DÜSSELDORF/FÜRTH (BLK) — Neue Leiterin des Düsseldorfer Heinrich-Heine-Instituts soll die bisherige Chefin des Stadtmuseums Fürth, Sabine Brenner-Wilczek, werden. Wie Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe am Dienstag auf Anfrage bestätigte, muss die Germanistin (32) aber noch am 25. Juni vom Stadtrat ernannt werden. Brenner-Wilczek, die an der Heine-Universität Düsseldorf und an der University of Wales studiert hat, war bereits von 1999 bis 2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rheinischen Literatur- und Kulturarchiv des Düsseldorfer Instituts. Seit 2007 ist sie Leiterin des Stadtarchivs und des Stadtmuseums Fürth.
Unter mehr als zwei Dutzend Kandidaten sei die Wahl auf die junge Wissenschaftlerin gefallen, da sie über Leitungserfahrung verfüge und das Heine-Institut „stärker als bisher nach außen öffnen möchte“, erklärte Lohe.
Brenner-Wilczek wird Nachfolgerin von Prof. Joseph A. Kruse, der als international herausragender Heine-Experte gilt. Nach rund 34 Jahren als Leiter des Forschungsinstituts, an dem unter anderem die von dem Germanisten Manfred Windfuhr herausgegebene historisch-kritische Heine-Ausgabe entstanden ist, tritt Kruse in den Ruhestand. Er wolle sich aber weiterhin der Heine-Forschung widmen, sagte der Wissenschaftler der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Das Heinrich-Heine-Institut, das zu den führenden wissenschaftlichen Literatur-Einrichtungen Deutschlands gehört, verfügt seit 1956 über rund 70 Prozent des literarischen Nachlasses des Dichters. Zahlreiche Handschriften und Erstausgaben des 1797 in Düsseldorf geborenen Autors und zeitkritischen Essayisten, der 1856 im Pariser Exil gestorben ist, werden im Museum des Heine-Institutes gezeigt. (dpa/köh/mül)