1996) und seiner Erzählung „Wenn es soweit ist“ (1998) dargestellt werden. Außerdem wird Literaturwissenschafterin Valerie Neulinger ihre Diplomarbeit mit Textbeispielen vorstellen. 4 / 3 €. 10.30 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

11.2. --- Literaturhaus Lesebühne. „Reader’s Round Table“. Für Nachwuchsautorinnen und Nachwuchsautoren, in der sie ihre Werke in der Öffentlichkeit vorstellen können. Eintritt: 1 Kugelschreiber. 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

13.2. --- Literaturhaus Lesung & Musik. „Dichte Texte – Ein Fest der Kürzestgeschichten“. Mit Margarita Fuchs, Inge Glaser, Christine Haidegger, Eberhard Haidegger, Horst Hufnagl, Wolfgang Kauer, Barbara <ST1:PERSONNAME W:ST="on">Keller, Robert Kleindienst, Inge Koop, Sabrina Moriggl, Hermine Moser-Rohrer, Fritz Popp, Peter Reutterer und Gerlinde Weinmüller. Bassklarinette: Rudolf Pillinger. 6 / 4 €. 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

14.2. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Robert Menasse – „Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust“. „‚Man kann nur mit der ersten Frau oder mit der letzten glücklich werden’, sagt der Vater und fasst so das Dilemma des Verführers zusammen. Auch Nathan, der nie ganz aus seines Vaters Schatten getretene Sohn, ist ein Verführer. Schnell sind wir ihm verfallen, dem melancholischen, tragikomischen Wiederholungstäter im ritterlichen Kampf um die Rettung der Liebe. Und schnell sympathisieren wir mit den unverwechselbaren Frauen, die seinen Weg kreuzen. Nathans Vater suchte sein Glück bei den Frauen, Nathans Mutter fand ihr Unglück bei den Männern. Nathan bricht auf in die Welt, um alles ganz anders zu machen. Was macht er ganz anders? Nichts. Nur die Bedingungen haben sich geändert, die Ansprüche.“ (Suhrkamp) Außerdem liest Josef Winkler aus „Roppongi. Requiem für einen Vater“. Moderation: Ines Schütz. 10 / 6 €. 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

21.2. --- Literaturhaus Lesung. Christoph Ransmayr – „Damen & Herren unter Wasser“. „Ist es das Paradies, was uns erwartet? Ist es die Hölle? Sieben ‚Damen & Herren unter Wasser’ erleben beides: des einen Himmel ist des anderen Inferno...“ (S. Fischer) 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

25.2. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. „40 Jahre Leselampe“. Hans Eichhorn und Alfred Kolleritsch stellen Gedichte aus verschiedenen Phasen ihres Schaffens vor. Anschließend Gespräch mit Erwin Einzinger, der abschließend Gedichte aus seinem Band „Hunde am Fenster“ liest. 6 / 4 €. 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

27.2. --- Literaturhaus Lesung. „40 Jahre Leselampe: New York Poetry“. Einen Blick auf die Generation der „New York Poets“ wirft Erwin Einzinger und stellt Beispiele vor. Anschließend versucht Ron Winkler, Herausgeber einer im Jahr 2007 erschienenen Anthologie junger US-amerikanischer Lyrik unter dem Titel „Schwerkraft“, einen Eindruck von der Vielfalt zeitgenössischen Dichtens in den Vereinigten Staaten zu vermitteln. 6 / 4 €. 20 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

28.2. --- Literaturhaus Lesung & Musik. Ulla Meinecke –„Willkommen in Teufels Küche“. „Ordnung ist das ganze Leben, Chaos bringt uns nicht weiter? Und ob, sagt Ulla Meinecke mit der vollen Überzeugung einer Frau und Künstlerin, die ihr Leben unter vielen Chaotikern verbracht hat und sich selbst auch nicht frei vom Chaos sieht. Sie geht von der unverbrüchlichen Gewissheit aus, dass eine chaotische Lebensweise nur vordergründig als Problem erscheint, auch wenn sie manchmal ganz schön Nerven kostet. In ihr verborgen sind kreative Kräfte, die freigesetzt und genutzt werden können…“ (Blanvalet) 15 / 10 €. 20 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)662-42 24 11. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.

