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Marbach will um Kafka-Briefe mitbieten

111 Schriftstücke aus dem Kafka-Nachlass werden versteigert

© Die Berliner Literaturkritik, 03.02.11

HAMBURG/MARBACH (BLK) - Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach sieht nun doch Chancen, den Briefwechsel zwischen Franz Kafka und seiner Schwester Ottla zu ersteigern. Direktor Ulrich Raulff sagte der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Marbach wird wahrscheinlich doch um den Ottla-Briefwechsel mitbieten können.“ Er habe überraschend finanzielle Unterstützung von privater und öffentlicher Seite zugesagt bekommen. Dadurch sehe er sich „sehr ermutigt“, sagte Raulff.

Die Kafka-Erben lassen den aus 111 Schriftstücken bestehenden Briefwechsel zwischen Franz Kafka (1883-1924) und seiner Lieblingsschwester Ottla am 19. April beim Auktionshaus J.A.Stargardt in Berlin zu einem Schätzpreis von 500 000 Euro versteigern. Er besteht aus 45 Briefen, 32 Postkarten und 34 Bildpostkarten aus den Jahren 1909 und 1924.

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Das Konvolut war zuvor Marbach angeboten worden, allerdings nach Angaben Raulffs zu einem deutlich höheren Preis. Marbach hat neben Oxford die weltweit wichtigsten Kafka-Bestände. (StU/dpa)


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