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Was man über Russland wissen sollte

Das politische Sachbuch „Putin nach Putin“ von Alexander Rahr

© Die Berliner Literaturkritik, 07.11.08

 

MOSKAU (BLK) Auf „russland.ru“ wird das von Alexander Rahr erschienene Buch „Putin nach Putin. Das kapitalistische Russland am Anfang einer neuen Weltordnung“ besprochen. Das Buch des Russlandexperten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik bringt dem westlichen Leser die Sicht der russischen Politiker, Bevölkerung und der einfachen Menschen näher.

Rahr beschreibt, wie in Russland politische Entscheidungen getroffen werden, wie und warum die Moskauer Führung im Georgienkonflikt so reagierte und wie Russland sein Energieimperium ausrichten will. Es ist das erste Buch über den Georgienkonflikt und die Auswirkungen der Finanzkrise auf den russischen Staat und seine Oligarchen auf dem westlichen Markt. Und es ist ebenfalls die erste westliche Biographie von Medwedew. Rahr fordert vom Westen, russische Irritationen über die NATO-Osterweiterung und Raketenabwehr ernst zu nehmen. Er erklärt und unterstützt den Vorschlag der Russen, mit Europa und USA eine neue Architektur für den euroatlantischen Raum zu schaffen.

Dem westlichen Leser fehle es oft an objektiven und verlässlichen Informationen über die aktuelle Entwicklung in Russland, schreibt der Rezensent. Dies sei so, weil die westlichen Medien nur über Russland schrieben, wenn es dort negative Schlagzeilen zu vermelden gebe. Rahr schreibe in verständlicher Sprache und das Buch sei spannend zu lesen, anstatt langweilig wissenschaftlich. Der Rezensent bedauert, dass Rahr seine Quellen nicht offen darlege.(tam/bah)

Literaturangaben:
RAHR, ALEXANDER: Putin nach Putin. Das kapitalistische Russland am Anfang einer neuen Weltordnung. Universitas Verlag, Tübingen, 2008. 293 S., 19,95 €

Rezension im Original

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