STUTTGART (BLK) - Das Theaterstück „Alles was Recht ist“ hat am Donnerstagabend seine Uraufführung in Stuttgart gefeiert. In dem Werk des 52-jährigen deutschen Schriftstellers Gerold Theobalt ermittelt ein Generalstaatsanwalt in der jungen Bundesrepublik gegen hochrangige Politiker mit Nazi-Vergangenheit. Die damalige Adenauer- Regierung will Verstrickungen ihrer Beamten mit dem NS-Regime hingegen unter den Teppich kehren. Das auf historischen Fakten beruhende Lehrstück von Regisseur Michael Wedekind kam im Alten Schauspielhaus beim Publikum gut an.
In der Hauptrolle ist Michael Hiller als Staatsanwalt Fritz Bauer zu sehen, der in den 1960-er Jahren die sogenannte Auschwitz- Prozesse einleitete. Das schlichte Bühnenbild von Alexander Roy ist in zwei Teile geteilt: Auf der einen Seite ist die Amtsstube des Staatsanwalts, in der die Ermittlungen und Enthüllungen zum Holocaust zu sehen sind. Auf der anderen Seite wird hingegen das biedere Wohnzimmer eines Staatssekretärs im Kanzleramt gezeigt, der sich als einstiger Widerstandskämpfer ausgibt. Tatsächlich soll er hingegen für den Tod Zehntausender Juden in Vernichtungslagern verantwortlich gewesen sein. Das Stück ist noch bis zum 24. Juli zu sehen. (dpa/ton)
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Altes Schauspielhaus, Bolzstraße 6, 70173 Stuttgart
Das Stück ist bis zum 24. Juli täglich außer sonntags im Alten Schauspielhaus zu sehen. Die Karten kosten zwischen 9 und 20 Euro.