PARIS (BLK) – Die französische Tageszeitung „Libération“ bespricht den Roman „Arbre de fumée“ von Denis Johnson. Das Buch mit dem Originaltitel „Tree of Smoke“ wurde von Brice Matthieussent ins Französische übersetzt.
Das Buch erzählt die Geschichte von Skip Sand, der als Neffe eines hochrangigen amerikanischen Offiziers im Vietnamkrieg in psychologische Manöver gegen den Vietcong verwickelt ist und Informationen für die amerikanische Basis sammelt. Außerdem begegnet der Leser dem kaum 20-jährigen James, der sich, wie sein Bruder, einer Kriegspatrouille anschließt, um seinem langweiligen Leben in Arizona zu entfliehen und mit ansehen muss, wie sein Offizier von einer Leuchtrakete durchlöchert wird.
Man lerne von diesem Buch nicht mehr viel Neues über den Vietnamkrieg, schreibt der Rezensent Philippe Lançon, aber man könne darin die Schrecken des Krieges, die Ängste und die moralische Zerrüttung der Figuren nachempfinden. Die langen Dialoge enthüllen, so Lançon, eine Realität, wie sie schlimmer nicht vorstellbar ist.(muc/ang)
Literaturangaben:
JOHNSON, DENIS: Arbre de fumée. Traduit de l’anglais (Etats-Unis) par Brice Matthiueussent. Christian Bourgois, Paris 2008. 680 S., 28 €.
Rezension im Original
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