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Novalis, der Chemiker

Ralf Liedke und sein neues Werk "Das romantische Paradigma der Chemie" / Kritik "FAZ"

© Die Berliner Literaturkritik, 10.09.03

 

FRANKFURT a.M. (BLK) – Als ein Buch, dass nicht nur die Novalis-Forschung bereichere,  sondern ebenso die eben erst entstehende Philosophie der Chemie lobt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (10.09.03) Ralf Liedkes Buch "Das romantische Paradigma der Chemie".

Dass Friedrich von Hardenberg, bekannt als Novalis, nicht nur Dichter war, sondern auch Salinenassessor und Bergbaufachmann und dass er auch Jurisprudenz, Mathematik und Philosophie studiert hatte und sich mit Chemie auskannte, macht Ralf Liedtke in seinem Werk deutlich. Wie besonders letzteres seine Philosophie und Dichtung und letztlich die Geistesgeschichte in der Romantik im Allgemeinen geprägt hat, werde in dem Werk dargestellt.

Mit seinem Bestreben nach Poetisierung der Wissenschaft habe Novalis eher gegen den stark polarisierenden Geist seiner Zeit gestanden, so der Kritiker. Dabei habe er einen sehr pragmatischen Wahrheitsbegriff vertreten: Wahrheit müsse vor allem nach vorn weisen, müssen andere weiter und auf den Weg bringen. Umgekehrt liefere die Chemie eine Interpretationsvorlage der übrigen Phänomene: der Tod müsse nach dem Vorbild chemischer Reaktionen als Übergang, nicht als Untergang, verstanden werden. (jan/ hab)

Literaturangaben:
LIEDTKE, RALF: Das romantische Paradigma der Chemie. Friedrich von Hardenbergs Naturphilosophie zwischen Empirie und alchemistischer Spekulation. mentis Verlag, Paderborn 2003. 396 S., €50.


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