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Literaturkalender Österreich / Oktober 2009

© Die Berliner Literaturkritik, 29.10.09

>>> Literaturkalender für Österreich September 2009 hier.


Bad Ischl


19.10. --- Stadtmuseum Lesung. Gabrielle Alioth – „Die Braut aus Byzanz“. „Im Jahr 972 reist ein Mädchen in Begleitung eines Astrologen von Byzanz nach Rom. Dort soll sie den Sohn Kaiser Ottos des Großen heiraten. Aber es erwarten sie auch mächtige Feinde: ein Netz aus Verschwörern, die den Kaiser stürzen wollen …“ (Nagel & Kimche) 19.30 Uhr. Esplanade 10, 4820 Bad Ischl.


Bregenz


13.10. --- Theater am Kornmarkt Lesung. Eveline Hasler – „Stein bedeutet Liebe“. „Mitten in der brodelnden Münchner Literatenszene zu Beginn des 20. Jahrhunderts sitzt eine junge Frau, die meistens still beobachtet. Sie heißt Regina Ullmann, ist dem anarchistischen Psychiater Otto Gross verfallen und wird eine der erstaunlichsten Schriftstellerinnen des deutschsprachigen Raums, von Rainer Maria Rilke gefördert, von Hermann Hesse und Thomas Mann verehrt. Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau und einer tragischen Liebe …“ (Nagel & Kimche) 20 Uhr. Theaterfoyer, Kornmarktplatz 4, 6900 Bregenz.


Feldbach


10.10. --- Schloss Hainfeld Lesung im Rahmen der „Europäischen Literaturtage“. Angelika Reitzer – „Taghelle Gegend“. „Das Porträt einer jungen Frau auf dem Weg ins Erwachsenwerden: Maria, frei und ungebunden, probiert ihr Leben an wie die Kleider, die sie näht. Ziellos lässt sie sich durch die Stadt treiben auf der Suche nach einem festen Platz in diesem Geflecht aus vorübergehenden Lieben und Jobs, aus familiären Spuren, flüchtigen Begegnungen und einer eigenen, selbstbestimmten Zukunft.“ (Haymon Verlag) 18.30 Uhr. Leitersdorf 1, 8330 Feldbach.


10.10. --- Schloss Hainfeld Lesung im Rahmen der „Europäischen Literaturtage“. Jaroslav Rudiš – „Grand Hotel“. „Fleischman arbeitet als Mädchen für alles im futuristischen Grand Hotel mitten in der tschechischen Provinz. Wenn ihm sein Chef und Cousin mit seinen angeberischen Frauengeschichten zu sehr auf die Nerven geht, träumt er sich in seine Lieblingswelt hinein: die Vielgestaltigkeit der Wolkenformationen. Bislang hatte noch nie eine Frau bei ihm eine Chance, denn Fleischman ist der hübschen Meteorologin aus dem Fernsehen versprochen, der er ständig Briefe schreibt, die mit immer den gleichen Autogrammkarten beantwortet werden. Wird es der Serviererin Ilja gelingen, ihm die echte Liebe beizubringen, und wird er mit ihr seinen größten Traum verwirklichen können: dem Provinzort und dem traurigen Glanz des Grand Hotel zu entfliehen?“ (Luchterhand) 20.30 Uhr. Informationstelefon: 0043-(0)40-43 09 31 50. Leitersdorf 1, 8330 Feldbach.


Feldkirch


8.10. --- Theater am Saumarkt Lesung & Musik. Günther Freitag – „Brendels Fantasie“. „Weil er bald sterben wird, will Höller endlich seinen größten Traum verwirklichen. Also lässt er sein Leben an der Seite einer Staranwältin hinter sich, verkauft seine Fabrik und bricht in die Toskana auf. Hier soll Alfred Brendel für ihn die endgültige Interpretation von Schuberts ‚Wandererfantasie’ spielen. Der merkwürdige Fremde, der zuweilen mit einem Handtuch um seinen schmerzenden Kopf gewickelt Gemeindesäle besichtigt, sich unter den Hinkenden und Zahnlosen im Altenheim von Castelnuovo Saaldiener aussucht und in dem Provinznest eine Konzerthalle errichten will, stößt bei den Einheimischen auf Befremden. Doch anstatt dem Tod wenigstens in Gedanken zu entkommen, begegnet Höller ihm auf Schritt und Tritt – in Form skurriler Gestalten und bizarrer Begebenheiten. Schließlich muss er erkennen – es gibt kein Entrinnen, weder vor dem Tod noch vor dem eigenen Leben …“ (Edition Elke Heidenreich) Musik: Irina Puryshinskaja am Klavier. 19.30 Uhr. Mühletorplatz 1, 6800 Feldkrich.


17.10. --- Theater am Saumarkt Lesung. Robert Pfaller – „Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft. Symptome der Gegenwartskultur“. „Elegante Gesten, bestechende Formen, Müßiggang, Anhänglichkeit an Rauchwaren, laszive Bitten um Feuer, unanständige Worte und Witze: das sind die alltäglichen Erscheinungsformen des ‚schmutzigen Heiligen’. Warum aber muß sich eine ‚reine Vernunft’ heute so heftig gegen diese Dinge wehren, die vor wenigen Jahren noch als mondän empfunden wurden? Wie vernünftig ist eine Vernunft, die sich in ästhetischer Hinsicht um ihre Lust, und in politischer um ihre Beute bringt?“ (Fischer Taschenbuch) Außerdem liest Elisabeth Bronfen. 19.30 Uhr. Mühletorplatz 1, 6800 Feldkirch.


21.10. --- Theater am Saumarkt Lesung. Terézia Mora – „Der einzige Mann auf dem Kontinent“. „Darius sieht sich als Gewinner der neuen Zeit. Er stammt aus der DDR, war als Informatiker nach deren Zusammenbruch ein gefragter Mann und legt Wert darauf, ein zufriedener Mensch zu sein. In letzter Zeit laufen die Geschäfte allerdings mehr schlecht als recht. Eines Tages lässt ein säumiger Kunde eine Pappschachtel mit Geld in seinem Büro liegen. In der Folge versucht Darius Kopp vergeblich, einen seiner Chefs in London oder Los Angeles zu erreichen, um zu beraten, was mit dem Geld geschehen soll. Fast scheint es, als gebe es die Firma überhaupt nicht mehr.“ (Luchterhand) 19.30 Uhr. Telefon: 0043-(0)5522-728 95. Mühletorplatz 1, 6800 Feldkirch.


Graz


1.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung. Andreas Unterweger – „Wie im Siebenten“. „Andreas und Judith leben offenbar nicht nur im siebenten Bezirk in Wien, sondern auch im siebenten Himmel. Die Liebe lässt sich gut an, das Schreiben lässt sich gut an – und trotzdem geht es um Leben und Tod …“ (Droschl) 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.


6.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung. Peter Rosei – „Das große Töten“. „Eigentlich beginnt alles ganz harmlos. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Paul Wukitsch ist mit einer Intelligenz ausgestattet, die ihresgleichen sucht. Seine Mutter ermöglicht ihm ein Theologiestudium, doch Pauls Skepsis dem System Kirche gegenüber hat einige Verstöße und schließlich seinen Ausschluss aus dem Priesterseminar zur Folge … Auch Alexander Altmann macht eine abweichende Karriere. Er hat zwar reich geheiratet, doch als seine Frau Ulla Selbstmord begeht und damit einen Skandal heraufbeschwört, wendet sich das Blatt … Zwei Lebenswege, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Als diese Wege sich kreuzen …“ (Residenz) 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.


8.10. --- Literaturhaus Preisverleihung. „Franz Nabl-Preis an Alfred Kolleritsch“. Grußworte: Wolfgang Riedler, Kulturstadtrat. Preisrede: Alfred Kolleritsch. Laudatio: Jochen Jung. Musik: Markus Schirmer am Klavier. 19 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

 
10.10. --- Buchhandlung Moser Lesung. Gerhard Roth – „Die Stadt. Entdeckungen im Inneren von Wien“. „Seine neuen Erkundungen führen Gerhard Roth hinter die Kulissen des Naturhistorischen Museums und der Nationalbibliothek, durch das k.k. Hofkammerarchiv und die Wunderkammern der Habsburger, durch die Sammlung anatomischer Wachsmodelle des Josephinums und ins Gerichtsmedizinische Museum, ins Uhrenmuseum und über den Zentralfriedhof. Die Zeit und der Tod sind die Leitmotive dieses Schreibens, im Mittelpunkt aber steht immer der Mensch.“ (S. Fischer) Moderation: Frido Hütter. 10.30 Uhr. Am Eisernen Tor, 8010 Graz.


