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Wenig aufregende Erstarrung

Natasza Goerkes Roman "Rasante Erstarrung" / Kritik "Neue Zürcher Zeitung"

© Die Berliner Literaturkritik, 04.09.03

 

ZÜRICH (BLK) -- Der Kurzroman "Rasante Erstarrung" von Natasza Goerke tendiert zur Satire, urteilt Ilma Rakusa in der "Neuen Zürcher Zeitung" (04.09.2003). Dennoch bleibe der Eindruck, dass hier viel Aufhebens um wenig gemacht wurde.

Das Buch handelt von einem Mann mittleren Alters, der es zu nichts gebracht hat. Nach dem wenig erfolgreichen Besuch von Schule und Universität, versucht er sich als Schriftsteller – doch auch das mehr schlecht als recht. Er pflegt die Überlebensstrategie des Verschwindens. Davon können Ex-Verlobte und angebliche Gattinnen ein Lied singen. Er reflektiert sich selbst, jedoch weinerlich, eitel, vorwurfsvoll, und nur selten witzig.

Natasza Goerke versuche ihren Antihelden, der Machismo, Tai Chi und Rekordschlaf beherrscht, dadurch zu retten, indem sie ihn zum Anlass für groteske Spiele, satirische Tiraden und Geschlechter- und Gesellschaftskritik nehme, erklärt die Rezensentin. Leider sei das Ergebnis wenig aufregend. (kar/jan)

Literaturangaben:
GOERKE, NATASZA: Rasante Erstarrung. Übersetzt aus dem Polnischen von Marlis Lami. Skarabaeus-Verlag, Innsbruck 2003. 89 S., €16.

Zur Rezension:


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