FRANKFURT/MAIN (BLK) - Marcel Reich-Ranicki hat Kostbarkeiten aus seiner Privatbibliothek zur Verfügung gestellt: Zum 90. Geburtstag des Literaturkritikers am 2. Juni gratuliert das Jüdische Museum in Frankfurt mit einer sehr persönlich gehaltenen Ausstellung. „Für Marcel Reich-Ranicki“ heißt die Schau, die an diesem Sonntag (30.5.) eröffnet wird und bis zum 5. September zu sehen ist.
Gezeigt werden Bücher von Autoren, die diese „MRR“ gewidmet haben. Die Liste großer Namen reicht von Ingeborg Bachmann über Heinrich Böll bis zu John Updike. Zusätzlich sind Schriftstellerporträts aus der Sammlung Reich-Ranickis zu sehen, darunter Arbeiten von Günter Grass und Horst Janssen - auch sie Geschenke in freundschaftlicher Verbundenheit an den Kritiker.
In der Ausstellung geht es auch um die Biografie Reich-Ranickis sowie den Stellenwert des Judentums in seinem Leben. Marcel Reich-Ranicki hat immer wieder betont, dass er sich weder als Pole noch als Deutscher fühle, dafür aber als Jude - schon aus Trotz gegen den Antisemitismus. Allerdings ist Reich-Ranicki ein bekennender säkularer Jude, der nach eigener Aussage nicht an Gott glaubt und auch keine Synagoge besucht. (dpa/jos)
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Museum Judengasse, Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main
Die Ausstellung ist im Museum Judengasse vom 31.5. bis zum 5.9. zu sehen; das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs von 10 bis 20 Uhr; montags ist geschlossen; der normale Eintrittspreis kostet zwei Euro.