13.10. --- Kulturzentrum der Minoriten Lesung. Radka Denemarková – „Ein herrlicher Flecken Erde“. „Gita will nur nach Hause, sich unter der warmen, weichen Zudecke verkriechen, den geliebten Geruch der Villa in sich aufnehmen. Doch die Realität sieht anders aus, als die Sechzehnjährige 1945 aus dem Konzentrationslager zurück in ihr Heimatdorf, das tschechische Puklice, kommt. Der Familienbesitz wurde konfisziert, Fremde leben jetzt dort, und die Deutschsprachige wird als Staatsfeindin verjagt. Erst sechzig Jahre später kehrt Gita zurück, um die Familie zu rehabilitieren. Und wieder schlägt ihr als ehemalige Großgrundbesitzerin der Hass der Dorfbewohner entgegen. Doch längst ist für Gita Weiterleben zur Kampfansage gegen Gewalt und Lüge geworden.“ (DVA) Außerdem liest Michaela Falkner aus „Kaltschweißattacken“. 20 Uhr. Telefon: 0043-(0)316-71 11 33. Mariahilferplatz 3, 8020 Graz.


14.10. --- Literaturhaus Lesung im Rahmen der Reihe „International: Nigeria/U.S.A.“. Sefi Atta – „Sag allen, es wird gut“. Einleitung: Kamdem, Afrikazentrum Chiala Afriqas. 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

 
15.10. --- Kulturzentrum bei den Minoriten Lesung. Folke Tegetthoff – „Die Bewunderung der Welt“. 19.30 Uhr. Mariahilferplatz 3, 8020 Graz.


15.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung. Ilma Rakusa – „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“. „Eine Kindheit und Jugend in Mitteleuropa, als dieses Mitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg gerade seine politischen und kulturellen Konturen neu eingeschrieben bekam: Ilma Rakusa geht in ihren Erinnerungen dem kleinen Mädchen nach, der Tochter eines slowenischen Vaters und einer ungarischen Mutter, deren Lebensstationen von einer slowakischen Kleinstadt über Budapest, Ljubljana, Triest nach Zürich – und von da weiter ausgreifend nach Ost und West, nach Leningrad/Petersburg und Paris reichen. Die überall Fremde, Nicht-ganz-Zugehörige findet sehr früh schon ihre Heimat in der Musik, im Klavierspielen, und, mit der Entdeckung Dostojewskijs, in der Literatur, aber auch in der Bewegung, im Unterwegssein, im Reisen …“ (Droschl) 20 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.


20.10. --- Literaturhaus Lesung. „Steirische Autoren“. Es lesen Michael Benaglio, Wentila De la Marre, Irmin Killmann, Karin Klug, Christine Tidl, Gerhard E. Wildbichler und Herbert Zinkl. 19.30 Uhr. Foyer, 1. Stock, Elisabethstraße 30, 8010 Graz.


21.10. --- Kunsthaus Gespräch im Rahmen der Reihe „Istanbul Metropolis“. „Boomtown Istanbul“. Mit Bige Örer und Atil Kuto?lu. Moderation: Almuth Spiegler, „Die Presse“. 6 / 3 €. 19.30 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)316-83 79 85 14. Lendkai 1, 8020 Graz.


28.10. --- Literaturhaus Lesung im Rahmen der Reihe „Istanbul Metropolis“. „Wenn man einen tieferen Blick auf das Leben werfen will, ist Istanbul ein Schatz. Voller unerzählter Geschichten“. Es lesen Esmahan Aykol und Murathan Mungan. Deutsche Textpassagen: Martin Horn. Moderation: Barbara Frischmuth. 19.30 Uhr. Elisabethstraße 30, 8010 Graz.


29.10. --- Literaturhaus Lesung im Rahmen der Reihe „Istanbul Metropolis“. Nedim Gürsel – „Sieben Derwische. Anatolische Legenden“. Außerdem lesen Sebnem Isigüzel und Mehmet Murat Somer. Deutsche Textpassagen: Martina Zinner und Martin Horn. Moderation: Barbara Frischmuth. 19.30 Uhr. Kartentelefon: 0043-(0)316-380 83 60. Saal, Elisabethstraße 30, 8010 Graz.


Haslach an der Mühl


13.10. --- Tourismus- und Kulturzentrum Lesung. Folke Tegetthoff – „Die Bewunderung der Welt“. 19.30 Uhr. Marktplatz 45, 4170 Haslach an der Mühl.


Innsbruck


1.10. --- Literaturhaus Lesung. „Schreibende im Porträt – Schreibende porträtieren“. „Anna Maria Achenrainer im Porträt“. Von Christine Riccabona, Hugo Bonatti, Johann Holzner und Gabi Wild. 20 Uhr. Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.


3.10. --- Adambräu Lesung. Jörg Steiner – „Ein Kirschbaum am pazifischen Ozean“. Außerdem lesen Pedro Lenz, Klaus Hoffer, Ruth Schweikert, Julia Gschnitzer und Klaus Händl. Moderation: Robert Renk. Eintritt frei. 19 Uhr. Aut. Architektur und Tirol, Lois-Welzenbacher-Platz 1, 6020 Innsbruck.


6.10. --- Leokino Film & Gespräch im Rahmen der Reihe „Schreibende im Porträt – Schreibende porträtieren“. „Das Schreiben und das Schweigen“. Die Schriftstellerin Friederike Mayröcker im Film-Porträt von Carmen Tartarotti. Moderation: Erika Wimmer. 7 €. 19 Uhr. Saal 1, Anichstraße 36, 6020 Innsbruck.


7.10. --- Bücher Wiederin Lesung. Kurt Bracharz – „Cowboy Joe“. „Die heimische Polizei ist nicht zu unterschätzen – besonders nicht Johann Natter, genannt ‚Cowboy Joe’. Früher nur ein kleiner Dorfpolizist, wandelt er sich in seinem neuen Job bei der Kripo zu einem mit allen Wassern gewaschenen Ermittler. Joe taucht ein in einen Verbrechenssumpf, wo ihm serbische Mafiosi und türkische Heroinhändler, Zuhälter und Boxer über den Weg laufen – eine Jagd durchs Rotlicht- und Drogenmilieu beginnt ...“ (Haymon) 19 Uhr. Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck.


7.10. --- Wagnersche Universitätsbuchhandlung Lesung. Erika Wimmer – „Die dunklen Ränder der Jahre“. „Montpellier, im Süden Frankreichs. In einer Villa oben auf den Hügeln lebt Cornu, der 1945 mit falschem Pass und einem dunklen Geheimnis über die Grenze nach Frankreich kam und sich hier ein neues Leben aufgebaut hat. Unten, in der brütenden Hitze der Stadt, bereitet sich seine Tochter Theresa darauf vor, ihrem Vater, den sie endlich aufgespürt hat, erstmals zu begegnen. Er glaubt sich am Ende seines Lebens von den Mächten der Vergangenheit eingeholt, sie fiebert dem lebenslang ersehnten Treffen mit gemischten Gefühlen und Erwartungen entgegen. Beide tauchen sie in den Stunden dieses Tages tief in ihre Vergangenheit ein und stellen sich den Ereignissen und den Zeitläufen, die sie zu dem gemacht haben, was sie sind …“ (Folio Verlag) 19 Uhr. Museumsstraße 4, 6020 Innsbruck.


15.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung & Lesung. Barbara Hundegger – „schreibennichtschreiben. Gedichte“. 20 Uhr. Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.
20.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung. Hans Augustin – „Der im brennenden Dornbusch“. „Wer träumt nicht manchmal vom Fliegen? Moses Mandelbaum ist Versicherungsmakler, Ersatzkoch und Reinigungskraft in einem Verlag. Ein Leben immer am sozialen Außenrand, ganz ohne Längen, Breiten und Tiefen. Bis er in seinem Stammcafé ‚Eden’ einem Mann begegnet, der nicht von dieser Welt ist. Und der ihm ein Abenteuer, einen besonderen Auftrag verspricht – unter der Voraussetzung, dass er vorher das Fliegen lernt. Es beginnt eine Reise zwischen Traum und Wirklichkeit, die Moses Mandelbaum in die Realität des modernen Israel führt, mitten in die Aussichtslosigkeit zwischen den Fronten von Israelis und Palästinensern – und auf der er zugleich auf die Mythen und Geschichten der Bibel trifft.“ (Skarabæus Verlag) Moderation: Martin Sailer. 20 Uhr. Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.


