BITTERFELD/WOLFEN (BLK) - Die Schriftstellerin Monika Maron (68) setzt erstmals ein eigenes Werk filmisch um: ihr neues Buch „Bitterfelder Bogen“. „Ich erzähle, wie Solarhersteller aus Kreuzberg nach Bitterfeld gekommen sind —an einen Ort, der dringend Arbeitsplätze gebraucht hat“ sagte die Schriftstellerin am Donnerstag in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt). Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt, Petra Wust (parteilos), kommt in Buch und Film zu Wort. „er Film wird kein Werbefilm, sondern soll die Realität widerspiegeln“ sagte die Kommunalpolitikerin. Die 43-minütige Dokumentation soll am 30. Oktober im ZDF ausgestrahlt werden.
Mit „Bitterfelder Bogen“ knüpft die in Berlin lebende Schriftstellerin an ihren Debütroman „Flugasche“ von 1981 an. Darin schilderte sie ihre Erlebnisse als Reporterin im Bitterfelder Chemie- Revier. Fast drei Jahrzehnte später besuchte die Autorin die Gegend erneut und schildert in ihrem aktuellen Buch die Wiederauferstehung der einst „schmutzigsten Stadt Europas“.
Eigentlich habe sie sich nach „Flugasche“ nicht vorgenommen, noch einmal nach Bitterfeld zu fahren, sagte Maron. Ein Berliner Architekt, der im „Solarvalley Thalheim“ aktiv war, habe ihr aber so von der Gegend vorgeschwärmt, dass sie sich entschloss, den Wandel zu dokumentieren. „Ich habe geschrieben, dass es immer noch keine schöne Stadt ist. Aber es hat sich viel getan. Allein, dass es einen blauen Himmel gibt, ist sensationell“, sagte sie. (dpa/rud/ber)