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Spanischer Autor und Picasso-Experte Palau i Fabre gestorben

Die Biografien und Essays des Katalanen über Pablo Picasso wurden in zehn Sprachen übersetzt

© Die Berliner Literaturkritik, 25.02.08

 

BARCELONA (BLK) – Der spanische Schriftsteller und Kunstkritiker Josep Palau i Fabre, weltweit einer der größten Picasso-Experten, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Der Autor erlag nach Presseberichten vom Sonntag (24. Februar 2008) in seiner Geburtsstadt Barcelona einer schweren Krankheit. Die Biografien und Essays des Katalanen über Pablo Picasso (1881-1973) wurden in zehn Sprachen übersetzt.

Das Werk von Palau i Fabre zeichnet sich durch eine reiche Vielfalt aus. Der Autor, Sohn eines Malers, veröffentlichte neben Arbeiten über Picasso auch Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke. In den 50er Jahren überraschte er die damals puritanische Gesellschaft in Katalonien mit seinen erotischen Gedichten. Die Sammlung „Poemas del alquimista“ (1952) konnte aufgrund der Zensur der Franco-Diktatur (1939-1975) nur unter der Hand verkauft werden.

Palau i Fabre verfasste einige seiner großen Werke in katalanischer Sprache, schrieb aber auch auf Spanisch und Französisch. In Frankreich verbrachte er 15 Jahre im Exil. Er galt als ein Einzelgänger, tat sich als Gründer und Herausgeber der Literatur-Zeitschrift „Poesía“ aber auch als Förderer diverser katalanischer Schriftsteller hervor. (dpa/wip)


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