Sankt Pölten

21.2. --- Cinema Paradiso Lesung. Michael Köhlmeier – „Abendland“. „Carl Jacob Candoris – Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan – ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-<ST1:PERSONNAME W:ST="on">Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Candoris erzählt von seinem Großvater, der in Wien einen berühmten Kolonialwarenladen betrieb; von seinen seltsamen Verwandten, bei denen er in Göttingen während seines Studiums lebt und die Größen der Naturwissenschaft kennenlernt; und vom Wien der Nachkriegszeit - wo Sebastians Geschichte beginnt, die Geschichte einer Selbstfindung, die sich über die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zieht…“ (Hanser) 11 / 9 €. 20 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)2742-214 00. Rathausplatz 15, 3100 Sankt Pölten.

Wien

1.2. --- Thalia-Buchhandlung Buchvorstellung. Peter James – „Nicht tot genug“. „In der Nacht, als Katie Bishop in ihrem Haus in Brighton vergewaltigt und ermordet wird, ist ihr Mann Brian fast hundert Kilometer weit von ihr entfernt bei einem Golfturnier. Und doch finden die Polizisten am Tatort nur seine DNA. Zwei Tage später wird eine weitere junge Frau misshandelt und ermordet. Sophie Harrington – eine gute Bekannte von Brian. Auch an diesem Tatort finden sich nur Spuren von ihm. Doch Brian Bishop streitet alles ab, kann sogar für beide Tatzeiten genaue Alibis liefern. Will ihn jemand ruinieren oder ist er einfach nur ein besonders cleverer Lügner? Als eine dritte Frauenleiche aus dem Ärmelkanal gezogen wird, entschließt sich Detective Superintendent Roy Grace, den Mörder vor laufender Kamera herauszufordern. Doch damit bringt er den Mörder auf eine Idee, die für Roy Grace und die Frau, die er liebt, lebensgefährlich wird.“ (Scherz Verlag) Auf Deutsch: Hans Jürgen Stockerl. 6 €. 19 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 2a/2b, 1030 Wien.

3.2. --- Schauspielhaus Lesung. Werner Schwab – „Joe Mc Vie alias Josef Thierschädl’“. „Joe Mc Vie bewegt sich in einer Welt, deren Realkoordinaten – Österreich, 1988, Allgegenwart des Staatspräsidenten, Landleben mit ‚Gemeinderat, Wirtshaus, Feuerwehr, Heimkehrer, Kirche’ – sich zunehmend in Richtung Comics und Splatterfilme verschieben. Dass Schwab ‚zu dem, was man das Körperliche nennt, ein direktes hartes unsentimentales Verhältnis’ hat, belegt auch dieser frühe Roman ziemlich drastisch: Fleisch blüht und verfault, und dass Moral nicht unabhängig von Verwesung und Fäulnis gedacht werden kann, ist auch diesem oft aberwitzig komischen Text eingeschrieben.“ (Droschl) Am Vorabend des 50. Geburtstags von Werner Schwab liest das Ensemble des Schauspielhauses Wien den kompletten Roman. 20 Uhr. Telefon: 0043-(0)1-317 01 01 11. Porzellangasse 19, 1090 Wien.

4.2. --- Rabenhof Theater Lesung. Werner Schwab – „Abfall Bergland Cäsar“. Ein Abend anlässlich des 50. Geburtstags von Werner Schwab. Mit Jennifer Minetti und FM Einheit. 20 Uhr. Telefon: 0043-(0)1-7128282, Rabengasse 3, 1030 Wien.

4.2. --- Burgtheater Lesung. „Das Leben ist eine entsetzliche Wirklichkeit“. Ignaz Kirchner liest Briefe von Vincent van Gogh. 19.30 Uhr. Vestibül, Eingang Ringstraße Landmannseite, Dr. Karl Lueger-Ring 2, 1010 Wien.

