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Bob Dylan – Pop oder Kunst?

Richard Kleins Dylan-Studie „My Name It Is Nothin’“

© Die Berliner Literaturkritik, 07.06.06

 

BERLIN (BLK) – „Richard Klein leistet die erste kritische Gesamtinterpretation von Bob Dylans Werk in deutscher Sprache.“ So bewirbt der Berliner Lukas Verlag Kleins Buch mit dem Titel „My Name It Is Nothin’. Bob Dylan – nicht Pop, nicht Kunst“.

Kleins Aufmerksamkeit gilt der Musik wie der Poesie, dem Songwriting wie der Performance. Vor allem jedoch und im Gegensatz zur bisherigen Literatur steht Dylans Stimme im Mittelpunkt: in der Vieldeutigkeit ihrer Masken und ihrer wechselvollen Geschichte von den Anfängen 1961 bis zu den Konzerten vom Herbst 2005. Ausführlich beschäftigt sich Klein – der zu den Initiatoren des Frankfurter Bob-Dylan-Kongresses gehört – mit den frühen Jahren. Die Alben und Tourneen der siebziger Jahre werden als Zeichen einer Zeit gelesen, die zur geschichtlichen Reflexion nötigt: Nostalgie bezwingen und Neuanfänge riskieren, die keine bloßen Kostümwechsel sind. Das siebte Kapitel begründet den Titel des Buches. Es zeigt, wie und warum sich Dylan der Alternative ‚Pop oder Kunst’ entzieht. Es demonstriert außerdem, dass Text und Musik sich bei ihm gegenläufig zueinander verhalten, so dass jeder nur literarische oder nur musikalische Zugang zu seinem Werk falsch wäre.

Richard Klein, Jahrgang 1953, ist von Haus aus Musikwissenschaftler, Richard-Wagner-Spezialist und Herausgeber von „Musik & Ästhetik“. (nic)

Literaturangaben:
KLEIN, RICHARD: My Name It Is Nothin’. Bob Dylan – nicht Pop, nicht Kunst. Lukas Verlag, Berlin 2006. 396 S., 24,90 €.


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