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Roberto Bolaños Antiautobiografie „Exil im Niemandsland“

Presseschau vom 10. Oktober 2008

© Die Berliner Literaturkritik, 10.10.08

 

BERLIN (BLK) – Die „FAZ“ rezensiert Roberto Bolaños Antiautobiografie „Exil im Niemandsland“. Die „SZ“ bespricht Andrzej Stasiuks Reiseskizzen „Fado“. Außerdem in der Presseschau: „Yes, we can. Mikes ultimativer Wahlführer“ von Michael Moore, Jacques Chessex’ Roman „Der Vampir von Ropraz“ und der historische Roman „Das Königsmal“ von Katrin Burseg.

„die tageszeitung“

Die „tageszeitung“ rezensiert Michael Moores Wahlkampfbuch „Yes, we can. Mikes ultimativer Wahlführer“. In seinem Buch führt Moore seine vehemente Polemik gegen die Bush-Regierung fort. Michael Moores Weltsicht sei gepflastert mit vielen Banalitäten und mache nun wirklich keinen Leser schlauer, kritisiert der Rezensent.

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ rezensiert die Autobiografie „Exil im Niemandsland. Fragmente einer Autobiographie“ von Roberto Bolaño. In ihr sind Artikel, Essays und Feuilletons aus verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften versammelt. Eine „Antiautobiographie“ mit sorgfältig und präzise ausgewählten Fragmenten, die es schaffe, den Reiz von Bolaños literarischen Werken einzufangen, lobt der Rezensent Florian Borchmeyer.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bespricht Katrin Bursegs historischen Roman „Das Königsmal“. Es ist die Geschichte einer jungen Wäscherin, die vor der Kulisse des Dreißigjährigen Krieges vom dänischen König Christian IV. aufgelesen wird und fortan mit ihm am Hofe lebt. Katrin Burseg versuche in ihrem Roman die Verbindung von Tiefgründigkeit und Trivialität, konstatiert die Rezensentin. Dies gelinge der Autorin jedoch nicht. Bursegs Talent liege offensichtlich mehr im Geschick der Geschichtsschreiberin, so die Rezensentin.

„Neue Zürcher Zeitung“

Die „Neue Zürcher Zeitung“ bespricht den Roman „Der Vampir von Ropraz“ vom Schweizer Autor Jacques Chessex. Ein historischer Fall bietet Chessex die Vorlage für seine Geschichte. Ein unbekannter Täter tribt in dem Ort Ropraz sein Unwesen und schändet auf grausame Art und Weise Leichen. Der Schweizer habe einen packenden und verwirrenden Roman geschrieben, lobt der Rezensent.

„Süddeutsche Zeitung“

Jean-Michel Berg rezensiert in der „Süddeutsche Zeitung“ Andrzej Stasiuks Reiseberichte „Fado“. Der Autor hat sich auf die Suche nach vom Westen noch unberührten Orten gemacht. Und beschreibt den drohenden Verlust der osteuropäischen Kultur durch die andrängende Moderne. „Fado“ sei ein launiger Essay und erinnere daran, dass die westliche Welt nicht unbedingt die beste aller Welten sei. (rie/dan)

Literaturangaben:
BOLANO, ROBERTO: Exil im Niemandsland. Fragmente einer Autobiographie. Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt und Heinrich v. Berenberg. Berenberg Verlag, Berlin 2008. 157 S., 19 €.
BURSEG, KATRIN: Das Königsmal. Historischer Roman. Verlag fredeboldundfischer, Köln 2008. 444 S., 16,95 €.
CHESSEX, JACQUES: Der Vampir von Ropraz. Roman. Aus dem Französischen von Elisabeth Edl. Verlag Nagel & Kimche, Zürich 2008. 96 S., 12,90 €.
MOORE, MICHAEL: Yes, we can. Mikes ultimativer Wahlführer. Piper Verlag, München 2008. 237 S., 10 €.
STASIUK, ANDRZEJ: Fado. Reiseskizzen. Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main. 159 S., 9,50 €.

Andere Stimmen

Rezension im Original

Verlage

Presseschau vom 26. September 2008

Internationale Presseschau vom 10. Oktober 2008


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