5.2. --- Hauptbücherei am Gürtel Buchvorstellung im Rahmen der Ausstellung „Die schönsten Bücher aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz 2006“. René Dalpra „Treemotion – Bildende Kunst in Vorarlberg 1945-2005“. Zudem spricht er über die Buchproduktion. 17.30 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.

5.2. --- Alte Schmiede Lesung & Diskussion. Christoph Janacs – „Schlüsselgeschichten. Short Stories“. „Was machen Sie, wenn Sie entdeckten, dass der von Ihnen vermisste Sohn nie existiert hat? Und was, wenn immer weniger Schlüssel auf Ihrem Schlüsselbund Türen sperrten? Wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen Ihr Partner mitten in einem Schneetreiben auf und davon ginge? Und wie, wenn Sie bemerkten, dass nicht nur im <ST1:PERSONNAME W:ST="on">Keller Ihres Hauses massenweise Pilze wachsen, Ihnen aber niemand Glauben schenkt…“ (Bibliothek der Provinz) Außerdem lesen Andreas Renoldner aus „Unter die Haut“, Bernhard Seiter aus „Elf Finger“ und Andreas Weber aus „So nicht“. Moderation: Friedrich Hahn. Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

5.2. --- Österreichische Gesellschaft für Literatur Buchvorstellung. Hans Raimund (Hrsg.) – „Der raunzende Rebbe. Kritische Aufzeichnungen von Hermann Hakel“. Vorstellung und Lesung zusammen mit dem Nachlassverwalter Hakels Emmerich Kolovic. Moderation: Manfred Müller. Eintritt frei. 19 Uhr. Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien.

5.2. --- Thalia-Buchhandlung Buchvorstellung. Susanne Scholl – „Töchter des Krieges. Überleben in Tschetschenien“. „Das Wort ‚Krisenherd’ impliziert es metaphorisch: Es gibt Krisen, die gelegentlich aufwallen, andere, die lang am Köcheln sind, bis sich die Aufmerksamkeit anderem zuwendet. Tschetschenien ist ein solcher Krisenherd. Die Lage dort scheint aussichtslos; zu viele widerstreitende Interessen kämpfen gegeneinander, zu wenige blicken durch. Eine, die durchblickt, von Berufs wegen, aber auch, weil sie die Lage tschetschenischer Frauen seit langem zutiefst beschäftigt, ist Susanne Scholl, ORF-Korrespondentin in Moskau.“ (Molden Verlag) 19 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 2 a/2 b, 1030 Wien.

6.2. --- Thalia-Buchhandlung Buchvorstellung. Majda Moser – „Zurück zur Freude. Statt einsam wieder lebensfroh“. „Obwohl sie immer mehr Menschen betrifft, ist Einsamkeit ein Tabuthema in unserer Spaßgesellschaft. In ihrem Buch zeigt Majda Moser anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie die Einsamkeit entsteht und warum sich manche Menschen zurückziehen. Die Fälle, die Majda Moser schildert, reichen vom vernachlässigten Kind allzu beschäftigter Eltern über einsame Karrieremänner bis hin zu unglücklichen Ehefrauen.“ (Kneipp Verlag) 18 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 2 a/2 b, 1030 Wien.

7.2. --- Alte Schmiede Lesung. Gerhard Jaschke –.„Endlich doch noch. Kurzprosa“. „Jemand wird verwechselt – und schon entsteht eine kleine Geschichte; eine kurze Notiz in der Tageszeitung – und schon wird die Erinnerung in Gang gesetzt; ein schnell hingeworfenes Wort wird aufgeschnappt – und schon entspinnt sich wortspielerisch ein eigenwilliger Text: ‚Uninformiert oder uniformiert? Dramen und Heren, <ST1:PERSONNAME W:ST="on">Fink ist flink!’ Gerhard Jaschke lässt sich in seinen Kurzprosastücken von der Sprache des Alltags verführen und entführt sie ins Poetische. Beobachtung und Reflexion, Kalauer und Nachdenklichkeit sind bei ihm kaum zu trennen.“ (Sonderzahl Verlag). Außerdem wird aus „Anfänge, Zustände. Ein Lesebuch“ gelesen. Mitwirkende: Ilse Kilic, Magdalena Knapp-Menzel und Christine Huber. Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

