MÜNCHEN (BLK) - Er soll Werbung für’s Lesen machen und hat dementsprechend prominente Unterstützung: Zum neunten Mal stand am Dienstag (24.11.) in München die offizielle Verleihung des Internationalen Buchpreises Corine an. Die Liste der Preisträger in den sieben Kategorien, die bereits Wochen vorher veröffentlicht worden waren, war wie gewohnt voller großer Namen. Hinzu kam wie in jedem Jahr der Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten, der diesmal an den Schriftsteller und Philosophen Rüdiger Safranski ging.
„Mit dem Ehrenpreis würdigen wir vor allem die exquisite Qualität von Rüdiger Safranskis Lebenswerk“, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der die Schirmherrschaft übernommen hatte, laut Redemanuskript. „Selbst komplexe philosophische und literaturwissenschaftliche Zusammenhänge werden durch seine Erzählkunst für ein breites Publikum verständlich. Safranski wurde einem breiten Publikum als Co-Moderator der ZDF-Sendung „Das philosophische Quartett“ bekannt.
Der Corine-Belletristikpreis des Zeit-Verlages ging in diesem Jahr an Mohammed Hanif für seinen Roman „Eine Kiste explodierender Mangos“. Den Bilderwelten-Preis erhielt Alex MacLean für „Over. Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft“.
Mirjam Pressler wurde für „Nathan und seine Kinder“ mit dem Jugendpreis der Waldemar Bonsels Stiftung ausgezeichnet. Der Focus- Zukunftspreis gehört in diesem Jahr Nicholas Stern für „Der Global Deal“. Den Sachbuchpreis bekam Richard von Weizsäcker für „Der Weg zur Einheit“.
Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx wurde für sein Buch „Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen“ mit dem Corine- Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet. Der Claudio-Hörbuchpreis ging an Fred Vargas und Barbara Nüsse für „Der verbotene Ort“.
Der Corine-Preis wurde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen und wird gemeinsam mit dem Freistaat Bayern sowie zahlreichen Partnern aus der Verlagsbranche vergeben. Ziel ist es, mehr Menschen für Bücher zu begeistern und zum Lesen anzuregen. Symbol für die Corine ist eine Porzellan-Figur aus der Manufaktur Nymphenburg. Zu den bisherigen Trägern des Ehrenpreises gehören Martin Walser, Peter Härtling und Siegfried Lenz. (dpa/olb)