29.10. --- Literaturhaus Lesung im Rahmen der Reihe „Schreibende im Porträt – Schreibende porträtieren“. „Hilde Domin im Porträt“. Von Christoph W. Bauer. 20 Uhr. Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck.


Klagenfurt


1.10. --- Landhausbuchhandlung Morawa Buchvorstellung. Alois Brandstetter – „Cant läßt grüßen“. „Eine junge Frau hat Liebeskummer, sie sucht Rat – ausgerechnet bei Immanuel Kant, dem großen Denker und Hagestolz. Im August 1791 schreibt Maria von Herbert aus Klagenfurt einen Brief an Immanuel Kant nach Königsberg. Sie bittet den alternden Junggesellen inständig um Trost. Das ist historisch belegt. Kants junger, redseliger Assistent antwortet ihr im Auftrag des großen Meisters und er geht dabei freilich vor allem auf Probleme ein, die die junge Frau gar nicht plagen. Brandstetter sinniert über allerlei Fragen: ob man Kant bewundern kann, wenn man Goethe bewundert (und umgekehrt). Oder die Vorstellungen des Philosophen vom ‚schönen Geschlecht’. Und nicht zuletzt über die Frage: Wie werde ich meinen Liebeskummer los?“ (Residenz) 19 Uhr. Wiesbadener Straße 5, 9020 Klagenfurt.


Krems an der Donau


1.10. --- Unabhängiges Literaturhaus Niederösterreich Lesung & Essen. Walter Grond – „Der gelbe Diwan“. „Was hält den pathologischen Horizont unserer Gegenwart zusammen? Wieso funktioniert unsere Gesellschaft anscheinend so reibungslos, obwohl ihre Basis längst weggebrochen ist? Der Journalist Paul Clement bereitet sich auf eine Reise vor, die ihn auf den Spuren Gustave Flauberts durch Ägypten führen soll, als er vom Selbstmord seines ehemaligen Freundes Johan erfährt. Die Reise zu seinem Begräbnis wird zu einer Reise zurück in seine Bohèmejahre, in eine Zeit, in der alles möglich und alles erklärbar erschien, in der man genau wusste, wofür und wogegen man kämpfte …“ (Haymon Verlag) Außerdem lesen Brita Steinwendtner, Julian Schutting, Andreas Mayerhofer und Gerald Selig. 8 / 6 €. 20 Uhr. Steiner Landstraße 3, 3504 Krems an der Donau.


Leobersdorf


29.10. --- Vinothek Bel Vino Lesung. Andrea Winkler – „Hanna und ich“. „Hanna ‚sitzt zuhause und schweigt’, sie verschließt sich in sich selbst und öffnet sich kaum. Auch nicht dem erzählenden Ich, das versucht, Hannas Geheimnis und die Motive ihres Verstummens zu erkunden, weil es nicht will, dass Hanna ‚ausscheidet’, dass sie im Dunkel verschwindet, in den Schatten, die sie umgeben. Immer wieder öffnet sich die Tür zu ‚ihrem kleinen Laden’, herein treten Herr Emm, Lea und Rio, in diesen kleinen Ort, an dem außer Reden nicht viel möglich ist: ein paar Schritte zwischen Fenster und Treppe – lesen, schreiben, sprechen. ‚Wohin geht’s, wenn’s nirgendwohin geht?’ lautet die Frage, die das erzählende Ich stellt und die weiter wandert, von Figur zu Figur, von Ort zu Ort …“ (Droschl) 19 Uhr. Hauptstraße 30-32, 2544 Leobersdorf.


Lienz


23.10. --- Gasthof Goldener Fisch Lesung. Lilian Faschinger – „Stadt der Verlierer“. „Matthias hat viele Beziehungen. Und er hasst es, wenn Frauen ihm widersprechen. Als er eines Tages im Lainzer Tiergarten eine Frau, die sich umbringen wollte, rettet, beginnt eine weitere, geheimnisvolle Affäre. Zur gleichen Zeit bekommen Emma Novak und Mick Hammerl, Privatdetektive, einen ungewöhnlichen Auftrag: Sie sollen den Sohn von Greta Mautner finden, den diese einst nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte. Routine, denken sie, bis wieder eine Frau gefunden wird, jetzt aber wirklich tot …“ (Hanser) 20 Uhr. Kärntner Straße 9, 9900 Lienz.


Linz


3.10. --- Lentos Kunstmuseum Lesung. Volker Raus – „Leihgabe“. „Internationaler Kunstraub in der Kulturhauptstadt Linz. Gemälde von Klimt und Nolde verschwinden. Oberst Max Steinberg – ein erfahrener, international für die UN tätiger Ermittler ahnt, mit wem er es zu tun hat, als er am Neujahrsmorgen zum Kunstmuseum seiner Heimatstadt Linz gerufen wird.“ (Bibliothek der Provinz Verlag) 18 Uhr. Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz.


6.10. --- Stifter-Haus Buchvorstellung. Karl Markus Gauss und Christian Thanhäuser –„Die Donau hinab“. „Eine Reise entlang der Donau, der Lebensader Mitteleuropas, von den verschiedenen Quellen durch die Länder der ehemaligen k.u.k. Monarchie über das Schwarze Meer zum Bosporus: Christian Thanhäuser spiegelt den Verlauf der Donau in seinen filigranen Zeichnungen und Holzschnitten, Karl-Markus Gauß erzählt in seinem Donaualphabet von A wie Albahari bis Z wie Zwiefalten den Fluss entlang durch Zeiten und Länder: von Schriftstellern und Gelehrten, die am Ufer der Donau wirkten, von ihren Ideen und Büchern, von Geschichten und Geschichte, die dort geschrieben wurden – und von seinen ganz persönlichen Erinnerungen an seine donauschwäbische Familie.“ (Haymon) Einführung: Ludwig Hartinger. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.


7.10. --- Wissensturm Lesung. Gerald Nitsche (Hrsg.) – „Neue österreichische Lyrik und kein Wort Deutsch“. „Mit der Anthologie österreichischer Minoritäten hat Gerald Kurdoglu Nitsche in einer repräsentativen Übersicht auf die Vielsprachigkeit österreichischer Literatur hingewiesen. Das Hauptaugenmerk war dabei auf autochthone ‚Wenigerheiten’ gerichtet, auf Juden, Kärntner Slowenen, Ungarn, Kroaten, Roma im Burgenland und Jenische.“ (Haymon) 19.30 Uhr. Kärntnerstraße 26, 4021 Linz.


8.10. --- Stifter-Haus Buchvorstellung. Zsuzsana Gahse und Christian Steinbacher – „Klotzkopf. Hausgemachte Fiktionen“. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.
12.10. --- Brucknerhaus Lesung. Folke Tegetthoff – „Die Bewunderung der Welt“. 19.30 Uhr. Untere Donaulände 7, 4020 Linz.


12.10. --- Stifter-Haus Buchvorstellung. Ludwig Laher – „Einleben“. „Ginge es nach der Statistik, dann dürfte die kleine Steffi eigentlich gar nicht existieren: Dann hätte ein Arzt im Rahmen des Schwangerenuntersuchungsprogramms die Diagnose Down-Syndrom gestellt und ihrer Mutter Johanna eine Abtreibung nahegelegt. Doch Steffi, so scheint es, hat diese Logik erfolgreich hintertrieben und ist da, samt ihrem atypischen Chromosom. Dem Einleben beider, des etwas anderen Kindes in diese Welt und seiner Mutter in den Alltag mit Steffi samt allen Konsequenzen, die sich daran knüpfen, geht Ludwig Laher nach.“ (Haymon) Einführung: Markus Kreuzwieser. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.


22.10. --- Stifter-Haus Buchvorstellung. Christoph Janacs – „Die Zärtlichkeit von Stacheln. Gedichte“. 18 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.


22.10. --- Stifter-Haus Lesung. Adalbert Stifter – „Der fromme Spruch“. Es liest Andrea Sawatzki. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.


