MÜNCHEN (BLK) – Der Schriftsteller Martin Walser hat sein Herz für FDP-Chef Guido Westerwelle entdeckt. „Seit er sichtbar und hörbar geworden ist, schau ich ihn an und hör ihm zu, und er gefällt mir“, schreibt Walser im „Focus“. Der 83-jährige Walser erwägt sogar, zum ersten Mal in seinem Leben FDP zu wählen.
Walser - Autor von Büchern wie „Tod eines Kritikers“, „Brandung“ und „Ein fliehendes Pferd“ - kritisiert, dass Westerwelle zurzeit ausschließlich an schlechten Umfrageergebnissen gemessen werde. Seine Politik werde ignoriert. Deutschland sei besser als jede andere vergleichbare Volkswirtschaft aus der Krise gekommen, meint der Schriftsteller, der unlängst auch für den umstrittenen früheren Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin eintrat. Walser erklärte im „Focus“, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle sei ein FDP-Politiker, und der Chef dieser Partei heiße Guido Westerwelle. „Sollten es die Medien tatsächlich schaffen, Westerwelle ins Aus zu manövrieren, werde ich zum ersten Mal in meinem Leben FDP wählen“, kündigte Walser an. (mas)