7.2. --- Österreichische Gesellschaft für Literatur Lesung & Gespräch. Ivan Ivanji – „Titos Dolmetscher. Als Literat am Pulsschlag der Politik“. „‚Titos Dolmetscher’ beschreibt Weltgeschichte, gesehen mit den Augen eines Literaten und Übersetzers. Als Teilnehmer von drei großen internationalen Konferenzen – der Gründungskonferenz der KSZE (deren Nachfolge die OSZE angetreten hat) 1975 in Helsinki, der Versammlung der kommunistischen und Arbeiterparteien 1976 in Ostberlin und der Gipfelkonferenz der Blockfreien in Havanna 1979 – entwirft Ivan Ivanji ein sehr lebendiges Bild der so genannten multilateralen Diplomatie der 1970er Jahre, als Jugoslawien im Konzert der Staatengemeinschaft eine allseits anerkannte Rolle gespielt hat. Jahrelang verbringt Ivanji an der Seite Titos und lernt dabei die interessantesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der westdeutschen, ostdeutschen und österreichischen Politik kennen: Willy Brandt, Herbert Wehner und Helmut Schmidt; Walter Ulbricht, Erich Honecker und Willy Stoph; Bruno Kreisky, Franz Jonas und Kurt Waldheim…“ (Promedia Verlag) Moderation: Helmuth A. Niederle. Eintritt frei. 19 Uhr. Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien.

11.2. --- Alte Schmiede Vortrag. „Literaturzeitschriften: Modelle von Öffentlichkeit: Wissensdurstig – Experimentierend – Weltoffen - Konstruktiv“. Zur Eröffnung der Reihe Literaturzeitschriften I-IV referiert Markus Köhle, Autor und Literaturwissenschaftler, zum Thema „Literaturzeitschriftenlandschaft Österreich? Eine Kartierung“. Anschließend stellt Stefan Gmünder, Literaturredakteur, Lektürestreifzüge durch den Zeitschriftenjahrgang 2007 vor. Michael Hammerschmid, Autor und Literaturwissenschaftler, und Lektorin Angelika Klammer sprechen über das Thema „Lesen, bis alles geklärt ist“. Eintritt frei. 19 Uhr. Galerie der Literaturzeitschriften, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

13.2. --- Alte Schmiede Lesung & Gespräch. „LOG – Zeitschrift für internationale Literatur und Buchverlag“. Lev Detela, Herausgeber und Redakteur, und Wolfgang Meyer-König, Herausgeber und Redakteur, stellen zehn LOG-Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen vor. Anschließend Lesungen aus Lev Detelas Buch „Die Merkmale der Nase“ und „Grammatik der Seele“ von Wolfgang Meyer König. Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

13.2. --- Literaturhaus Lesung. „Österreichischer Schriftstellerverband: Gertraud Klemm, Hilde Langthaler und Käthe Recheis“. Die Autoren lesen aus ihren Werken. Einführung: Alfred Warnes. Eintritt frei. 19 Uhr. Zieglergasse 26A, 1070 Wien.

13.2. --- Instituto Cervantes Diskussion. „Rilke und Spanien“. Mit Rafael Argullol, Eustaquio Barjau und Antonio Pau. 19 Uhr. Schwarzenbergplatz 2, 1010 Wien.