27.10. --- Stifter-Haus Buchvorstellung. Hans Eichhorn – „Das Fortbewegungsmittel“. „Treffen sich zwei, nennen wir sie Georg und Renate, sie Nichtraucherin, er Antialkoholiker. Beide sind sie auf der Suche nach … - na? Nun, was man halt so sucht! Sich selbst, einander, Arbeit. In einer Werbeagentur zum Beispiel, denn auch dort wird jemand gesucht, nachdem man von der Leitung der Gedenkstätte, des ehemaligen Vernichtungslagers, den Auftrag erhalten hat, eine Marketingstrategie zu entwickeln, um die Besucherzahlen zu steigern. ‚Umwegrentabilität’, ‚Nachhaltigkeit’, ‚Imagegewinn’ – und für Georg und Renate noch dazu eine gute Gelegenheit, sich über den Weg zu laufen …“ (Residenz) Einführung: Alexandra Millner. Außerdem liest Erwin Einzinger aus „Ein Messer aus Odessa“. Einführung: Jochen Jung. 19.30 Uhr. Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz.


Lunz am See


24.10. --- Schul- und Öffentliche Bibliothek Lesung. Friedrich Achleitner – „Der springende Punkt“. „Die Texte drehen sich um Kurzschlüsse und Leberwürste, berichten vom ‚Verein freischaffender Snobisten’, zeigen ‚Duck- und Tüchtigkeitsfehler’ auf und führen plausibel vor Augen, wie es mit Hilfe von Fenstertagen gelingen kann, Atheisten von der Notwendigkeit eines heiligen Jahres zu überzeugen.“ (Zsolnay) 19 Uhr. Schulstraße 5, 3293 Lunz am See.


Murau


1.10. --- Hotel Lercher Lesung. Alfred Komarek – „Polt“. „Für Simon Polt, Gendarmerieinspektor im frei gewählten Ruhestand, hat sich viel geändert: Beruflich geht er neue Wege, und die gemeinsame Zukunft mit seiner Langzeitfreundin Karin Walter erscheint unvermutet in einem völlig neuen Licht. Zur Polizei, die nunmehr über die kleinen Dörfer im Wiesbachtal wacht, hat Polt kaum noch Kontakt – nur mit Norbert Sailer ist er befreundet, einem Ordnungshüter ganz nach seinem Geschmack. Doch die Leiche eines Fremden bringt Simon Polts ruhig gewordene Welt gründlich durcheinander: Niemand will den Toten gekannt haben, aber einige scheinen doch mehr von ihm zu wissen, als sie der Polizei gegenüber zugeben wollen ...“ (Haymon) 20 Uhr. Schwarzenbergstraße 10, 8850 Murau.


Radstadt


16.10. --- Stadtbibliothek Lesung. Alfred Komarek – „Polt“. „Für Simon Polt, Gendarmerieinspektor im frei gewählten Ruhestand, hat sich viel geändert: Beruflich geht er neue Wege, und die gemeinsame Zukunft mit seiner Langzeitfreundin Karin Walter erscheint unvermutet in einem völlig neuen Licht. Zur Polizei, die nunmehr über die kleinen Dörfer im Wiesbachtal wacht, hat Polt kaum noch Kontakt – nur mit Norbert Sailer ist er befreundet, einem Ordnungshüter ganz nach seinem Geschmack. Doch die Leiche eines Fremden bringt Simon Polts ruhig gewordene Welt gründlich durcheinander: Niemand will den Toten gekannt haben, aber einige scheinen doch mehr von ihm zu wissen, als sie der Polizei gegenüber zugeben wollen ...“ (Haymon) 20 Uhr. Margarethe-Schütte-Lihotzky-Platz 1, 5550 Radstadt.


Reichenau an der Rax


16.10. --- Schlossgärtnerei Wartholz Lesung. Folke Tegetthoff – „Die Bewunderung der Welt“. 19.30 Uhr. Hauptstraße 113, 2651 Reichenau an der Rax.


Saalfelden


6.10. --- Kunsthaus Nexus Lesung. Peter Henisch – „Der verirrte Messias“. „Dass ein junger Mann, der nach Israel fliegt, die Bibel liest, ist vielleicht nicht ungewöhnlich, doch dass er bei dieser Lektüre lacht, findet Barbara, die im Flugzeug neben diesem seltsamen Menschen sitzt, befremdlich. Wieso sie sich nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung in Rom von Myschkin – so nennt er sich – zum Essen einladen lässt, bleibt ihr selbst ein Rätsel. Am nächsten Tag, auf dem Flughafen von Tel Aviv, ist sie froh, ihn loszuwerden. Doch nach ihrer Rückkehr erwartet sie zu Hause der erste einer Serie von Briefen aus Israel, in denen ein Mann, der sich mit Jesus identifiziert, herauszufinden versucht, warum die Erlösung nicht stattgefunden hat – bis heute.“ (Deuticke) 20 Uhr. Am Postplatz 1, 5760 Saalfelden.


Salzburg


1.10. --- Neue Residenz Buchvorstellung. Joseph Kyselak – „Skizzen einer Fußreise durch Österreich“. „Im Sommer 1825 bricht der junge Wiener Josef Kyselak zu einer Wanderung auf, die ihn vier Monate lang durch Österreich, Bayern, Südtirol und Slowenien führt. Geleitet von romantischer Natursehnsucht, Wissensdurst und seinem weißen Wolfshund Duna, erforscht Kyselak Burgen und Ruinen, sucht nach Sehenswürdigkeiten wie dem letzten Versteck Andreas Hofers, beschreibt liebreizende Plätze und vollbringt dabei alpinistische Höchstleistungen. Auf seinen Wanderungen pflegte er seinen Namen in großen Buchstaben aus schwarzer Ölfarbe zu hinterlassen – einige dieser Signaturen existieren noch heute.“ (Jung und Jung) Es liest Jochen Jung. Einführung: Gabriele Goffriller. 18.30 Uhr. Mozartplatz 1, 5010 Salzburg.


1.10. --- Rupertus Buchhandlung Lesung. Peter Henisch – „Der verirrte Messias“. „Dass ein junger Mann, der nach Israel fliegt, die Bibel liest, ist vielleicht nicht ungewöhnlich, doch dass er bei dieser Lektüre lacht, findet Barbara, die im Flugzeug neben diesem seltsamen Menschen sitzt, befremdlich. Wieso sie sich nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung in Rom von Myschkin – so nennt er sich – zum Essen einladen lässt, bleibt ihr selbst ein Rätsel. Am nächsten Tag, auf dem Flughafen von Tel Aviv, ist sie froh, ihn loszuwerden. Doch nach ihrer Rückkehr erwartet sie zu Hause der erste einer Serie von Briefen aus Israel, in denen ein Mann, der sich mit Jesus identifiziert, herauszufinden versucht, warum die Erlösung nicht stattgefunden hat – bis heute.“ (Deuticke) 19.30 Uhr. Dreifaltigkeitsgasse 12, 5020 Salzburg.


7.10. --- Literaturhaus Lesung. Thomas Stangl – „Was kommt“. „Von den zahllosen Lebenden und Toten, die Wien bevölkern, hebt Thomas Stangl zwei Personen heraus: Emilia, 17, die wir im Sommer 1937 kennen lernen, am Vorabend der historischen Katastrophe, und Andreas, den Pubertierenden, der vierzig Jahre später, Ende der 70er Jahre, wie Emilia allein mit seiner Großmutter lebt und ebenfalls in eine private, politische Katastrophe gerät.“ (Droschl) 19.30 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.


7.10. --- Bildungszentrum St. Virgil Lesung & Gespräch. Gudrun Seidenauer – „Aufgetrennte Tage“. „Die Geschichte zweier Frauen, Mutter und Tochter, die eine gemeinsame Vergangenheit haben, aber ihre Erinnerungen nicht teilen können. ‚Hermann ist tot, jetzt weiß sie es wieder ganz genau.’ Mariannes Mann ist über die Treppe gestürzt und hat sich das Genick gebrochen – ein Unfall. Sie weiß genau, wann das war: Sie hat es sich auf einem Zettel notiert, um es nicht zu vergessen. Marianne hat Alzheimer, sie verliert ihr Gedächtnis, nun hat sie auch noch ihren Mann verloren. Ein Unfall? Friederike, Mariannes Tochter, hat Zweifel. Ist ihre Mutter zur Mörderin geworden, um sich zu befreien? Während sich Friederike durch den Tod ihres Vaters dazu gezwungen sieht, sich ihrer Mutter zu stellen, weicht diese immer weiter zurück: in eine Vergangenheit, in der sie noch Kind war und noch keine Taschen und Zettel brauchte, um nicht zu vergessen.“ (Residenz) Die Autorin im Gespräch mit Elfriede Sonnleitner, Psychotherapeutin. 7,50 / 3 €. 19.30 Uhr. Ernst-Grein-Straße 4, 5026 Salzburg.


