WIEN (BLK) – Bei der Fußball-EM der Literaten hat sich Ungarn als schreibendes und sportliches Schwergewicht in Wien präsentiert und den Titel geholt. Im Rahmen des kleinen Schriftsteller-Turniers wenige Wochen vor der offiziellen Fußball-EM in Österreich und der Schweiz schlugen die ungarischen Autoren ihre Kollegen aus der Schweiz sowie Slowenien und siegten mit den meisten Punkten. Der Titel ist für Fußball-Ungarn ein Trostpflaster, dessen Nationalelf die Qualifikation für das Turnier der Profis verpasst hatte.
„Wir haben fünf Turniere gespielt, lange auf diesen Sieg gewartet und sind sehr glücklich“, sagte der ungarische Kapitän und Autor Péter Zilahy bei der Siegerehrung am Dienstagabend (20. Mai 2008). Bei nur vier teilnehmenden Mannschaften wurde die Schweiz Vize-Europameister, Slowenien kam auf Platz Drei. Gastgeberland Österreich wurde Letzter, aber mit dem „Fair Play Winner“-Preis ausgezeichnet. Österreichischer Ehrenkapitän war der Schriftsteller Robert Menasse. Deutschland hatte keine Einladung erhalten.
Das Turnier ist Teil des Kulturprogramms zur Fußball-EM. Alle Mannschaften spielten jeweils 60 Minuten gegeneinander. Die letzten Spiele am Dienstag (20. Mai 2008) wurden wegen starken Regens durch ein Elfmeterschießen ersetzt. (dpa/wip)