14.2. --- Alte Schmiede Lesung. Hans Raimund – „Vexierbilder. Aus den Hochstrasser Heften“. „…Vexierbild, Rätselbild, Suchbild. Begriffe der Bildenden Kunst, die auf eine bewusste Verrätselung des Dargestellten hindeuten; auf die Literatur angewendet: vorsätzliches Spiel mit Sprache, Form, Inhalt, gleichzeitig diskrete Zurücknahme des in der Literatur unvermeidlichen ICH. In Raimunds Texten verbirgt sich hinter dem vordergründig Ge- und Beschriebenen der Darstellung stets noch ein anderes: ein anderes ICH, das vom SIE, ER, ICH… des Erzählten verschieden ist – und sich doch darin widerspiegelt: ‚durchgespielt’ an den Beispielen des gescheiterten, im Selbstmord den einzigen Ausweg erkennenden Musikers, des in sich selbst verliebten Liebhabers, des ins Altersheim abgeschobenen, die Bilanz eines Lebens ziehenden alten Literaten.“(Otto Müller Verlag) Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

14.2. --- Literaturhaus Lesung & Vortrag. „Gedenken anlässlich des 50. Todestages von Mechtilde Lichnowsky (1879-1958)“. Julian Schutting stellt die Erzählerin, Theaterautorin und Essayistin Mechtilde Lichnowsky vor und liest aus ihrem Werk. Eintritt frei. 19 Uhr. Zieglergasse 26A, 1070 Wien.

16.2. --- Burgtheater Lesung. Hugo von Hofmannsthal – „Andreas“. Libgart Schwarz liest aus dem Romanfragment. 15 €. 19 Uhr. Vestibül, Eingang Ringstraße Landmannseite, Dr. Karl Lueger-Ring 2, 1010 Wien.

18.2. --- Alte Schmiede Lesung. „Dicht-fest gemeinsam mit der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung. Motto: augen zwinkern“. Es lesen Jani Oswald aus „Frakturen“, Markus Köhle aus „Sprechknoten“, Werner Vogel aus „Wo die Stirnreihe endet“, Bernhard Saupe aus „Phrasenrausch“, Ilse Kilic aus „Geschirr waschen solange der Mond sich um die Erde dreht“ und Marián Hatala aus „Aphorismen“. Moderation: Christine Huber. Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

18.2. --- Österreichische Gesellschaft für Literatur Lesung. Reinhard Kaiser-Mühlecker – „Der lange Gang über die Stationen“. „Scheinbar nüchtern berichtet ein Mann von sich. Er ist noch nicht lange verheiratet mit einer Frau aus der Stadt, lebt mit ihr und seinen beiden Eltern auf dem Hof der Familie, den er übernommen hat und bewirtschaftet. Diese Geschichte erzählt von zwei Menschen, die sich sehr nahe sind, zwischen denen aber immer mehr Fragen auftauchen, die unbeantwortet bleiben. Immer weniger versteht der Mann, was passiert, immer mehr hat er das Gefühl, dass die Entwicklungen ihm entgleiten...“ (Hoffmann & Campe) Moderation: Manfred Müller. Eintritt frei. 19 Uhr. Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien.

19.2. --- Literaturhaus Lesung. „En español, por favor! Literarische Stimmen aus Lateinamerika, Spanien und Österreich II“. Es lesen Carlos Ortega, Norah Zapata Prill und Dieter Berdel. Übersetzungen von Eva Srna, Zwetelina Damjanova, Enrique Moya und Iguaraya Saavedra. Auf Spanisch und Deutsch. Eintritt frei. 20 Uhr. Zieglergasse 26A, 1070 Wien.

19.2. --- Österreichische Gesellschaft für Literatur Lesung & Diskussion. Brigitte Schwaiger – „Fallen lassen“. Es liest Gabriele Schuchter. Im Anschluss Diskussion mit Hans Georg Zapotoczky in Anwesenheit der Autorin. Moderation: Marianne Gruber. Eintritt frei. 19 Uhr. Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien.