19.10. --- Stadtbibliothek Lesung & Gespräch. Vladimir Vertlib – „Am Morgen des zwölften Tages“. „Astrid Heisenberg und ihr Großvater haben auf sehr unterschiedliche Weise eine enge Beziehung zum Orient. Astrid hat eine Schwäche für orientalische Männer. Doch der Vater ihrer mittlerweile 19-jährigen Tochter, Khaled aus dem Irak, hat sich noch vor der Geburt des Mädchens aus dem Staub gemacht. Und auch ihre aktuelle Affäre steuert auf eine Katastrophe zu. Um sich abzulenken, beginnt Astrid, die Lebenserinnerungen ihres Großvaters aufzuschreiben. Sebastian Heisenberg war ein bekannter deutscher Orientalist. Im Zweiten Weltkrieg war er für das Reichspropagandaministerium und die deutsche Abwehr tätig und verfasste ein Buch, in dem er eine ‚faschistische Perspektive für die Welt des Islam’ zeichnete.“ (Deuticke) Außerdem liest Ludwig Laher aus „Einleben“. 19.30 Uhr. Schumacherstraße 14, 5020 Salzburg.


20.10. --- Literaturhaus Lesung. Bodo Hell – „Nothelfer“. „Die vierzehn Nothelfer – das sind Heilige, die schon in der Ostkirche, spätestens aber im 15. Jahrhundert als Heilsvermittler für die Gläubigen auftreten und deren Kult ganz bestimmte volkstümliche Ausprägungen aufweist, mit speziellen Insignien und Legenden. In mehreren Anläufen stellt Hell dieses ethnologisch reichhaltige Feld dar: sei es als Heiligenvita, sei es als Wallfahrts- oder Prozessionstext, als Litanei oder kunsthistorische Betrachtung.“ (Droschl) 19.30 Uhr. Strubergasse, 23, 5020 Salzburg.


21.10. --- Stadtbibliothek Lesung Rahmen der Aktion „Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek“. Alois Brandstetter – „Cant läßt grüßen“. „Eine junge Frau hat Liebeskummer, sie sucht Rat – ausgerechnet bei Immanuel Kant, dem großen Denker und Hagestolz. Im August 1791 schreibt Maria von Herbert aus Klagenfurt einen Brief an Immanuel Kant nach Königsberg. Sie bittet den alternden Junggesellen inständig um Trost. Das ist historisch belegt. Kants junger, redseliger Assistent antwortet ihr im Auftrag des großen Meisters und er geht dabei freilich vor allem auf Probleme ein, die die junge Frau gar nicht plagen. Brandstetter sinniert über allerlei Fragen: ob man Kant bewundern kann, wenn man Goethe bewundert (und umgekehrt). Oder die Vorstellungen des Philosophen vom ‚schönen Geschlecht’. Und nicht zuletzt über die Frage: Wie werde ich meinen Liebeskummer los?“ (Residenz) 19.30 Uhr. Schumacherstraße 14, 5020 Salzburg

22.10. --- Literaturhaus Lesung & Musik im Rahmen des „Krimi-Fest Salzburg“. Friedrich Ani – „Totsein verjährt nicht“. „Am 8. April 2002 wird die achtjährige Scarlett Peters zum letzten Mal gesehen. Drei Jahre danach wird Jonathan Krumbholz, ein vierundzwanzigjähriger, geistig zurückgebliebener Mann, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sechs Jahre später bekommt Polonius Fischer, Kommissar bei der Mordkommission in München, von einem Schulfreund der Verschwundenen einen Brief. Er will Scarlett auf der Straße erkannt haben. Ist dem Zeugen zu trauen? Ist Scarlett gar nicht tot - obwohl ihre Mutter für sie ein Grab auf dem Neuen Südfriedhof gekauft hat? Hat die Polizei sich geirrt?“ (Zsolnay) 13 / 10 €. 19 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.


23.10. --- Literaturhaus Lesung & Essen im Rahmen des „Krimi-Fest Salzburg“. Eva Rossmann – „Leben lassen“. „Bombendrohung bei der Literaturgala im Wiener Rathaus. Bürgermeister, Autoren und Soubrette fliehen in Panik. Hat der internationale Terror jetzt Wien erreicht? TV-Guru Weis will wie immer die Antwort kennen und hofft, dass sich sein neuer Ratgeber so noch besser verkauft. Doch dann verschwindet eine seiner ‚Jüngerinnen’ spurlos. In der Recyclinganlage einer Autobahnbaustelle wird ein Teil ihres Designerturnschuhs gefunden. Hat sie zu viel über die Bombendrohung gewusst? Was ist mit dem schweigenden Philosophen, der angeblich Kontakte zu islamistischen Terrorkreisen pflegt? Mira Valensky sollte ja bloß etwas Pep in das neue Buch des Gurus bringen, aber schon steckt sie, gemeinsam mit ihrer bosnischen Freundin und Putzfrau Vesna Krajner, mitten drin in einem neuen Fall …“ (Folio Verlag) 13 / 10 €. 19 Uhr. Strubergasse 23, 5020 Salzburg.


Schönau im Mühlkreis


9.10. --- Ruine Prandegg Lesung & Musik. Joschi Anzinger – „S Mühlviaddla Nibelungenliad“. Musik: D’Mühlviertler Okarinamusi und Pater Werner Hebeisen SJ an der Schoßharfe. 19.30 Uhr. Burgstube Taverne zu Prandegg, Schönau Nr. 37, 4274 Schönau im Mühlkreis.


Seekirchen


16.10. --- EMailWerk Lesung. Semier Insayif – „Faruq“. „Wien, um 1950: Ein junger Mann macht sich aus seiner Heimat Bagdad auf nach Wien; er will Medizin studieren, eine neue Zukunft aufbauen, fern von der Heimat. Jahrzehnte später: Ein anderer junger Mann begibt sich, einen Schritt vor den anderen setzend, auf den Weg zu seinen Wurzeln, in die Geschichte seiner Familie. Seine Erinnerung führt ihn zurück nach Bagdad, in die Heimat des Vaters. Entlang arabischer Worte, Zeichen und Satzfetzen, die wie aus einem Nebelschleier auftauchen, tritt er ein in eine fremdvertraute Sprache und Kultur; und er begegnet einer Frau, die unendlich weit entfernt ist, und vielleicht zugleich unendlich nahe.“ (Haymon) 20 Uhr. Anton-Windhager-Straße 7, 5201 Seekirchen.


Spittal an der Drau


29.10. --- Schloß Porcia Lesung. Daniel Glattauer – „Sieben Wellen“. 19.30 Uhr. Ortenburgerkeller, Burgplatz 1, 9800 Spittal an der Drau.


St. Georgen bei Salzburg


9.10. --- Bibliothek Lesung. Brita Steinwendtner – „Du Engel Du Teufel. Emmy Haesele und Alfred Kubin – eine Liebesgechichte“. „Alfred Kubin, der bedeutende Zeichner und Autor des Romans ‚Die andere Seite’, und Emmy Haesele, die Frau eines Landarztes, die durch Kubin zur Künstlerin wurde. Während für den Frauenhelden Kubin Haesele nur eine von vielen Geliebten war – die leidenschaftliche Liaison dauerte kaum drei Jahre –, veränderte für sie die Begegnung ihr ganzes Leben. Obwohl sie an dieser Beziehung, an allen späteren Zurückweisungen, fast zugrundeging, hat sie ihre Liebe über alle persönlichen Katastrophen hinweg bis zum Tod bewahrt.“ (Haymon) 19 Uhr. Gemeindeweg 6, 5113 St. Georgen bei Salzburg.


St. Pölten


8.10. --- VAZ Lesung im Rahmen der „Kirchen-Messe Gloria“. Abt Gregor Henckel-Donnersmarck – „Wandelnde Zebrastreifen. Anekdoten aus dem Klosterleben“. „In einem ABC des klösterlichen Alltags zeigt Abt Gregor mit Augenzwinkern, wie sich die Mönche den zwischenmenschlichen Herausforderungen des Gemeinschaftslebens stellen: Unter A wie Armutsgelübde über H wie Himmelsboten, M wie Midlife Crisis und N wie Nächtliches Treiben bis U wie Unmoralisches Angebot und V wie Verdächtige Stille plaudert der Herr Abt Interna aus dem Klosterleben aus – wie sie sich zugetragen haben und wie sie sich zugetragen haben könnten.“ (Residenz) 14 Uhr. Kelsengasse 9, 3100 St. Pölten.


