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Wirklichkeit. Wie kommst du zu mir?

Ausgewählte Gedichte von John Ashbery / Kritik NZZ

© Die Berliner Literaturkritik, 13.03.03

 

ZÜRICH (BLK) -- Mit „Mädchen auf der Flucht“ liegt jetzt eine Sammlung von John Ashberys Gedichten vor, so Jürgen Brôcan in der „Neuen Zürcher Zeitung“. Dem Herausgeber sei es dank intimer Kenntnis des Werks gelungen, eine schmale, gleichwohl repräsentative und in sich gerundete Auswahl vorzulegen.

John Ashbery zählt zu den wichtigsten Lyrikern der Postmoderne, informiert der Kritiker. Seine Gedichte seien Welten aus Sprache. In ihnen reflektiere sich vor allem der Prozess der Aneignung von Wirklichkeit. Worte und Sätze seien oft unterschiedlichster Herkunft und sprunghaft, in der Form des Bewusstseinsstroms aneinandergefügt.

Im gedanklichen Zentrum des Bandes stehe das lange „Selbstportrait im konvexen Spiegel“, das auf ein Gemälde des manieristischen Malers Francesco Mazzola Parmigianino Bezug nehme. Annähernd die Hälfte der Gedichte seien eigens für den Band neu übersetzt worden. Sechs Übersetzer seien daran beteiligt worden. Ein großer Vorzug nach Ansicht von Jürgen Brôcan, denn dadurch kommt eine gewisse Stil- und Stimmenpluralität zustande.(tür/kil)

Weitere Zusammenfassungen von Rezensionen deutschsprachiger Tageszeitungen gibt es in der Presseschau.

Literaturangaben:
ASHBERY, JOHN: Mädchen auf der Flucht. Ausgewählte Gedichte. Amerikanisch und Deutsch. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Joachim Sartorius. Carl-Hanser-Verlag, München 2002. 168 S., €17,90.


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