20.2. --- Hauptbücherei am Gürtel Lesung. Vladimir Sorokin – „Der Tag des Opritschniks“. „Russland im Jahr 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet, lebt allein vom Gas- und Ölexport, pflegt Handelskontakte nur noch mit China und wird vom ‚Gossudar’, einem absoluten Alleinherrscher regiert. Dieser übt seine Macht mithilfe der Opritschniki, der ‚Auserwählten’, aus: einer allmächtigen Leibgarde, die vor keiner Bestialität zurückschreckt. Die Zeit der großen Wirren ist vorbei, die Restauration beendet. Nun hat die Monarchie wieder die Macht ergriffen. Das Land ist von der Großen Russischen Mauer umgeben und – bei allem technologischen Fortschritt – in die dunkle Zeit Iwans des Schrecklichen zurückgefallen.“ (Kiepenheuer & Witsch) Moderation und Übersetzung: Erich Klein aus Wien. 19 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.

21.2. --- Alte Schmiede Lesung & Vortrag. „Türkei – Deutschland in essayistischer und poetischer Analyse“. Zafer Þenocak aus Berlin spricht und liest aus ausgewählte Gedichte auf der Grundlage seiner Bücher „Das Land hinter den Buchstaben. Deutschland und der Islam im Umbruch“ und „Übergang. Ausgewählte Gedichte 1980 –2005“. Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

21.2. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. „Dichterpaare Teil III: Anna Szabó T. aus Budapest und Helwig Brunner aus Graz“. Im dritten Zusammentreffen der ‚Dichterpaare’ befasst sich die zweisprachige Lyrikreihe mit ‚modernen Klassikern’ in der ungarischen und deutschsprachigen Literatur. Anschließend Werkstattgespräch. Moderation: György Buda aus Wien. Eintritt frei. 19 Uhr. Zieglergasse 26A, 1070 Wien.

21.2. --- Österreichische Gesellschaft für Literatur Lesung. Vladimir Vertlib – „Spiegel im fremden Wort. Die Erfindung des Lebens als Literatur“. „Neben dem subjektiven und dem kollektiven Gedächtnis gibt es noch ein interessanteres, wenn auch seltener zitiertes: nämlich das ‚subversive’ Gedächtnis. Es treibt mit dem sich Erinnernden allerlei Späße, bedient Erwartungen, macht halsbrecherische Kapriolen, vor allem aber lässt es sich nie festlegen und findet letztendlich doch einen Weg zur so genannten Wahrheit…“ (TUDpress) Moderation: Marianne Gruber. Eintritt frei. 19 Uhr. Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien.

21.2. --- Bezirksmuseum Leopoldstadt Lesung. Hilde Philippi – „Zusammengereimt“. Außerdem liest sie aus „Zusammengereimt II“. Eintritt frei. 18.30 Uhr. Seiteneingang, Karmelitergasse 9, 1020 Wien.

22.2. --- Alte Schmiede Lesung & Gespräch. Michael Köhlmeier – „Abendland“. „Carl Jacob Candoris – Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan - ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-<ST1:PERSONNAME W:ST="on">Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Candoris erzählt von seinem Großvater, der in Wien einen berühmten Kolonialwarenladen betrieb; von seinen seltsamen Verwandten, bei denen er in Göttingen während seines Studiums lebt und die Größen der Naturwissenschaft kennenlernt; und vom Wien der Nachkriegszeit - wo Sebastians Geschichte beginnt, die Geschichte einer Selbstfindung, die sich über die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zieht…“ (Hanser) Anschließend Gespräch mit Wolfgang Kos. Eintritt frei. 19 Uhr. Literarisches Quartier, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.

26.2. --- Hauptbücherei am Gürtel Lesung. Andrej Bitow – „Das Puschkinhaus“. „Leningrad, November 1961. Am Morgen nach den Revolutionsfeierlichkeiten tobt der Wind durch die ausgestorbene Stadt, reißt das Fenster eines kleinen Palais auf und entdeckt den Philologen Ljowa Odojewzew tot am Boden seines verwüsteten Arbeitszimmers liegend, eine Duellpistole Puschkins in der Hand… Ljowa, Spross eines Adelsgeschlechts, ein indifferenter ‚Held unserer Zeit’, zwischen verschiedenen Frauen hin- und hergerissen, hat sich in der Gelehrtenexistenz eingerichtet. Erschüttert von der Begegnung mit dem Großvater, der dreißig Jahre in Arbeitslagern zugebracht hat, wählt Ljowa dennoch den Weg seines Vaters.“ (Suhrkamp) Es lesen der Autor und seine Übersetzerin Rosemarie Tietze. 19 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2 a, 1070 Wien.