22.10. --- Blätterwirbel Literaturfestival Lesung. Alois Brandstetter – „Cant läßt grüßen“. „Eine junge Frau hat Liebeskummer, sie sucht Rat – ausgerechnet bei Immanuel Kant, dem großen Denker und Hagestolz. Im August 1791 schreibt Maria von Herbert aus Klagenfurt einen Brief an Immanuel Kant nach Königsberg. Sie bittet den alternden Junggesellen inständig um Trost. Das ist historisch belegt. Kants junger, redseliger Assistent antwortet ihr im Auftrag des großen Meisters und er geht dabei freilich vor allem auf Probleme ein, die die junge Frau gar nicht plagen. Brandstetter sinniert über allerlei Fragen: ob man Kant bewundern kann, wenn man Goethe bewundert (und umgekehrt). Oder die Vorstellungen des Philosophen vom ‚schönen Geschlecht’. Und nicht zuletzt über die Frage: Wie werde ich meinen Liebeskummer los?“ (Residenz) Außerdem liest Clemens J. Setz aus „Die Frequenzen“. 19 Uhr. Theaterwerkstatt, Landestheater, Rathausplatz 11, 3100 St. Pölten.


27.10. --- Blätterwirbel Literaturfestival Lesung. Adolf Holl – „Wie gründe ich eine Religion“. „Buddha ist im Wald verschwunden, Jesus in die Wüste gegangen, Mohammed in der Höhle gehockt, um sich einen Namen zu machen. Was macht Adolf Holl? Er geht zum Frisör und verknüpft in freier Assoziation Philosophie und Literatur mit der spirituellen Geistesgeschichte, um wieder zum profanen Leben zurückzukehren …“ (Residenz) 20.15 Uhr. Cinema Paradiso, Rathausplatz 14, 3100 St. Pölten.


Villach


9.10. --- Romantik Hotel Post Lesung. Claudia Toman – „Hexendreimaldrei“. „Wünschen ist nichts für Anfänger! Das muss auch Olivia erkennen, als ihr Wunsch, den eine Fee ihr so großzügig gewährt, ein kleines bisschen aus dem Ruder läuft. Warum musste ihr Märchenprinz sich aber auch erdreisten, eine andere heiraten zu wollen? Nun ist er ein Frosch, und als sie ihn so vor sich sieht, grasgrün, mit einem Heißhunger auf Fliegen, packt Olivia das schlechte Gewissen. Sie ist entschlossen, die Verwandlung rückgängig zu machen, selbst wenn sie sich dazu mit einem mächtigen Hexenzirkel anlegen muss …“ (Diana Verlag) 15 €. 20 Uhr. Hauptplatz 26, 9500 Villach.


Vöcklabruck


13.10. --- kultur akzente Lesung & Musik. Antonio Fian – „Im Schlaf“. „Träume sind die besten Erzählungen – meinte zumindest der Surrealismus und lieferte nicht immer ganz überzeugende Beispiele für diese Behauptung. Womit Breton & Co – und auch Freud – aber auf jeden Fall recht hatten: Träume sind eine unerschöpfliche Quelle aberwitzigen Humors und absurdester Einfälle. Man muss sie nur noch in die rechte Form bringen.“ (Droschl) Musik: Kollegium Kalksburg. 19.30 Uhr. Wartenburger Straße 43, 4840 Vöcklabruck.


Völkermarkt


28.10. --- Mediathek Lesung. Daniel Glattauer – „Sieben Wellen“. 19.30 Uhr. Mettingerstraße 16, 9100 Völkermarkt.


Wien


1.10. --- Alte Schmiede Lesung. Friedrich Achleitner – „Der springende Punkt“. „Die Texte drehen sich um Kurzschlüsse und Leberwürste, berichten vom ‚Verein freischaffender Snobisten’, zeigen ‚Duck- und Tüchtigkeitsfehler’ auf und führen plausibel vor Augen, wie es mit Hilfe von Fenstertagen gelingen kann, Atheisten von der Notwendigkeit eines heiligen Jahres zu überzeugen.“ (Zsolnay) 19 Uhr. Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.


1.10. --- Das LOKal Lesung & Gespräch. „Seelenschatten II“. Mit Mariella Mehr, Paulus Hochgatterer und Thomas Raab. Moderation: Klaus Nüchtern. 19 Uhr. Richtergasse 6, 1070 Wien.


1.10. --- Café Club International Lesung. Peter Rosei – „Das große Töten“. „Eigentlich beginnt alles ganz harmlos. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Paul Wukitsch ist mit einer Intelligenz ausgestattet, die ihresgleichen sucht. Seine Mutter ermöglicht ihm ein Theologiestudium, doch Pauls Skepsis dem System Kirche gegenüber hat einige Verstöße und schließlich seinen Ausschluss aus dem Priesterseminar zur Folge … Auch Alexander Altmann macht eine abweichende Karriere. Er hat zwar reich geheiratet, doch als seine Frau Ulla Selbstmord begeht und damit einen Skandal heraufbeschwört, wendet sich das Blatt … Zwei Lebenswege, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Als diese Wege sich kreuzen …“ (Residenz) 21 Uhr. Payergasse 16, 1160 Wien.


3.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung. Klaus Kaindl (Hrsg.) – „Helfer, Verräter, Gaukler? Das Rollenbild von TranslatorInnen im Spiegel der Literatur“. „In diesem Buch werden Übersetzer- und Dolmetscherfiguren in Romanen, Erzählungen, Krimis und Theaterstücken (unter anderem von Handke, T.C. Boyle, Vargas Llosa, Le Carré) unter vielfältigen Blickwinkeln vorgestellt und analysiert. Das Aufzeigen von translatorischen Rollenbildern als literarisch-reales Vexierspiel verdeutlicht den Reiz und die Komplexität der Translation.“ (Lit Verlag) Mit dem Herausgeber stellen Mira Kadric, Waltraud Kolb und Werner Richter das Buch vor. 19.30 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


5.10. --- Europäisches Festival der Poesie Lesung. „Europäische Lyriker – Teil I“. Es lesen Ferdinand Schmatz, Ilpo Tiihonen, Ursula Andkjær Olsen, Eva Cox, Serge van Duijnhoven, Claudio Damiani, Andrea di Consoli, Tomas Sanchez, Luis Javier Moreno. Deutsche Textpassagen: Robert Reinagl. Begrüßung: Dante Marianacci und Robert Huez. Moderation: Katja Gasser. 19 Uhr. Literaturhaus, Seidengasse 13, 1070 Wien.


5.10. --- Buchhandlung am Quellenplatz Lesung im Rahmen des „Mali-Projekts“. Thomas Stangl – „Der einzige Ort“. „In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts bewegen sich zwei wenig bekannte Reisende auf die für Europäer noch immer sagenhafte Stadt Timbuktu zu: der eine ist Major Alexander Gordon Laing, der eine Karawane von Tripolis aus durch die Sahara führt, der andere ist René Caillié, von niemandem beauftragt und von niemandem unterstützt, der als Moslem, allein und mit wechselnden Begleitern, von Senegal her den Niger zu erreichen sucht. Bald hintereinander gelangen beide in die begehrte Stadt und verlassen sie bald wieder, der eine erreicht nach unerträglichen Strapazen Marokko und dann Frankreich, der andere bleibt verschollen.“ (Droschl) 20 Uhr. Laxenburger Straße 48, 1100 Wien.


5.10. --- Alte Schmiede Buchvorstellung. Peter Henisch – „Der verirrte Messias“. „Dass ein junger Mann, der nach Israel fliegt, die Bibel liest, ist vielleicht nicht ungewöhnlich, doch dass er bei dieser Lektüre lacht, findet Barbara, die im Flugzeug neben diesem seltsamen Menschen sitzt, befremdlich. Wieso sie sich nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung in Rom von Myschkin – so nennt er sich – zum Essen einladen lässt, bleibt ihr selbst ein Rätsel. Am nächsten Tag, auf dem Flughafen von Tel Aviv, ist sie froh, ihn loszuwerden. Doch nach ihrer Rückkehr erwartet sie zu Hause der erste einer Serie von Briefen aus Israel, in denen ein Mann, der sich mit Jesus identifiziert, herauszufinden versucht, warum die Erlösung nicht stattgefunden hat – bis heute.“ (Deuticke) 19 Uhr. Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.


6.10. --- Europäisches Festival der Poesie Lesung. „Europäische Lyriker - Teil II“. Es lesen Kristiina Ehin, Agne ?agrakalyte, Agnieszka Wolny-Hamka?o, Julia Fiedorczuk, Sergey Biryukov, Victor Klykov, N?ra Ru?i?kova, Martin Solotruk, Seher Çakir, Serafettin Yildiz und G?za Szöcs. Deutsche Textpassagen: Robert Reinagl. Moderation: Katja Gasser. 19 Uhr. Literaturhaus, Seidengasse 13, 1070 Wien.


7.10. --- Thalia-Buchhandlung Buchvorstellung & Musik. Ernst Reinhard Schöggl – „Clamlinde“. „Wer früher Warzen hatte, ging nicht zum Hautarzt, sondern zu einem Wender oder einer Wenderin. Auch Krankheiten wurden mit geheimnisvollen Ritualen und Wundermitteln behandelt und vielleicht sogar geheilt. Im Naarntal, im oberösterreichischen Mühlviertel, hat im vorigen Jahrhundert eine Frau gelebt, die angeblich übernatürliche Kräfte besaß, und die Menschen kamen von weit und breit, um geheilt zu werden. Die Sage von der Fee Clamlinde hält im Familienwappen der Grafen zu Clam die Erinnerung an alte Zeiten wach, in denen man noch an Zauberei und Wunder glaubte, an die zu glauben den Menschen heute schwer fällt.“ (Bibliothek der Provinz Verlag) Musik: Max Derndorfer. 19 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 2a/2b, 1030 Wien.


8.10. --- Thalia-Buchhandlung Buchvorstellung. Reinhold Messner – „Westwand. Prinzip Abgrund“. „Reinhold Messner erinnert sich zurück an die Jahre seiner Extremkletterei, in denen er die schwierigsten Routen der Alpen gemeistert hat, und erzählt anhand des Versuchs, im Sommer 2004 die Westwand des Ortler auf der Route der Erstbesteiger zu bezwingen, von einer Erstbegehung, die fast zur Katastrophe geführt hätte …“ (S. Fischer) 12.Uhr. Mariahilferstraße 99, 1060 Wien.


8.10. --- Hauptbücherei am Gürtel Buchvorstellung. Christian Felber – „Kooperation statt Konkurrenz. 10 Schritte aus der Krise“. „Was Konzernchefs, Ökonomen und Politiker vor Kurzem noch hochmütig belächelten, ist heute Common Sense: Hauptursache für die Finanzkrise ist die jahrzehntelange Politik der Liberalisierung und Deregulierung der Märkte auf Druck der Geldindustrie. Im Buch erklärt er knapp und verständlich, wie Deregulierung, ‚Kapitalmarktoffensiven’ und die fahrlässige Vergabe von Krediten die Wirtschaft in einem gefährlichen Ausmaß destabilisiert haben. Er nimmt die Löschaktionen der Regierungen kritisch unter die Lupe und stellt Schritt für Schritt eine ‚ideale’ Regulierung der Finanzmärkte vor, inklusive Grenzen für die Ungleichheit, Geldreform und ‚Demokratischer Bank’. Und schließlich zeigt er, was jede und jeder Einzelne zur gemeinsamen Bewältigung der Krise beitragen kann.“ (Deuticke) 19 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.


8.10. --- Alte Schmiede Lesung. Franzobel –„Österreich ist schön“. „Albin, Albona, Alfred, Alban und ihr Vater Dzevat Zogaj werden im Herbst 2007 aus Österreich in den Kosovo abgeschoben. Die fünfzehnjährige Arigona, ihre Schwester beziehungsweise Tochter, taucht unter, um der Abschiebung zu entgehen, droht mit Selbstmord; nach ihrem Auftauchen gewähren ihr und ihrer psychisch kranken Mutter der Pfarrer von Ungenach, dann der Baron von Frein Unterkunft. Politiker schalten sich ein, der Fall spaltet Österreich: Pfarrer Friedl sieht sich mit Kirchenaustritten konfrontiert, dem Baron werden tote Katzen vor die Tür geworfen. Auf der anderen Seite ergreifen Nachbarn und Freunde die Initiative …“ (Zsolnay) 19 Uhr. Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.


8.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung & Lesung. Alois Hotsching – „Im Sitzen läuft es sich besser davon“. Einleitung: Robert Huez. 19.30 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


9.10. --- Literaturhaus Vortrag & Lesung. Klaus Amann – „Flucht vor den Fahnen – Wehrmacht, Krieg und Desertion in der österreichischen Literatur nach 1945“. Dazu liest Otto Tausig aus Werken von Ingeborg Bachmann, Gerhard Fritsch, Michael Guttenbrunner, Janko Messner und anderen. 19.30 Uhr. Österreichische Exilbibliothek, Seidengasse 13, 1070 Wien.


12.10. --- Literaturhaus Lesung. „Dichterpaare – Teil VII: Anja Utler und János Térey“. Auf Ungarisch und Deutsch. Moderation: Wilhelm Droste. 19 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


13.10. --- Literaturhaus Lesung im Rahmen der Reihe „Erstes Wiener Lesetheater – Frauen lesen Frauen“. „Rose Ausländer – Gedichte und Prosa“. Es lesen Monika Giller, Judith Gruber-Rizy, Heidi Hagl, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Erika Parovsky, Angelika Raubek, Gabriela Schmoll und Hilde Schmölzer. Moderation: Hilde Schmölzer. 19 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


14.10. --- Jüdisches Museum Lesung. Chaim Noll – „Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel“. 18.30 Uhr. Dorotheengasse 11, 1010 Wien.


14.10. --- Literaturhaus Lesung. „Mitglieder des Österreichischen Schriftstellerverbandes lesen“. Mit Helmut Pacholik und Karl Plepelits. Einführung: Sidonia Binder. 19 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


14.10. --- Thalia-Buchhandlung Lesung. Folke Tegetthoff – „Die Bewunderung der Welt“. 19 Uhr. Mariahilferstraße 99, 1060 Wien.


14.10. --- Hauptbücherei am Gürtel Buchvorstellung. Ilma Rakusa – „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“. „Eine Kindheit und Jugend in Mitteleuropa, als dieses Mitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg gerade seine politischen und kulturellen Konturen neu eingeschrieben bekam: Ilma Rakusa geht in ihren Erinnerungen dem kleinen Mädchen nach, der Tochter eines slowenischen Vaters und einer ungarischen Mutter, deren Lebensstationen von einer slowakischen Kleinstadt über Budapest, Ljubljana, Triest nach Zürich – und von da weiter ausgreifend nach Ost und West, nach Leningrad/Petersburg und Paris reichen. Die überall Fremde, Nicht-ganz-Zugehörige findet sehr früh schon ihre Heimat in der Musik, im Klavierspielen, und, mit der Entdeckung Dostojewskijs, in der Literatur, aber auch in der Bewegung, im Unterwegssein, im Reisen …“ (Droschl) 19 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.


16.10. --- Literaturhaus Poetry Slam. „Slam B“. Mit Stefan Abermann, Ö-Slam-Sieger 2008. Moderation: Diana Köhle. 20 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


19.10. --- Alte Schmiede Lesung. Anna Kim – „Die gefrorene Zeit“. „Seit dem Ende des Krieges im ehemaligen Jugoslawien wurden dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes mehr als 30.000 Menschen als vermisst gemeldet. Bis heute konnten nur etwa 15.000 Personen identifiziert werden. Das ist der Hintergrund der Geschichte, die Anna Kim in ihrem Buch erzählt: die Suche eines Kosovaren nach seiner verschwundenen Frau und das allmähliche Eindringen der Ich-Erzählerin in die komplexen Zusammenhänge hinter diesem traumatisierenden Ereignis. Sie lernt nicht nur das alltägliche Leben in den albanisch-serbischen Konfliktzonen des Kosovo kennen, die schockierende Arbeit der Archäologen und forensischen Mediziner und Anthropologen, die Fragebögen zur Erhebung der ‚Ante-Mortem-Daten’ des Roten Kreuzes – es öffnen sich vor allem die Dimensionen von Erinnerung und Erinnerungsverlust, von unterbrochenen Biographien, von ‚gefrorener Zeit’.“ (Droschl) 19 Uhr. Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.