27.2. --- Literaturhaus Lesung. Wojciech Kuczok – „Dreckskerl. Eine Antibiographie“. „Er (der Roman) erzählt von den dramatischen Wendungen der deutschen und polnischen Geschichte im 20. Jahrhundert, deren Gewalt sich im privaten Leben der Familie K. fortsetzt. Einziger Schauplatz ist das vom Vater des ‚alten K.’ erbaute Haus, irgendwo im russgrauen schlesischen Bergbaugebiet. Es überstand die deutsche Besatzung, blieb von Bomben verschont, muss aber nach Kriegsende mit einem proletarischen Ehepaar geteilt werden. Der Krieg geht in der nächsten Generation weiter – ein Krieg der vergifteten Seelen.“ (Suhrkamp) Außerdem liest Hanno Millesi aus „Wände aus Papier“. Übersetzung: Joanna Ziemska. Moderation: Daniela Strigl. Eintritt frei. 19 Uhr. Informationstelefon: 0043-(0)1-52 62 04 40. Zieglergasse 26A, 1070 Wien.

27.2. --- Universität Lesung. Bastian Sick – „Happy Aua. Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache“. „Speisekarten sind besonders gefährdet, und Werbeprospekte gibt es eigentlich nie ohne. Ein fehlerfreies Hinweisschild ist eine Rarität, und die Tageszeitungen beliefern uns kostenfrei mit den neuesten Nachrichten aus Politik, Kultur und Sport: die kleinen Verschreiber, die falsch gesetzten Apostrophe, die gefühlten Kommas, die missverständlichen Anweisungen und die unfreiwillig komischen Wortkombinationen. Da wird der Müll nicht mehr nach Bioabfall, Glas oder Verpackung getrennt, sondern zwischen Restmüll und Mieter unterschieden. Ganz Afghanistan explodiert, aber es gibt nur 28 Tote. Wo liegt Neupfundland? Bei Schnitzel mit Championg und Pharmaschinken vergeht uns der Appetit, aber glücklicherweise nicht der Humor...“ (Kiepenheuer & Witsch) 20 Uhr. Audimax, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien.

27.2. --- Österreichische Gesellschaft für Literatur Lesung. Elisabeth Hauer – „Die Enthüllung der Paradiese“. Es lesen die Autorin und Heinz Zuber. Moderation: Helmuth A. Niederle. Eintritt frei. 19 Uhr. Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien.

27.2. --- rhiz Poetry Slam. „textstrom“. Wettlesen um die Gunst des Publikums. Anmeldung ab 19.30 Uhr. Beginn 20.15 Uhr. Guertelbogen 37 & 38, 1080 Wien.

28.2. --- Bücherei Penzig Buchvorstellung. Egyd Gstättner „Feine Fallrückzieher. Kleine Fußball-Kunststücke“. „Was ist Abseits wirklich und wie erkläre ich es meiner Frau? Wie verliere ich richtig? Wie stehe ich im Mittelfeld zu weit weg vom Mann und bin in Gedanken noch in der Kabine? Wie erkläre ich Niederlagen schon, bevor sie überhaupt stattgefunden haben? Wie finde ich mich mittels Mannschaftsaufstellungen in Europa zurecht? Wie zieht man sich in Liechtenstein am besten aus der Affäre, wie in Polen, wie in Schottland? Wie begegnet man einem Duschschlapfenföner? Und warum ist das Verhältnis zwischen Österreich und Deutschland noch immer prekär?“ (Pichler Verlag) Außerdem liest der Autor aus dem Band „Meine besten Niederlagen“. 19 Uhr. Huetteldorfer Straße 130 d, 1140 Wien.(mar/ang)

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