19.10. --- Hauptbücherei am Gürtel Lesung. Friedrich Ani – „Totsein verjährt nicht“. „Am 8. April 2002 wird die achtjährige Scarlett Peters zum letzten Mal gesehen. Drei Jahre danach wird Jonathan Krumbholz, ein vierundzwanzigjähriger, geistig zurückgebliebener Mann, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sechs Jahre später bekommt Polonius Fischer, Kommissar bei der Mordkommission in München, von einem Schulfreund der Verschwundenen einen Brief. Er will Scarlett auf der Straße erkannt haben. Ist dem Zeugen zu trauen? Ist Scarlett gar nicht tot – obwohl ihre Mutter für sie ein Grab auf dem Neuen Südfriedhof gekauft hat? Hat die Polizei sich geirrt?“ (Zsolnay) 19 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.


19.10. --- Lange Kriminacht Lesung. Håkan Nesser – „Das zweite Leben des Herrn Roos“. „Ante Valdemar Roos, 59 Jahre alt, ist der Prototyp des Langweilers. Doch eines Tages geschieht ein kleines Wunder – er gewinnt im Toto, das er seit dem Tod seines Vaters spielt. Anstatt seine Freude groß hinauszuposaunen, beginnt er ein Doppelleben in einem abgelegenen Häuschen im Wald. Dort macht er bald eine neue Bekanntschaft, die er in seinem ersten Leben so nie für möglich gehalten hätte. Roos freundet sich mit einem jungen Mädchen an, das aus einem Heim für junge Drogenabhängige ausgerissen ist und nun verzweifelt eine Zuflucht sucht. Doch schon bald stört ihr Exfreund die Idylle – und Inspektor Barbarotti hat einen Mordfall zu klären ...“ (btb) Auf Schwedisch und Englisch. Deutsche Textpassagen: Dietmar Bär. 19.30 Uhr. Informationstelefon: 0043-(0)1-524 70 86. EBS-Simmering, Haidequerstraße 7, 1110 Wien.


20.10. --- Hauptbücherei am Gürtel Lesung. Andrej Blatnik – „Ändere mich“. „Borut setzt sich nach zweieinhalbjähriger Planung, getrieben vom Wunsch nach Freiheit und Veränderung, von seiner Familie ab. Seine Frau Monika, eine moderne Workaholikerin, bleibt mit den beiden Kindern zurück; finanziell abgesichert, aber ratlos. Als Borut die Änderung vollzieht, bleibt die Welt um ihn herum die gleiche. Aber wie reagieren die Menschen an seiner Seite darauf, wie geht seine Frau, wie gehen seine Kinder damit um? Eigentlich sollte es keine Katastrophe sein, die Ketten zu sprengen und die Zwänge abzustreifen. Ein Neuanfang ist nichts Neues – und doch hat es den Anschein, als ob die Welt im Kleinen auseinanderfiele. Es ist niemals einfach, mit der Vergangenheit zu brechen, denn die Menschen, die einem nahe waren, sind dieselben geblieben, während man selbst sich verändert hat.“ (Folio Verlag) 19 Uhr. Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.


20.10. --- Bücherei Mariahilf Lesung. Friedrich Achleitner – „Der springende Punkt“. „Die Texte drehen sich um Kurzschlüsse und Leberwürste, berichten vom ‚Verein freischaffender Snobisten’, zeigen ‚Duck- und Tüchtigkeitsfehler’ auf und führen plausibel vor Augen, wie es mit Hilfe von Fenstertagen gelingen kann, Atheisten von der Notwendigkeit eines heiligen Jahres zu überzeugen.“ (Zsolnay) 19.30 Uhr. Gumpendorfer Straße 59-61, 1060 Wien.


20.10. --- Schauspielhaus Lesung. Antonio Fian – „Im Schlaf“. „Träume sind die besten Erzählungen – meinte zumindest der Surrealismus und lieferte nicht immer ganz überzeugende Beispiele für diese Behauptung. Womit Breton & Co – und auch Freud – aber auf jeden Fall recht hatten: Träume sind eine unerschöpfliche Quelle aberwitzigen Humors und absurdester Einfälle. Man muss sie nur noch in die rechte Form bringen.“ (Droschl) Außerdem liest Bernhard Strobel aus „Sackgasse“. 20 Uhr. Porzellangasse 19, 1090 Wien.


23.10. --- Literaturhaus Buchvorstellung & Musik. Andreas Unterweger – „Wie im Siebenten“. „Andreas und Judith leben offenbar nicht nur im siebenten Bezirk in Wien, sondern auch im siebenten Himmel. Die Liebe lässt sich gut an, das Schreiben lässt sich gut an – und trotzdem geht es um Leben und Tod …“ (Droschl) Musik: Christian Dayé an der Gitarre. Einführung: Walter Famler. 19.30 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


27.10. --- Volkstheater Lesung. Ursula Krechel – „Shanghai fern von wo“. „Shanghai am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Für Tausende Juden ist es das letzte Schlupfloch, und sie kommen, ohne Visum, aber voller Hoffnung.“ (Jung und Jung) 19 Uhr. Empfangsraum, Neustiftgasse 1, 1070 Wien.


28.10. --- Literaturhaus Lesung. Thomas Ballhausen und Regina Hilber (Hrsg.) – „Zeichensetzung. Zeilensprünge. Junge Literatur in Österreich“. „Sieht man sich den Untertitel an, macht dieser vielleicht im ersten Moment stutzig. Was ist denn die so genannte junge Literatur? Spricht sie mit einer unverkennbaren Stimme? Geht sie einen bestimmten Weg? Welches Verhältnis hat sie zur ‚älteren’, ja zur vielleicht sogar ‚alten’ Literatur dieses Landes? Wo reflektiert sie ihre Möglichkeiten, lotet ihre Potentiale aus, unter welchen Umständen droht sie den Mechanismen des Betriebes zu erliegen?“ (Luftschacht Verlag) Aus der Anthologie lesen Bernhard Strobel, Andrea Grill und Hanno Millesi. Moderation: Thomas Ballhausen und Regina Hilber. 19 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


30.10. --- Thalia-Buchhandlung Lesung. Peter Henisch – „Der verirrte Messias“. „Dass ein junger Mann, der nach Israel fliegt, die Bibel liest, ist vielleicht nicht ungewöhnlich, doch dass er bei dieser Lektüre lacht, findet Barbara, die im Flugzeug neben diesem seltsamen Menschen sitzt, befremdlich. Wieso sie sich nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung in Rom von Myschkin – so nennt er sich – zum Essen einladen lässt, bleibt ihr selbst ein Rätsel. Am nächsten Tag, auf dem Flughafen von Tel Aviv, ist sie froh, ihn loszuwerden. Doch nach ihrer Rückkehr erwartet sie zu Hause der erste einer Serie von Briefen aus Israel, in denen ein Mann, der sich mit Jesus identifiziert, herauszufinden versucht, warum die Erlösung nicht stattgefunden hat – bis heute.“ (Deuticke) 19 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 2a / 2b, 1030 Wien.


30.10. --- Literaturhaus Preisverleihung. „Reinhard-Priessnitz-Preis 2009 an Michael Hammerschmid“. Laudatio: Peter Waterhouse. 20 Uhr. Seidengasse 13, 1070 Wien.


Ziersdorf


2.10. --- Konzerthaus Weinviertel Lesung. Heinz Marecek – „Das ist ein Theater!“. „Das Theater hat das Komische in vielfältiger Form entwickelt. Eine davon ist die unfreiwillige Komik. Manchmal hat man die Bretter, die die Welt bedeuten, eben vor dem Kopf und nicht unter den Füßen, über die man auch aus geringer Fallhöhe oft tief stolpern kann. Denn was des einen Leid, ist hier oft vieler Zeugen Freud’ an der zur Schau gestellten Fehlleistung. Heinz Marecek erzählt von kleinen Missgeschicken und großen Katastrophen. Rund 4.000 Vorstellungen, einige Dutzend Inszenierungen und Hunderte TV-Produktionen bilden den Stoff, aus dem er diese Geschichten schöpft.“ (Residenz) 19.30 Uhr. Horner Straße 7, 3710 Ziersdorf.(gai/ang)


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